wir beginnen mit der täglichen Pannenmeldung zur Wiederholungswahl. Die kam gestern aus Neukölln: Auf den Erststimmenzettel des Wahlkreises Neukölln II stand fälschlicherweise noch der FDP-Politiker Victor Stephani. Der wohnt aber gar nicht mehr in Berlin und kann folglich auch nicht gewählt werden. Blöd nur, dass bereits rund 1700 Wählerinnen und Wähler Briefwahl beantragt hatten und möglicherweise Stephani ihre Stimme gaben. „Weil der Wahlvorschlag nicht mehr existiert, ist die abgegebene Stimme für diesen Kandidaten ungültig“, sagte Landeswahlleiter Stephan Bröchler. Lösung: Die 1700 betroffenen Personen werden informiert und können, wenn sie wollen, neu wählen. Mit anderen Worten: Die Wiederholungswahl wird, na klar, wiederholt.
Für uns Anlass zur Ziehung der aktuellen Gewinnzahlen zur Abgeordnetenhauswahl am 12. Februar zu schalten. Die lauten einer Civey-Umfrage zufolge: 22 (CDU), 18 (SPD), 18 (Grüne), 12 (Linke), 12 (AfD), 7 (FDP), 11 (Andere). Was nach einem klaren Wahlsieg für CDU-Spitzenkandidaten Kai Wegner aussieht, könnte sich als Pyrrhussieg erweisen. Denn eine wirkliche Machtoption hat die CDU in Berlin nicht. Für ein Zweier-Bündnis mit SPD, Grünen oder gar FDP wird es nicht reichen. Für Jamaika fehlt die politische Fantasie. Bleibt Schwarz-Rot-Gelb, das jedoch als rotes Tuch für die SPD-Parteibasis gilt. Wegner könnte die CDU also erstmals seit 1999 wieder zu einem Wahlsieg in Berlin führen – und am Ende doch verlieren.
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Doppeltes Debüt: Der finnische Dirigent Hannu Lintu und Geigerin Leila Josefowicz sind vom 20. bis 22. Januar erstmals beim Konzerthausorchester Berlin zu Gast. Auf dem Programm stehen Sibelius‘ Vierte, Bergs Violinkonzert und Skrjabins „Poème de l’extase“ – „eine gewaltige Reise dem Licht entgegen“ (Lintu).
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Bis es mit der Wahl soweit ist, bleibt der CDU freilich noch Zeit, die ein oder andere Wählerstimme zu verspielen. Die geplante Vornamen-Abfrage der Silvester-Randalierer hatte sogar partei-intern für Kritik gesorgt. Nun stellt die CDU schon wieder eine – um das mindeste zu sagen – seltsame Frage. Im heutigen Sportausschuss will die CDU wissen: „Welche Maßnahmen trifft der Senat nach den Silvesterkrawallen zur Sicherheit und damit Familienfreundlichkeit der Sommerbäder?“ Sachzusammenhang? Zweifelhaft.
Vermutet werden darf wohl eine Anspielung auf zweiSchlägereien im Sommerbad Neukölln im vergangenen Sommer: Migrationsgeschichten hier, Migrationsgeschichten dort. Dass es auch bei anderen Sport- und Freizeitveranstaltungen zuletzt zu Ausschreitungen kam – etwa beim Spiel Hertha BSC gegen Schalke 04, bei dem ein Polizist schwer verletzt wurde – scheint die CDU weniger zu sorgen.
Reichen würde das oben genannte (Umfrage-)Wahlergebnis übrigens für eine Neuauflage von Rot-Grün-Rot. Nur: In der Koalition rumpelt es gerade heftig. „Das Verhindern von Wohnungsneubau ist nicht progressiv, sondern rückwärtsgewandt und wirklichkeitsfern“, blaffte die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) im Tagesspiegel Richtung Grüne und Linke und warf ihren Koalitionspartnern „Zukunftsverweigerung“ vor. Hintergrund ist ein Vorstoß der Fachpolitiker von Linken und Grünen, den Bau zweier Großsiedlungen mit dem Verweis auf den Klimaschutz nicht umzusetzen. Ob die Koalition so eine Zukunft hat?
