wenn ich es richtig verstanden habe, sind wichtige Leute (u.a. Bildungssenatorin Scheeres) der Meinung, dass in Berlin die Ferien zu früh anfangen. Was mich betrifft: Ich finde, sie sind einfach nur zu früh zu Ende. Aber ich bin natürlich auch gerne wieder hier. Und zur Ankunft gab’s auch gleich eine volle Ladung Berlin: Als wir die Prenzlauer Allee runterfuhren, brannte an der Ecke Danziger Straße gerade ein Dachgeschoss(keine Verletzten) – und als wir an der Mohrenstraße vorbeikamen, war dort gerade ein Auto in ein Schaufenster gebrettert (vier Verletzte). Aber dann: der CSD! Mehr dazu weiter unten im Telegramm.
In Berlin um die Welt – Thailand: Im Bangkok-City sitzt man unter Lampionleuchten und zwischen Schilfwänden. Das Pad Thai und der Papaya-Salat werden hier am Mehringdamm 33 nach altem Familienrezept zubereitet. Wer Glück hat, ergattert einen Platz auf der kleinen, von Pflanzen gesäumten Terrasse und trinkt dann erstmal einen selbstgemachten Mango- oder Ingwer-Shake. Erfrischend sind auch die thailändischen Eisteesorten aus Pandan-Blättern und Zitronengras. Mo-Fr 12-22 Uhr, Sa-So 13-23 Uhr; Thailändische Einwohner in Berlin (Stand Ende Dez 2018): 4.996
Sommermuseum – Emil Nolde galt als „entarteter“ Künstler im Nationalsozialismus, er hatte Berufsverbot und seine Arbeiten wurden beschlagnahmt. Dennoch war er NS-Parteimitglied und hielt an den Vorstellungen des Regimes bis Kriegsende fest. Wie der Künstler diesen Wiederspruch mit sich vereinbaren konnte, versucht die Ausstellung im Hamburger Bahnhof zu beleuchten. Morgen (30. Juli) gibt es zwischen 12 und 13 Uhr eine Führung durch die Ausstellung (Museumseintritt: 8 Euro, erm. 4 Euro).
Jottwede – Forsthaus Strelitz: Im Familienbetrieb kommen überwiegend Produkte aus eigener Herstellung auf den holzbefeuerten Herd, und Chefkoch Wenzel Pankratz kreiert daraus experimentelle Menüfolgen. Das Forsthaus liegt südlich von Neustrelitz an der Berliner Chaussee 1, direkt an der B96. Und weil die Anfahrt knapp 2 Stunden dauert und im Restaurant auch Selbstgebrannter angeboten wird: In der renovierten und modernisierten Scheune gibt es einige Gästezimmer (ab 70 Euro/Nacht inkl. Frühstück). Am nächsten Tag lässt sich dann der Hof mit seinen Schweinen, Hühnern und Schafen entdecken. Geöffnet Mi-So ab 19 Uhr.
Sommersport - Hula Hoop-Hoop Dance: Klingt eigentlich ganz leicht… einen Fuß nach vorn stellen, den Reifen auf Hüfthöhe halten, Hüfte leicht vor und zurück kreisen lassen - und dann so richtig in Schwung kommen. Aber das ist erst der Anfang! Was da noch alles geht, zeigt sich beim TU-Hochschulsport, die Termine gibt’s hier.
Sommerloch – Der „Rote amerikanische Sumpfkrebs“, der von den UN als unerwünschter Einwanderer klassifiziert ist, taucht zuverlässig auch in diesem Jahr wieder auf (im Gegensatz zum Killerwels aus dem Schlachtensee). Allerdings hat der lizensierte Spandauer Fischereibetrieb Hidde in dieser Saison nur 10.000 Exemplare gefangen – im vergangenen Jahr waren es noch fast viermal mehr. Die anderen sind wohl irgendwo versumpft (wir sind ja hier in Berlin).
Berliner Schnuppen
Telegramm
Nanu: Ex-Stasi-Gedenkstättenleiter Hubertus Knabe residiert mit seinem Blog (Titel u.a.: „Die DDR lebt“, „Der Sozialismus siegt“) ausgerechnet in Putins Reich – im Impressum gibt der Historiker als Adresse an: „Hubertus Knabe, Komendantsky prospect 21-2-231, 197371 Sankt Petersburg, RUSSLAND“. In dem 12-Etagen-Großkomplex mit mehreren Blöcken (liegt in einem neuen Stadtteil im Norden, U-Bahnanschluss seit 2005) leben 1052 Menschen in 509 Wohnungen. Was ihn dort hingezogen hat, wollte Knabe nicht sagen – eine CP-Anfrage dazu beantwortete er jedenfalls nicht.
