ach ja, die Friedrichstraße, man kann schon mal den Überblick verlieren: auf, zu, auf, zu, auf. Sicher sein kann man sich eigentlich erst vor Ort. Nachdem der Straßenabschnitt am Samstag wieder freigegeben wurde, war es gestern Nachmittag schon wieder vorbei mit dem (Auto-)Verkehr. Grund war diesmal keine überhastete Anordnung der Verkehrsverwaltung, sondern die guten, alten Straßenblockaden der Letzten Generation.
Verwegener Gedanke: Liegt in dieser Aktion vielleicht der Keim für ein bisschen Versöhnung in der Stadt? Wie wäre es, man lässt die Menschen einfach angeklebt? Die Friedrichstraße wäre wieder autofrei, gleichzeitig könnten zumindest jene Aktivisten keine anderen Straßen blockieren. Ein bisschen Frieden für alle.
Wir bleiben auf Berlins Straßen: Die Sicherung des flüssigen Wirtschaftsverkehrs ist eines der Hauptargumente von Verkehrssenatorin Manja Schreiner für ihre „Atempause“ bei der Radwegplanung. Nur: Wirtschaftsverkehr rollt eben auch da, auf den Radwegen. Fabio Adlassnigg, Sprecher des Lieferdienst Wolt schreibt dem Checkpoint: „Den geplanten Stopp der Radwegprojekte beobachten wir mit großer Sorge. Ideen um Planungsstopps oder die krude Idee, Radwege zum temporären Parken freizugeben, gefährden nicht nur Radwege, die bereits längst zum wichtigen Wirtschaftsverkehr in der Stadt geworden sind, sondern vor allem das Leben von Wolt-Mitarbeitenden.“
Radwege fürs temporäre Parken freizugeben war fairerweise nur ein Gerücht. Dennoch: Es ist nicht so, dass Berlin keinen Bedarf an besseren Radwegen hätte (was auch Schreiner nicht bestreitet): In einer Umfrage unter Wolt-Fahrer:innen zur Verkehrssicherheit landete Berlin gerade mal auf dem 13. Platz von insgesamt 16 Städten (als gefährlicher wurden nur München, Dortmund und Köln bewertet).
Dann schauen wir doch mal, wie Berlin im vergangenen (noch rot-grün-rot regiertem) Jahr vorangekommen ist und schlagen den gerade veröffentlichten Fortschrittsbericht zum Radwegausbau auf, Seite 12: „In 2022 wurden insgesamt 26,5 Kilometer Strecke neu gebaut oder verbessert. Das Jahresausbauziel des Radverkehrsplans (40 Kilometer) für 2022 wurde damit verfehlt.“ Und zwar deutlich, möchte man hinzufügen.
Zur Ehrenrettung der grünen Ex-Verkehrssenatorin Bettina Jarasch muss erwähnt werden: Der schlechte Wert ist vor allem auf die Haushaltssperre im ersten Halbjahr 2022 zurückzuführen, wodurch in diesem Zeitraum keine neuen Planungs- und Umsetzungsaufträge vergeben werden durften.
Wenn viele in der CDU nun selbstbewusst darauf hinweisen, dass man im kommenden Jahr mehr Radwege bauen wird als die Vorgängerregierung, ist das also auch ein politischer Kniff – sie haben eben auch doppelt so viel Zeit. Kürzungen drohen beim Geld dennoch: Wie der RBB berichtet, will die Finanzverwaltung die Mittel für die Radwege-Sanierungen und andere Maßnahmen um die Hälfte kürzen.
