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CDU-Kandidat veröffentlicht Anti-Ampel-Song BVG-Streik am Donnerstag und Freitag U-18-Wahl: Linke triumphiert im Bund und in Berlin Drug-Checking: Mehr als die Hälfte verunreinigt Staatsakt für Horst Köhler

von Margarethe Gallersdörfer
und Jessica Gummersbach

Männer, die auf Macher machen: Aus unerfindlichen Gründen ging es, wie berichtet, bei der Debatte der vier umfragestärksten Kanzlerkandidat:innen am Sonntag auch um das Tempelhofer Feld. CDU-Chef Merz verkündete, das Feld müsse notfalls „auch gegen den erklärten Willen der Nachbarschaft“ randbebaut werden. SPD-Scholz: ganz seiner Meinung. Und die Berliner?

Lehnen wildgewordene Bundes-Basta-Politik dankend ab. Sowohl CDU-Regierender Kai Wegner als auch SPD-Bürgermeisterin Franziska Giffey sind zwar grundsätzlich für eine Randbebauung, sagten sie dem Kollegen Christian Latz – aber nicht par ordre du Pascha. „Ich bin davon überzeugt, dass es für eine klare Konzeption auch eine breite Mehrheit in Berlin geben wird“, sagt Wegner – der darüber am liebsten parallel zur Abgeordnetenhauswahl 2026 abstimmen lassen würde.

+ Friedrich Merz’ Forderung ist eine Nebelkerze, kommentiert der Kollege Christian Latz. Und das nicht nur, weil er in Berlin nichts zu sagen haben wird.

Auf den letzten Metern treibt der Wahlkampf auch sonst besondere Blüten: Lasse Hansen, CDU-Direktkandidat in Mitte (bekannt durch die 1-Cent-Cheeseburger-Aktion), hat einen Wahlwerbesong aufgenommen. „Hoch die Hände, Ampel-Ende“ ist musikalisch zwischen Après-Ski-Kracher und Ballermann-Beats zu verorten. Das YouTube-Video zeigt ein zweifelsfrei KI-generiertes Cover: Die Ampeln wirken merkwürdig – und die Gelbphase fehlt ganz. Ein Schelm, wer „Absicht“ dabei denkt!

Inhaltlich setzt Hansen auf Lyrik nach dem Prinzip „Reim dich, oder ich fress' dich“: „Hoch die Hände, Ampel-Ende / Zeit, dass Deutschland sich wieder wendet / Wir wollen Klarheit, wir wollen Mut / Mit der CDU wird alles gut“.