Skandalöse Zustände im Monbijoupark – an privaten Sportgeräten trainieren körperbewusste Großstädter ihre Muckis! Pfff… Da drängen sich natürlich drei Fragen auf, die Katharina Mayer von der BVV-Linksfraktion auch gleich ans Bezirksamt stellte (DS 0628/V):
1) „Was würde passieren, wenn statt muskulöser Männer auch Frauen* oberkörperfrei dort Sport treiben würden?“
2) „Wie geht das Ordnungsamt mit Frauen um, die sich oberkörperfrei im öffentlichen Raum aufhalten?“
3) „Wie bewertet das Bezirksamt die zur Schaustellung männlicher Privilegien im öffentlichen Raum?“
Harter Stoff – und hier die Antwort von Bürgermeister Stephan von Dassel: „Allein das Zeigen des Oberkörpers dürfte die Allgemeinheit nicht als Exhibitionismus oder Erregung öffentlichen Ärgernisses bewerten. Das Grünanlagengesetz verbietet das Nacktsein nicht.“ Es kommentiert unser Gastautor Johann Wolfgang von Goethe: „Es ist unglaublich, wie viel der Geist zur Erhaltung des Körpers vermag. Der Geist muss nur dem Körper nicht nachgeben." Und die Checkpoint-Analyse: Es dauert länger, einen Körper zu formen, als den Ruf einer „Stadt der Freiheit“ (Michael Müller beim CSD) zu ruinieren.
Dazu auch folgende Nachricht aus dem Strandbad Plötzensee: Die Security forderte wegen der Beschwerde einer Familie eine junge Frau auf, ihr Oberteil anzuziehen. Und was sagt der Senat dazu? Der „Kurier“ zitiert aus der Antwort auf eine Anfrage von MdA Marcel Luthe aus dem vergangenen Jahr: „Durch langjähriges Praktizieren haben sich allgemeine Gepflogenheiten hinsichtlich der Badebekleidung gesellschaftlich etabliert, wonach ein Mann beim Baden/Schwimmen in öffentlichen Bädern eine Badehose trägt und eine Frau einen Badeanzug oder Bikini, die jeweils die weibliche Brust bedecken.“ Es sei denn… (siehe oben).
Ex-Staatssekretär Jens-Holger Kirchner ist zurück - am Donnerstag bezieht der Stadtentwicklungsexperte, der wegen einer Krebserkrankung den Job verlor, seinen neuen Arbeitsplatz im Roten Rathaus. In der „B.Z.“ antwortet er auf die Frage, ob er in den letzten Monaten noch mal was gehört habe von seiner alten Chefin, Verkehrssenatorin Regine Günther: „Nein. Das ist vorbei, nicht vergessen.“
In Berlin steht offenbar ein staatlich organisierter Gefängnisausbruch bevor – auf der Vergabeplattform des Senats ist jedenfalls die „Lieferung einer CNC-Plattenaufteilsäge an die JVA Tegel“ ausgeschrieben. Die traditionelle Art (Feile im Kuchen) hat offenbar ausgedient.
Die CSD-Bilanz: Erstmals mehr als 1 Mio Teilnehmer (sagen die Veranstalter), „für die Größe verhältnismäßig ruhig“ (sagt die Polizei). Die Feuerwehr hatte 126 Rettungseinsätze und sagt: „Das ist relativ viel“ (Q: „MoPo“). Erstmals flatterte eine Regebogenfahne vor der CDU-Zentrale, in Köpenick versuchten zwei Männer eine Regenbogenfahne anzuzünden (es blieb bei einem kleinen Brandloch). Und das schönste Bild vom festlich angestrahlten Fernsehturm sehen Sie hier (konnte ich im Original von meiner Terrasse noch die halbe Nacht genießen).
„Hertha in Geiselhaft“ ist als Name-Joke vom „Kurier“ gar nicht mal so schlecht getroffen (auch wenn Innenverwaltung-Sprecher Martin Pallgen meint, dass dafür eigentlich „Fünf Euro ins Phrasenschwein“ fällig wären). Tatsache ist: Im „Tagesspiegel“-Interview setzt der Sportsenator den Schlusspfiff im Spiel um den Olympiapark: Hier wird es kein neues Fußballstadion geben. Standortfavorit des Senats ist das Flughafengelände Tegel, erwünschter Nebeneffekt: Je mehr Nachnutzer auf die Schließung warten, desto geringer wird der Widerstand der TXL-Freunde.
