Parlament will sich reformieren

Die erste Hürde im Abgeordnetenhaus hat die Parlamentsreform gestern genommen, kleine Erinnerung: Aus dem Teilzeitparlament soll ein Hauptteilzeitparlament werden, damit Teile des Parlamentes behaupten, hauptsächlich in Teilzeit zu arbeiten. Oder so.

Was die geplanten längeren Sitzungen (bis 22 Uhr) für die Familienfreundlichkeit heißen, hätten die Verordneten der Bezirke ihren AGH-Kollegen ruhig mal erzählen können. Jenna Behrends (CDU) geht die Sache pragmatisch an und bringt ihr Baby einfach mit, „ich finde es wichtig, dass junge Eltern weiterhin politisch tätig sein können“, sagt sie. Das Kind hat übrigens während eines Redebeitrags der AfD zu quengeln begonnen.

Ein Kollege hatte gestern übrigens auch sein Kind mit in der Redaktion, etwas älter als das Behrends-Baby, praktisch, um gleich mal den Sinn der Initiative „Schule in Not“ zu testen, die die Schulreinigung verbessern möchte. „Sieht Deine Schultoilette auch so aus?“ Schnelle Antwort: „Nein, viel schmutziger!“ Qualitätsurteil: sinnvoll.

Weitere Erkenntnisse aus dem Parlament: Herr Kohlmeier (SPD) und Herr Hansel (AfD) sind keine Freunde. Herr Müller (SPD) und Herr Schmidt (Grüne) werden es vermutlich auch nicht mehr.