hach ja, der Herbst: Die Tage werden kürzer, die Luft kühler und der politische Betrieb rauer. Zumindest wenn im Winter sehr wahrscheinlich eine Wahl ansteht. Gestern reichte eine knappe Pressemitteilung desVerwaltungsgerichts, um den Koalitionsfrieden zwischen SPD und Grünen auszuhebeln. Das Gericht entschied, dass die aktuelle Sperrung der Friedrichsstraße für den Autoverkehr rechtswidrig ist. Es folgte ein Schlagabtausch auf Distanz zwischen der Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey (rote Ringecke) und Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (grüne Ringecke).
Erste Runde. Giffey, auf der Senatspressekonferenz: „Es ist ein Urteil gefallen und ich erwarte, dass dieses Urteil umgesetzt wird. Hier wurde ein Status quo aufrechterhalten, der keine rechtliche Grundlage hatte.“ Jarasch, in der RBB Abendschau: „Ich bin mir nicht sicher, ob Franziska Giffey genau verstanden hat, worum es bei diesem Urteil ging.“
Tatsächlich ist es etwas vertrackt. Am 31. Oktober 2021 endete offiziell der Verkehrsversuch, der einen Teil der Friedrichstraße zur Rad- und Fußgängerzone machte. In naher Zukunft sollen auf dem Abschnitt nur noch Fußgänger:innen unterwegs sein. Dass der Senat aktuell auch in der Zeit dazwischen die Autos verbannt, sei jedoch nicht rechtens, so das Gericht.
Selbstverständlich hat auch Giffey das Urteil verstanden, nur ist ihr („Berlin ist nicht Bullerbü“) die geplante Fußgängerzone schon länger ein Stein im Schuh. Zweite Runde also, diesmal beginnt Jarasch: „Die Umwandlung in eine Flaniermeile, also in eine Fußgängerzone, daran ändert sich gar nichts.“ Giffey: „Es muss ein vernünftiges Gesamtkonzept für die Friedrichstraße her. Und einfach zu sagen, wir entwidmen und dann gucken wir mal, kann nicht unsere Antwort sein.“ Noch sind es übrigens 109 Tage bis zur (wahrscheinlichen) Wiederholungswahl.

Anzeige
Duales Studium Bauingenieurwesen
Du bist interessiert an mathematischen Prozessen, Gebäudeplanungen und statischen Berechnungen?
Das Studium Bauingenieurwesen bereitet dich auf die Gestaltung von interessanten Bauprojekten und Entwurfsplanungen vor.
Bewirb dich bis zum 15.01.2023 für das WS 23/24 an der HWR Berlin und starte deine Karriere im Land Berlin.
Und die Friedrichstraße ist nicht der einzige Koalitionszwist. Gestern soll es in der Senatssitzung auch in der Maskenfrage, nun ja, recht munter zugegangen sein, wie mein Kollege Julius Betschka erfuhr. Die Ausweitung der Maskenpflicht auf Innenräume wurde wie erwartet nicht beschlossen, dafür ein Appell. Ihren Unmut darüber ließ Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) dem Vernehmen nach einige ihrer Senatskollegen deutlich spüren. „Wir konnten unterschiedliche Positionen nicht abschließend auflösen“, sagte Giffey nach der Sitzung. Gote sagte, dass sie die Entscheidung respektiere– überzeugt von ihr ist sie nicht. Mitte November soll erneut beraten werden.
Wir bleiben beim Thema Corona: Steigende Inzidenzen und sinkende Temperaturen sind für Menschen ohne Obdach für sich genommen schon eine Gefahr. Beides zusammen wird für sie derzeit zu einem „riesigen Problem“, sagt Jens Aldag von der Berliner Kältehilfe dem Checkpoint. Der Grund: Werden die Menschen in den Hilfseinrichtungen positiv auf Corona getestet, können sie nicht aufgenommen werden, da eine Isolation nicht gewährleistet werden kann.