Post für die Mitglieder im Innenausschuss: Die Opfer der Schießstandaffäre werfen der Innverwaltung Täuschung des Parlaments und Falschaussagen vor – es geht u.a. um Ausgleichszahlungen und Nachweise über die Kausalität von Schadstoffen und Erkrankungen. Fazit: „Es bleibt festzustellen, dass die Mitteilungen an das Abgeordnetenhaus durch den Berliner Senat fehlerhaft, unvollständig und in Teilen nicht nachvollziehbar sind.“
Im Jugendclub Feuerwache in Friedrichshain brennt offenbar nicht nur die Luft – das Bezirksamt sucht eine/n Erzieher/in und fügt vorsichtshalber hinzu: „mit besonders schwierigen fachlichen Tätigkeiten“. Da ist sicher mehr als nur der Durst zu löschen.
Es geht weiter abwärts mit der SPD – das Amtsgericht Charlottenburg hat jetzt den eingetragenen Verein „Initiativkreis Wirtschaft – Junge Führungskräfte für die SPD“ zwangsweise aufgelöst, die Begründung: „Mitgliederzahl unter drei“.
Und schlechte Nachrichten gibt’s auch für Berliner Igel: Der „Exotic Hedgehog Club“ wurde ebenfalls aufgelöst – es sind eben stachelige Zeiten.
Jobanzeige in der „B.Z“: Ein Hotel sucht ein „Zimmermädchen (m/w)“. Tja, wie wäre es mit „Zimmerjungen“? Einen sehr klugen Text über das Bemühen um eine präzise Sprache hat übrigens grade Caroline Jebens für die „FAS“ geschrieben – dafür gibt’s vom Checkpoint einen *.
Die Rubrik „Berlin, aber Schnauze“ kommt heute aus dem X33 – Durchsage des Busfahrers: „Seien Sie bitte so freundlich und optimieren Sie Ihren Körperumfang, damit sich die Mitteltür befreit.“ (via Budis Badus).
Frage an Berlinkenner: Was passiert; wenn Sie dem Ordnungsamt per Melde-App anzeigen, dass vor Ihrer Haustür am Gesundbrunnen eine Kühltruhe abgestellt wurde? Richtig, das war leicht: Das Ordnungsamt meldet „Erledigt“, die Truhe bleibt stehen – und bekommt schon ein paar Tagen später Nachwuchs. Und wieder ein paar Tage später nochmal.
Bisher kostet Anwohner das Parken 20,40 Euro – alle zwei Jahre. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Antje Kapek schlägt jetzt eine Erhöhung auf 365 Euro pro Jahr fürs Parkticket vor – das aber auch als BVG-Karte genutzt werden könnte. Die Grünen gehen damit auf den Regierenden Bürgermeister zu, dessen Vorschlag eines 365-Euro-BVG-Tickets sie zuerst skeptisch kommentiert hatten. (Q: Interview im Tagesspiegel).
Nicht ganz grün sind sich die Grünen dagegen in der Bewertung der Intervention von Michael Müller, der aus dem Urlaub geeilt war, um den Stadtentwicklungsplan Wohnen zu stoppen – Antje Kapek sagt: „Ich kann die Kritik (von Müller) nicht nachvollziehen“. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop sagt: „Ich bin da völlig einig mit Michael Müller.“
Für die Rubrik „Amt, aber glücklich“ schauen wir heute nach Marzahn – Checkpoint-Leser Benjamin Raschke berichtet:
„Mittwochnachmittag stellen wir fest, dass wir vergessen haben, die Kinder-Reisepässe für unseren anstehenden Dänemark-Urlaub Anfang August zu beantragen. Donnerstag, 10 Uhr: Anruf unter 115... Vergeblich. Termine erst ab September. Drei Kinder-Reisepässe bedeuten etwa 45 Minuten Bearbeitungszeit - utopisch, irgendwo dazwischen gequetscht zu werden. Donnerstag, 14 Uhr - Rückruf mit freudiger Botschaft: ‚Termin Heute, 17:25 Uhr, Bürgeramt Marzahn, bringen Sie Frau, Kinder und Dokumente mit.‘ Ein ganz besonderer Dank geht an Frau Göbel am Platz 8. Trotz sengender Hitze und bevorstehendem Feierabend war sie herzlich und zugewandt. 25 Minuten später waren wir um drei Kinder-Reisepässe und eine positive Erfahrung mit Berliner Ämtern reicher.“ Anmerkung: Frau Göpel hatte am Freitag ihren letzten Arbeitstag – der Checkpoint schließt sich den besten Wünschen der Familie Raschke/Ludwig gerne an.
