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In Kreuzberg startet ein riesiges Verkehrsexperiment: Bezirk macht den kompletten Graefekiez parkplatzfrei  Ausgeladene Fahrer bei Lieferando: So lief der Protest bei der Firmenfeier in Berlin Ausflugstipp: Künstlerisches Kaleidoskop auf dem Kulturhof Kallinchen

wir starten am Samstag mit einem Überblick der aktuellen Nachrichten aus Berlin:

+++ In Kreuzberg startet ein riesiges Verkehrsexperiment: Der Bezirk macht den kompletten Graefekiez parkplatzfrei. In dem Viertel mit 20.000 Einwohnern will Friedrichshain-Kreuzberg alle Kfz-Parkplätze streichen. Kann das funktionieren? Nicht alle glauben daran.

+++ Protest gegen Firmenfeier: Die Poolparty von Lieferando findet ohne Fahrer statt. Zu einer Mitarbeiterfeier in einem Friedrichshainer Club lud der Lieferdienst nur Büroangestellte ein. Vor der Tür demonstrierten am Freitagabend Fahrer und Unterstützer.

+++ Wenn die Seele leidet: So kämpfen Geflüchtete aus der Ukraine mit psychischen Belastungen. Denn nur wenige Geflüchtete werden in Deutschland angemessen psychotherapeutisch versorgt. Expertinnen aus Berlin wollen das ändern – mit eigenen Initiativen und Forderungen an die Politik.

Auf tagesspiegel.de informieren wir Sie über alle wichtigen Entwicklungen rund um Berlin.

Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Möglich, dass Sie dieses Wochenende allerlei in Bewegungsunschärfen Verschwimmendes wahrnehmen – es könnten verwirrte Hedonist:innen auf dem Weg zum Fusion Festival sein, die das mit den Hangars falsch verstanden und sich Fluggerät gebastelt haben, es könnte Team Checkpoint beim VeloCity Radrennen sein, oder die Scharen Museumsgänger:innen, die möglichst viel aus dem Museumssonntag machen wollen.

Mein Wochenende mit

Durchgecheckt

Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.

„Neulich las ich unterm Baume. Ein Buch, versteht sich. Eine Böe wehte durch das Laub, auch darin las ich. Ein Vogel sang, ich lauschte. Einen Kolibri im Vorüberflug umarmte ich, war ganz entrückt, denn in Wahrheit, das wissen Sie, gibt es hier gar keinen Kolibri. Hier in Brandenburg. Eine Hummel wäre das wohl eher. Es sei denn, man liest ein gutes Buch und lässt sich tragen unter einen Baum, durch dessen Laub die Böe weht, in dem ein Vogel singt und im Vorüberflug ein Kolibri mich drückt. Fantasie nennen das die Fantasielosen. Ich nenne es inspirierte Wirklichkeit, Sie verstehen. In Potsdam gibt es davon zurzeit einiges zu sehen: Die Lit:Potsdam neigt sich Sonntag nämlich dem Ende. Gehen Sie hin, behende! Unterm Baum im Park der Villa Jacobs etwa weht die Böe. Und auch der Vogel wird sein Lied schon nicht verhunzen. Ich empfehle mich, mit freundlichen Grunzen.“

Lese­empfehlungen

Wie viele Menschen das Partylife Berlins doch als Bedrohung für ihre Beziehung verstehen! Annett und Rico, deren Geschichte mit einem entschuldigungswürdigen Kuss auf einer Dorfparty vor 20 Jahren begann, gehören nicht zu ihnen. Hier entlang zu Robert Ides aktueller Liebeskolumne. (Abo)

Zur Einstimmung auf das durch die Stadt rasende VeloCity – und quasi auch aus der Kategorie Liebeskolumne – hier entlang Michael Wiedersichs Liebeserklärung an die Tour de France. (Abo)

Immer dreht sich in dieser Stadt alles um Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer… dabei hat Berlin bekanntlich mehr Brücken als Venedig – und entsprechend viel Wasserverkehr. Und ja, auch auf dem Wasser geschieht Wandel. Aber nicht genug, wenn es nach Luis Lindner geht, der daran arbeitet, die hiesige Schifffahrt dieselfrei zu machen. Was ihm dabei alles den Weg blockiert, hat Joana Nietfeld hier aufgeschrieben. (Abo)

Wochen­rätsel

Gewonnen! Als Hornbrille tragender Jungreporter musste unser Checkpoint-Autor laut eigener Aussage schon mal Autogramme geben als…

a) Elvis Costello
b) Clark Kent
c) Wigald Boning

Tipp: Wer den Checkpoint letzte Woche aufmerksam las, weiß Bescheid!

Schicken Sie uns die richtige Lösung und gewinnen Sie einen Checkpott.

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Den Wochenend-Frühdienst hat heute heldinnenhaft Kathrin Maurer verrichtet, am Montag lesen Sie an dieser Stelle Lorenz Maroldt. Und bewahren Sie Ruhe! Aber nicht zu viel.

Ihr Thomas Wochnik