wegen des Streiks der Luftsicherheitskräfte fallen am BER heute alle Flüge aus. Für alle Streikgeplagten dieser Tage starten wir daher zur Abwechslung mal mit guten Nachrichten von laufenden Tarifverhandlungen: Bei der BVG wird es mindestens in den kommenden zwei Wochen wohl keinen neuen Streik geben. „Der derzeitige Verhandlungstand lädt nicht zu einem Streik ein. Wir planen daher Stand jetzt nichts in Bezug dazu“, sagte der für die BVG zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretär Gordon Günther dem Checkpoint. Am Mittwoch verkündete die BVG eine erste Teileinigung mit der Gewerkschaft. Bis zu den nächsten Gesprächen am 28. März dürften Busse und U-Bahnen in Berlin also erstmal normal fahren – sofern sie das überhaupt noch tun.
Die aktuellen RAF-Fahndungen rund sind um eine weitere Polizei-Panne reicher. Noch bei ihrer Festnahme soll die Terroristin Daniela Klette ihren Komplizen Burkhard Garweg gewarnt haben, berichten mehrere Medien übereinstimmend. Der allzu simple Trick, mit dem das gelang, klingt aber eher nach einem schlechten Krimi aus dem Vorabendprogramm: Die Polizisten ließen Klette in ihrer Kreuzberger Wohnung noch einmal unbeaufsichtigt auf Toilette gehen. Von dort aus soll sie Garweg per Handy kontaktiert haben, ehe sie die Sim-Karte im Klo runterspülte. Der Terrorist konnte rechtzeitig untertauchen.
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Monumentale Gespenstergeschichte über die Suche nach Erlösung! Herbert Fritschs zweite Inszenierung an der Komischen Oper Berlin holt Richard Wagners monumentalen und geheimnisvollen – häufig sehr düster inszenierten – "Der fliegende Holländer" ins Kinderzimmer zurück.
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In geheimer Mission waren gestern Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) unterwegs. Nicht als Agenten Doppelnull doch im Dienst ihrer Bundesländer trafen sie den Superreichen Elon Musk, der nur in manchen Augen auch ein Superschurke ist. Die Landesoberen warben bei dem unangekündigten Geheimtreffen in Grünheide für den Standort, nachdem der Anschlag auf die Stromversorgung des Werks sowie anhaltende Proteste gegen Tesla die Stimmung zuletzt getrübt hatten. Wie zum Beweis, dass doch wieder alles gut ist, postete Wegner anschließend ein Foto, das ihn und Woidke in den Armen des Multimilliardärs zeigt.
Noch aufschlussreicher ist da nur ein Bild, das Woidke noch zusätzlich auf Instagram veröffentlichte. Zu sehen: Er und Wegner gemeinsam in einem Auto aus Berlin auf dem Weg nach Grünheide. So innig waren Berlin und Brandenburg nicht einmal unter Klaus Wowereit und Matthias Platzeck, geschweige denn Michael Müller oder Franziska Giffey und Woidke (alle SPD). Pikiert dürfte dagegen Wegners Brandenburger CDU-Parteifreund Jan Redmann sein, wenn Wegner sich nach seinem indirekten Wahlaufruf („Ich wünsche mir, dass du noch ganz lange Ministerpräsident bleibst“, CP vom 29.2.) im Wahljahr erneut lieber mit SPDler Woidke zeigt.
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Die Bestseller-Verfilmung mit Sabin Tambrea als Franz Kafka und Henriette Confurius als Dora Diamant:
DIE HERRLICHKEIT DES LEBENS – ab jetzt hier im Kino:
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DIE HERRLICHKEIT DES LEBENS
In London, Frankfurt oder Köln strahlt Passanten dieser Tage ein „Happy Ramadan“ in Einkaufsstraßen entgegen. Anlässlich des islamischen Fastenmonats wurde in den Städten eine Ramadan-Beleuchtung aufgehängt. Ein Vorbild für Berlin? Ganz sicher, wenn es nach SPD-Integrationspolitiker Orkan Özdemir geht: „Als multikulturelle Stadt sollten wir die großen Feste der Berlinerinnen und Berliner gemeinsam feiern und genauso wie zu Weihnachten und Chanukka auch zum Ramadan eine Beleuchtung installieren. Das wäre eine tolle Geste, die unsere Gesellschaft verbindet“, sagte er dem Checkpoint. „Wir sollten als Abgeordnetenhaus bereit sein, für die Beleuchtung zu diesen drei Festen Geld in die Hand zu nehmen.“
Auch der Handelsverband Berlin-Brandenburg steht der Idee offen gegenüber. „Da, wo es hinpasst und die Menschen anspricht, kann ich mir das gut vorstellen“, erklärte Hauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen. Eine Bedingung hat er allerdings: „Keine öffentlichen Mittel! Das muss privat finanziert werden, wie wir es grundsätzlich für alle Formen der Festbeleuchtung empfehlen.“
Verhaltener äußert sich die Senatswirtschaftsverwaltung, die die Beleuchtung am Ku‘damm vergangenes Jahr immerhin mit 100.000 Euro bezuschusst hat. Konkret will man sich zu der Idee nicht äußern. Es sei diesbezüglich aber auch noch nie jemand an das Haus von Senatorin Franziska Giffey (SPD) herangetreten, sagte eine Sprecherin. Und was halten Sie von der Idee?