Weil die „Interflug“ damals so schön klimaneutral unterwegs war, fordert Linken-Chef Bernd Riexinger jetzt wegen der Auswirkungen des Luftverkehrs auf die Welterwärmung eine Verstaatlichung von Fluggesellschaften – bei unserer Flughafengesellschaft geht die Rechnung ja auch auf: 37 % Berlin + 37 % Brandenburg + 26 % Bund = 0 % CO2 am BER.
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Berlin ist ein unfassbar aufregender und geradezu märchenhafter Ort.“
Marleen Lohse, als „Cleo“ gerade im Kino zu sehen, in der „B.Z.“.
Tweet des Tages
Junge Menschen mit Tätowierungen und Ein-Gang-Fahrrädern, die sich Höhe S+U Neukölln mit ‚Wir kommen dann Freitag zu dir nach Britz und holen auf dem Weg noch was von dem geilen Bäcker‘ verabschieden. So hatte ich mir das Leben in der Vorstadt nie vorgestellt.
Stadtleben
Essen & Trinken – Dem Verkehrswendetrubel im Bergmannkiez entkommen, am sonnigen Nachmittag entspannen und einen Grappa schlürfen, nachdem Sie eine leckere Pizza verspeist haben – das können Sie im Castel Montecroce in der Friesenstraße 14. Feinste italienische Küche mit frischen und traditionellen Zutaten aus kleinen Betrieben Italiens in gemütlicher Atmosphäre. Die Pizzeria ist als Treffpunkt der Kiezanwohner eine Begegnungszone der kulinarischen Art. Neben Gerichten à la carte gibt es eine täglich wechselnde Abendkarte, die zum Beispiel ausgefallene Pizzakreationen aus dem „berühmten“ Sauerteig des Restaurants bietet. Wer es ein wenig gehobener mag, wird sicherlich mit dem 4-Gänge-Menü glücklich, das jeden Tag dem Einfallsreichtum von Chef Marco entspringt (mit Fleisch 35 Euro, mit Fisch 40 Euro). Mi-Mo 17-24 Uhr, U-Bhf Platz der Luftbrücke
Mit dem Berlinbesuch eintauchen in einen Grenzbereich zwischen Realität und Fantasie, Utopie und Dystopie, Harmonie und Chaos.Die neue Ausstellung „Garten der irdischen Freuden“ im Gropius Bau befasst sich durch die Augen von über 20 internationalen Künstler*innen mit dem Zustand der Welt, wofür das Motiv des Gartens eine Metapher darstellt. In den Werken werden die komplexen Zusammenhänge der chaotischen und zunehmend prekären Gegenwart erforscht. Die Kunstwerke zeigen Positionen zu politischen und ökologischen Phänomenen wie Migration, Klimawandel, Kolonialisierung, Globalisierung, Kapitalismus und Gentrifizierung mit Darstellungsmöglichkeiten wie z.B. immersiven Installationen und Virtual-Reality-Arbeiten, die die Fragilität des paradiesischen Zustands verdeutlichen. Mi-Mo 10-19 Uhr, das Ticket für alle Ausstellungen kostet 15-/ 10 Euro. Niederkirchnerstraße 7, S-Bhf Anhalter Bahnhof
Geschenk – Sie müssen nicht nur ein Geschenk besorgen, sondern gleich die ganze Party samt Aktivitäten schmeißen? Kein Problem – die Perlerei, die ihre Räumlichkeiten in der Lenbachstrasse aufgeben musste, gibt es jetzt mobil. Die Betreiberin kommt mit einem Haufen Perlen und Bändern, sodass sich jeder Gast mit Anleitung Armbänder, Ketten, Ohrringe oder Ringe fädeln kann. Auch Traumfänger werden auf Anfrage gemeinsam hergestellt. Den Bastelspaß gibt's ab 120 Euro, möglich ist alles von Kindergeburtstagen bis hin zu Junggesell*innenabschieden. Auch an einem Online Shop wird gearbeitet, der voraussichtlich im August an den Start geht. Anfragen und Buchungen über info@perlerei.de
Last-Minute-Tickets – Anlässlich des Frauensommers in der Bar jeder Vernunftunter dem diesjährigen Motto „30 Jahre Mauerfall“ teilen sich heute die beiden Berlinerinnen Wilhelmine und Lisa Who die Bühne und sprengen dabei jede Schublade. Die Kreuzbergerin Wilhelmine erzählt mit eindringlicher Stimme in ihren Liedern vom Verlorensein und Neusortieren, von Anfang, Aufschwung, Liebe und Zuversicht. Lisa Who hingegen ist in Pankow groß geworden und lädt mit den psychedelischen Klängen ihrer Musik zum Träumen ein. Im Jahr 2017 veröffentlichte sie ihr erstes Album „Sehnsucht“, heute Abend wird sie auch neue Songs spielen. Gesungen wird von 20 bis 22.30 Uhr, Tickets kosten zwischen 17 und 27 Euro. Schaperstraße 24, U-Bhf Spichernstraße
