Mieter werden bei Heizkosten abgezockt
Der Winter 2022 war ein schlimmer, besonders in der von Russland angegriffenen Ukraine. Aber auch in Deutschland wuchs die Sorge vor kalten Heizungen, die Versorgungskrise konnte schließlich abgewendet werden. Nun aber klagen Hunderttausende Mieterinnen und Mieter in Berlin und Deutschland über explodierende Heizkosten. Nachzahlungen für einzelne Wohnungen für das Jahr 2022 summieren sich auf tausende Euro, bei oft gleichbleibendem Verbrauch. Dahinter steckt in vielen Fällen System, wie eine Recherche von Tagesspiegel und „Correctiv.Lokal“ zeigt. Demnach nutzen einzelne Contracting-Firmen offenbar systematisch rechtliche Schlupflöcher aus, um ihre Profite zu steigern.
Dabei wird nicht etwa die verbrauchte Menge Heizgas abgerechnet, sondern nach oft komplizierten, für Laien kaum verständlichen Preisgleitklauseln, die sich etwa an den Erdgas-Börsenpreisen orientieren. Auch Deutschlands größtes privates Wohnungsunternehmen Vonovia zählt mit seiner umstrittenen Tochter Deutsche Wohnen zu den Profiteuren, etwa bei Wohnungen in Schöneberg und Mariendorf. Wundern tut einen das schon nicht mehr. Erschreckend kaltblütig bleibt es dennoch.