Sie nutzen die Fahrdienste von Uber, Bolt oder Freenow? Dann stehen die Chancen nicht schlecht, dass Sie bereits bei organisierten Kriminellen im Auto saßen. Auf Berlins Straßen hat sich ein offenbar florierendes, weitgehend illegales Geschäft mit mafiösen Strukturen entwickelt, hat Kollege Benedikt Schmidt recherchiert: Fahrer und ihre Hintermänner begehen systematisch Sozialbetrug, hinterziehen Steuern und chauffieren ohne jede Genehmigung Menschen durch die Stadt. „Wir sehen in ein tiefes, schwarzes Loch“, sagt selbst Freenow-Chef Alexander Mönch ob der Zustände. Nur das für die Kontrolle zuständige Landesamt für Ordnungsangelegenheiten (Labo) hat oder wollte das nicht sehen und ließ den Betrug über Jahre hinweg laufen. Die ganze, erschreckende Story lesen Sie hier.
Berlins öffentlichem Dienst droht ein Ausbildungsproblem. Die Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR), findet kaum noch jemanden, der die klügsten Köpfe der Verwaltung unterrichten will. „Die HWR Berlin hat zunehmend Schwierigkeiten, für alle Kategorien von der Professur bis zum Lehrauftrag, ausreichend Personen zu finden, die für die Wahrnehmung der Lehraufgaben qualifiziert sind“, schreibt die Hochschule in einer Stellungnahme an das Abgeordnetenhaus, die sich eher wie ein Brandbrief liest. Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, leisteten die Lehrenden vielfach erhebliche Überstunden. Das Ergebnis: „Die HWR Berlin hat bereits mit deutlichen eher schon chronischen Überlastungssituationen zu kämpfen.“ Die angehenden Beamten wiederum lernen so bereits aus nächster Nähe, was sie anschließend in der Berliner Verwaltung erwartet.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Die Verkehrsverwaltung muss eine unter Kungelei-Verdacht stehende Stellenbesetzung stoppen, bei der nach Änderung der Ausschreibung die CDU-nahe Wunschkandidatin gewonnen hatte (CP von gestern) und wie reagiert Verkehrssenatorin Manja Schreiner (CDU)? Sieht in all dem weiterhin kein Problem. „Die Ausschreibung zu verändern, dazu stehe ich. Und als neue Hausleitung würde ich das auch jederzeit wieder so machen“, sagte sie am Mittwoch. Nur die Formfehler müssten beseitigt werden. Dann werde die Abteilungsleiterstelle – in der geänderten Form – wieder ausgeschrieben.
Berliner Techno ist nun offizieller Teil des immateriellen Kulturerbes Deutschlands. Sollten Ihre Freunde und Verwandten einmal argwöhnisch auf Ihr Samstagnachtprogramm blicken, haben Sie nun ein Argument mehr auf Ihrer Seite.
Eigentlich wollte Schwarz-Rot die Leiter der Berliner Justizvollzugsanstalten besser bezahlen, Besoldungsstufe B2 statt A15. Doch der Koalition ist bei der Besoldung eine Panne unterlaufen: Drei der Leiter verdienen plötzlich weniger. „Wir haben übersehen und nicht gewusst, dass diese drei mit einer Zulage versehen sind und eine Anhebung auf B2 eine Gehaltskürzung bedeuten würde“, sagte CDU-Haushälter Christian Goiny. Der Fehler soll nun behoben werden.
