Kreuzberger Fahrradtresen teuer und sinnlos

Wir kommen zur Verleihung der „Goldenen Himbeere“ der Verwaltung: Sieben Mal steht Berlin in diesem Jahr im Schwarzbuch der Steuerverschwendung. Neben der verzettelten Wahl, der unstimmigen Sanierung der Komischen Oper und der verfahrenen Busspur auf der Clayallee listet der Bund der Steuerzahler auch einen Checkpoint-Liebling auf: den Fahrradtresen in der Skalitzer Straße. Hier hatte Friedrichshain-Kreuzberg einen roten Bartisch an den Bürgersteig gebaut, in den drei Räder hineingeschoben werden konnten. Gäste sollten auf dem Sattel ein Sitzbier zu sich nehmen. Eine eher schale Idee. Nun soll das Ungetüm in einen Sitztresen umgewandelt werden – und Berlin hat 8300 Euro sinnlos versoffen.