einmal werden wir noch wach, dann ist Urteil zum Bundestag (das reimt sich). Am Dienstag will das Bundesverfassungsgericht seine Entscheidung verkünden, in welchem Ausmaß die Abstimmung in Berlin wiederholt werden muss. Renommierte Staatsrechtler halten alle drei Szenarien – ganz, teilweise, gar nicht – für denkbar, aber das Letztere fürs Unwahrscheinlichste. Da Berlin trotz seines Sonderstatus‘ als Nabel vons Janze nur etwa vier Prozent der bundesweit Wahlberechtigten stellt, wird die Ampelkoalition – anders als der rot-grün-rote Senat – nicht am veränderten Berliner Abstimmungsverhalten scheitern. Aber einige Abgeordnete könnten ihre Mandate verlieren, und der bereits havarierten Linksfraktion droht der Auszug aus dem Bundestag. Alle Infos samt Wahltermin gibt’s heute als Schwerpunkt im Tagesspiegel, auch online.
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23.12. in der Philharmonie
Marc Minkowski dirigiert das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Gespielt wird Rameaus Suite aus der Oper „Les Boréades“, Chaussons „Poème de l’amour et de la mer“ mit dem französischen Bariton Florian Sempey und Bruckners Sinfonie d-Moll (annullierte Sinfonie Nr. 2).
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Die hohen Energiepreise nach Russlands Überfall auf die Ukraine haben Berlins vorläufig berechnete Klimabilanz für 2022 verbessert: Der laut Statistikamt um etwa fünf Prozent gesunkene Verbrauch ergab einen um 300.000 auf 15 Millionen Tonnen gesunkenen CO₂-Ausstoß. Gegenüber dem weltweiten Referenzjahr 1990 liegt der Rückgang bei 48,6 Prozent („klimaneutral“ hieße minus 85 %). Besser war die Bilanz nur im ersten Corona-Jahr, damals sogar noch inkl. TXL-Emissionen (die des BER werden komplett Brandenburg zugeschlagen). Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey sieht Berlin „auf gutem Weg“ Richtung Klimaneutralität vor 2045.
Falsch abgebogen ist jedoch der Straßenverkehr, dessen Emissionen immer noch auf dem Niveau von 1990 liegen und gegenüber dem Vorjahr sogar um 1,5 Prozent stiegen. Der Ansatz des schwarz-roten Senats, dieses Desaster mit der Ankündigung grüner Wellen und dem Neubau einer innerstädtischen „Klimaautobahn“ anzugehen, dürfte weltweit beachtet werden – sofern er zum Erfolg führen sollte.
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Seit 2022 muss der öffentliche Nahverkehr laut Gesetz barrierefrei sein. Während die BVG noch viele Aufzüge zu bauen hat, sind sie bei der S-Bahn größtenteils fertig. Und zwar so dermaßen fertig, dass aktuell rund 40 Stück nicht funktionieren. In der vergangenen Woche sei mit 50 Ausfällen ein Rekord aufgestellt worden, berichtet ein Rollstuhl fahrender Stammkunde. „Wenn Rahnsdorf, Friedrichshagen, Köpenick, Schöneweide, Adlershof und Grünau kaputt sind, ist der Südosten quasi unerreichbar.“
Die Hotline empfehle, zu fahren, wenn sie wieder funktionieren (Rollstuhlfahrer haben bekanntlich keine dringenden Termine, nicht wahr?). Wann das sein werde, wisse man leider nicht. In Frankfurt am Main, wo die beschwerliche Reise des CP-Lesers begann, laufe das übrigens so: „Wenn dort mal ein Aufzug defekt ist, hängt an allen Stationen der Linie und am Ort selbst eine Info, welche Alternative man nehmen kann.“
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Eine neue Oper von Detlev Glanert
»Die Welt wird zur Hölle für alle, die ihre Menschlichkeit opfern«, singt Esther in Detlev Glanerts neuer Oper »Die Jüdin von Toledo«. Ausgehend von Grillparzers im Mittelalter angesiedeltem Drama schuf er ein herb-düsteres Musiktheater, das von Robert Carsen inszeniert wird. Utopische Liebe trifft dabei auf gnadenlos ausgeübten Machtwillen.
