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Kindheitshaus in Berlin gesucht: US-Nachkommen von verfolgten Juden forschen nach Spuren
Paul Schönbach wuchs in Westend auf – bis zur Machtergreifung der Nazis. Dann floh die Familie nach Amerika. Nun will sein Sohn das frühere Zuhause besuchen. Aber das gibt Rätsel auf. Von Robert Ide
Die denkmalgeschützte Schönbach-Villa vor ihrem Verkauf 2017. Foto: privat/Heide Schumann
100 Jahre ist er trotz der Judenverfolgung alt geworden, nun ist Paul Fairbrook gestorben. Der Berliner wuchs als Paul Schönbach in der Villa Schönbach in Westend auf. Nach der Machtergreifung der Nazis floh die Familie nach Amerika. Vor zwei Jahren besuchte Fairbrook noch einmal seine Heimatstadt, erzählte von der „wunderhübschen“ Villa in der Württembergallee 31 und meinte schließlich: „Ich bin ein deutsch-amerikanischer Jude mit 20 Nachkommen, die beweisen, dass die ‚Endlösung‘ gescheitert ist.“
Nach seinem Tod wünscht sich nun Sohn Bob Fairbrook sehnlichst, das Kindheitshaus des Vaters einmal von innen zu sehen. Er würde eigens dafür aus den USA herfliegen. Doch der Status der Villa Schönbach ist unbekannt.
Vor einigen Jahren verwilderte das Baudenkmal, sollte aber von neuen Eigentümern saniert werden. Können Sie den Nachkommen weiterhelfen? Dann schreiben Sie an checkpoint@tagesspiegel.de, wir stellen gern den Kontakt her.