Ein Sprecher der Senatssozialverwaltung schreibt dem Checkpoint zwar, dass man „in Abstimmung mit den Bezirken und der Gesundheitsverwaltung sofort Maßnahmen ergreifen“ werde, „wenn obdachlose Menschen infiziert sind und separat untergebracht werden müssen“. Die Realität sieht laut Aldag aber anders aus: „Im Sommer gab es etwas weniger Fälle, aber nun erreichen uns wieder vermehrt Anfragen von Menschen, die bei einer Infektion nicht wissen, wohin sie sollen.“ Die eigentlich zuständigen Gesundheitsämter seien überfordert mit der Aufgabe.
Etwas Abhilfe schaffen soll eine Quarantäneeinrichtung, von denen es vergangenen Winter bereits mehrere gab. Das Vergabeverfahren dafür laufe, so die Sozialverwaltung. Aldag: „Im Idealfall hätte es den ganzen Sommerüber eine Quarantäneeinrichtung geben müssen. Aber spätestens mit Beginn der Kältehilfe-Saison am 1. Oktober wäre eine solche Einrichtung angebracht gewesen.“
Anzeige
Liebe Tagesspiegel Checkpoint-Leser:innen – lesen Sie jetzt Reportagen gratis probe.
Reportagen ist ein unabhängiges Magazin für große Reportagen.
Es schickt die besten Autor:innen um die Welt.
Für Geschichten, die in andere Realitäten entführen.
Zur Gratislektüre geht es hier.
Unverbindlich und ohne automatische Verlängerung.
Themenwechsel: Panda-Diplomatie, das klingt nach flauschigem Fell und vertrauensvollen Gesprächen, ist aber tatsächlich trockene Interessenpolitik. Seit vielen Jahren versucht China, mit der Zucht und der Leihgabe von Pandas an ausländische Zoos sein Image zu pflegen. Interne Dokumente, an die der WDR gekommen ist (und die der Sender hier veröffentlicht) zeigen nun, wie sehr sich Berlins Ex-Regierende Wowereit und Müller auf dieses Spiel einließen und eifrig für die Panda-Leihgaben trommelten. Mit Erfolg: Seit 2017 leben Meng Meng und Jiao Qin im Berliner Zoo. Für China ein unbezahlbar wertvolles Geschäft, für den Zoo vor allem teuer: Die Leihgebühr für beide Pandas beträgt laut WDR eine Million US-Dollar im Jahr.
Die große Zeit der Privatisierung seitens der landeseigenen Wohnungsunternehmen ist zwar längst vorbei, dennoch veräußern die sechs Unternehmen fleißig weiter Flächen. 149.470 Quadratmeter seit 2017 um genau zu sein, Tendenz deutlich abnehmend: 2021 waren es gerade mal 848 Quadratmeter. Die Zahlen stammen aus einer Anfrage des Linken-Abgeordneten Niklas Schenker an die Senatsbauverwaltung. An wen und für wie viel Geld die ehemals landeseigenen Flächen gingen, verrät diese nicht.
Den ganz großen Skandal in der Sache wittert aber nicht mal der Linken-Politiker. Durchaus möglich, dass sich die landeseigenen Unternehmen gegenseitig Flächen abkauften. Außerdem dürfte es sich größtenteils um sogenannte Arrondierungsflächen handeln, also Kleinstflächen, mit denen baulich nicht allzu viel anzufangen ist. Ganz kritiklos lässt Schenker die Landeseigenen dennoch nicht vom Haken: „Auch Flächen, die sich nicht für den Wohnungsbau eignen, sollten für die Allgemeinheit nutzbar gemacht werden, etwa für die Kreativ- und Kulturszene“, sagt Schenker am Checkpoint-Telefon.
Anzeige
Wie viel wissen Sie über Pandabären? Als Boten der Freundschaft tragen Pandas oft den guten Willen und die Freundschaft Chinas in die ganze Welt. Anlässlich von 50 Jahren Deutschland-China laden wir Sie herzlich ein, an einem Panda-Quiz teilzunehmen, um eine Chance auf gute Preise zu erhalten. Hier geht’s los mit dem Quiz! Weitere interessante Informationen erfahren Sie beim „Rendezvous mit Pandabären“!