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Industriekultur im Harz:
Auf dieser Tagesspiegel-Reise erleben Sie die kulturelle Vielfalt des Harzes inmitten einer atemberaubenden Landschaft, erfahren viel über eine außergewöhnliche Bergbauregion und seine Geschichte. Jetzt buchen!
Die Berliner Verwaltung digitalisieren ist die eine Sache. Dass die Bürger die Dienstleistungen danach auch unkompliziert online nutzen können, eine andere, zeigt die Antwort der Verkehrsverwaltung auf Anfrage von Stefan Ziller (Grüne) zur digitalen KFZ-Zulassung. Nur ein Bruchteil der verschiedenen Zulassungsvorgänge wird bislang online erledigt. Insgesamt waren es im vergangenen Jahr erst zehn Prozent.
Der Staat darf von der Remmo-Familie Häuser beschlagnahmen, die diese mit Geld aus Straftaten erworben haben soll. Das Landgericht Berlin hat in einem Urteil vom Mittwoch die Einziehung einer Immobilie und weiterer Vermögenswerte angeordnet, die die Familie über eine Strohfrau besessen hat.
Berlin ist oft erst auf den zweiten Blick schön. Aber wie sehr sich manches architektonische Kleinod vor den Augen der Betrachtet versteckt, überrascht dann doch. Ganze 58 Jahre blieb ein Festsaal aus dem Jahr 1900 in Tegel versteckt – hinter einer schnöden Supermarkt-Decke. Am Donnerstag will der Investor die Zwischendecke endlich abnehmen und den Glanz vergangener Zeiten zum Vorschein bringen. Die Aufnahmen davon gibt’s anschließend auf dem Instagram-Account des Tagesspiegels.
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Versteckte Heldinnen der Medizin
Sie wurden angefeindet, mussten sich auslachen lassen und landeten teilweise sogar im Gefängnis. Wir stellen drei Frauen vor, die die Geschichte der Frauenmedizin verändert haben und fragen, warum so wenig über sie bekannt ist. Jetzt auf Spotify, Apple Podcasts und Tagesspiegel.de.
Heftig wird in Berlin um Tempo-30-Regelungen gestritten. Dabei geht’s an manchen Stellen der Stadt noch viel langsamer. Auf 18 Straßenabschnitten in Berlin gilt gegenwärtig nur Tempo 10 (Q: Anfrage Kristin Brinker, AfD). Als Grund nennen die Bezirke mal Schlaglöcher oder „erhebliche Unebenheiten“, mal soll das Tempolimit Kinder vor Grundschulen und Kitas mit besonders schmalen Gehwegen schützen. Nur bei der Großen Präsidentenstraße in Mitte konnte der Grund vom Bezirk „durch die Archivierung der Vorgänge derzeit nicht ermittelt werden“.
Der Spittelmarkt mit der nahen Autoschneise Leipziger Straße ist nicht unbedingt bekannt für seine Aufenthaltsqualität. Genau dort soll deshalb ein neuer Wald entstehen. Oder eher gesagt ein Wäldchen. Denn der Bezirk plant dort den Tiny Forest „Gertraudenhain“. Eine kleine, schnell wachsende Grünfläche, die „inmitten eines durch Luft- und Umweltverschmutzung belasteten Stadtraums von Berlin-Mitte Wurzeln schlägt“ und spätestens 2025 das Mikroklima verbessern soll. Mehr Infos für alle Anwohner und Gartenfreunde, will der Bezirk am 20. März um 19 Uhr im Kieztreff Leipziger Straße (Leipziger Str. 55-58) verraten.
Herzzerreißende Geschichte aus Mitte: „Im Jahr 2023 befand sich unsere jüngste Tochter Alice auf der Reise ihres Lebens“, beginnt ihre Mutter Lisa Hamblen einen Beitrag auf der Spendenplattform Gofundme. Alice reiste durch Asien und nach Australien. Doch dort angekommen verschlechterte sich ihr Zustand massiv. Ärzte stellten bei ihr einen aggressiven und schnell streuenden Krebs fest. Heute muss Alice palliativmedizinisch betreut werden und befindet sich laut der Familie in schlechtem gesundheitlichem Zustand. Doch die Familie hat ein Ziel: „So viele Dinge wie möglich von Alices Wunschliste abhaken.“ Ganz oben steht dabei, wieder ein Leben im Van zu führen. Falls Sie die Familie dabei unterstützen möchten: Hier geht es zur Spendenkampagne.