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"Der Islam" und "die Muslim*innen" werden oft als vermeintlich homogene Gruppe verstanden und mit abwertenden Stereotypen überzogen. Gerade seit 9/11 hat Islamfeindlichkeit alle gesellschaftlichen Schichten erfasst und "der Islam" ist zu einer Art Feindbild mutiert. Für Betroffene bedeutet das Ungleichbehandlung und Ausgrenzung. Mehr
Jede Berliner Regierung hat traditionell ein Thema, dem sie besonders viel Aufmerksamkeit schenkt und von dem sie sich gleichzeitig ein wenig Glanz erhofft. Unter Klaus Wowereit war es die Kultur, unter Michael Müller die Wissenschaft und unter Franziska Giffey die Wirtschaft. Immer deutlicher wurde in den vergangenen Wochen, welches Glanzthema sich Kai Wegner auserkoren hat: den Sport.
Allein die Special Olympics waren in den vergangenen Wochen zweimal Thema der Senatspressekonferenz und einmal der Aktuellen Stunde im Parlament. Gestern luden Wegner und Sportsenatorin Iris Spranger erneut Journalist:innen ins Rote Rathaus – diesmal um über die Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland zu sprechen, bei der sechs Spiele in Berlin stattfinden. Das etwas bemühte Motto: „One year to Final“
Außer einigen Zahlen (u.a. wie viele Fahrradbügel es im Olympiastadion geben wird) und ein bisschen Eigenlob („Berlin kann sportliche Großereignisse“) hatten Spranger und Wegner dann auch nicht viel zu berichten. Zweck dieser zahlreichen politischen Sportfeste scheint aber ohnehin ein anderer. Die Stadtgesellschaft soll offenbar auf Größeres vorbereitet werden: Nach Tagesspiegel-Informationen ist der Deutsche Olympische Sportbund auf Berlin zwecks einer möglichen Olympiabewerbung 2036/2040 zugekommen. Sollte Wegner dann immer noch im Amt sein, wäre das in jedem Fall: sportlich.
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7. Juli 2023 – Vernissage INSIDE THE BOX im LIVING BERLIN
Das Künstlerkollektiv TAPE THAT gestaltet mit seinen Unikaten die Sommerausstellung im LIVING BERLIN – Eröffnung der 5 großflächigen 3D-
Installationen und Wandgemälden aus Klebefolien und Graffiti ist am 7. Juli ab 19 Uhr – in Anwesenheit der Künstler! Eintritt nach vorheriger Anmeldung frei: https://living-berlin.com/tape-that/
Mit einem Tagesspiegel-Abo empfehle ich Ihnen außerdem noch diese Texte:
+ Hunde für die Großstadt: Sportlich oder gemütlich, eigenständig oder gesellig? Es ist gar nicht so einfach, einen Hund in der Großstadt zu halten. Theoretisch sind fast alle Rassen dafür geeignet – man muss nur ein paar Dinge beachten, schreibt Luca Lang.
+ „Es gibt keinen echten Mietmarkt mehr“, sagt Berlins Bausenator Christian Gaebler. Er fordert vom Bund mehr Möglichkeiten, um Mieten zu begrenzen. Eine Vergesellschaftung von Wohnraum hält er für das falsche Mittel.
+ Warum mache ich das? „Manche Jobs sind so sinnlos, dass sogar die Beschäftigten sie nicht rechtfertigen können“, erklärt der Arbeitspsychologe Hannes Zacher. Was wir von Erfüllung im Job haben, warum Arbeitgeber das fördern sollten und freie Platzwahl im Büro kontraproduktiv ist, hat er im Interview mit Marion Koch verraten.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Es ist einer der größten Hebel für die Klimaneutralität Berlins: Vattenfall plant bis 2040, die Fernwärmeversorgung in Berlin CO2-neutral aufzustellen. Wobei die Aussage nur so halb stimmt. Zwar stellte das Unternehmen gestern einen entsprechenden Fahrplan vor, gleichzeitig will Vattenfall sein Fernwärmenetz weiterhin verkaufen – wenn es nach dem Land Berlin geht, am besten ans Land Berlin.