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Vom Hausbau in den Berliner Fuchsbau: „Spätestens ab Mitte Januar werden voraussichtlich wieder laut bellende und am Tag sich auffällig verhaltende Füchse Schwerpunktthema sein“, prophezeite Derk Ehlert, Wildtierexperte in der Umweltverwaltung, kürzlich im Tagesspiegel-Interview. Und tatsächlich: Seit einigen Tagen bekommen auch wir in der Checkpoint-Redaktion vermehrt Leser:innen-Fotos von Füchsen zugesandt: Fuchs im Garten, Fuchs auf dem Dach, Fuchs inspiziert Vogelhaus. Eine Erklärung lieferte Ehlert auch gleich: „Der Januar ist bei vielen Füchsen Fortpflanzungs- beziehungsweise Ranzzeit.“ Und bei rund 4000 Füchsen in der Stadt ist dann nun mal einiges los. Bären gibt es übrigens nur 13 in Berlin (sieben im Zoo und sechs im Tierpark), was unvermeidlich zu der Frage führt:

Aus der Reihe „Dinge, die es schon ewig gibt, aber viel zu unbekannt sind“: Berlinerinnen und Berlin können sich seit den 1970ern Kunst ausleihen und damit die Schwiegereltern oder die WG-Mitbewohner beeindrucken (Dank an Jascha Urbach für die Erinnerung!). Rund 2000 Kunstwerke können im Katalog der Artothek bestaunt und vorgemerkt werden, verrät Anna Jacobi von der Zentral- und Landesbibliothek Berlin am Checkpoint-Telefon. Malereien, Grafiken, Collagen und sogar Skulpturen stehen zum Verleih für jeweils rund drei Monate.
„Es gibt viele Stammkunden, die sich immer und immer wieder Kunstwerke ausleihen“, sagt Jacobi. Auf die Frage, ob das Angebot auch für Mitglieder der „Letzten Generation“ gilt, sagt sie: „Bei uns ist jede und jeder willkommen, egal welche Generation. Klebstoff zum Teilen haben wir allerdings nicht in der Ausleihe.“ Wichtig: Sich vorher noch mal der Haftpflichtversicherung versichern – falls doch mal Kartoffelbrei auf dem Monet landet.
Mit einem Tagesspiegel-Plus-Abo können Sie außerdem diese Texte lesen:
+ How much is the fish? Der Musiker H.P. Baxxter über Exzesse im Alter, Corona-Proteste und einen Rekord im Haareblondieren.
+ How long does it take? Wer aus dem Berliner Norden in die Innenstadt fahren will, ist gleich doppelt von Sperrungen betroffen. Eine Testfahrt.
+ How right is too right? Ein Bündnis aus extrem rechten und ultra-religiösen Parteien regiert Israel. Verlassen die klugen Köpfe das Land nun?
Berliner Schnuppen
Telegramm
Die neuesten Nachrichten aus dem Krieg in der Ukraine:
+++ Die ukrainischen Soldaten in der strategisch wichtigen und hart umkämpften Kleinstadt Soledar in der Region Donezk halten nach Darstellung von Präsident Wolodymyr Selenskyj ihre Stellungen. Eine russische Stellungnahme liegt nicht vor.
+++ Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat sich dafür ausgesprochen, die Lieferung von polnischen Leopard-Kampfpanzern in die Ukraine nicht an einem deutschen Einspruch scheitern zu lassen.
+++ Russland und die Ukraine haben sich bei Gesprächen in der Türkei russischen Angaben zufolge nicht auf einen neuen Gefangenenaustausch geeinigt.