Mit Ihrem Tagesspiegel-Abo können Sie heute u.a. auch folgende Texte lesen:
Den Pfunden an den Kragen: Viele Menschen laufen, um abzunehmen. Doch das funktioniert nur, wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind.
Was Mobbing im Gehirn anstellt: Betroffene müssen nicht mit Mobbing leben. Zwei neue Studien zeigen, wie die Folgen effektiv eingedämmt werden können.
Wie ein Poller ein ganzes Stadtviertel entzweit: Abgefräst, weggetreten – und gleichzeitig geliebt. In Berlin ist ein Streit unter Anwohnern ausgebrochen, ob es sich ohne Autos angenehmer leben ließe.
Zitat
„Wir sind die Finanzverwaltung nicht das Ministerium für Zauberei.“
Finanzsenator Stefan Evers (CDU) im Hauptausschuss zu Erwartungen, jetzt schon eine Alternative für das geplatzte Klima-Sondervermögen vorlegen zu können.
Stadtleben
Essen & Trinken – Tagsüber Café, Rösterei und Bäckerei, abends Weinbar. Wenn man im „Material“ sitzt, fragt man sich, warum es diese Kombination nicht viel öfter gibt. Zumal wenn der Ort, an dem das stattfindet, so charmant ist, dass man eigentlich gleich von einer Tasse Flat White nahtlos zu einem Glas Xarel-lo aus Katalonien sitzenbleiben würde. Morgens backen sie hier ihr eigenes Sauerteig-Brot und originelle Pastry wie die Cinnamon Cloud oder das Safran-Orangen-Bun. Lieber was Herzhaftes? Kroketten frittieren sie hier aus übriggebliebenem Gemüse. Die schmecken natürlich auch gut zum Wein. Der kommt ausnahmslos aus Spanien, ist naturnah angebaut und auch zum Außerhaus-Verkauf erhältlich. Und weil das Wetter ja gerade immer schöner wird: Man kann auch schön draußen sitzen. Tägl. 8-1 Uhr, Schönhauser Allee 156, U-Bhf Eberswalder Straße
Last-Minute-Konzert – Ananasdiebe in der Stadt: Bereits seit 1999 ist Bruce Soord Kopf des britischen Progressive-Rock-Projektes The Pineapple Thief und außerdem das einzige konstante Mitglied. Ansonsten wechselt die Band seit einem Vierteljahrhundert ihr Personal beständig durch. Ihre Stücke paaren komplexe Arrangements, große Melodien und atmosphärische Texturen mit melancholischen Texten und jede ihrer Liveshows beweist ihr ungewöhnliches Talent als Instrumentalisten. Heute sind sie im Kesselhaus in der Kulturbrauerei zu Gast (19.30 Uhr). Karten gibt es noch, für 40,50 Euro. Knaackstraße 97, U-Bhf Eberswalder Straße
Noch hingehen – Sehnsucht nach Farbe? Die Ausstellung „Viva Frida Kahlo“ führt mit raumfüllenden Projektionen durch das, trotz schwerer Themen, sehr farbenfrohe Schaffen der Künstlerin – und ins Mexiko der 1920er- bis 40er-Jahre. Die immersive Ausstellung strahlt per 3D-Mapping 130 Gemälde der feministischen Ikone an die Wände im Napoleon Komplex, fast eine Gesamtschau (noch bis 7. April). Tickets gibt es ab 24 Euro (20 Euro ermäßigt). Mo-Fr 10 bis 21 Uhr, Sa/So und während der Osterferien 8 bis 21 Uhr, Modersohnstraße 35-45, S/U-Bhf Warschauer Straße
Noch hingehen II – Wer die Ausstellung „Munch. Lebenslandschaft“ im Potsdamer Barberini noch auf dem Zettel hat, muss sich sputen, denn sie läuft nur noch bis zum 1. April. Wir helfen Ihnen, die nervige Suche nach einem freien Zeitfenster zu überspringen und verlosen 3x2 Tageskarten fürs Wochenende (16. oder 17.3)! Die aufregende Schau mit Leihgaben u.a. vom Museum of Modern Art in New York zeigt, dass Edvard Munch viel mehr ist als sein berühmter „Schrei“. Hier der Lostopf für eine Portion Kunst regulär kosten Karten sonst ab 16/10 Euro. Mo 10 bis 19 Uhr, Mi–So 9 bis 19 Uhr, Humboldtstraße 5–6, Potsdam
Grübelstoff – „In deiner Stadt leben über drei Millionen“, singt Bosse und rein statistisch dürfte man dann nur selten zufällig jemandem über den Weg laufen, den man kennt. Andererseits treiben wir uns, wenn man ehrlich ist, vorwiegend zwischen Wohnung, Arbeit und Supermarkt herum und kennen dort eben doch etliche Gesichter. Wie oft passiert es Ihnen, dass Ihnen in der Millionenstadt unverhofft Freund:innen auf der Straße begegnen?
