Der Bierpinsel kommt unter den Hammer

Kurt Tucholsky meinte es gut mit Berlin: „Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse, / vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße.“ Doch die Realität sieht trister aus, selbst wenn sie eine bunte Fassade hat: „Ein Wohnturm im Grauen ganz ohne Terrasse, / vorne wie hinten die Steglitzer Schloßstraße.“ Nun steht der Bierpinsel, einstmals West-Berliner Top of the Pop (hier ein paar schöne Erinnerungen) und inzwischen bunt angemaltes Symbol städtebaulicher Ratlosigkeit, beim Auktionshaus Sotheby's zum Verkauf. Vier Schlafzimmer und vier Toiletten sollen 3,2 Millionen Euro kosten. Falls der Verkauf an der Schloßstraße nicht klappt, geht Berlin zurück auf Los.