Alle aktuellen Entwicklungen lesen Sie in unserem Live-Blog (hier). Spenden für die Ukraine in Not und für ukrainische Flüchtlinge in Berlin können Sie hier.
Schubumkehr bei der A100? Nach Informationen des Tagesspiegel Background will die SPD-Bundestagsfraktion nun doch auf die Forderung verzichten, den Bundesverkehrswegeplan, der auch den umstrittenen 17. Bauabschnitt der A100 enthält, ohne Änderungen umzusetzen. Damit steigen die Chancen, dass die Ampel-Koalition über die Verlängerung der Autobahn neu verhandelt.
Werbung für die Querdenker-Partei „Die Basis“ in mehreren U-Bahnhöfen irritierte in den vergangenen Tagen mehrere BVG-Fahrgäste. Muss das sein? Ja, das muss wohl sein: Als Landesunternehmen sei sie dazu verpflichtet, Wahlwerbung zuzulassen, sagt die BVG. Das Unternehmen gewähre diskriminierungsfrei Wahlwerbung für alle zur Abstimmung zugelassenen Parteien.
Neues von der Handy-Falle bei der ODEG (CP vom 6.1.): Bislang sind 20 Handys unter den Klappsitzen in den Zügen verschütt gegangen, teilte das Verkehrsunternehmen. Doch Rettung naht: Bis Ende März sollen Bleche angeschraubt werden, damit keine flachen Gegenstände mehr unter die Sitze rutschen können, schreibt die Märkische Oderzeitung. Die Bergungsarbeiten gestalten sich allerdings schwierig: Bisher sind nur drei Handys von „Mobile Einsatzteams“ gerettet worden. Beten wir für die restlichen 17 Verschütteten.
Von wegen Schwaben: Die meisten Zuzügler in Berlin kamen in den letzten 30 Jahren nicht etwa aus Stuttgart oder Ulm, sondern aus Göttingen (Wanderungssaldo: +21.990), Bonn (+11.086) und Köln (+10.851). Die Zahlen haben die Kolleginnen und Kollegen der Zeit recherchiert. Die zeigen auch: So richtig weg wollen Berliner:innen auch dann nicht, wenn sie wegziehen. Von den zehn begehrtesten Abwanderungszielen liegen neun in Brandenburg.
Puh, beinahe hätten wir es verpasst, aber die große Berliner Verwaltungsreform kommt tatsächlich: Die Senatskanzlei sucht eine oder einen „Referent/in Koordinierung Zielvereinbarungen Bezirke (m/w/d)“, Aufgaben u.a.: „Berlinweite Koordination von gesamtstädtischen Zielvereinbarungen mit den Bezirken“, „Aufbau eines Reporting-Systems zur Umsetzung der Politischen Erklärung“, „Konzeptionierung und Durchführung von Change-Management-Prozessen“.
Sollte Ihnen dieser Job zu anspruchslos sein, kein Problem: Pankow sucht einen neuen Spielplatzchef. Ihre Aufgaben als „Leitung der Spielplatzkontrolle“ u.a.: „Berlinweite Koordination von gesamtstädtischen Zielvereinbarungen mit den Eltern“, „Aufbau eines Reporting-Systems zur Umsetzung der Buddelkasten-Konvention“, „Konzeptionierung und Durchführung von Schaukel-Management-Prozessen“.
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Tagesspiegel-Podcast „Gyncast“, Folge 52: How to: Sex in der Schwangerschaft
Klassische Musik als guter Einfluss für den Babybauch war gestern. Doktor Mandy Mangler erklärt in ihrer unzensierten Sprechstunde die vielen Vorteile von Orgasmen für Geburten und gibt praktische Anleitungen für verunsicherte Paare.
