Sportlehrer mit 74

Schnell noch rübergerannt zu Berlins ältestem Sportlehrer. Frank Bär ist 74 und vermittelt in der Grundschule in der Köllnischen Heide, worauf es beim Laufen und im Leben wirklich ankommt. Zum Beispiel dem zwölfjährigen Hussein aus der 6b, ein quirliger Typ mit leuchtend grünen Schuhen, der beste Sportler in der Klasse. „Er hat lange nur eine Zwei im Sport bekommen, weil er nicht gelernt hat, mit Niederlagen umzugehen“, erzählt Bär. „Er hat sich auf den Boden geworfen und geheult, wenn er nicht gewonnen hat.“ Also hat ihm Bär immer wieder erklärt, dass Niederlagen zum Sport, zum Leben gehören. Dass jeder gewinnen könne, aber es mehr wert sei, wenn jemand verlieren könne. „Inzwischen hat er es begriffen“, sagt Bär. Hussein hat nun eine Eins im Sport. Frank Bär auch.