In der sehr gut besuchten Pressekonferenz nach der gestrigen Senatssitzung fehlte im Wesentlichen der Innensenator, der etwas zu den Wahlpannen hätte sagen können, auch wenn die ihn nach eigenem Bekunden beruflich nicht tangieren. Anstelle von Andreas Geisel erschien also Parteifreund und Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD), um eine Entschuldigung des Senats für das Desaster auszurichten. Landeswahlleiterin Petra Michaelis, die immerhin Verantwortung übernommen hatte, wurde auf ihren Wunsch mit Dank entlassen. In den nächsten Tagen sollen sich Regiermeister, Innensenator, Parlamentspräsident und die Fraktionsvorsitzenden beraten; in den Fraktionen ist außerdem von einer Expertenkommission (Linke), restloser Aufklärung (Grüne) und einer wahllokalegenauen Ampel zum Ausmaß der Unregelmäßigkeiten (FDP) die Rede.
Kollatz sagte, dass nicht alles stimme, „was öffentlich diskutiert wird“ (ausweislich einer langen Pause hätte er beinahe „was in der Presse steht“ gesagt). Das wünschte man insbesondere der Geschichte eines Tagesspiegel-Lesers, der schreibt: „Die Frau eines guten Bekannten hat gleich einen angekreuzten Wahlzettel erhalten.“ Es habe insofern gepasst, als sie ohnehin die SPD wählen wollte. Sie sei keine Drama Queen und habe im Wahllokal nichts gesagt, zumal sie ohnehin nicht beweisen könne, dass sie das Kreuz in der Kabine nicht selbst gemacht hat. Da er die Frau kenne, halte er die Schilderung für „absolut zuverlässig“, schreibt der Leser. Vielleicht lichtet sich so der Nebel um die lokal bis zu 150 Prozent Wahlbeteiligung. Der Eindruck, dass am Superwahltag außer dem Wetter nur der Einsatz der Wahlhelfer/innen super war, verfestigt sich.
Sofern nicht neu gewählt werden muss, könnten heute Vorentscheidungen zur künftigen Berliner Koalition fallen: Früh um sieben (Zeit ist Geld) wird die FDP bei der SPD erwartet. Später am Tag treffen sich Frei- und Christdemokraten; außerdem wird die CDU bei den Grünen erwartet. Bisher scheint noch alles offen, wenn man davon absieht, dass Rot-Grün-Rot für die beteiligten Parteibasen wohl am leichtesten zu arrangieren wäre. Auch die wahrscheinlichste Koalition im Bund könnte sich heute abzeichnen: FDP und Grüne wollen intern ihre Gespräche mit SPD und CDU/CSU auswerten. Letztere gab sich gestern nach einem Meeting mit den Grünen demonstrativ bescheiden. Die lärmende Live-Musik macht ohnehin die „Bild“-Zeitung – wobei keineswegs klar ist, ob die von einem Unionsmenschen gefüttert wird oder von jemandem aus der FDP, wie mein Kollege Robert Birnbaum kombiniert.
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Hier die aktuelle Streiklage: Die Lehrer/innengewerkschaft GEW ruft für heute an 28 (von 700) staatlichen Berliner Schulen zum Warnstreik auf, um im Namen des Gesundheitsschutzes kleinere Klassen zu fordern. Und bei Vivantes sowie Charité geht der Ausstand von Pflegekräften, Hebammen und Servicepersonal weiter. Sie fordern verbindliche Personalquoten und Tarifbindung. Am Dienstag solidarisierten sich in der Volksbühne deren Intendant René Pollesch sowie Tocotronic-Sänger Dirk von Lowtzow und Sarah Waterfeld vom Künstlerkollektiv „Staub zu Glitzer“ demonstrativ mit ihnen. Eine Lösung ist allerdings nicht in Sicht – und immer mehr Operationen müssen verschoben werden, weil das Personal fehlt, das dafür streikt, dass es endlich mehr Personal gibt. Noch nicht, aber wohl schon bald wird auch in den drei Brandenburger Asklepios-Kliniken gestreikt: Verdi meldet 91 Prozent Zustimmung in der Urabstimmung.
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Bei Fehlwürfen wird’s jedem Weißglascontainer zu bunt. Nur getrennt gesammeltes Weißglas kann vollständig recycelt werden - und die Umwelt entlasten. Aber glücklicherweise wissen das Checkpoint-Leser:innen sowieso schon.
Mehr dazu.