Mit einem Tagesspiegel-Plus-Abo können Sie außerdem noch diese drei fantastischen Gespräche lesen:
Interview I: Was ist nur los in Großbritannien? Die Historikerin Helene von Bismarck spricht über britischen Populismus, den Überlebenswillen der Tories und europäische Verantwortung.
Interview II: Am Sonntag warf die 25-jährige Aktivistin Mirjam Herrmann Kartoffelbrei auf einen Monet. Im Gespräch mit Jana Haase erklärt sie, warum sie Kunst angreift, um das Klima zu retten.
Interview III: Er gilt als einer der berühmtesten Regisseure Deutschlands. Werner Herzog hat meinem Kollegen Andreas Busche erzählt, wie er sich so lange im Filmgeschäft behauptet hat und was er an seiner Wahlheimat Los Angeles schätzt.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Die wichtigsten Entwicklungen rund um den russischen Überfall auf die Ukraine:
+++ Die russische Besatzungsmacht im Süden der Ukraine stellt wie in Cherson im Gebiet Saporischschja eine paramilitärische Heimatwehr auf. Deren Einheiten sollten Straßen, Brücken, Bahngleise, Fabriken und Infrastrukturobjektebewachen, sagte Verwaltungschef Jewgeni Balizki am Dienstag.
+++ Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier musste gestern unmittelbar nach seiner Ankunft in der Kleinstadt Korjukiwka nordöstlich von Kiew in einen Luftschutzkeller. Dort wurde am Dienstag ein Luftalarm ausgelöst. Im Keller sprach er mit den Bewohner:innen darüber, wie sie den russischen Angriffskrieg erleben.
+++ Mehr als zwei Dutzend liberale Abgeordnete des Repräsentantenhauses fordern Joe Biden auf, einen Kurswechsel in seiner Ukraine-Strategie vorzunehmen, wie CNN am Dienstag berichtet. Der US-Präsident solle direkte diplomatische Verhandlungen mit Russland führen, um den seit Monaten andauernden Konflikt zu beenden.
Alle aktuellen Informationen finden Sie in unserem Live-Blog (hier) und auf unserer Live-Karte (hier).
Berlin will einen Härtefallfonds für Energieschulden in Höhe von 20 Millionen Euro bereitstellen. Niemand, bei dem eine Energiesperre wirke oder drohe, „soll im Kalten oder Dunkeln sitzen“, sagte Sozialsenatorin Katja Kipping am Dienstag.
Neue Vorwürfe gegen Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt. Die Architektin verdient womöglich durch die Beteiligung ihres Architektenbüros an der Sanierung ihres jetzigen Dienstsitzes mit, hat mein Kollege Robert Kiesel recherchiert. Die Beteiligten streiten einen Interessenkonflikt ab. Kahlfeldt sei weder auf Auftrags- noch Ausführungsseite beteiligt.
Anzeige
Exklusive Tickets
Erhalten Sie exklusive Tickets und Angebote für aktuelle Ausstellungen in Galerien und Museen in und um Berlin: James-Simon-Galerie, Staatsballett, Waldbühne, Tempodrom, Gropius Bau, Berlinische Galerie.
Mehr
Charlottenburg-Wilmersdorf sucht einen Pächter fürs Horst-Dohm-Eisstadion. Das Eisstadion war vorletzte und letzte Saison erst wegen Corona und dann wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Diese Saison hat der Bezirk den Eislaufstart wegen Lieferschwierigkeiten von Materialien auf Dezember verschoben. Na, Interesse?
Die gute Nachricht: Tempelhof-Schönebergs Jugendstadtrat Oliver Schworck initiiert für die kalte Jahreszeit erstmals zwei sogenannte Winterspielplätze. Ab dem 6. November öffnet im Schöneberger Norden die Neumark-Grundschule ihre Sporthalle, im Süden lädt die Marienfelder Grundschule zum Austoben ein. Das Angebot richtet sich an Familien mit Kindern im Alter zwischen ein und sechs Jahren.
Die schlechte Nachricht: Das Museum Barberini schätzt den Schaden nach der Kartoffelbrei-Attacke auf eine fünfstellige Summe. Dem Bild sei zwar nichts passiert, allerdings sei der historische Rahmen sowie Wände und die Decke beschädigtworden.