Ab 10. Februar in der Semperoper Dresden. www.semperoper.de
Während andere Lieferanten noch im Stau stehen, sollen bald Drohnen eilige diagnostische Proben zwischen den medizinischen Laboren Berlins befördern. Laut dem IT-Nachrichtenportal „Golem“ hat das kalifornische Unternehmen Matternet die Genehmigung erhalten, „jenseits der Sichtlinie“ zu operieren, also Drohnen ohne permanenten Blickkontakt des Piloten fliegen zu lassen. Das ist nur mit Sondergenehmigung der Luftfahrtbehörde erlaubt.
So solle vom nächsten Jahr an in Berlin das erste deutsche Drohnen-Liefernetz für Krankenhäuser etabliert werden – ausgehend vom Labor Berlin, einem Gemeinschaftsbetrieb von Charité und Vivantes. Wenn das Netzwerk voll funktionsfähig ist, sollen jährlich mehr als sechs Millionen zeitkritische Labortests transportiert werden. Klingt nach ziemlichem Gesummse.
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Nachdem Umweltsenatorin Manja Schreiner (CDU) die Berliner kurz nach ihrem Amtsantritt mit der Aussicht auf mögliche Wasserrationierungen bei verschärfter Trockenheit überrascht hat, wollte die Grüne Julia Schneider jetzt vom Senat wissen, wie es um die Versorgung steht: „Stimmt der Senat der Einschätzung zu, dass die hohen Spitzenverbräuche an Wasser in Hitzeperioden eine besonders große Belastung für die Trinkwasserversorgung Berlins darstellen?“ Anstelle einer eigenen Einschätzung lieferte die Verwaltung ein Statement der Wasserbetriebe, demzufolge die Kapazitäten auch für „zeitlich punktuelle Spitzenverbräuche“ ausreichen – „auch wenn die Reserven für Havarien in den vergangenen Jahren (…) geringer geworden sind“, heißt es in der Antwort, die dem CP vorab vorliegt. Um zu klären, ob und wie das Trinkwasser überhaupt rationiert werden dürfte, will die Verwaltung ein Rechtsgutachten in Auftrag geben.
„Das neue Zenner steht für frisches Denken, ökologisches Handeln, faire Arbeitsbedingungen, gelebte Gender Diversity und ein achtsames Miteinander“, heißt es auf der Webseite des Treptower Traditionslokals. Nach einer Anfrage für eine Party zum jüdischen Purim-Fest im kommenden März endete das Miteinander abrupt: „Ich finde es ziemlich unglaublich, dass Sie angesichts der aktuellen Lage einen jüdischen Karneval feiern wollen“, schrieb ein Mitarbeiter. „Nichts Persönliches, aber nicht im Zenner.“ Später folgte eine Entschuldigung: Der „klar antisemitische“ Vorfall werde aufgearbeitet, das Personal geschult, der Karneval de Purim sei willkommen. Allerdings will der nicht mehr – jedenfalls nicht dort.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Seit die BVG ihren eigenen Abschleppdienst mit 35 Leuten und vier teuer angeschafften Lkw betreibt, werden pro Jahr etwa genauso viele Falschparker von Busspuren entfernt wie vorher. Deshalb stellt das Verkehrsunternehmen die hauseigenen Abschlepp-Aktivitäten wieder ein. „Das können andere Unternehmen besser“, lautet das Fazit von BVG-Betriebsvorstand Rolf Erfurt.
Im Advent werden wir alle ein bisschen dicker. Wirklich alle? Nein, der Takt auf der U3 wird dünner. Nachdem entlang der oberirdischen Strecke wieder Kabel gestohlen wurden, fährt die Linie zwischen Breitenbachplatz und Krumme Lanke nur noch alle zehn Minuten. „Kurz nach den Weihnachtsfeiertagen“ will die BVG das Problem behoben haben. CP-Kollege Christian Latz hat sich von BVG-Betriebsvorstand Rolf Erfurt erklären lassen, warum sich die Diebstähle häufen und was dagegen getan wird.
