auch an diesem Samstag beginnen wir mit den wichtigsten Nachrichten aus Berlin:
+++ „Deutschlands berühmtester Schauspieler und Entertainer“: Die FDP-Fraktion in Charlottenburg-Wilmersdorf fordert einen Harald-Juhnke-Platz am Kurfürstendamm. Ein entsprechender Antrag wurde in der Bezirksverordnetenversammlung eingebracht. Hinter der Idee steckt Juhnkes Ex-Manager.
+++ Sie treffen sich in zertrümmerten Zeiten, im alten Prenzlauer Berg wächst ihre Familie, im geteilten Berlin erfinden sie sich neu. Seit 70 Jahren hält die Ehe von Heinz und Rita. Eine wahre Liebe aus Pankow, Robert Ide hat sie aufgeschrieben.
+++ Die Berliner Clubkultur ist eigentlich bekannt für Hemmungslosigkeit und Hedonismus. Doch immer mehr Veranstalter führen Richtlinien ein, damit sich ihre Gäste sicher fühlen. Christoph Ferner über abgeklebte Nippel auf queeren Partys und die Frage: Können strengere Regeln mehr Freiheit bringen?
Auf tagesspiegel.de informieren wir Sie fortlaufend über alle Entwicklungen in Berlin.
Kaum ist man von der warmen Jahreszeit abgekühlt, verbreiten an den Supermarktkassen bereits Spekulatius, Marzipankartoffeln und Dominosteine Jahresendstimmung und laufen schon die ersten Winter- und Weihnachtsmärkte an (offiziell ja erst ab 21. November, aber an der Frankfurter Allee und am Mercedes-Platz weihnachtet es doch bereits spürbar). Für alle, denen das viel zu früh ist, folgen einige garantiert unweihnachtliche Tipps fürs Wochenende. Guten Morgen.
Anderes Thema: Knapp eine Woche vor der WM diskutiert Berlin nicht über Aufstellungen, die besten Public-Viewing-Orte und die Chancen der deutschen Mannschaft. Stattdessen geht es 2022 um Menschenrechte, Ausbeutung und die Sicherheit von queeren Besucher:innen in Katar. Und: Es geht um Geld. In der neuen Podcastfolge „Berliner & Pfannkuchen“ sprechen Lorenz Maroldt und Ann-Kathrin Hipp über Berlin, Katar und den WM-Countdown: Was läuft falsch? Wie stehen Berliner Fußballfans zu dieser Weltmeisterschaft? Wo kann man die WM in Berlin (nicht) gucken? Was gibt es für Alternativen? Und: Welche politischen und wirtschaftlichen Beziehungen hat Berlin eigentlich zu Katar? Mit dabei: der queere Schiedsrichter Pascal Kaiser, Fußballkneipenbesitzer Lennart Kloehn, Julia Friedrichs, Autorin der ZDF-Reportage „Geheimsache Katar“, Innen- und Sportsenatorin Iris Spranger und Berlins Regierende Franziska Giffey. Letztere sagt: „Die Vergabe an Katar halte ich für falsch. Als Regierende Bürgermeisterin mache ich aber keine Verhaltensaufrufe zur WM an die Berlinerinnen und Berliner.“ Die Folge gibt's jetzt überall, wo es Podcasts gibt. Sie wollen uns Ihr Feedback da lassen? Dann freuen wir uns sehr, wenn Sie sich kurz Zeit nehmen und hier klicken. Als Dank lesen Sie den gedruckten Tagesspiegel vier Wochen gratis.
Noch mehr auf die Ohren gibt’s mit dem Ringbahnpodcast. Für die neue Folge hat Rapper Casper „Eine Runde Berlin“ gedreht und mit Ann-Kathrin Hipp über seine Hass-Liebe zu Berlin, das Älterwerden, seinen 40. Geburtstag auf dem Lollapalooza, Herrentoiletten in Friedrichshain, Selbstzweifel und Superkräfte und die Frage gesprochen, „warum er nicht mehr die Stimme einer Generation sein will“. Jetzt hier hören.
