Kulturgut retten: Der Zig-Zag-Club in Friedenau
Friedenauer Kulturgut retten – „Am Anfang dachten wir, es würde nicht so lang dauern. Inzwischen geht es ums Überleben.“ Die Türen des Zig Zag sind fest verschlossen, seit Mitte März bleibt die Bühne leer. Um seinen Jazzclub zu retten, hat Inhaber Dmitris Christidis eine Spendenaktion gestartet: So hofft er, Künstler zu bezahlen und sein Team zu halten. Trotzdem blickt er mit Sorge auf die kommenden Monate. Niemand weiß, wann das Zig Zag wieder öffnen wird. „Mit den Abstandsregelungen ist es fast unmöglich, den Club weiter zu finanzieren. Wenn wir aufmachen, wollen wir deshalb täglich zwei, vielleicht drei Vorstellungen mit wechselndem Publikum anbieten“, sagt Christidis. Vor einigen Tagen hat er in kleinem Kreis ausprobiert, wie ein solches Konzert funktionieren kann. Er hat Tische verstellt, Sofas und Sessel im Raum verteilt. Die Musiker standen nicht auf der Bühne, sondern überall im ganzen Club. „Man erlebt die Live-Session sehr intim. Das hat uns Hoffnung gegeben.“ Christidis vermisst den Jazz, der Abend für Abend im Zig Zag gespielt wurde. „Als wir letzte Woche im Club standen, hatten wir bei den ersten Tönen Gänsehaut. Man hat wirklich gemerkt, was fehlt.“ (Foto: Daniel Päsche)
Über Unterstützung und einen Beitritt zum Verein freut sich das Zig Zag hier. Auch andere Kiezläden brauchen weiterhin Hilfe – Eine Auswahl von Geschäften finden Sie auf unserer Tagesspiegel-Kiezhelfer-Seite.
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