Lesereise Teil 17: In den Iran und nach Mitte
Lesereise – „Wo wir geboren werden ist in erster Linie verschissene Lotterie, das ist fucking Glück – oder Unglück. Es ist wichtig, das sich die Menschen das einmal bewusst machen.“ Mehdi Maturi weiß, wovon er spricht: Er kam im Iran zur Welt, und wuchs in Deutschland bei seinem Vater auf. Mit 30 Jahren reiste er zum ersten Mal zurück, um seine Mutter kennenzulernen, von der er lange Zeit dachte, sie sei tot. Er ging zu Fuß und hatte keinen Pass dabei, wurde über Grenzen geschleust und musste über Minenfelder laufen, „dennoch hat diese Reise vor allem mein Urvertrauen in die Menschlichkeit gestärkt, denn ohne die Hilfe von anderen hätte ich es nicht geschafft“, verrät er im Checkpoint-Interview. Klare Leseempfehlung von Stadtleben-Autorin Stefanie Golla. „In den Iran. Zu Fuß. Ohne Pass. Auf der Suche nach meiner Mutter“ ist im Fischer Verlag erschienen (2020, 256 Seiten) – und wir verlosen ein Exemplar (bis 12 Uhr).
Urlaub ganz nah – Der Autor selbst fühlt sich in Berlin zu Hause, weil er Multikulturalität schätzt. Ein Ort, den er immer wieder gern aufsucht, ist das K.W.A in Mitte – wegen des Essens, des Tees und des Miteinanders. Gipsstraße 2 (U-Bhf Weinmeisterstraße), tgl. 12-22 Uhr