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Apropos öffentlicher Dienst: Berlin bildet nicht genug eigenen Nachwuchs aus, kritisiert die FDP-Abgeordnete Maren Jasper-Winter. „Das Land Berlin wird seiner Verantwortung nicht gerecht“, sagte sie dem Checkpoint. Während die Beschäftigtenzahl von 2018 bis 2022 um 10,1 Prozent zunahm, legten die Ausbildungsplätze nur um 6,9 Prozent zu (Q: Schriftliche Anfrage). Immerhin: Das Land Berlin bildet gemessen an der Beschäftigtenzahl deutlich mehr aus als die Berliner Unternehmen.
Berlin bleibt Hauptstadt der Start-Ups: Laut der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY flossen im Jahr 2022 4,9 Milliarden Euro Risikokapital an Start-Ups in Berlin. Abgeschlagen auf Rang zwei mit 2,4 Milliarden Euro: Bayern. Liebe Grüße aus der Chaos-Stadt an Markus Söder an dieser Stelle.
Übermitteln kann die Grüße aus der Chaos-Hauptstadt am besten gleich Joachim Hermann (CSU). Der bayrische Innenminister ist heute in Berlin, um den Vorsitz der Innenministerkonferenz symbolisch von Bayern an Berlin zu überreichen (offiziell hat Berlin den Vorsitz schon am 1. Januar übernommen). Im Terminkalender der Innensenatorin Iris Spranger (SPD) steht „Feierliche Übergabe“. Schau’mer mal…
Zitat
„Sie können Berlin nicht verlassen, ohne einen Fuß auf Brandenburger Boden zu setzen.“
Versprechen oder Drohung? Brandenburgs Verkehrsminister Guido Beermann (CDU) am Donnerstagabend auf einer Veranstaltung beim Verein Berliner Kaufleute und Industrieller.
Tweet des Tages
Ein Gedanke. In Berlin und Wien leben zusammen 5,5 Millionen Menschen. Zwischen beiden Städten verkehrt jede Nacht 1 Schlafwagen mit 36 Betten. In Finnland leben 5,5 Millionen Menschen. Von Helsinki nach Lappland verkehren jede Nacht 22 Schlafwagen mit 1025 Betten.
Stadtleben
Essen – Nach der Pandemie-Pause kommt nun auch die Tizian Lounge in der Lobby des Grand Hyatt zurück. Ein gemütlicher Ort zum Frühstücken oder Mittagessen (entworfen vom amerikanischen Designer Tony Chi). Zur Wahl stehen sowohl vegane Optionen als auch Feines wie Rinderfilet und Bodenständiges wie Curry Wurst. Die erklärte Mission des Luxushotels: Dass sich hier Menschen aus aller Welt zu Hause fühlen. Und im Sommer können Sie sich auf eine großzügige Terrasse freuen, die derzeit ausgebaut wird. Tägl. 8-21 Uhr, Marlene-Dietrich-Platz 2, Tiergarten, S&U-Bhf Potsdamer Platz
Geschenk – Die Berliner Firma Thomas Henry stellt hochwertiges Tonic Wasser her. Die schmucken Flaschen sind in vielen edlen Bars vertreten. Mit der Geschmacksrichtung „Pink Grapefruit“ kommt jetzt eine fruchtig-herbe Variante auf den Markt (im Laufe des Januars erhältlich). Sie wollen mit rosafarbener Brille in die Zukunft blicken? Wir verschenken ein Probierpaket mit dem schönen Namen „Zukunft Pink“: Eine 0,75-Liter-Flasche Pink Grapefruit sowie eine Gin- und eine Tequila-Miniatur, mit der Sie den Drink „Paloma“ und einen Pink-Grapefruit mit Gin mixen können. Schreiben Sie uns mit Ihrer Adresse, um teilzunehmen.
