Zukunft des Deutsch-Jüdischen Theaters ungewiss
Als eine „emotionale Achterbahn“ beschreibt Theaterleiterin Alexandra Fröhlich die letzten Wochen. Die Förderung der Wilmersdorfer Bühne steht auf dem Spiel. Von Lotte Buschenhagen
Kiezkultur retten – „Wir hatten das ganze Jahr durchgeplant. Das ist plötzlich wie ein Kartenhaus zusammengebrochen.“ Alexandra Julius Frölich (Foto) vom Deutsch-Jüdischen Theater hat die letzten Wochen damit verbracht, Anträge zu schreiben, Spender zu finden, umzuplanen. Das Ensemble war mitten in den Vorbereitungen einer neuen Premiere, als die Nachricht kam, dass seine Bühne schließen würde: Das Theater im Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf bleibt fürs erste gesperrt. „Eine emotionale Achterbahn“, sagt Fröhlich, die nun versucht, Alternativen zu finden. Die Ungewissheit plagt: Was geschieht mit den Förderungen, wenn die Projekte nicht mehr gespielt werden? Fröhlich hofft, den Betrieb im August wiederaufnehmen zu können. Doch auch dann bleibt die Zukunft des Ensembles ungewiss: „Ins Theater Coupé dürfen derzeit 17 Zuschauer. Da kann ich eine Lesung machen, aber eine Premiere?“ Sie werden sich nach anderen Räumen umsehen, vielleicht Kurzfilme drehen, in Kleingruppen proben. „Schritt für Schritt gehen, beweglich bleiben.“ Nach dem Lockdown? „Werden wir feiern, dass man am Leben ist.“ Mit Corona-Bier. (Foto: Joachim Kelsch)
Für alle, die Theaterkultur unterstützen möchten:Gutscheine für das Deutsch-Jüdische Theater finden Sie auf unserer Tagesspiegel-Kiezhelfer-Seite. Über Spenden freut sich das Ensemble auch auf seiner Startnext-Plattform. Damit sie noch spielen, wenn die Krise vorbei ist.
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