der kenianische Läufer Andrea Kiptoo wird sich vorgekommen sein wie der Hase in Grimms Märchen mit dem Igel: Beim Start zum Halbmarathon drückte der Mann, der ihm als Regierender Bürgermeister bekannt gemacht worden war, den Buzzer – und als Kiptoo nach 59 Minuten und 11 Sekunden ins Ziel rannte, war dieser Kai Wegner auch schon wieder da, ganz entspannt mit dem Siegerband in der Hand. Anstrengungslos allgegenwärtig! (Mehr zum Halbmarathon unter „Telegramm“).
Die Termine unseres Regiermeisters für diesen Sonntagvormittag sind also gut dokumentiert. Auch was er heute um 13 Uhr macht, ist bekannt: Kai Wegner hält eine Rede bei der Gedenkveranstaltung für Çetin Mert (der Junge war 1975 an seinem fünften Geburtstag in der Spree ertrunken, weil DDR-Grenzer seine Rettung verhindert hatten).
Aber dann… ist Wegners offizieller Kalender leer bis zum 6. April (Festveranstaltung der Lufthansa; mehr zum BER heute unter „Mathe mit dem Checkpoint“). Endlich genug Zeit also für den Regierenden Bürgermeister, um den Kopf freizubekommen! Und zum Runterkommen kann er sich auch ruhig mal einen genehmigen. Denn das ist ja schließlich laut Wegners Idol Harald Juhnke die Definition von Glück: „Keine Termine und leicht einen sitzen“.
Apropos „Leicht einen sitzen“ (I): Mit einem T-Plus-Abo können Sie in dieser Woche eines von 10 Osternestern von Sawade mit je einer großen Flasche Eierlikör gewinnen (mehr zu unseren täglichen Verlosungen unter „Stadtleben“).
Apropos „Leicht einen sitzen“ (II): Familienministerin Karin Prien will das „begleitete Trinken“ für Jugendliche ab 14 Jahren aus dem Jugendschutzgesetz streichen. Wir unterstützen das aus Erfahrung und plädieren stattdessen (ebenfalls aus Erfahrung) für die Einführung des „begleiteten Lesens“ als Maßnahme gegen den Trend zur Textabstinenz (FSK 0).
Apropos „Leicht einen sitzen“ (III): Nicht auf sich sitzen lassen wollte der Regierende ja eigentlich unsere angeblich „falsche Interpretation“ seiner Angaben zum Ablauf des berühmten K&K-Tennistags (andernorts auch als Stromausfalltag bekannt). Aber offenbar ist auch dazu alles gesagt (und nichts getan) – wir sitzen die Sache jedenfalls weiter aus.
Beim politischen Halbmarathon um den Großen Rathauspreis (verkürzte Legislaturperiode) zeichnet sich ein Schneckenrennen um Platz 2 ab (Civey hat für den Tagesspiegel die Zwischenzeiten genommen): Demnach führt die CDU mit 23%, gefolgt von SPD, Linken und AfD (jeweils 16%) sowie den Grünen (15%). Alle anderen fahren im Besenwagen hinterher. Politisch interpretiert (hoffentlich richtig, Herr Wegner – falls nicht: gerne rechtliche Schritte prüfen lassen): Die SPD hat die Wahl gewonnen – als einzige Partei sitzt sie nach Lage der Dinge sicher im nächsten Senat (jedenfalls wenn es dabei bleibt, dass niemand mit der AfD koaliert und die CDU nicht mit der Linken). Es reicht jedenfalls ohne die SPD nicht für Schwarz-Grün und auch nicht für Links-Grün (aber ohne die Grünen auch nicht für CDU und SPD).
Davon abgesehen bietet die Umfrage für die SPD keinen Anlass zur Freude: Im Osten ist sie auf 8% abgestürzt (von 17% im Vergleich zur Wahl 2023). Den Zustand der Partei kommentiert der Pankower Sozialdemokrat Wolfgang Thierse so: „Die SPD hat an Profil verloren. Sie macht den Eindruck einer technokratischen Staatspartei, die immerfort in Regierungsgeschäfte verwickelt ist. Sie ist eine Art Allerweltspartei von erheblicher Profillosigkeit geworden, die nicht mehr zwischen Haupt- und Nebenthemen unterscheiden kann.“ (Q: FR, mehr zur Umfrage hier).