Last-Minute – Lange Zeit gab es vor allem für die Kleinsten unter uns kaum Kulturprogramm. Wie schön, dass sich das seit geraumer Zeit ändert und dass es mittlerweile auch wieder möglich ist, Konzertkarten für Kinder zu bekommen, ohne sich viele Wochen im Voraus zu kümmern. Aktuell zum Beispiel für den Auftritt der Band „Randale“ an diesem Sonntag ab 15 Uhr im SO36 (Oranienstraße 190, U-Bhf Görlitzer Bahnhof). Seit acht Jahren machen die selbst ernannten Sandkastenrocker Musik für Kids, die an den Sound der Ramones oder auch jenen der Ärzte erinnert. Familientaugliche Punkmusik, zum Austoben und Mitgrölen. Das freut nicht nur die Kleinen, sondern auch die Eltern. Karten ab 17 Euro gibt es hier.
Noch hingehen – Schnell sein und sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen: Die Stiftung Planetarium Berlin zeigt im Zeiss Großplanetarium Stanley Kubricks Kult-Klassiker „2001 – Odyssee im Weltraum“. Zu diesem Meilenstein der Filmgeschichte muss man eigentlich nicht viele Worte verlieren: Der Film setzte 1968 neue Maßstäbe im Science-Fiction-Genre. Auch heute noch eine Erfahrung, die das Bewusstsein erweitert. Gezeigt wird die von Christopher Nolan restaurierte Fassung. Freitag, 13. Januar, 20.30 Uhr, Karten ab 9 Euro gibt es hier. Prenzlauer Allee 80, S-Bhf Prenzlauer Allee
Grübelstoff – Äpfel, Birnen und Zitrusfrüchte: Das war sie auch schon, die Liste der in Deutschland im Winter in den Supermärkten in guter Qualität verfügbaren Obstsorten. Manch eine(r) beginnt schon jetzt, zaghaft von Wochenmärkten im Frühjahr zu träumen. Süße Erdbeeren, saftige Melonen, knackige Kirschen: Auf welche Früchte freuen Sie sich am meisten?
Berlin heute
Verkehr – Köpenicker Landstraße/Baumschulenstraße (Baumschuelenstraße): Gegen 12 Uhr wird der Knotenpunkt wieder für den Kfz-Verkehr freigegeben. Die Baumschulenstraße bleibt aber weiterhin zwischen Köpenicker Landstraße und Neue Krugallee gesperrt.
Tunnel am Adenauerplatz (Charlottenburg/ Wilmersdorf): Von 10 bis 15 Uhr ist der Tunnel in beiden Richtungen zwischen Lewishamstraße und Brandenburgische Straße gesperrt.
S-Bahn – S7: Von 22 Uhr bis 16.01.2023, bis ca. 1.30 Uhr ist der Streckenabschnitt zwischen Griebnitzsee und Potsdam Hauptbahnhof unterbrochen. Es fahren Busse als Ersatz.
Regionalverkehr – Ab 19 Uhr bis Montag, ca. 2 Uhr gelten folgende Fahrplanänderungen:
* RE3: Die Züge fallen zwischen Eberswalde und Berlin Hbf aus. Ein Ersatzverkehr mit Bussen ist zwischen Eberswalde – Bernau (b Berlin) eingerichtet.
* RB24: Die Züge fallen zwischen Eberswalde und Bernau (b Berlin) aus und werden durch Busse ersetzt. In Bernau (b Berlin) besteht der Anschluss an den Bus in/aus Richtung Berlin-Hohenschönhausen.
* RE/RB66: Die Züge fallen zwischen Szczecin Glowny und Berlin aus. Ein Ersatzverkehr mit Bussen ist zwischen Szczecin Glowny und Angermünde eingerichtet. Zwischen Angermünde und Berlin nutzen Sie bitte die Züge/Busse der Linie RE3 und die S-Bahn.