2,4 illegale Autorennen pro Tag (zzgl. Dunkelziffer) scheinen sich in Berlin als Standard zu etablieren; die Quoten sind fürs vergangene und das laufende Jahr gleich (mehr auf T+). Der aktuellste krasse Fall: In der Altenbraker Straße in Neukölln steht Montagabend ein Audi in der zweiten Reihe. Als ein Polizeiauto naht, rast der Fahrer los, entkommt in einer Sackgasse über den verpollerten Gehweg. Mehrere Fußgänger springen rechtzeitig beiseite. Nachdem ihn die Polizei wiederentdeckt hat, rammt der Audifahrer einen quergestellten Streifenwagen, wendet über einen Grünstreifen und knallt gleich noch mal rein. Eine gültige Fahrerlaubnis hat der zugedröhnte 35-Jährige nicht. Insgesamt verletzt er bei Unfällen und Festnahme drei Polizisten, die Kopf und Kragen riskieren, um Irre wie ihn aus dem Verkehr zu ziehen. Dass er bei der Aktion – Montagabend 19 Uhr – niemanden umgebracht hat, ist Zufall.
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Bei der Polizei verschärft sich auch wegen der vielen erwischten Raser der Parkplatzmangel: Die Sicherstellungsgelände in Schöneberg und Marzahn sind mit aktuell insgesamt 806 Kraftfahrzeugen komplett ausgelastet, heißt es auf CP-Anfrage. Demnach hütet die Polizei zurzeit 551 einkassierte Autos, 104 E-Fahrzeuge wie Scooter und One-Wheels, 121 motorisierte Zweiräder, 30 Lastwagen und vier Anhänger. Das Platzproblem gab es bereits 2020, als auf den coronabedingt leereren Straßen die Raserei ausuferte. Jetzt verschärft es sich laut Polizei weiter, „weil die Anzahl der Eingänge stets höher ist als die Anzahl der Ausgänge“. Die Autos würden inzwischen auch an anderen Orten verwahrt. Viele bleiben wochenlang, weil die Justiz Spuren und Elektronikdaten sichert, um illegale Rennen gerichtsfest zu beweisen.
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Berliner Schnuppen
Telegramm
Was macht eigentlich Regiermeister Michael Müller, während die anderen die Zeit nach ihm sondieren? Laut Senatskanzlei ist er heute und morgen in Warschau, um dort gemeinsam mit Stadtpräsident Rafał Trzaskowski das 30. Jubiläum der Städtepartnerschaft zu feiern und „in der Deutschen Botschaft in Warschau den Tag der Deutschen Einheit begehen zu können.“ War der nicht irgendwann vom 7. auf den 3. Oktober vorverlegt worden, oder bringen wir da jetzt was durcheinander?
Am Montag stand hier sinngemäß, dass zwei Manager des Lieferdienstes „Gorillas“ sich zum Affen gemacht haben, indem sie mit Maske und Helm getarnt als Streikbrecher auftauchten. Dazu schreibt das Unternehmen, die beiden seien mitnichten inkognito unterwegs gewesen und es sei üblich, dass das Management aufs Rad steige und ausliefere. Das „Beweisfoto“ zeige ein Gespräch der beiden mit streikenden Ridern. Was in der Mail nicht steht, aber mein Kollege Christoph Kluge erfahren hat: Das Unternehmen hat allen am Streik beteiligten Kurieren gekündigt. Turbokapitalismus per E-Bike.
279 Kraftfahrzeuge sind in Berlin in den ersten acht Monaten dieses Jahres angezündet worden, 45 davon aus mutmaßlich politischer Motivation. Die Justiz meldet bisher drei Anklagen und null Verurteilungen (Q: Anfrage Ronald Gläser, AfD).
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Der Eindruck, dass man im Mauerpark abends sicherheitstechnisch mit dem Rücken zur Wand steht, ist jetzt mit Zahlen belegt (auf Anfrage von Stephan Lenz, CDU): 173 Polizeieinsätze allein im Juli und August. 35 Mal rückte der Rettungsdienst an, zwölf Mal wurden Polizisten verletzt. 138 Strafanzeigen wurden erstattet, wobei Diebstahl mit 51 Fällen die Liste anführt, gefolgt von Körperverletzung (37) und Raub (14).
Der Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg fällt nach Auskunft von Veranstalter Tommy Erbe auch in diesem Jahr aus. Warum, will Erbe heute bei einem Pressetermin erklären. Laut „B.Z.“ verweigert ihm die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten die Erstattung von 46.000 Euro Miete für den coronabedingt verbotenen 2020er-Markt: Während Erbe den Standbetreibern ihre Miete längst rücküberwiesen habe, verlange die Stiftung von ihm detaillierte Berechnungen, bevor sie sein Geld herausrückt. CP-Karrieretipp: Wer im nächsten Senat was werden will, sollte sich als Vermittler in den Konflikt einschalten.