Anzeige
Genießen Sie den Herbst mit dem Tagesspiegel: Wir schenken Ihnen ein iPad mit dem schnellen A13 Bionic Chip in Ihrer Wunschfarbe.
Lesen Sie Berlins Nr. 1 – den Tagesspiegel als digitale Zeitung für nur 34,99 € mtl. inkl. Tagesspiegel Plus und Checkpoint.
Als Geschenk erhalten Sie das iPad 2021 und sparen über 375 €.
Zum Angebot. Nur für kurze Zeit.
Gute alte Tradition bei den Kolleg:innen der ARD. Dort erklärt Moderatorin Susanne Daubner stets würdevoll und ohne Anbiederung das Jugendwort des Jahres (hier im Video). Gewinner in diesem Jahr: smash. Daubner: „Wer jemanden smashen will, würde die Person beim Online-Daten nach rechts wischen – oder auch mehr.“
Neue Pläne für das altehrwürdige Kranzler-Eck. In dem Gebäude am Kurfürstendamm soll im Frühjahr 2025 ein Kultur- und Veranstaltungszentrum eröffnen.
Was kommt dabei heraus, wenn man einen Flohmarkt mit einer unbeobachteten Straßenecke im Wedding oder in Neukölln kreuzt? Richtig: ein Sperrmüllfest. Die Aktion gibt’s schon länger und findet beispielsweise heute ab 13 Uhr in Reinickendorf statt (Waldshuter Zeile 9 im Quartier Titiseestraße). Die Idee ist gut und einfach: Alles, was noch von irgendjemandem gebraucht wird, findet einen neuen Besitzer, den Rest entsorgt die BSR.
Der Marzahner Stephan Deeken sucht eine Helferin, die ihm nach einem Unfall zur Seite stand, bis der Rettungswagen eintraf, berichtet die Berliner Zeitung. Wir helfen gerne mit. Der Unfall geschah am Sonnabend in Friedrichshain, die Helferin stellte sich als Britta vor. Hinweise gerne an: checkpoint@tagesspiegel.de.
Anzeige
Future Medicine Science Match 2022
How can academia, business and society establish a new collaborative for innovation?
We are looking forward to innovative concepts, inspiring short talks, keynotes and debates from Ulrike Gote (SenWFGGP), Dr. Michael May (BMS), Bettina Stark-Watzinger (BMBF) and others on November 8th at the bcc. Be part of 4 vibrant sessions, register for free.
Registration
Zitat
„Ich verschwende gerne Zeit, mit dem Zeitunglesen etwa. Oder ein Fußballspiel anschauen, was immer etwas Schönes ist. Ich bin nur jemand, der ein Problem damit hat, um seinen eigenen Nabel zu kreisen. Ich will eigentlich von mir gar nichts wissen.“
Werner Herzog in dem bereits oben angesprochenen Interview, das Ihnen hiermit noch mal ans Herz gelegt sei.
Tweet des Tages
Vor 20 Jahren beschloss der Senat das Brandenburger Tor dauerhaft für Autos zu sperren. Die FDP sprach von einem ‚verkehrs- und wirtschaftspolitischen Anschlag auf die Mitte Berlins‘.
