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Lockdown-Gerüchte: Wie die Politik uns den Frühling versautWie es mit AstraZeneca nach der Erstimpfung weitergehtDer Senat will schärfere Regeln für Sharing-Fahrzeuge

Sehnsüchtig blicken wir nach England, wo seit gestern früh vor den Pubs das Bier auf den Tischen steht – first order! Der konsequente Lockdown ist dort wegen der hohen Impfquote (fast 50%) und niedriger Inzidenz (um 25) weitgehend beendet – uns steht er noch bevor: Die Bundesregierung will u.a. nächtliche Ausgangssperren und Schließungen ab einer Inzidenz von 100 automatisch verhängen, und das heißt: ohne Gewürge des asynchronen Getriebes der Länder.

Lockdown könnte bis Juni dauern“, lautet heute die Schlagzeile im Tagesspiegel, mit anderen Worten: Die Politik hat uns mit ihren „Schaltkonferenzen“ den Frühling versaut. Jetzt rächt sich die verwegene Hoffnung, das Virus ließe sich auf Kompromisse und gefühlige Gerechtigkeitsdebatten ein – und der Dauerappell an die „Eigenverantwortung“ (Michael Müllers Lieblingsplatte) hat gute Chancen auf die Auszeichnung zum „Unwort des Jahres“.

Doch während sich die Intensivstationen über die kritische Menge an Corona-Patienten hinaus füllen, beharrt der Regierende Bürgermeister im „Abendschau“-Interview darauf: „Wir sind mit Berlin einen verantwortungsvollen Weg gegangen.“ „Harte“ Ausgangssperren lehnt Müller wie viele andere Kritiker der Regierungspläne ab – und beruft sich dabei u.a. auf Erkenntnisse von Aerosol-Forschern: „Die Gefahr lauert drinnen“, sagen sie - Debatten über das Flanieren auf Flusspromenaden, den Aufenthalt in Biergärten, das Joggen oder Radfahren halten sie für „kontraproduktiv“.

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