Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst tritt zurück

Gute Bildungspolitik kann nicht bloß auf der Einbildung beruhen, dass es bald besser werde. Nach der Berliner SPD merkt das auch die Brandenburger SPD, deren Bildungsministerin Britta Ernst am Montag zurückgetreten ist. Der Plan der Ehefrau von Bundeskanzler Olaf Scholz, den Lehrermangel durch neue Assistenzstellen auf Kosten von bestehender Ganztagsbetreuung zu verwalten, scheiterte am Widerstand ihrer eigenen Landtagsfraktion.

„Das Recht auf Bildung ist in den Flächenregionen des Landes gefährdet“, hatte Ernst angesichts hunderter fehlender Lehrkräfte in ländlichen Gegenden zuletzt geklagt. Besser managen soll den Mangel nun ihr bisheriger Staatssekretär Steffen Freiberg. Die Macht in Brandenburgs SPD bröckelt. Und Deutschlands Bildungssystem muss endlich schneller dazulernen.