Dubaisein ist alles: Ab sofort kann man vom BER aus montags und donnerstags nonstop in die Wüste fliegen. „Pünktlich zu Weihnachten“ soll laut Flughafengesellschaft eine Samstagsverbindung hinzukommen. Wem der eigene Golf näher ist als der Persische, der scheint sich als Abholer am BER möglichst die Parkgebühren zu sparen: Vor dem „Kiss & Fly“-Bereich (10 Minuten gratis, danach 3 Euro pro Viertelstunde) standen Montagabend mindestens ein Dutzend Autos mit Warnblinkanlage auf der rechten Spur der autobahnähnlichen Zufahrt – offenbar, um nicht zu früh in die Gebührenzone zu fahren. So war das sicher nicht gedacht.
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Bei der BVG sind kurzfristig Plätze in der Cabrio-U-Bahn frei, die nach der Coronapause wieder starten kann. Die Preise (53 / ermäßigt 38 Euro für 2h) liegen allerdings eher auf DB-Niveau. Und ein paar Sitze sollten vielleicht frei bleiben, falls Aufsichtsratsmitglieder dringend Durchzug brauchen. Die heutige Sitzung dürfte nämlich ungemütlich werden, berichtet mein Kollege Kevin P. Hoffmann, der sich gründlich umgehört hat (T+).
Wir unterbrechen für eine wichtige Durchsage des Bezirksamtes Neukölln: „Aufgrund von begrenzten Speicher- und Druckkapazitäten bitten wir Anträge und Unterlagen per Briefpost (nicht per Email) zu übersenden oder in den Hausbriefkasten (Rathaus) einzuwerfen“ (via Holger Bär). Alle reden von Digitalisierung – und das Amt serviert Analogkäse.
Just in der Corona-Flaute war der auf Landkarten, Reiseführer und Globen spezialisierten Buchhandlung Schropp, einem der ältesten Unternehmen Berlins, der Mietvertrag in der Hardenbergstraße gekündigt worden. Jetzt ist ein neues Domizil gefunden: Im November will Chefin Regine Kiepert mit ihren sechs Kolleginnen in die Knesebeckstraße 20/21 umziehen. Eine Crowdfunding-Kampagne soll die Neueinrichtung finanzieren helfen.
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Digitale Transformation im Gesundheitswesen: Wie gelingt der radikale Wandel?
Diskutieren Sie u.a. mit Dr. Jens Baas (TK), Prof. Erwin Böttinger (HPI), Michael Byczkowski (SAP) und Dr. Heike Riel (IBM) zu den Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung des Gesundheitssektors am 27. Oktober von 13-16:15 Uhr im Tagesspiegel-Haus. Zur Anmeldung
Zitat
„Es liegt auch in der Eigenverantwortung der Jugendlichen, nicht zu wählen, falls ihnen Stimmzettel ausgehändigt werden.“
Marc Albrecht, Leiter des Bezirkswahlamtes Pankow, zum korrekten Umgang mit den „bedauerlichen Einzelfällen“ unbekannter Zahl, in denen Minderjährige Stimmzettel für AGH- und Bundestagswahl sowie den Volksentscheid erhalten haben (Q: „Welt+“)
Tweet des Tages
#Behördenpingpong durch großes Tennis einer grundlegenden Verwaltungsreform ersetzen. Das wäre eine lohnende Anstrengung für r2g 2.0. Sonst jammern wir in 5 Jahren wieder darüber, dass alles solange dauert und wir da leider auch nichts machen können.