Noch hingehen – Käthe Kollwitz´ zeitloses Werk umfasste Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen, sie gehörte dem traditionsreichen Verein der Berliner Künstlerinnen 1867 (VdBK) an, der – obwohl er zu den ältesten Kulturinstitutionen Berlins gehört – keinen festen Ausstellungsort hat. Seit Juni ist der Verein das erste Mal im Käthe-Kollwitz-Museum in der Fasanenstraße 24 zu Gast. 12 von 46 Künstlerinnen haben die Möglichkeit, hier ihre Werke auszustellen. Bei diesen handelt es sich, angelehnt an das Schaffen der Grafikerin und Bildhauerin Kollwitz, im weitesten Sinne um Papierarbeiten und Skulpturen. Die Mitglieder des Vereins sind Künstlerinnen aus der ganzen Welt, die in Berlin leben und arbeiten, mit ganz unterschiedlichen Geschichten und Stilen. Ihre Ausstellung „12 aus 46“ ist noch bis zum 4. August zu bewundern, der Eintritt kostet 7/ 4 Euro. Mo-So 11-18 Uhr geöffnet, U-Bhf Uhlandstraße
Verlosung – Der neue Film von Gerd Conradt„FACE_It!“ befasst sich mit der kulturellen Bedeutung der Entwicklung neuer Technologien zur Gesichtserkennung. Wir verlosen jeweils 1x2 Tickets für die Berliner Premiere heute um 20 Uhr in der Filmkunst66 (Bleibtreustraße 12) sowie für die Vorstellung am Mittwoch, 31. Juli, um 18 Uhr im Bundesplatz-Kino (Bundesplatz 14). An beiden Abenden ist der Regisseur anwesend - wer will dabei sein?
Mit diesem Stadtleben wünscht Ihnen Carmel Schnautz einen angenehmen Start in die Woche.
Prominent verraten
Berliner Sommerzeit: „Man muss nicht in die Ferne schweifen. Wenn man die Augen offen hält, dann kann man an jeder Ecke Urlaub machen“, findet unsere 1984 geborene Berlinerin der Woche.
Bekannte Berliner fotografieren für uns eine Woche lang täglich Ausschnitte aus ihrem Leben. Die Auflösung kommt immer freitags – mit einem Selfie.
Erraten Sie, wer sich diesmal hinter den Bildern versteckt?
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Berlin heute
Verkehr – Ab 10 Uhr regelt auf dem Hultschiner Damm (Mahlsdorf) in Höhe Pilsener Straße für zwei Wochen eine Baustellenampel den Verkehr. Auf der Cecilienstraße (Hellersdorf) steht ab 9 Uhr bis Ende September in Höhe Hans-Fallada-Straße in beiden Richtungen nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Auf der Möllendorffstraße (Lichtenberg) gibt es folgende Einschränkungen: In Richtung Weißenseer Weg steht bis Ende August zwischen Bornitzstraße und Josef-Orlopp-Straße nur ein Fahrstreifen zur Verfügung und in Richtung Frankfurter Allee ist die Straße auf Höhe Parkaue sowie vor der Frankfurter Allee bis Mitte August auf einen Fahrstreifen verengt. Für die „Finals Berlin 2019 – Kanu“ ist die Mühlenstraße (Friedrichshain) ab 8 Uhr in Richtung Oberbaumbrücke auf Höhe Mercedes-Benz-Platz bis zum 5. August auf eine Spur verengt. Auf der Leipziger Straße (Mitte) ist von 20 bis 5 Uhr in Richtung Potsdamer Platz zwischen Wilhelmstraße und Leipziger Platz nur eine Spur frei. Auf der Dorotheenstraße (Mitte) steht in den nächsten zwei Wochen von 22 bis 5 Uhr zwischen Eberstraße und Wilhelmstraße für beide Richtungen nur ein gemeinsamer Fahrstreifen zur Verfügung, ebenso ab 7 Uhr auf der Schnellerstraße (Niederschöneweide) zwischen Rudower Straße und Britzer Straße bis Freitagmittag. Die S2 ist in den folgenden Nächten bis 1./2. August jeweils von 22 bis 1.30 Uhr zwischen Blankenburg und Buch unterbrochen. Auch die Linie S8 verkehrt von 22 bis 1.30 Uhr nicht zwischen Mühlenbeck-Mönchsmühle und Birkenwerder. Die Linie RE3 ist in den Nächten bis 1./2. August jeweils von 22 bis 5 Uhr unterbrochen.