Anzeige
Metz Classic:
Fernsehen Made in Germany
Premium Fernseher aus deutscher Produktion - Kompetente Fachberatung bei Euronics Tonhaus Melodie
Lieferung, Einrichtung & Wandmontage in und um Berlin
Jetzt entdecken!
Heute vor 20 Jahren veröffentlichte der Tagesspiegel den „Rütli-Brandbrief“ – und am Abend war die Neuköllner Hauptschule berühmt-berüchtigt (inkl. „Tagesschau“-Bericht). Das Kollegium beklagte „totale Ablehnung des Unterrichtsstoffes“ und „menschenverachtendes Auftreten“, berichtete von angegriffenen Pädagogen, eingetretenen Türen und explodierenden Krachern. Der vielleicht bitterste Satz: „In den meisten Familien sind unsere Schüler/-innen die einzigen, die morgens aufstehen.“
Danach verwandelte sich die Schule in aller Öffentlichkeit zum angesehenen Bildungscampus – auch dank Helmut Hochschild, der kommissarisch die Leitung übernahm. Dem Checkpoint sagte er jetzt: „Ich klopfe mir heute noch auf die Schulter, dass wir das alle zusammen so hinbekommen haben“. Sein bildungspolitischer Ratschlag: Wenn Schulen selbstständiger wären und passende Unterstützung bekämen, „würden viele Probleme gar nicht so hochkochen, weil viel konkreter und schneller reagiert werden könnte.“ Außerdem plädiert er für mehr Miteinander im Kiez: „Hilfreich ist die Einbindung von unabhängigen Schulen in örtliche Netzwerke, wie Jugendamt, Sozialverbände, Vereine und auch Polizei.“
Tagesspiegel-Schulexpertin Susanne Vieth-Entus hatte damals als Erste über den Brandbrief berichtet. Zum Jahrestag sprach sie mit Cordula Heckmann, die den Rütli-Campus von 2009 bis 2023 leitete und nach ihrer Pensionierung das Buch „Gebt die Kinder nie auf“ schrieb. Heute sagt sie: „Armut verdeckt Talent, das wissen wir. Und das ist seit Langem der Skandal.“ Was aus ihrer Sicht an den Schulen geschehen muss, können Sie hier unter diesem Link lesen.
Sie würden gerne mal wissen, wie viel Miete Ihre Nachbarn zahlen? Tja, die Bewohner der Oranienstraße 169in Kreuzberg können sich das jetzt anschauen, und zwar detailliert in einer Immobilienanzeige, denn ihr Haus wird gerade verkauft (als Ganzes). Für jede einzelne Wohnung sind unter dem Link „Mieterliste“ Lage und Ertrag angegeben – die billigste bringt 5,42 Euro pro Quadratmeter ein, die teuerste 9,51 Euro. Für nostalgische 571,49 Euro wohnt z. B. im zweiten Stock jemand auf 104 qm. Mieteinnahmen pro Jahr insgesamt: 174.474,36 Euro Nettokalt.
Wem das Haus gehört und für welchen Preis es gerade zum Verkauf angeboten wird, erfahren Sie heute in der ungekürzten Checkpoint-Originalfassung. (Kostenlose Anmeldung hier unter diesem Link).
Anzeige
Berlins ikonisches Premierenkino erstrahlt nach Generalsanierung in neuem Glanz. Nach umfangreicher Sanierung verbindet das Denkmal nationaler Bedeutung nun historische Eleganz mit modernster Laserprojektion. Den Kinobesuch rundet die Panorama-Bar ab, mit atemberaubendem Ausblick. Jetzt Programm entdecken und keine Highlights verpassen!