Demonstration – Am 13.1. finden Berlin neun Demonstrationen statt (Stand 12.1., 9 Uhr), u.a. „Monika muss bleiben!“, 20 Teilnehmende, Leon-Jessel-Platz (15-17 Uhr)
„Im Rahmen von #FridaysForFuture Fortsetzung der wöchentlichen Klimamahnwache“, 12 Personen, Platz der Republik 1 (10-12 Uhr)
„Khamenei ist ein Mörder – Mahnwache für die Getöteten der Iran Revolution“, 100 Personen, Podbielskiallee 67 (16-18 Uhr)
Sonnabend – Am 14.1. sind in Berlin 21 Demonstrationen angemeldet, u.a. „Gehmeditation für den Frieden“, 100 Personen, Albrechtstraße, von hier u.a. über Schiffbauerdamm, Friedrichstraße, Unter den Linden, Wilhelmstraße, Luisenstraße, zurück zur Albrechtstraße 26 (10-14.30 Uhr)
„Den dritten Weltkrieg stoppen“, 100 Personen, Friedenskoordination Berlin, Stephanstraße (10-16 Uhr)
„Solidarität mit Afghanistan = No to Taliban!“, 500 Personen, Alexanderplatz (13.30-17 Uhr)
„Mental Health Awareness“, 100 Teilnehmende, Space Artists Managment, Wittenbergplatz von hier u.a. über Kleiststraße, Nollendorfplatz, Klingelhöferstraße, Hofjägerallee, Straße des 17. Juni (15-18 Uhr)
„Rebellion ist gerechtfertigt! Aktiver Widerstand gegen einen 3. Weltkrieg!“, 150 Personen, Jugendverband Rebell, Hermannplatz (20-23.59 Uhr)
Sonntag – Am 15.1. sind in Berlin 14 Demonstrationen angemeldet, u.a. „Jährliche Gedenkveranstaltung an die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht“, 10.000 Personen, Die Linke Berlin, Gudrunstraße 20 (9-13 Uhr)
„Luxemburg-Liebknecht-Ehrung 2023“, 10.000 Personen, Luxemburg-Liebknecht Bündis, Frankfurter Tor, von hier über Frankfurter Allee zur Gudrunstraße, Gedenkstätte der Sozialisten (10-12.15 Uhr)
„Liebknecht-Luxemburg-Gedenken“, 300 Personen, LLL-Initiative, Rüdigerstraße 64 (10.30-14 Uhr)
„Luxemburg-Liebknecht-Ehrung“, 200 Teilnehmende, Gruppen der Berliner Friedenskoordination, Olof-Palme-Platz von hier u.a. über Budapester Straße, Lichtensteinallee, Großer Weg, Großer Tiergarten/ Karl-Liebknecht-Stele (17-19 Uhr)
Gericht – Gegen zwei 20- und 25-jährige Frauen beginnt ein Prozess wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung. Sie sollen mit vier Mittäterinnen zwei andere Frauen überfallen haben. Die Opfer seien mit Teleskopstöcken niedergeschlagen worden (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal B 218).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Alexander Dix (71), ehemaliger Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit des Landes Berlin /„Liebe CM, herzliche Glückwünsche zu Deinem heutigen Geburtstag, alles Gute und 1000 Küsse, Dein WB“ /„Liebste Gudrun, zu deinem Geburtstag alles Liebe, viel Gesundheit, Glück und weiterhin viel Freude und Spaß mit schnellen Returns und vielen Assen beim Tennis.Wir danken dir für deine immer so leckeren und kreativen Ideen und Gerichte, mit denen du so viele Menschen beschenkst! Deine Freunde Silke und Jörg“ / Inga Humpe (66), Sängerin und Komponistin / „Hallo Mario, 60 und dann weiter so, Gesundheit, Glück etc. LG MaPa“ / Carolin Mylord (61), Drehbuchautorin und Regisseurin / Josefine Preuß (36), Schauspielerin / „Wir gratulieren Manfred Renner zum 80.sten und wünschen weiterhin alles Gute. Ihr Weberbank Alumni Club“/ Uta Schorn (76), Schauspielerin und Moderatorin / Philipp Weinges (63), Drehbuchautor und Regisseur
