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Wessen Mietmünze ist mehr wert?: In Berlin gibt’s Streit um die „Alte Münze“
Auf dem Areal der „Alten Münze“ in Mitte sollte eigentlich ein Zentrum für die freie Kulturszene entstehen. Nun hat den Platz die Spreewerkstätten GmbH inklusive langfristigen Mietvertrag bekommen. Zum Unmut Anderer. Man fühlt sich gegeneinander ausgespielt. Von Robert Ide
Foto: imago / Joko
Mit welcher Münze zahlt Berlin für seine wertvollsten Flächen? Darüber tobt ein heftiger Streit auf dem Areal der „Alten Münze“ in Mitte. Hier, wo das „House of Jazz“ und ein Zentrum für die freie Kulturszene entstehen sollte, bekommt nun stattdessen die Spreewerkstätten GmbH als Zwischennutzerin des Gebäudekomplexes einen langfristigen Mietvertrag. Sie betreibt auf dem landeseigenen Areal bereits einen Club und ein Café. Grünen-Politiker Daniel Wesener sieht in dem Deal eine „Tragödie für die Kunststadt Berlin und eine soziale Stadtentwicklung“ und befürchtet eine „rein privatwirtschaftliche“ Nutzung. Die Clubcommission widerspricht öffentlich. „Die Betreiber der Alte Münze sind alles andere als ‚rein privatwirtschaftlich‘“. Und fragt mit spitzer Note: „Seit wann spielt man in Berlin einen Kulturakteur gegen andere aus?“ Könnte sein, dass die Alte Münze noch zum Zentrum der Misstöne wird.