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Der sechste Salonabend in der Urania: Hagen Hoppenstedt, Department Head of Beverage des KaDeWe,
hat wieder eine illustre Runde geladen. Kommen auch Sie zum Get-together und Austausch über die Vielfalt der Berliner Esskultur, die neusten Kulinariktrends der Hauptstadt und die aktuellen Herausforderungen für Gastronomie und Hotellerie. Zu Gast sind u.a. Renate Künast und Star-Winzer Nik Weis. Mehr
Samstagmorgen – Mit fremden Menschen zu reden macht bekanntlich glücklich, weitet den Horizont, verändert das eigene Weltbild zum Besseren und wird schnell Stoff interessanter Anekdoten. Nur, wen kann man in der Stadt schon einfach so ansprechen? Dieses Wochenende: Künstler:innen aus Steglitz und Zehlendorf. Die Ateliers des Bezirks stehen interessierten (und gesprächsfreudigen) Besucher:innen nämlich von 12 bis 18 Uhr offen. Der Vorteil: Bei der Gelegenheit können Sie sich auch im Reden über Kunst üben, und zwar so lange, bis es klappt. Die Gesprächspartner:innen können schließlich nicht einfach aus ihren Ateliers weglaufen.
Samstagmittag – Da wir schon in Steglitz sind: Während Sie sich im Ansprechen fremder Menschen üben, können Ihre Kinder ab 14 Uhr in der Markuskirche (Karl-Stieler-Straße 8a) in die Welt des Orgelbaus abtauchen. Im Rahmen eines Workshops wird hier das Handwerk des Musikinstrumentenbaus vermittelt. Der Workshop selbst wiederum findet im Rahmen des Steglitzer Orgelfests statt, das sich zur Aufgabe gesetzt hat, das Instrument vor allem außerhalb seines altgediegenen sakralen Kontextes zu präsentieren. So werden am Abend und in der Nacht 18 Filmmusiken von Jurassic Park über E.T. und Star Wars zu Indiana Jones und Ben Hur auf den monumentalen Pfeifen ertönen – Ben Hur übrigens als live begleiteter Film.
Samstagabend – Wer keine Lust auf abstrakte Kunstmusik hat, bucht sich für den Abend ein Ticket für den Festsaal Kreuzberg. Hier ist nämlich ab 20 Uhr der besonders für seine pointierten, unkoketten Texte gelobte und gerne mit Kritikerlob überhäufte Jens Friebe am Mikrofon, der Ihnen schlüssig erklärt, weshalb es halb so wild ist, einfach nicht mehr zu können, solange wir alle schön sind.
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Art and the City – am 17.11.2022
um 18:00 Uhr
Wer mit offenen Augen durch die Stadt läuft, entdeckt die Kunst im öffentlichen Raum. Vom Denkmal über Straßen-
musik, vom Graffiti bis zu Kunstaktionen. Können Architektur und Kunst in der Stadt das Lebensgefühl verbessern? - Jetzt das kostenfreie Ticket sichern! Alles über das Projekt: emo.futurium.de
Sonntagmorgen – Was passt nach derart intensiver geistiger Stimulation besser, als ein wenig romantisches Lustwandeln. Von 10 bis 17 Uhr empfiehlt sich dafür die Schlossanlage Diedersdorf in Großbeeren, denn sie bietet nicht nur schöne Ansichten, sondern auch einen „Romantischen Vintagemarkt“, bei dem Sie einkaufen können wie dereinst schon Eichendorf und Brentano.
Sonntagmittag – Apropos Romantik: Schon zu Zeiten Goethes war dem deutschen Urlauber kein Reiseziel lieber als Italien. Heute muss man den Weg über die Alpen zum Glück nicht mehr zu Fuß bewältigen: Die beste Pizza bekommt man bekanntlich längst in Berlin, Tiramisu ist eine der weitest verbreiteten Selbermach-Süßspeisen und der italienische Film, nun der strahlt im Allgemeinen vielleicht nicht mehr ganz so hell wie zu Zeiten Passolinis, wird dafür dieses Wochenende beim Italian Film Festival aber besonders gefeiert. Auf dem Programm im Kino in der Kulturbrauerei steht zeitgenössischer Film, heute um 15 Uhr wird der Publikumspreis des Festivals verliehen und im Anschluss mit dem Dokumentarfilm Ennio von Giuseppe Tornatore der wohl schillerndste Komponist des italienischen Films gewürdigt, Ennio Morricone ( „Zwei glorreiche Halunken“ , „Spiel mir das Lied vom Tod“ ), der so langsam auch als Komponist Neuer Musik zunehmende Beachtung findet.