Stadtleben
Kaffee & Kuchen – Wer bei gutem Wetter auf der Suche nach einem Ort der Entschleunigung ist, wird in der Kaffeerösterei „Popolus Coffee“ fündig. Recht unscheinbar wirkt das kleine, idyllische Café auf der parallel zum Landwehrkanal verlaufenden Seitenstraße. Die frisch gerösteten Kaffeebohnen lassen sich gemütlich auf den Terrassenplätzen mit Blick aufs Wasser genießen. Kuchen und Feingebäck sind ebenso eine Sünde wert. Mo-Do 9-17,
Fr 9-18, Sa/So 10-18 Uhr. Maybachufer 20, Neukölln, U-Bhf Schönleinstraße
Brandenburgbesuch – Unter dem Titel „Schinkel nach Athen tragen“ feiert der Pomonatempel auf dem Pfingstberg den Künstler Georg Baselitz. Zu sehen sind Tusche-Zeichnungen des Großmeisters der Malerei. Das Trio aus Pomonatempel, Aussichtsschloss Belvedere und Gartendenkmal ist im Rahmen der Ausstellung auch Mittelpunkt einer Führung durch die wechselvolle Geschichte des Pfingstbergs: Am 30. Oktober startet der geschichtsmalerische Rundgang um 14 Uhr. Eine Anmeldung bis Freitag, 14 Uhr ist erforderlich. Eintritt 10/8 Euro. Treffpunkt: Kasse Belvedere Pfingstberg, Potsdam, Bushaltestelle: Persiusstraße
Karten sichern – In einer postapokalyptischen Welt, in der sich neue Gesellschaftsordnungen gebildet haben, spielt der nächste Klassiker aus der Best-of-Cinema-Reihe. Der britisch-US-amerikanische Sci-Fi-Film „Die Klapperschlange“ versetzt die Zuschauer:innen am 1. November in ein dystopisches Manhattan, das zweckmäßig als Hochsicherheitsgefängnis fungiert. Es herrscht Anarchie und die Insassen sind auf sich allein gestellt. Als der Präsident mitten in der Misere mit einem Flugzeug abstürzt, hat der frisch verurteilte „Snake“ Plissken den Auftrag, das Staatsoberhaupt zu retten. Den Trailer finden Sie hier. Karten erstehen Sie für 9 Euro. Wir verlosen 2x2 Tickets!
Noch hingehen – Der Berliner Metallbildhauer Rüdiger Roehl beschäftigt sich seit fünf Jahrzehnten mit schwermetallischer Kunst für drinnen und draußen. Anlässlich seines 80. Geburtstages würdigt das Ausstellungszentrum Pyramide seine Arbeiten nun mit einer Ausstellung, die noch bis zum 11. November läuft und sich über alle fünf Ebenen des Kunstbaus und den Außenbereich erstreckt. Der Eintritt ist frei. Wer sich vorab ein Bild von seiner Kunst machen möchte, der sollte die Havemannstraße 22 Ecke Wörlitzer Straße aufstöbern, wo seit 2006 ein Steckenpferd auf einem Regenbogen thront. Mo-Fr 10-18 Uhr. Riesaer Straße 94, Marzahn, Tramstation: Jenaer Straße
Grübelstoff über angesagte Blockbuster und Klassiker der Filmgeschichte – Welchen Streifen haben Sie schon unzählige Male gesehen und würden ihn trotzdem nochmal anschauen?
Berlin heute
Verkehr – A111 (Reinickendorf-Zubringer): Die Fahrbahn ist in beiden Richtungen Höhe Heckerdamm auf einen Fahrstreifen verengt (vsl. bis Freitag).
Roedernallee (Reinickendorf): Die Fahrbahn ist ab 7 Uhr in beiden Richtungen zwischen Lindauer Allee und Flottenstraße auf jeweils einen Fahrstreifen verengt und verschwenkt (bis Mitte November).
Schildhornstraße (Steglitz): In Richtung Südwestkorso steht zwischen Gritznerstraße und Kreuznacher Straße nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Die Anbindung der Paulsenstraße ist unterbrochen (bis Anfang Dezember).
Greifswalder Straße (Prenzlauer Berg): Stadtauswärts steht nur ein Fahrstreifen zur Verfügung und für Lkw ist das Rechtsabbiegen nicht möglich. Auf der Danziger Straße Richtung Schönhauser Allee steht ebenfalls nur ein Fahrstreifen zur Verfügung und das Abbiegen ist generell untersagt (vsl. bis Ende Dezember).
Grunewaldstraße (Schöneberg): Richtung Langenscheidtstraße ist die Fahrbahn zwischen Salzburger Straße und Münchener Straße auf einen Fahrstreifen verengt (bis Oktober 2023).
Ruhlebener Straße (Wilhelmstadt): Sperrung bis auf weiteres in beiden Richtungen zwischen Tiefwerderweg und Schulenburgstraße.