Antwort d. Red.: Sören Benn (Linke), amtierender Pankower Bezirksbürgermeister
Stadtleben
Essen – Nicht nur die Pandemie, sondern auch etliche Pizzeria-Eröffnungen haben im letzten Jahr die Begeisterung für Sauerteig angekurbelt. Doch es gab auch mal eine Zeit davor: Als Pizza nicht per se mit einem Drittel Anteil Rand serviert wurde und sich der Käse über die Kanten bis zum Himmel zog – New-York-Style-Pizza eben. Die lässt sich glücklicherweise in bester Ausführung bei Magic John's bekommen. Vegan, vegetarisch oder nichts davon, ein Stück kostet rund 3,50 Euro, die ganze Pizza gibt es für 19 bis 24 Euro. Und wer von Detroit-Deep-Dish-Pizza noch nichts gehört hat, zähle die Oranienburger Straße 48 zur Pflichtadresse. U-Bhf Moritzplatz, Dienstag bis Sonntag von 12 bis 23 Uhr
Hingehen I – Das Thema „Nähe“ ist in den vergangenen Monaten komplexer geworden, als es vor Pandemiebeginn ohnehin schon war. Die Frage, wie wir einander und uns selbst begegnen wollen, welche Unsicherheiten dabei zu überwinden sind und wofür sich der stete Dialog dennoch lohnt, wird lauter. Unter der Leitung von Ina Schoenenburg stellen Seminarteilnehmer:innen der Ostkreuzschule für Fotografie vom 7. bis zum 10. Oktober elf Werke ihrer einjährigen Projektzeit aus. Die Fotografien sind künstlerischer und dokumentarischer Natur, der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Eine kleine Vorschau der Fotografien finden Sie hier. Los geht's am Donnerstag um 19 Uhr im Künstlerhaus Bethanien am Mariannenplatz 2.
Mitmachen – Wie oft streunern Sie durch schmucke Papeterien, lassen Notizbücher und potenzielle Schreibheftchen durch die Hände gleiten und träumen von einem alternativen Leben, in dem Sie alle schönen Dinge selbst herstellen könnten? Morgen um 18.30 Uhr bei Dussmann wird zumindest dieser Traum für 45 Euro und zwei Stunden Lebenszeit wahr. Gelehrt wird die japanische Art, Notizbücher zu binden: Hierbei liegen die Bindestiche auf dem Buchcover frei und machen so das einfache, aber schöne Handwerk sichtbar. Eine große Auswahl bedruckter Papiere stehen bereit, genauso wie Snacks und Getränke. Ganbatte (jap. für „Viel Erfolg“)! Die Anmeldung erfolgt hier.
Hingehen II – Was ist das Gegenteil von „Abgesang“ der Berliner Operette? Vermutlich entweder „Aufgesang“ oder die Uraufführung „Operette für zwei schwule Tenöre“ am BKA. Als Ode an das Genre der 1920er feiert dieses Stück Emazipation und Diversität, ohne dabei in eine parodische Imitation zu verfallen und seiner Form den „Retro“-Stempel aufzudrücken. Der Text stammt von Johannes Kram, die Musik von Florian Ludewig, unter deren Leitung ein zeitgenössisches und liebevoll humoristisches Bild des schwulen Lebens zwischen Landidyll und Großstadtszenerie entstanden ist. Leider ist die heutige Premiere ausverkauft, aber hier sind noch Tickets für die Aufführungen von 7.-10. Oktober sowie 13.-17. Oktober zu ergattern.
Grübelstoff – Wieviel Stimmung aus den „Goldenen Zwanzigern“ kommt bei Ihnen heute noch an? Hätten Sie damals gelebt: Wo würden Sie arbeiten, welche Kleidung trügen Sie und was käme am Abend auf den Teller?
Berlin heute
Verkehr – Rudower Chaussee (Adlershof): Ab dem Morgen bis Ende Oktober in Richtung Adlergestell hinter Franz-Ehrlich-Straße auf einen Fahrstreifen verengt.
Hermann-Dorner-Allee (Adlershof): Ab dem Morgen bis Anfang November in Richtung Igo-Etrich-Straße zwischen Katharina-Boll-Dornberger-Straße und Groß-Berliner Damm gesperrt.
Spandauer Damm (Charlottenburg): Ab dem Nachmittag in beiden Richtungen zwischen Klausener Platz und Schloßstraße auf jeweils einen Fahrstreifen verengt.
Straßenbahnlinie nach Adlershof (Johannisthal): Ganztägig Umbauarbeiten an der Kreuzung Sterndamm/ Südostallee, es kommt zu Sperrungen und Einschränkungen. Verkehrsteilnehmende umfahren die Kreuzung bitte weiträumig. Bis zum Ende der Baumaßnahme vsl. Anfang November gibt es mehrere Abbiegebeschränkungen: Vom Groß-Berliner Damm kommend ist nur Rechtsabbiegen möglich, von der Südostallee kommend ist kein Linksabbiegen möglich, weiterhin ist der Sterndamm zwischen Michael-Brückner-Straße und Südostallee in Richtung Stubenrauchstraße gesperrt.