Kiekste
Nicht nur Kollegin Buschenhagen ist schon ganz gespannt, was sich bald an der Schöneberger Dominicusstraße abspielen wird. Weitere Berlin-Bilder gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A100/A113: Im Tunnel Ortsteil Britz und im Autobahndreieck Neukölln werden Wartungsarbeiten durchgeführt. Die Autobahn ist in Richtung Wedding zwischen Späthstraße und Gradestraße von 21 bis 5 Uhr gesperrt. Einzelne Anschlussstellen werden bereits ab 20 Uhr geschlossen. Umleitungen sind ausgewiesen.
B1/5 Straße Alt-Friedrichsfelde (Friedrichsfelde): Wegen eines Rohrbruchs Höhe Märkische Allee bleibt bis voraussichtlich Ende April die Fahrbahn stadteinwärts auf einen Fahrstreifen und stadtauswärts auf zwei Fahrstreifen reduziert.
Kreuzung Sickingenstraße/Neues Ufer (Moabit): Bis Ende Juli ist das Neue Ufer Richtung Beusselstraße ab Sickingenstraße für den Kfz-Verkehr gesperrt. Auf der Sickingenstraße regelt eine Baustellenampel den Verkehr. Die Geschwindigkeit in Richtung Gaußstraße ist auf 20 Km/h begrenzt und es gilt Überholverbot des Zweiradverkehrs.
Boelckestraße (Tempelhof): Bis Ende März ist die Fahrbahn in beiden Richtungen Höhe Hoeppnerstraße auf einen Fahrstreifen verengt und es gibt Beschränkungen beim Abbiegen.
Regionalverkehr – RB24 und RB32: Es kommt ganztägig zu Zugausfällen zwischen Berlin-Lichtenberg bzw. Oranienburg und Schönefeld (b Berlin).
Demonstration – Für heute sind 15 Demos angemeldet (Stand 13.3., xx Uhr), u.a. „Jedes Jahr aufs Neue: Sechste Winter-Mahnwache gegen Obdachlosigkeit, Zwangsräumungen!“: 80 Menschen, Bündnis Gemeinsam gegen Obdachlosigkeit und Zwangsräumungen, Rathausstraße 15 (0-16 Uhr)
„Aufklärung rechter Straftaten“: 15 Teilnehmende, BASTA, Tempelhofer Damm 12 (8.30-9.30 Uhr)
„Hinrichtungswelle im Iran stoppen/ Anhaltende Menschenrechtsverletzungen verurteilen / Solidarität mit den Bürgerprotesten im Iran“: zehn Protestierende, Paul-Löbe-Allee (10-18 Uhr)
„Sicherer Radweg auf der Thielallee“: 50 Demonstrierende, ADFC Steglitz-Zehlendorf, Thielallee/Habelschwerdter Allee, Dahlemer Weg (17-18.30 Uhr)
„Mahnwache für Rundfunkfreiheit“: 20 Teilnehmende, Leuchtturm ARD, Masurenallee 8 (18-20 Uhr)
Gericht – Ein Ex-Stasi-Mitarbeiter kommt wegen Mordes vor 50 Jahren auf die Anklagebank. Der heute 80-Jährige soll 1974 einen polnischen Staatsbürger am damaligen Grenzübergang Bahnhof Berlin-Friedrichstraße aus einem Versteck heraus heimtückisch erschossen haben. Er soll als Angehöriger einer „Operativgruppe“ des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit mit der „Unschädlichmachung“ des Opfers beauftragt worden sein (9 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 217).