Demonstration – Heute ist der „Earth Overshoot Day“, also der Tag, an dem die Menschheit die Ressourcen des Planeten für das ganze Jahr in Anspruch genommen hat. Anlässlich dessen gibt es heute drei Demonstrationen: Einmal am Platz des 18. März zwischen 17.30 und 20.30 Uhr mit etwa 50 Teilnehmern, vor dem Apple Store am Kurfürstendamm von 17 bis 19 Uhr mit ca. 25 Teilnehmern und am Platz der Republik, vor dem Bundestag, zwischen 10 und 12 Uhr mit ungefähr 20 Teilnehmenden.
Gericht – Ein Polizist kommt wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz vor einen Amtsrichter. Bei dem 51-Jährigen seien zwei Schlagringe gefunden worden. Bei dem Beamten handelt es sich um den Mann, gegen den wegen einer tödlichen Crashfahrt ermittelt wird. Peter G. soll mutmaßlich alkoholisiert am Steuer eines Streifenwagens das Auto einer 21-Jährigen gerammt und sie dadurch tödlich verletzt haben (10.20 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal B 131).
Universität – Heute gibt es zwischen 18 und 20 Uhr einen Vortrag von Professor Armand Mijares über die Entdeckung der Fossilien einer bisher unbekannten Spezies - Homo luzonensis - auf den Philippinen. Festsaal der Humboldt-Universität, Luisenstraße 56.
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Axel Bochow (75) / Fritz (Frederik) Gothsche (78), „Bio-Berliner, Wahlmünchner, Weltenbummler, unermüdlicher Planer und Organisator und Goethe-Oldie“ / Jürgen Haug (71), „Immer lustig, immer froh, wie der Haug im Paletot“ / Micaela Jary (63), Schriftstellerin / Elisa Lüneburg, „Ich liebe Dich sehr. Joanna“
Gestorben – Ingo Christian Reetz, * 17. November 1941 / Stella Witte, * 4. Mai 1932 / Harald Gleißner, Erster Vizepräsident der HWR / Kurt Simons, * 3. Juni 1930
Oranienstraße 158, Kreuzberg – Hier lebte der Glaser Willy Friedemann (29. Juli 1882) mit drei seiner Schwestern in einer Vier-Zimmer-Wohnung. Er wurde am 15. August 1942 zusammen mit seiner Schwester Lina mit dem 18. Osttransport nach Riga deportiert und dort sofort ermordet. Drei seiner Schwestern entzogen sich der Deportation durch Suizid, nur seine Brüder Bruno und Sigismund überlebten den Holocaust.
Im Tagesspiegel
In Brandenburg schwinden viele Seen. Schuld sind Hitze, Verdunstung, wenig Regen – aber auch der Mensch. Lesen Sie die Reportage von Deike Diening heute auf Seite 3 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
Zum Schluss noch der Hinweis auf eine super Liste von Radioeins: „Die 100 besten Städtesongs“ – Berlin ist angemessen oft dabei, gewonnen hat aber die Brexit-Capital London. Die komplette Hitparade als Spotify-Playlist gibt’s hier, und das sind die Top Ten:
1) London Calling (The Clash)
2) Schwarz zu Blau (Peter Fox)
3) New York, New York (Franz Sinatra)
4) Berlin (Ideal)
5) Dickes B. (Seeed)
8) Empire State of Mind (Jay-Z feat. Alica Keys)
9) Bochum (Herbert Grönemeyer)
10) Wissenswertes über Erlangen (Foyer Des Arts)
Ich wünsche Ihnen einen melodischen Start in die letzte Ferienwoche, wo immer Sie auch gerade sind – morgen früh bezieht hier Ann-Kathrin Hipp für Sie den Checkpoint. Bis dann,