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Busnotfahrplan, kaputte U6, S-Bahn-Störungsbingo: Wie der Berliner Nahverkehr seine Fahrgäste wieder auslädt
Seit Jahren deckt das ÖPNV-Angebot kaum den Bedarf. Nun wird beim Busverkehr gekürzt und regelmäßig gibt es Störungen bei S- und U-Bahn. Öffis in Berlin? Lieber nicht. Ein Kommentar von Lorenz Maroldt und Lotte Buschenhagen.
Die U6 am Bahnhof Friedrichstraße ist rappelvoll, kann aber wegen einer Störung nicht auf ganzer Strecke im dichten Takt fahren. / Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa
Wir machen weiter mit einem Potpourri der guten Laune aus dem Personennahverkehr – hier drei aktuelle Nachrichten, die alle Freunde des Automobils erheitern:
Nehmen wir den Bus? Lieber nicht… Die BVG verkündet „Maßnahmen zur Linienstabilisierung“, und das ist kommunikativ dieselbe Schule, die Sozialabbau als „Eigenverantwortung“ euphemisiert, eine neue Mülldeponie als „Entsorgungspark“ und den frühen Rentnertod als „sozialverträgliches Ableben“. Also, übersetzt bedeutet das: Auf 44 Linien fahren Busse seltener oder gar nicht mehr, im nächsten Jahr bedeutet das im Vergleich zum Normalplan 5,8 Millionen gefahrene Kilometer weniger. Zum Beispiel fährt der 100er nur noch alle 15 Minuten und der 200er nur noch alle 20 Minuten. Und damit zur heutigen Aufgabe im Kurs „Mathe mit dem Checkpoint“: In welchem Takt würde der 1000er fahren, wenn Berlin einen hätte?
Nehmen wir die U-Bahn? Lieber nicht… Gestern zum Beispiel hieß es mal wieder: „Wegen eines Kabelklaus“ (Anmerkung der Redaktion: der vielleicht aber auch Manfred heißen könnte) fährt die U6 maximal im Zehnminutentakt, die Züge sind proppenvoll. Leidensmitfahrerin Carline Mohr berichtet: „Ich werde heftig in die Arme eines Mannes gestoßen, wir klammern uns aneinander, um nicht umzufallen. Er, völlig ungerührt: ‚Schade, dass ich schwul bin, sonst könnte das der Beginn einer wunderbaren Geschichte sein‘.“
Nehmen wir die S-Bahn? Lieber nicht… Mehr als 100.000 Verspätungen und exakt 31.521 Störung wurden in diesem Jahr bereits gemeldet. Und aus dem legendären Checkpoint-Betriebsstörungsbingo wissen Sie: Die Bahn hat 99 Erklärungen dafür parat, warum eine S-Bahn zu spät oder gar nicht kommt, u.a. „Metallbeschichteter Luftballon in der Oberleitung“, „Rettung einer Taube im Gleisbett“, „Blasenschwäche des Zugführers“ und, tatsächlich: „Erhöhtes Fahrgastaufkommen“. Zu letzterem teilte die Bahn allerdings gerade mit: „Kommt als singulärer Störungsfall sehr selten vor.“ Gehen sie weiter, hier gibt’s nichts zu fahren. (Q: Drs. 19/17235, Anfrage Kristian Ronneburg)
Es kommentiert die CDU-Generalsekretärin Ottilie Klein: „Ich fahre gerne mit dem Auto durch Berlin.“ (Genauer gesagt sagte sie eigentlich nur „Ich auch“, als gestern Abend im Tempodrom bei einer als „Elefantenrunde“ titulierten Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung der Berliner FDP-Vorsitzende Christoph Meyer sagte, er fahre gerne mit dem Auto durch Berlin).