Universität – An der Technischen Universität findet heute ein Tanzworkshop statt. Unter dem Motto „Dance & Connect“ kann man in Gemeinschaft Salsa und Bachata lernen (ab 19.30 Uhr), anschließend Party. Anmeldung hier. TU-Hochhaus, TelQuel Cafè, Ernst-Reuter-Platz 7, U-Bhf Ernst-Reuter-Platz
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Liebe Ziehtochter Claudia, ich gratuliere dir herzlich zu deinem nicht runden Geburtstag & wünsche dir ein gutes fröhliches neues Lebensjahr?! Deine Muddi Martina“ / „Herzlichen Glückwunsch zum 80. für Renate Faust“ / „Am 14. März wird ‚Uns Uwe‘ Karl Niemecki stabile 50! ‚Deine Seele jubiliert, weil sie niemals den Mut verliert!‘ Und zur Krönung … ehelicht er heute seine Freundin Sarah. Gesegnete Hochzeits- und Geburtstagsgrüße – von Shandor, Kato und den Büffelhüften (ELZ/LZ/LD) …“ / Marcel Noebels (32), Eishockeyprofi bei Eisbären Berlin / Silas Overby (19), Handballprofi, bis vor Kurzem Rückraumspieler für die Füchse Berlin, jetzt beim dänischen Verein Mors-Thy Håndbold / Simone Arianne Biles Owens (27), US-amerikanische Turnerin, 30 Weltmeisterschaftsmedaillen und sieben Medaillen bei Olympischen Spielen / Bernd Patzke (81), ehemaliger Fußballprofi, spielte u.a. für Hertha BSC (1969 - 1972) und für die deutsche Fußballnationalmannschaft / Johannes Rosenstein (51), Dokumentarfilmer („Frau. Macht. Kirche. Eine Institution gerät ins Wanken“), Autor, Regisseur / Jan Sosniok (56), Schauspieler („Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, „Berlin, Berlin“)
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Prof. Dr. sc. jur. Rolf Ackermann, * 31. Dezember 1934 / Imke Büch, * 25. November 1977 / Bernd Charnow, * 6. Februar 1961 / Anni Holzgreve, geb. Heuschäfer, * 15. Juli 1924 / Gudrun Manteuffel, geb. Lückert, * 17. Juli 1948 / Jutta Matzner-Eicke, * 19. Mai 1937
Stolperstein – Grete Franziska Rothschild, geb. Rosenthal, kam am 17. Mai 1903 in Gießen zur Welt. Sie heiratete Berthold Rothschild und zog 1941 mit ihm nach Berlin. Das Ehepaar hatte keine Kinder. Im März 1943 musste sie miterleben, wie ihre Vermieter deportiert wurde. Daraufhin setzten Grete und Berthold wenige Tage später, am 14. März 1943, ihrem Leben ein Ende. An Grete Franziska Rothschild und Berthold Rothschild erinnern Stolpersteine in der Ansbacher Straße 18 in Schöneberg.
Encore
Eine Weisheit aus der Finanzwelt lautet, man soll gutes Geld nicht schlechtem hinterherwerfen. Sprich: Nur weil man schon Geld in ein Projekt versenkt hat, sollte man nicht noch mehr reinstecken. Im gerne antikapitalistischen Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg haben sie davon noch nicht gehört. In jedem Fall versucht der Bezirk den bundesweit als Lachnummer verspotteten „Fahrradtresen“ an der Skalitzer Straße doch noch zu retten. Die ursprüngliche Idee sah vor, dass sich Radfahrer auf ihrem Sattel an den Tresen setzen. Aber so sehr liebt dann selbst in Kreuzberg keiner sein Rad, als das er nicht die Parkbank für das Feierabendbier vorziehen würde.
Nun kam der Bezirk auf eine neue Idee. In einem an Kneipen reichen Viertel wie Kreuzberg hätte man es ja eigentlich von Anfang an besser wissen können. Aber letztlich dämmerte es den Verantwortlichen doch noch: Dem Tresen fehlt eine Sitzgelegenheit! Immerhin vier Leute können nun auf einer Bank am Tresen sitzen – daneben ist immer noch Platz für Fahrräder, die dort wohl nie stehen werden, berichtet die „Morgenpost“. Dafür stehen im Bezirkshaushalt jetzt zusätzliche Kosten von 5100 Euro.
Jeden Euro wert waren heute Antje Scherer und ihr Stadtleben. In der Frühproduktion hat Florian Schwabe definitiv nicht rumgesessen. Morgen wirft hier Daniel Böldt für Sie ein Auge auf die kleinen und großen Possen der Stadt. Machen Sie es gut!