Kreuzberg/Wedding: Ein Fahrradkorso mit mehreren hundert erwarteten Teilnehmenden startet um 10 Uhr auf dem Oranienplatz. Bis ca. 12 Uhr führt die Strecke über u.a. Oranienstraße, Axel-Springer-Straße, Leipziger Straße, Friedrichstraße, Dorotheenstraße, Unter den Linden, Schloßplatz, Rosa-Luxemburg-Straße, Weydingerstraße, Torstraße, Chausseestraße, Invalidenstraß und Müllerstraße zum Max-Josef-Metzger-Platz.
Tiergarten (1): Auf dem Scharounplatz versammeln sich bis 12 Uhr mehrere hundert Demonstrierende. Sie ziehen bis ca. 14 Uhr über Potsdamer Straße, Ebertstraße, Lennéstraße und Tiergartenstraße zur Stauffenbergstraße.
Tiergarten (2): Für Wartungsarbeiten ist der Tunnel Tiergarten Spreeborgen (B96) bis Donnerstag/Freitag jeweils nachts von 21 bis 5 Uhr in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Weitere Informationen bekommen Sie hier.
Demonstration – Von 10 bis 12 Uhr findet die Demonstration mit dem Motto „Tarifvertrag Gesundheit“ statt. Treffpunkt ist der Oranienplatz (s. Verkehr), angemeldet durch die Tarifvertrag Gesundheit. Von 12 bis 13.45 Uhr ist die der Aufzug „Tarifkonflikt Bauhauptgewerbe“ am Scharounplatz angemeldet. Zwischen 18 und 21 Uhr findet die „Video-Aktion zur Aufklärung über die Tierindustrie“ in der Grunerstaße 20 statt (Leider konnte die Pressestelle der Polizei uns für die o.g. Demonstrationen keine Teilnehmerzahlen zur Verfügung stellen.)
Gericht – Weil er in einem Kiosk mit einem Messer auf einen Verkäufer eingestochen und dann Geld aus der Kasse geraubt haben soll, wird einem 22-Jährigen der Prozess gemacht. Das Opfer sei am Hals verletzt worden (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal B 219).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Lewon Aronjan (39), Schachspieler / Oliver Bukowski (60), Dramatiker und Hörspielautor / Ulf Fink (79), ehem. für die CDU im Bundestag / „Meiner lieben Freundin und Nachbarin Helga Nackmayr zum 86. Geburtstag alles erdenklich Gute von Deiner Christina mit Falk, Katharina und Alexandra“ / „Lieber Hubert, zum 80. alles Liebe und Gute. Dein Lebenstraum (Weltumsegelung) erfüllte sich bereits vor 7 Jahren! Welche Träume hast du jetzt noch? Erzähl sie uns. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in Berlin. Hella+little“ / Joachim Lottmann (65), Schriftsteller und Journalist / Sophia Thomalla (32), Schauspielerin
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Dr. Jens Helmis, * 3. Dezember 1939 / Veronika Oswald, * 16. Juli 1947 / Wilfried A. Schacht, * 28. August 1932 / Gisela Vennemann, * 24. September 1944
Stolperstein – Als Jude und populärer Jazzmusiker musste Efim Schachmeister (Jg. 1894, geb. in Kiew) Deutschland bereits im Jahr 1933 verlassen, um der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entgehen. Mit seiner Familie wohnte er in der Hauptstraße 5 in Schöneberg, bevor er nach Luxemburg emigrierte. Von dort aus flüchtete er weiter nach Argentinien, wo er, gesundheitlich und psychisch schwer belastet durch die Folgen der Flucht, heute vor 77 Jahren an Herzversagen starb.
Encore
Was macht eigentlich der rosa Riese am Alexanderplatz? Nun, diese Woche ist im „Alexa“ ein … ja, was eigentlich? … ein Projekt zur Wiederbelebung der Kultur- und Clubszene gestartet: „Das kreative Kultur- und Performance-Format Artcellation, die Gewinner des Wettbewerbs First Store by Alexa Vol. 3, der in diesem Jahr in Kooperation mit der Akademie Deutsche POP stattfindet, öffnen für sechs Wochen einen interaktiven, multimedialen Inspirationsraum“, heißt es in einer Mitteilung. Und: „Die Philosophie hinter der Wortschöpfung Artcellation ist der biologische Prozess der Kommunikation zwischen einzelnen Zellen, übertragen auf die Kunst.“ Es kommentiert Hape Kerkeling: Hurz!
Den intellektuellen Zugang zum Stadtleben in diesem CP hatte Juliane Reichert, eine gewohnt starke Morgenperformance hat Cristina Marina abgeliefert. Wir lesen uns morgen wieder. Bis dahin,