Sonnabend – Torsten Amft (52), Modedesigner / „Lieber Colly, zum 70. Geburtstag gratulieren von ganzem Herzen deine Gaby, deine 4 Kinder und die 3 Enkel. Wir hoffen, dass du uns weiter so gut bekochst und gerne erheiterst“ / Ina Deter (76), Musikerin und Liedermacherin / Andrea Fischer (63), Politikerin (Die Grünen), Lobbyistin und ehem. Gesundheitsministerin / Barbara Loth (66), Rechtsanwältin für Arbeitsrecht, ehem. SPD-Staatssekretärin für Integration und Frauen (2011-16) / „Lieblingspaul, ich wünsche dir von Herzen alles nur erdenklich Gute zu deinem Geburtstag. Mit dir ist die Welt viel heller! Kuss von deiner Mama“ / Jan-Christopher Rämer (42), ehem. Stadtrat in Neukölln (SPD) / „Unsere allerliebste Silke feiert heute runden Geburtstag im Schnee! Es ist nur eine Zahl, bleib’ fröhlich! Herzliche Glückwünsche von St.+U.“ / Dennis Smarsch (24), ehem. Spieler bei Hertha, jetzt beim FC St. Pauli / Ralph Peter Steitz (73), Mitbegründer der Band „Ton Steine Scherben"
Sonntag – Meret Becker (54), Schauspielerin / Mathias Döpfner (60), Journalist, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE / Dirk Gerstle (62), ehemaliger Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales für die CDU / Herwig Haase (78), u.a. ehem. Präsident des AGH (CDU) / „Happy birthday, Jennifer, and all the best for the coming year“ / Luís Cruz aka Lucry (33), Rapper und Musikproduzent / Kathrin Maurer,„wortgewandte Früh-Checkpointerin, Kulturkennerin und Bodega-Katzen-Afficionado – Alles Liebe wünscht Team Checkpoint!“ / Hans von Przychowski (95), langjähriger Chef vom Dienst des Tagesspiegels, „Nur das Beste, Gesundheit und viele Glücksmomente im neuen Lebensjahr wünscht das Team des Tagesspiegels“ / Ronald Zehrfeld (46), Schauspieler / Lioba Zürn (70) ehemalige SPD-Stadträtin in Pankow
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Petra Czolbe, * 14.Januar 1950 / Angela Mai, * 19. März 1939 / Dr. med Heinz Marciniak, * 10. April 1943 / Henner Schmidt-Rabeler, * 23. April 1947 / Hans-Michael Schwandt, 10. Juli 1942 / Hildegard Stiller, * 9. September 1927 / Claus-Peter Stutz, * 7. Februar 1935
Stolperstein – Die Berlinerin Ilse Sophie Gérard (Jg. 1885) war ab ihrem 18. Lebensjahr immer wieder wegen psychischer Störungen in Behandlung. Im Mai 1943 verlegte man sie ohne das Wissen ihrer Familie von den Kuranstalten Westend in die Wahrendorff’sche Klinik, wo sie am 13. Januar 1945 in der Abteilung III. Klasse verhungerte und verdurstete. An der Heydenstraße 21 in Schmargendorf erinnert ein Stolperstein an sie.
Encore
Gestern kommentierten hier die Village People eine Meldung wie folgt: „Wir bohr’n, bohr’n, bohr’n to be alive!“ Wir geben zu, wir haben uns das ausgedacht und die Village People in Wirklichkeit nicht nach einem Kommentar gefragt. Andernfalls wäre uns bestimmt aufgefallen, dass der Song „Born to Be Alive“ nicht von den Village People stammt, sondern von Patrick Hernandez. Es kommentiert Patrick Hernandez: „It's good to be alive.“
Alive und munter haben an diesem Checkpoint mitgebastelt: Thomas Lippold (Recherche), Sarah Borufka (Stadtleben), Florian Schwabe und Lionel Kreglinger (Produktion). Morgen begleitet Sie hier Thomas Wochnik ins Wochenende.
Auf bald,