In zwei Wochen steigen die Ticketpreise im Verkehrsverbund VBB um durchschnittlich 6,7 Prozent. Wer kein Abo hat oder zusätzliche Fahrscheine z.B. fürs Fahrrad braucht, kann sich bevorraten. Die aktuellen Tickets werden laut VBB bis Ende Juni akzeptiert. Kleine Unfreundlichkeit gegenüber Abonnenten der klassischen Umweltkarte (mit der man im Unterschied zum Deutschlandticket abends und an Wochenenden weitere Personen mitnehmen darf): Das fürs ganze Jahr auf einmal zu zahlende Abo, das aktuell 28,80 Euro günstiger ist als bei monatlicher Abbuchung, wird abgeschafft.
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Am Dienstag wollen Bahn, VBB und Verkehrsministerien die Finanzierung eines zweiten Gleises zwischen Lübbenau und Cottbus verkünden. Vielleicht läuft’s auf dem RE2 dadurch irgendwann geschmeidiger als bei der Lausitz-Reise einer CP-Leserin in der vergangenen Woche: Auf dem Hinweg fiel ein Zug von Berlin nach Cottbus aus, der nächste verpasste wegen zehn Minuten Verspätung knapp den eigentlich abgestimmten Anschluss Richtung Görlitz. Auf dem Rückweg verfehlte der Zug aus Görlitz den RE2 in Cottbus um eine Minute. Da der nächste RE2 wiederum ausfiel, wurden aus planmäßigen eineinhalb Stunden von und nach Berlin jeweils dreieinhalb, ein Großteil davon ungeheizt.
Die Computer bei der Polizei sind offenbar auch nur Menschen: Die Weihnachtsgrüße, die Präsidentin Barbara Slowik 27.598 Mitarbeitern ihrer Behörde geschickt hat, kamen teils mehrfach und mit falscher Anrede (Standardname: „Benjamin Neu“) an. Mehr als das Malheur zählt der Inhalt, der u.a. lautet: „Aktuell erhalten wir so viel bedeutenden Dank, wie ich es in knapp sechs Jahren meiner bisherigen Amtszeit als Polizeipräsidentin noch nicht erlebt habe. (…) Jedes Jahr leisten wir, Sie Enormes – vor und hinter den Kulissen.“ Slowiks Dank erstreckt sich auch auf die Angehörigen und Freunde, „die häufig zurücktreten und Verständnis zeigen müssen“ für die unkomfortablen Dienstzeiten bei der Polizei.
Die Erkenntnis des Bundes der Steuerzahler, dass es in Berlin gar keinen Wohnungsmangel gebe (CP vom Freitag), ist eine sehr exklusive. Ein Unternehmer schrieb dazu: „Drei meiner Mitarbeiter sind 2023 konkret aufgrund von Wohnungsmangel aus Berlin weggezogen. Nicht ins Umland, sondern weit weg. Geht, ist aber eine erhebliche finanzielle Belastung für mich als Arbeitgeber, die ich schultere, und damit ein Standortnachteil.“
Neues von der erledigt geglaubten Katastrophenbaustelle in Grünau (die mit dem abgebrannten Denkmal des insolventen Bauträgers, vor dem beim gescheiterten Reparaturversuch einer zubetonierten Abwasserleitung das Werkzeug barst und eine Gasleitung beschädigte, während deren Reparatur mehrere Wasserrohre brachen): Der neu gebaute Gehweg in der Regattastraße ist wieder aufgerissen worden – laut „Berliner Zeitung“, weil die neue Seniorenresidenz nebenan eine stärkere Stromleitung braucht und ein Regenwasserkanal verstopft ist. Da außerdem ein Gasanschluss vergessen wurde, soll auch die erneuerte, im September nach mehr einem Jahr freigegebene Fahrbahn wieder aufgerissen werden.
