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Kann man den Mauerfall vergessen?
Am 9. November schrieb unser Autor über die Gedächtnisforschung und wandelnde Erinnerungen. Das verwunderte eine Leserin. Ist dieser Tag nicht unvergesslich?
Foto: Sabine Gudath/Imago
Klarstellung zur Meldung „Was hast Du am 9. November 1989 getan? (CP v. 9.11. – hier nachlesen) – Checkpoint-Leserin Karin Krentz schreibt:
„Ich weiß genau, was ich getan habe: Als CvD im ADN gearbeitet und wie erstarrt Schabowski zugehört. Denn wir wussten um die Begleitumstände, die er auch kannte, aber nicht wissen wollte in diesem Augenblick. Damals war ich 45 Jahre alt, heute 75. Ich gebe keine falschen Antworten.“
Selbstverständlich sind nicht alle Geschichten aller Ü40 falsch im Sinne von grundsätzlich und vollständig erfunden. Ich bitte diesen falschen Eindruck (erweckt durch eine unscharfe Formulierung) zu entschuldigen.
Es ging 1) darum, dass sich alle U40 nur vage an den Mauerfall erinnern können, weil sie noch sehr jung waren, und all U30 naturgemäß gar nicht, weil sie noch nicht auf der Welt waren…
… und 2) darum, dass die Erinnerung so lange an Einzelheiten eines Ereignisses modelliert, bis irgendwann ein anderes Bild der Umstände erscheint. Das ist keine böse Anspielung auf Vergesslichkeit im Alter oder eine Unterstellung unlauterer Absichten, sondern eine Erkenntnis der Gedächtnisforschung.