Sonntagabend – Und weil es Samstagabend so schön war, gleich noch eine Engführung von Musik und Sprache, allerdings nach ganz anderem Schema: Im Donau115 (Donaustraße 115) übersetzen die beiden Schlagwerker und Komponistinnen Andi Haberl und Evi Filippou die Lyrik von Ruby Bilger und Chad Matheny in ihre Musik. Ein Glas Wein oder Bier in der Hand, hören Sie also im abgedunkelten Raum die beiden Musiker:innen an ihren Instrumenten und lesen, auf eine Leinwand projiziert, die dazugehörigen Textpassagen mit. Und so geht das Wochenende zu Ende.
Mein Wochenende mit
Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.
„Neulich bei der Trüffelsuche merke ich entsetzt: Die Nase ist weg! Wann und wo sie mir abhanden gekommen war, kann ich gar nicht sagen, ich hatte sie in letzter Zeit nicht gebraucht. Panisch suche ich Chantal, die findige Sau von Nebenan, vielleicht wüsste sie Rat. Sie ist aber nirgendwo auszumachen. Schließlich mache ich mich auf, Anzeige zu erstatten. Auf dem Weg ins Präsidium sehe ich meine Nase dann plötzlich um die Ecke biegen, in eine Uniform gekleidet, laufe ihr nach, aber da ist sie schon wieder verschwunden. Ja, wo gibt es denn sowas? Abends bekomme ich Nachricht von Chantal. Sie sei ins Theater gegangen, in Erkner, lässt sie mich wissen, habe dort meine Nase kostümiert auf der Bühne erkannt! Sie habe die abhandengekommene Nase eines anderen gespielt! Mittlerweile habe ich sie wieder. Me-Time habe sie gebraucht, mal was Eigenes ohne meine ständige Aufsicht machen. Das kann ich natürlich nachvollziehen. Wir haben ausgemacht, das in Zukunft wieder zu tun. Am Dienstag, den 15. November, im Gerhart-Hauptmann-Museum. Das begeht nämlich gerade die Gerhart-Hauptmann-Tage mit Ausstellungs-, Bühnen- und sogar Radfahrprogramm. Und da wird auch Die Nase aufgeführt, ein Drama nach Gogol. Das empfehle ich. Und mich empfehle ich, mit freundlichen Grunzen.“
Leseempfehlungen
Alltagsrassismus ist Diskriminierung, die sehr schnell und aus sehr nachvollziehbaren Gründen die Fronten zwischen Täter und Diskriminierten verhärtet. Wie ein Weg der Vermittlung aussehen könnte, zeigt die Autorin Veronica Frenzel. Barbara Nolte (T+) hat sie gesprochen.
Mit Fremden zu reden verändert das eigene Menschen- und Weltbild erheblich. Mit Fremden zu sprechen macht nachweislich glücklich. Und wer will nicht glücklich sein? Wie man zu seinem Glück kommt, schreibt Miray Caliskan (T+).
Die Weihnachtszeit ist für viele nicht nur die Zeit des heimischen Gezeters, sondern auch des beruflichen: Wer bekommt frei, wer muss zwischen den Jahren arbeiten und wie entkommt man dem Konflikt mit den Kolleg:innen? Das hat Heike Jahberg (T+) aufgeschrieben.
Wochenrätsel
Gewonnen! Der Senat schwärmt bekanntlich für Solarenergie, deshalb lässt er nun den Bewohner:innen staatlicher Wohnungsgesellschaften finanzielle Unterstützung bei der Einrichtung von Solaranlagen auf Balkonien zukommen. Gefördert werden vor allem…
a) …Wohnungseigentümer:innen in ihrer eigenen Wohnung
b) …Haushalte, für die eine Installation von Solarpanelen eine erhebliche Investition bedeuten würde
c) …Haushalte, an denen Solarpanele besonders schick aussehen würden
Tipp: Wer den Checkpoint letzte Woche aufmerksam las, ist im Vorteil!
Schicken Sie uns die richtige Lösung und gewinnen Sie einen Checkpott.
Jetzt mitmachenIn Sonnenaufgangsromantik dichtete Ihnen heute früh Kathrin Maurer (Produktion) den Checkpoint auf den Schirm, am Montag kandiert Ihnen Julius Betschka die herzenswärmste Stadt der Welt.