Schein an Schein: Junge Union legt Geldnoten auf gestoppten Radweg
Wir parken nochmal in Reinickendorf auf dem Fast-Radweg an der Ollenhauerstraße, kurz vor seiner Eröffnung gestoppt von Verkehrsstadträtin Julia Schrod-Thiel (CDU). Der Checkpoint wartet mit laufendem Motor weiterhin auf eine Antwort, wie sie mit Widerspruch und Klageandrohung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen ihren Schritt umgehen will. Die erste Frist der DUH endet am heutigen Mittwoch. Rückenwind bekommt sie dafür aus den eigenen Reihen von der Jungen Union Reinickendorf. Die deutet die fertige Strecke mal eben zum Pop-up-Radweg um (auch wenn die einzigen, gelben Striche die Kreuze über den Fahrrad-Piktogrammen sind) und will mit aneinandergereihten 50-Euro-Scheinen die Kosten des Radwegs (400 Euro pro Meter) offenlegen. Ob sie weitere Scheine hinzulegen werden, falls der Bezirk wegen des Stopps mehr als 200.000 Euro Fördermittel an den Bund zurückzahlen muss, ist uns nicht bekannt.