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Braucht Berlin Kirche? 4 Gründe, warum ihr (nicht) austreten solltet
Die Berliner:innen verlassen scharenweise die Kirche. Mit gutem Grund? Was tut die Kirche für Berlin? Wo landet eigentlich die Kirchensteuer? Der Checkpoint-Podcast klärt, ob es sich noch lohnt, Kirchenmitglied zu sein.
Jetzt auf Spotify, Apple Podcasts und Tagesspiegel.de.
Süßer die Welpen nie blinzeln – aber dahinter können kaltschnäuzige Geschäfte stecken: Laut „B.Z.“ gehören manche vermeintlich obdachlosen Tierhalter zu einer Bettelbande, die ungeimpfte Hunde mit gefälschtem Pass vertickt. Jüngst habe ein junger Mann am Alex einen Beagle-Welpen für 400 Euro angeboten, der auf dem regulären Markt das Vier- bis Fünffache kosten würde. Die Polizei habe das Tier in Sicherheit gebracht.
Über das 2022 eingerichtete Hunderegister sind bisher 41 Halter auf Einhaltung der Registrierungspflicht überprüft und eine(r) über den Chip ermittelt worden. Dieser (Aus-)Beute stehen die Zahlung von einmalig 110.000 Euro an die fürs Register verantwortliche Firma sowie eine jährliche „Gewinn- und Wagnispauschale“ von jährlich gut 40.000 Euro gegenüber (Q: Justizverwaltung auf Anfrage Martin Pätzold, CDU). 2025 sollen Register und Geschäft evaluiert werden.
In unserer einteiligen Serie „Boah, so lange ist das her?!“ gedenken wir heute der Diskussion vor Einführung der Bonpflicht zum Jahreswechsel 2019/20, deren Tenor war, dass das der finale Stoß für Tante Emma und ihre fleischernden und backenden Geschwister sei, während die Handelskonzerne Papierschlangen bis zum Mond fabrizieren würden. Der erste Punkt hat sich nicht bestätigt, der zweite wohl: Ein soeben bei Rewe solo erworbenes Päckchen Kaffee, das die Fertigstellung dieses CP sichern soll, ergab einen 39 Zentimeter langen Bon. Selbst wenn man die 2,5 cm für die Payback-Punkte abzieht, entspricht das fast einem Siebtel Fußballfeld oder einem Drölfzigstel des Saarlandes.
Zitat
„Gestern haben wir aber schon wieder gemeinsam gelacht.“
Marcus Zander über den Zustand seines Vaters Frank Zander (81), der jetzt in der Charité behandelt wird. Am kommenden Freitag steht wieder die von Frank Zander initiierte und von Marcus Zander maßgeblich organisierte große Weihnachtsfeier für Obdachlose an.
Stadtleben
Neu in Charlottenburg ist Sizilien. Also, ein Stückchen zumindest: Vor einer Woche hat das Restaurant „Sicilia“ im Hotel Vivaldi (Knesebeckstraße 29) seine Tore aufgestoßen. Zwischen Wandfliesen, Zitronenbäumchen und Designtresen serviert das Team rund um Chefkoch Raad Rashdan neu interpretierte sizilianische Küche. Im Rahmen des Soft Openings des Lokals wählen Gäste aktuell noch aus einer täglich wechselnden Karte, doch bald wird es eine feste geben. Zur Reservierung geht es hier entlang. So-Do 16-23 Uhr, Fr-Sa 16-0 Uhr, S-Bhf Savignyplatz
Geschenk – Bei Ihnen entfaltet sich die Panik, denn es fehlen noch Geschenke? Wie gut, dass Bücher auch kurzfristig zu haben sind. Und noch besser, wenn sie sogar Substanz haben: Nikolaus Bernau hat für Sie Architekturbücher zusammengetragen, die sich gut unterm Weihnachtsbaum machen. Dabei sind Werke über die Straßen und Wendehammer der DDR, Marketing-Sprech und viktorianische Bauten – mit und ohne Bilder, wie es Ihnen gefällt. Aber garantiert mit hoher Relevanz für aktuelle Berliner Debatten. Hier geklickt!