Einmal Pommes mit Mayo und Steuern, bitte: Potsdam verlangt ab Juli eine Gebühr auf Teller, Becher und Besteck, die nach Benutzung in den Abfall wandern (Höhe: zwischen 20 und 50 Cent). Berlins inoffizieller 13. Bezirk will damit Müll vermeiden und fast eine Million Euro für die Entsorgung einsparen. Ein Vorbild für die große Stadt jenseits der Glienicker Brücke, die in fünf Jahren viel Geld für 22 Anti-Müllkampagnen aus dem Fenster geworfen hat (Checkpoint vom 26. März)? Doch Berlin (geschätzter Einwegbecherverbrauch pro Stunde: 20.000 Stück) reicht das Problem herum wie einen zu heißen Chai-Latte: Der Rat der Bürgermeister ist zwar dafür, hält aber den Senat für zuständig, der zwar dafür ist, aber den Bund für zuständig hält, weshalb jetzt „partnerschaftlich“ nach Lösungen gesucht werden soll (Q: Umweltverwaltung), und zwar (wo sonst): an einem Runden Tisch. Falls das Suchen länger dauert (was zu erwarten ist): In der Nähe gibt’s sicher einen Coffee-to-go (Becher bitte selbst mitbringen).

Auf zum zweiten Checkpoint-Osterspaziergang: In den Ferien stellen wir jeden Tag eine Route durch einen Bezirk vor, empfohlen von der Checkpoint-Community. Am Sonnabend waren wir in Reinickendorf, heute spazieren wir durch Mitte. Als Startpunkt empfiehlt Leserin Lucia Miarka eine Ausstellung „abseits der klassischen Touristenströme“ zu Grundrechten am Deutschen Bundestag. Danach geht’s vorbei am St.-Hedwigs-Krankenhaus im neogotischen Stil weiter zum Koppenplatz, mit schicken Wohnhäusern aus dem 19. Jahrhundert. Zur Erfrischung gibt’s dann ein Kaltgetränk im Beach Mitte. Und von da aus geht’s weiter zum Nordhafen, wo man wunderbar den Sonnenuntergang genießen kann. Extra-Tipp von Checkpoint-Leser Manfred Hannes: Unbedingt Matjesbrötchen bei der Fischerpinte am Plötzensee essen! Morgen geht’s dann gut gestärkt nach Treptow-Köpenick.

Unsere Lesetipps für heute:
+ Verdeckte Messungen der Polizei: In diesen Straßen in Berlin fahren fast alle zu schnell.
+ Die SPD als Fight-Club: Hat die Abgeordnete Maja Lasić einem innerparteilichen Gegner im Streit den Arm verdreht?
+ Machtkampf ums Dokumentationszentrum: Schreibt künftig ein Vertriebenenfunktionär die deutsche Erinnerungspolitik um?
Hinweis: Diese Texte sind exklusiv für Abonnentinnen und Abonnenten. Sie können das T-Plus-Abo aber zurzeit mit unserem Osterangebot sechs Wochen lang kostenlos testen (limitiertes Angebot; nur solange der Vorrat reicht). Entdecken Sie inspirierende Reportagen, exklusive Recherchen und fundierte Analysen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport sowie den Checkpoint in der ungekürzten Originalversion.
Zur Anmeldung geht es hier unter diesem Link.
Berliner Schnuppen
Die Berliner Schnuppen in voller Länge gibt's täglich mit dem Tagesspiegel-Plus-Abo – hier geht's zur Anmeldung.
Telegramm
Nochmal schnell zurück zum Halbmarathon: In der inoffiziellen Startklasse Politik setzte sich Grünen-Chef Felix Banaszak mit einer Zeit von 2:13:14 gegen CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann durch (2:31:54). Deutlich schneller waren allerdings Anke Myrrhe (2:07:36) und Felix Hackenbruch (1:36:33) von Team Checkpoint. Bei uns läuft’s eben! Übrigens: Wer als Letzter ins Ziel kam, erfahren Sie hier in der anrührenden Geschichte, die unsere Kollegin Inga Hofmann aufgeschrieben hat.