Die vom Techno-Pionier Dr. Motto geplante Veranstaltung „Rave The Planet“ steht vor dem Aus. Grund laut Veranstalter: Der ursprünglich vorgesehene Sanitätsdienst Malteser habe kurzfristige abgesagt. Der Malteser wiederum sagt, es habe keine offizielle Beauftragung gegeben. Die Deutsche Presse-Agentur schreibt süffisant: „Dem Doktor fehlen die Sanitäter.“
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Berlins Bezirksämter sind wie immer auf der Höhe der Zeit und machen deswegen jetzt auch … *trommelwirbel* … Podcasts! Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg sucht aktuell Produzent:innen für „Berlin reloaded“, ein Podcast über lokale Wirtschaftsförderung. Unangefochten bleibt aber das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf mit insgesamt vier (!) eigenen Podcast-Produktionen.
Wasser I: Entwarnung im Plänterwald! Mehrere Kinder hatten nach dem Planschen auf dem dortigen Wasserspielplatz Magen-Darm-Beschwerden (CP vom 29.06.). Das Bezirksamt Treptow-Köpenick sperrte ab, entnahm Proben – und vermeldete nun: „Das Wasser erfüllt alle mikrobiologischen Anforderungen der Trinkwasserverordnung.“
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Nachhaltige Bau- und Genusskultur in Vorarlberg: Kommen Sie mit auf eine einmalige Reise mit Tagesspiegel-
Redakteur Reinhart Bünger und Architekt Willem Bruijn. Auf der Reise erleben Sie Bauten inmitten atemberaubender Natur: moderne Bergkapellen, traditionelle Holzhäuser und ein Weingut am Bodensee. Jetzt Plätze sichern!
Wasser II: Das nennt man wohl protzen. Kaum hatte die CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg ihre grandiose Idee gegen die Wasserknappheit präsentiert (Regentonnen auf Gehwegen! – CP vom 28. Juni), zeigen die Wasserbetriebe der CDU, wo die Tonne hängt. Ihre künftige „Riesenregentonne“ an der Chausseestraße kann bei Starkregen knapp 17.000 Kubikmeter Wasser auffangen. In direkter Nähe zur BND-Zentrale wird an dem 23 Meter tiefen Stauraum gebaut, wie mein Kollege Stefan Jacobs im vergangenen Jahr in Erfahrung gebracht hat. In circa drei Jahren soll alles fertig sein. Hier können Sie mal einen aktuellen Blick hineinwagen:
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...und gucken vor dem #Regen mit den Hochwasserrisikomanager:innen (rechtes Bild links oben an der Reling) des #LfU #Brandenburg in die künftige Riesenregentonne an der Chausseestraße. Fast 17.000 m³ Abwasser lassen sich dort bei Starkregen parken statt in die #Spree zu laufen. pic.twitter.com/1f7QYc0Xru
Empfohlener redaktioneller Inhalt
Sie erinnern sich an Stephan von Dassel? Der Grünen-Politiker wurde vor rund zehn Monaten als Mittes Bürgermeister infolge einer Postenaffäre abgewählt. Die Senatskanzlei verhängte nun eine Disziplinarmaßnahme gegen von Dassel. Er soll für ein Jahr auf 20 Prozent seines monatlichen Ruhegehalts von 7100 Euro im Monat verzichten. Immer noch üppig. Von Dassel klagt trotzdem dagegen.
Achtung, Achtung, Diebstahl einer Ikone! Die Gottesmutter Eleousa und der Apostel Andreas sind verschwunden, meldet die Berliner Polizei. Sollten Sie die beiden (hier im Bild) demnächst auf einem Flohmarkt entdecken, geben Sie bitte hier Bescheid: 030/4664-944405.
Sport I: Nachdem bei Union Berlin kurz die Hoffnung keimte, ihre Champions-League-Heimspiele doch in der Alten Försterei austragen zu können, hat die Vereinsführung gestern nun entschieden, ins Olympiastadion zu ziehen. Grund: mehr Fans ein Champions-League-Spiel im Stadion ermöglichen. Und wohl auch: mehr Geld.