Karten sichern I – Für musikalischen Unfug: Heute um 20 Uhr lädt das Schlosspark-Theater zu einer Comedy-Nacht unter dem Motto „Die Kunst der Unfuge & Anka Zink“. Gemeinsam mit einem fünfköpfigen Ensemble aus dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin präsentiert die rheinische Komikerin Anka Zink ein Kabarett-Konzert – eine Mischung aus bissiger Kleinkunst und Kammermusik. Letzte Tickets sind ab 23 Euro unter diesem Link zu haben. Wir haben 5x2 Ehrenkarten für Sie organisiert: Wer ins Theater will, schreibt uns eine E-Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Karten sichern II – Bevor das Kino International im Frühling 2024 in die Generalsanierung geht, feiert das DDR-Premierenhaus noch sein 60. Jubiläum – mit einem ausgedehntem Sonderprogramm. Bis Ende Januar zeigt das Kino deutsche Klassiker von 1966 bis 2021. Am 26.12. (12 Uhr) geht es zurück ins Jahr 2003: In „Good Bye, Lenin!“ versucht Alex (Daniel Brühl) nach dem Mauerfall die DDR aufrechtzuerhalten – für seine Mutter Christiane (Katrin Sass), die aus einem Koma erwacht ist. Karten gibt es für sechs Euro hier oder für umme bei uns: Wir verlosen 3x2 Plätze.
Grübelstoff – Der glitzernde Boulevard Unter den Linden, der überfüllte doch romantische Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg, der ausgedehnte Spaziergang rund um den halbgefrorenen Schlachtensee: Berlin bietet in der Adventszeit ordentlich Gelegenheiten für Weihnachtsstimmung. Gibt es einen Platz, einen Park oder einen Markt, den Sie jeden Dezember besuchen – und ohne den sich Ihre Weihnachtszeit nicht vollständig anfühlt?
Kiekste
Im Strandbad Jungfernheide scheint die Zeit stillzustehen – zumindest, bis es wieder wärmer wird. Danke für diese melancholisch-schöne Momentaufnahme an Checkpoint-Leser Jordan T. A. Wegberg! Wir sind gespannt auf Ihre nebelgrauen bis kunterbunten Berlin-Bilder: checkpoint@tagesspiegel.de.
Berlin heute
Verkehr – Straße des 17. Juni (Tiergarten): Zwischen Großer Stern und Brandenburger Tor kann es aufgrund einer Kundgebung mit mehreren hundert Traktoren zu Verkehrseinschränkungen kommen (7-15 Uhr).
Tegel: Rund um die Straße Alt-Tegel kann es aufgrund einer Demonstration zu Verkehrseinschränkungen kommen (18-20.30 Uhr).
Demonstration – Bitte beachten Sie, dass es zu kurzfristigen Absagen oder Verboten kommen kann. Heute sind 20 Demos angemeldet (Stand: 17.12., 14 Uhr), u.a. „Demonstration zu den aktuellen Haushaltseinsparungen – drastische Kürzungen im Bereich Landwirtschaft“: 3000 Teilnehmende, „Deutscher Bauernverband e.V.“, Platz des 18. März (8-12.30 Uhr)
„Tegel geht auf die Straße“: 100 Personen, Bürgerinitiative „Ich bin systemrelevant“, zwischen Alt-Tegel und Buddestraße (18-21 Uhr)
„Weihnachten-Besinnung ist Politik“: 50 Teilnehmende, „Freunde der Staatsreparatur e.V.“, Teltower Damm vor dem Bürgeramt (18-19.30 Uhr)
„Mahnwache zur Forderung nach einem Waffenstillstand in Gaza“: 20 Menschen, „Amnesty International Deutschland“, vor dem Bundeskanzleramt (16-17.30 Uhr)
„Für Menschenrechte – Nein zu Hinrichtungen im Iran“: Fünf Personen, „Iran Menschenrechte“, Joachimsthaler Platz (14-18 Uhr)