Demonstration – „Schmutzige Gelder stoppen: Werkzeugkoffer aufstocken!“: Zehn Menschen, Finanzwende e.V., Willy-Brandt-Straße 1 (10-12 Uhr)
„Im Gedenken an die Opfer der Agenda 2010 mit der Fragestellung: Sind es die Empathielosen, die unsere Gesellschaft zerstören?“: Zehn Demonstrierende, Gruppe Leidenschaftlicher Hartz-IV-Empfänger und hyperaktiver Taugenichts, Leopoldplatz (11-21 Uhr)
„Gegen Angriffe mit chemischen Waffen des türkischen Staats. Gegen Erdoğan und den türkischen Staat, der kurdische Befreiungskämpfer mit chemischen Waffen ermordet. Solidarität mit kurdischen Befreiungskämpfern“: 150 Teilnehmende, Hermannplatz – Kottbusser Straße – Kottbusser Tor (17.30-20 Uhr)
Gericht – Der Prozess gegen Clanchef Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder um mutmaßliche Straftaten wie versuchte schwere räuberische Erpressung zum Nachteil von Rapper Bushido geht weiter (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 500).
Universität – Das erste Forum für jüdisch-muslimische Theologie und Denken befasst sich heute Abend in der Humboldt-Universität mit Kulturen der Kontinuität. Die Veranstaltung findet um 18 Uhr in englischer Sprache statt. Unter den Linden 6, Mitte, S/U-Bhf Friedrichstraße
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Wolfgang Behrendt (84), SPD-Politiker / „Liebster Bruda, zu diesem Geburtstag herzlichste Grüße Deine Schwesta nebst Schwaga“ / Lena Gohlisch (29), Basketballspielerin bei ALBA / Josefine Grosse (52), ehem. Handballspielerin / Sven Heinemann (44), für die SPD im AGH / Klaus von der Heyde (82), ehem. VBKI-Präsident (1999-2011) / Josefine Jahr-Stilcken (81), Journalistin / Lore Maria Peschel-Gutzeit (90), ehem. Justizsenatorin in Hamburg und Berlin (SPD) / Angelika Waller (78), Schauspielerin und Hörspielsprecherin / Nachträglich: „Lieber Horst! Dies sollte eine besondere Überraschung sein: Ich gratuliere dir ganz herzlich zum Geburtstag und bewundere dich und deine Familie. Wahrscheinlich kannst du dich nicht mehr an mich und meinen Mann Walter erinnern. Er hat mit deiner lieben Frau das Seminar besucht. Vor einigen Wochen traf ich sie zufällig bei edeka. Ihr wart mal bei uns am Britzer Garten.“ / Nachträglich: „Mein guter langjähriger Freund und echter Berliner Bernd Schömann wurde am 22.10.2022 genau 75 Jahre alt. Das ist doch einen Glückwunsch wert.“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Annika Arnold, * 4. März 1972 / Karin Funk, * 1. Januar 1944/ Guido Alfred Klein,* 14. August 1961 / Prof. Dr. Ing Karl-Hermann Koch, * 27. Oktober 1937 / Marlen Wehnelt, * 27. November 1946
Stolperstein – Der Anwalt und Notar Simon Grünbaum (Jg. 1864) wohnte mit seiner Frau Felicia Sokolowski in der Dahlmannstraße 28 in Charlottenburg. Am 10. September 1942 wurde das Ehepaar in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Sechs Wochen später – heute vor 80 Jahren – kam Simon Grünbaum dort angeblich an „Darmkatarrh“ um.
Encore
„Ich trage mein Herz auf der Zunge und sage stets unverblümt jedem und zu allem, was ich denke“, sagt Deutschlands berühmtester Intensivpfleger Ricardo Lange. Seine liebste Berliner Redewendung ist entsprechend grob: Kodderschnauze. „Manchmal ecke ich damit an, aber mir war Ehrlichkeit schon immer wichtig – und, dass ich abends in den Spiegel gucken kann“, sagt Lange.
Mit Herz und Ehrlichkeit haben zu diesem Checkpoint beigetragen: Lotte Buschenhagen (Recherche), Sophie Rosenfeld (Stadtleben) und Cristina Marina (Produktion). Morgen empfängt Sie hier ganz unverblümt Christian Latz. Auf bald,