Sport II: Glückwunsch an Florian und Hendrik Bißlich aus Nordrhein-Westfalen. Die beiden wurden am Wochenende in der Havel-Therme zum Deutschen Aufgussmeister gekürt. Falls Sie sich nun ärgern, nicht auch ins Schwitzen gekommen zu sein: keine Sorge. Auch die WM findet in der Region statt – vom 11. bis zum 17. September am Scharmützelsee.
Zitat
„Eine Europameisterschaft entspricht 12 Bundesliga-Saisons à 34 Spieltagen.“
Sportsenatorin Iris Spranger. Wir trauen der UEFA zwar einiges zu. Aber eine Ausweitung des Turniers auf 3.672 Spiele halten wahrscheinlich selbst die korruptesten Fußball-Funktionäre für etwas übertrieben.
Tweet des Tages
Ist man überhaupt in Berlin essen, wenn der Nachbar am Nebentisch nicht sagt: „Digga ich bin so vermögend, gerade erst wieder mit dem Geld meiner Tante so fett getraded, alles in Tesla reingebuttert“?
Stadtleben
Brot sichern – Wer diesen Beitrag zum Frühstück liest, dem sei eine Backstube für den morgigen Tag empfohlen. Im Sprengelkiez gibt’s mittwochs bis samstags leckere Backwaren wie Butter-Croissants oder gefüllte Kringel, Rosinenbrötchen und feinstes (Sauerteig)Brot, genauer gesagt bei „Hansi's Brot“ – Johannes Jungnickels alter Spitzname und Namensgeber seiner Handwerksbäckerei. An der Theke können auch Baguettes, Brezeln und andere Brotsorten wie Hafer- oder Roggen-Dinkel für zu Hause besorgt werden. Mi-Fr 9-19, Sa 9-14 Uhr. Kiautschoustraße 1, Wedding, S/U-Bhf Wedding
Berlinbesuch – in die Designgeschichte des ehemaligen Ostblocks und Ex-Jugoslawiens entführen. Das Kulturforum zeigt in ihrer Schau „Retrotopia. Design for Socialist Spaces“ visionäre Gestaltungsentwürfe von den 50er bis zu den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, die vor allem für das westliche Publikum neu sind. Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, findet im zweiten Teil der Ausstellungen eine dreidimensionale Mindmap u.a. zu den Sujets Design-Institutionen und -Ausbildung, sowie inhaltsbezogene Diskurse. Eintrittskarten erstehen Sie für 8/ 4 Euro. Di-So 10-18 Uhr. Matthäikirchplatz, Mitte, S/U-Bhf Potsdamer Platz
Karten sichern – Die Freilichtbühne Weißensee wird am 8. Juli heimatliches Gefilde von „Erobique“. Im Juni erschien das zweite Album des Musikers Carsten „Erobique“ Meyer, 25 Jahre nach seinem Debüt. In seiner Zusatzshow tritt er als „Deutschlands letzter Discopunk“ auf dem Podium des kleinen Amphi-Theaters auf und spielt tanzbare Dancefloor-Lieblinge der letzten 50 Jahre für alle Tanzmäuse zwischen 18 und 80. Um 19 Uhr geht’s los. Der Eintritt kostet 36,50 Euro an der Abendkasse. Wir verlosen zwei Tickets! Große Seestraße 10, Pankow, Busstation: Rennbahnstraße/Parkstraße
Noch hingehen – Im Bröhan Museum können die Gäste momentan einen Blick auf Klassiker der Fotografiegeschichte werfen: Die Ausstellung „Andreas Feininger – New York in the Forties“ wurde bis zum 30. Juli verlängert und zeigt über 90 Schwarzweiß-Fotografien. Der älteste Sohn des Malers Lyonel Feininger lichtet dabei gern seine Wahlheimat New York und dessen Merkmale ab. Der Eintritt kostet 8/5 Euro. Di-So 10-18 Uhr. Schloßstraße 1a, Charlottenburg, S-Bhf Westend
Grübelstoff – Eine Tüte Chips, ein Schokoriegel oder die Lieblingslimo: Beim Gang durch den Supermarkt ist die Verlockung allgegenwärtig. Damit die Lebensmittel besonders gut schmecken, wird unser Geruchssinn von Aromen eingehüllt. Auch wenn Disziplin gegen den Drang des Naschens Übungssache ist, landen Knabbereien gern mal im Einkaufswagen. Bei welchem Snack Ihrer Wahl bleibt die Versuchung zu widerstehen unmöglich?