Gericht – Ein Schalke-Fan (33), der an Ausschreitungen beim Spiel gegen Hertha BSC im Oktober 2022 beteiligt gewesen sein soll, kommt auf die Anklagebank. Zunächst sei es zu einer Schlägerei unter Schalke-Fans gekommen. Als sich Polizisten in den Block begaben, seien diese attackiert worden (9 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 371).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Mario Basler (55), ehemaliger Fußballspieler, u.a. bei Hertha BSC / Volker Bouffier (72), von 2010 bis 2022 Ministerpräsident des Landes Hessen (CDU), seit 2006 Mitglied des Fördervereins der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen / Dorothea Dieckmann (66), Schriftstellerin, u.a. beim Berlin-Verlag, „Unter Müttern. Eine Schmähschrift“, „Kinder greifen zur Gewalt“ / Andrea Heuer (67), Schauspielerin, Debüt in „Eine Faust geht nach Westen“ mit Bud Spencer / Horst Krause (82), Schauspieler, studierte an der Staatlichen Schauspielschule in Berlin-Schöneweide, bekannt als „Polizeihauptmeister Horst Krause“ in „Polizeiruf 110“ / Marlene Lufen (53), Fernsehmoderatorin („Sat.1-Frühstücksfernsehen“), studierte Publizistik und Spanisch an der Freien Universität Berlin / Martha Lux-Steiner (73), Physikerin, von 1995 bis 2016 erste Lehrstuhlinhaberin am Fachbereich Physik der Freien Universität Berlin / Daniel Richter (61), Künstler der abstrakten Malerei, diverse Ausstellungen in Berlin, ehemals Professor für Malerei an der Universität der Künste Berlin
Nachträglich zum 15.12.: „Für Anton und Jakob Stamm (30): Jacky und Annie, Ihr seid die Besten, nur das Schönste für Euch! Lasst es krachen. Love U, T.“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Rita Beetz (geb. Schulz), * 22. Juli 1937 / Gerlind Crusius, * 25. Juli 1950, ehemalige Lehrerin und Mitglied der Schulleitung der Fläming-Grundschule / Petra Häfner, * 4. Juli 1951
Stolperstein – Fryderyk und Johanna Irene Horowitz (Jg. 1887/1891) wohnten gemeinsam in der Prinzregentenstraße 1 in Wilmersdorf. Fryderyk war Bankprokurist. Vor seiner Deportation lag das Ehepaar im Jüdischen Krankenhaus in der Iranischen Straße. Von dort aus wurden Fryderyk und Johanna Irene im Juni 1943 mit anderen Patienten erst zum Bahnhof Grunewald und dann nach Theresienstadt verschleppt. Sechs Monate später, am 18. Dezember 1943, wurden beide weiter nach Auschwitz deportiert, wo sie in der Gaskammer ermordet wurden.
Encore

Noch 6 Tage bis Weihnachten! Bis zum Fest öffnen wir hier in unserem Adventskalender jeden Tag ein „Erlebnistürchen Berlin“ und verlosen damit Zeit für sich, zu zweit, die Familie oder Freunde.
Mit Türchen Nr. 18 schicken wir heute zwei Personen zum Brunchen nach Brandenburg – und zwar am Neujahrstag. Das Restaurant „Freilich am See“ an den Ufern des Scharmützelsees in Bad Saarow (ca. 1,5 Stunden von Mitte) veranstaltet am 1. Januar einen stattlichen Neujahrsbrunch: Von 11 bis 15 Uhr serviert das schick gestaltete Haus ein Büfett aus bayerischen wie kontinentalen Schmankerln – dazu gibt es ordentlich Sekt und Anti-Kater-Bloody Mary. Plätze gibt es ab 35 Euro pro Person hier zu buchen.
Sie haben Hunger vom Lesen? Wenn Sie den Brunch gewinnen wollen, schreiben Sie uns eine E-Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Dieser Checkpoint ist ein Gemeinschaftswerk mit Lotte Buschenhagen (Stadtleben), Thomas Lippold (Recherche) und Kathrin Maurer (Frühproduktion). Morgen weckt Sie hier Lorenz Maroldt. Kommen Sie gut durchs Adventsfinale!