Kiekste
Skandal, diese brummenden „Fluggäste“ finden auf jenem Schild keinerlei Erwähnung! Umso zahlreicher der aktuelle Protest der Junikäfer auf dem Tempelhofer Feld. Dank an Kerstin Jablonka! Auch Ihre skandalumwitterten Berlin-Bilder landen übrigens per checkpoint@tagesspiegel.de bei uns.
Berlin heute
Verkehr – Bernhard-Weiß-Straße (Mitte): Mögliche Verkehrseinschränkungen zwischen 9 und 12 Uhr aufgrund einer Kundgebung.
Elsenstraße/Karl-Kunger-Straße (Alt-Treptow): Sperrung mehrerer Straßenabschnitte ab 9 Uhr (bis 21. Juli).
Lüdersstraße (Köpenick): Sperrung in beiden Richtungen zwischen Freiheit und Futranplatz. Verkehrsteilnehmer:innen sollten die Altstadt Köpenick umfahren.
Eisenacher Straße (Marzahn): Sperrung der Gothaer Straße in beiden Richtungen nördlich der Eisenacher Straße bis in Höhe Gothaer Straße/Alte Hellersdorfer Straße ab dem frühen Morgen. Auch das Teilstück der Eisenacher Straße zwischen Gothaer Straße und der östlichen Anbindung des Wohngebietes Eisenacher Straße ist in beiden Richtungen gesperrt (bis Mitte November).
Demonstration – Für heute sind 14 Demonstrationen (Stand 3.7., 14 Uhr) angemeldet, u.a. „Kundgebung für mehr klimabezogene EU-Regulatorik im Zusammenhang mit der Regulatorikkonferenz des Gesamtverbandes in der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)“: 30 Demonstrierende, Urgewald e.V., Stralauer Allee 2 (8.30-11.30 Uhr)
„Jugendhilfe im Kollaps – Protestaktion der Kinder- und Jugendhilfe in Berlin“: 200 Teilnehmende, DBSH Landesverband Berlin, Bernhard-Weiß-Straße 6 (9-12 Uhr)
„Protest zur Gesundheitsminister:innenkonferenz – Übergabe von Forderungen an die Landesgesundheitsministerin zur geplanten Krankenhausreform“: 20 Protestierende, Berliner Bündnis Gesundheit statt Profite, Oranienstraße 106 (9.30-11 Uhr)
„Verkehrskonzept für Plänterwald!“: 30 Personen, Die Linke, Galileistraße 82 (17-19.30 Uhr)
„Demonstration Pro Bioenergie“: 50 Menschen, Hackescher Markt (18-19.30 Uhr)
Gericht – Wegen Beteiligung an Silvester-Krawallen muss sich ein 21-Jähriger verantworten. Er soll sich an einem brennenden Hindernis an einer Kreuzung befunden haben, sei mit geballten Fäusten auf Polizisten zugelaufen und habe eine Rakete in Richtung eines Beamten geworfen (10 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Saal B 145).
Universität – In den nächsten drei Tagen veranstalten die Universität der Künste jeweils um 19 Uhr Konzerte mit dem Namen „What We Do I, II + III“. Die Bands des Jazz Instituts Berlin spielen Werke des klassischen und modernen Jazz über Latin und freie Improvisation sowie eigene Kompositionen der Studierenden. Der Eintritt ist frei. Einsteinufer 43, Charlottenburg
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Alpa Gun (43), Rapper und Schauspieler / Brigitte Maria Bertele (49), Regisseurin und Schauspielerin / Bettina Böttinger (67), Fernsehmoderatorin und Produzentin / „Peter Dörrie (80), Alles Liebe von Hella und Philipp“ / Patrick Groetzki (34), Handball-Nationalspieler und in der Bundesliga / „Der AIDA-Veteran wünscht chica Nadine Keddi feliz cumpleaños y déjate celebrar!“ / David Kross (33), Schauspieler / Ute Lemper (60), Chansonsängerin und Schauspielerin / Wolf von Lojewski (86), Fernsehjournalist und Sachbuchautor / Birgit Meineke (59), ehemalige Schwimmerin in der DDR / Cornelia Schleime (70), Künstlerin / Horst Seehofer (74), ehem. Bayerischer Ministerpräsident (CSU) / Heide Simonis (80), ehem. Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein / Sandra Steffl (53), Schauspielerin und Sängerin / Sebastian Turner, Medienunternehmer, ehem. Herausgeber und Mitgesellschafter des Tagesspiegels / „Liebe Ursula, Dein Berliner informelles Frauennetzwerk sagt Danke für so vieles und bitte weiter so! Für alle, Deine Jutta W.“ / John Waite (71), britischer Rocksänger, Bassist und Songschreiber / Eckart Witzigmann (82), mehrfach ausgezeichneter österreichischer Koch, Gastronom und Kochbuchautor
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Dr. Harri Günther, * 1. Dezember 1928 / Dr. Heinz Hackelberg / Renate Karraß, geb. Geißler, verstorben am 4. Juni 2023 / Elli Lecke, geb. Greitschus, * 29. April 1940 / Helga Linnemann, * 4. April 1941 / Karla van Mark, geb. Albrecht, * 12. August 1936 / Eva-Maria Reichardt, * 15. Januar 1933 / Martina Woicke, * 3. September 1954
Stolperstein – Samuel Holländer kam am 1. Dezember 1938 in Berlin zur Welt. Drei Wochen später zogen seine Eltern mit ihm in die Niederlande. 1944 wurden sie erst nach Bergen Belsen geschickt, anschließend nach Theresienstadt. Im April 1945 wurde die Familie von sowjetischen Soldaten befreit, zwei Monate nach seiner Befreiung starb Samuel Holländer, heute vor 78 Jahren, an den Spätfolgen von Haft und Folter. Auf der Altonaer Straße 6 im Hansaviertel erinnert ein Stolperstein an ihn.
Encore
Was ist besser als ChatGPT? Klar, ChatGPT mit Berliner Schnauze. Der Physiker Alain Knorr hat den sehr schlagfertigen und etwas geschwätzigen BerlinGPT entwickelt. Kleine Kostprobe:
Checkpoint: „Welcher ist dein Lieblingsbezirk?“
BerlinGPT: „Ach, ick hab doch keen Lieblingsbezirk! Det is wie mit Currywurst: Icke kann nich sagen, ob icke lieber det eine oder det andere nehm. Icke lieb allet an Berlin, wa?! Ick bin'n echter Stadtkind und kenn mi jut aus in allet Bezirke. Aba ick muss sagn, Kreuzberg hat det janz besondre Flair. Da is wat los, immer wat los, keene Langeweile! Da kannste locker ne jute Kneipe oder'n geilen Imbiss finden, und ooch Feiern kannste da wie'n Irra! Aber keen Grund, die andern Bezirke zu unterschätz'n, allet hat so sinen janz eijene Charme. Ick liebe Berlin und det ist die Hauptsache! Wat is mit dir, hast du ooch'n Lieblingsbezirk?“
Mit reichlich natürlicher Intelligenz haben an diesem Checkpoint gearbeitet: Thomas Lippold (Recherche), Sophie Rosenfeld (Stadtleben) und Florian Schwabe (Frühproduktion). Morgen empfängt Sie hier Nina Breher.
Auf bald,