Frage für Berlinkenner: Wo steht der 17. Bauabschnitt der A100? Na klar – im Stau. Im August 2025 hatte Verkehrsminister Patrick Schnieder einen Planentwurf für Ende des Jahres angekündigt, aber das ist selbst nach großzügiger Berliner Zeitrechnung vorbei. Das Ministerium hat uns einen neuen Termin gegeben: Ende des zweiten Quartals 2026 soll es weitergehen – offenbar im Schritttempo (so, wie es Berlins Autofahrer gewohnt sind).
Das Vermieten wird teurer (ja, richtig gelesen) – jedenfalls dann, wenn die Bude illegal über Plattformen wie Airbnb zur Kurzzeitnutzung angepriesen wird: Das kostet künftig mindestens 1500 Euro, und zwar im Monat (Bußgeld plus Nebenkosten). Allerdings vorerst nur nach dem Zufallsprinzip: Dem Land fehlen Eintreiber – in den vergangenen zehn Jahren hat Berlin deshalb 8,2 Millionen Zweckentfremdungs-Euro liegenlassen. (Quelle: Amtsblatt).
Anzeige
Lesen Sie den Tagesspiegel sechs Wochen kostenlos und entdecken Sie zu Ostern inspirierende Reportagen, exklusive Recherchen und fundierte Analysen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport.
Sichern Sie sich eines von 350 Gratis-Abos – Jetzt schnell sein und kostenfrei lesen.
Der Verkehr fließt nicht, die Bußgelder fließen nicht… daraus lässt sich was machen: „Berlin – immer später flüssig“, das wäre doch mal ein zeitgemäßes Motto für die Stadt (passt ja auch zur finanziellen Lage)! Neuestes Beispiel: Die Wasserbetriebe haben den Start der Brunnensaison von Gründonnerstag auf Mittwoch nach Ostern verschoben. BWB-Sprecher Stephan Natz schreibt uns dazu: „Wir haben den Termin dieses Jahrüber die Restschneehaufen geworfen.“ Ein klarer Fall von Fata Morgana: Das letzte bisschen Schnee fiel in Berlin laut DWD Mitte Februar und hat sich bereits Anfang März komplett verflüssigt.
Mal scharf nachgedacht: Die AfD-Fraktion lädt am 1. April ins Abgeordnetenhaus zur Vorstellung ihrer neuen „Messer-App“, die „jederzeit“ zeigen soll, „wann und wo Straftaten mit Messern begangen wurden“. Angesichts des Datums: Soll das vielleicht ein Scherz sein?
Anzeige
Dieser Leitfaden hilft, rechtliche Grundlagen zu verstehen, wichtige Verfügungen für Sie oder Ihre Angehörigen niederzuschreiben und alle notwendigen Unterlagen zu ordnen. Inkl. systematischer Checklisten, rechtsgültiger Muster für Patientenverfügungen, Verfügungen für Angehörige und Vorsorgevollmachten. Mehr
Sie haben nichts gegen ein bisschen Nervenkitzel, aber die „Tagesthemen“ sind Ihnen inzwischen zu gruselig? Da hätten wir was für Sie: Das Bezirksamt C‘burg-W‘dorf sucht furchtlose Friedhofsbewacher – zweimal pro Nacht müssen Sie „mindestens 45 Minuten“ zwischen den Gräbern dreier Friedhöfe umherstreifen, um Unbefugte zu vertreiben. Ob Knoblauch zur Vampirabwehr steuerlich als Arbeitsmittel anerkannt wird, klären Sie bitte mit Ihrem Finanzamt. (Quelle: Vergabeplattform).
Kleiner Tipp für alle, die heute geknickt in den Tag gestartetsind: Der 30. März ist Internationaler Tag des Wäschefaltens. Eine gute Gelegenheit darüber nachzudenken, wem man schon immer mal klare Kante zeigen wollte (oder wen man eben gerne zusammenfalten würde).
Zur Rubrik „Mathe mit dem Checkpoint“ – unsere heutige Aufgabe klingt leicht, hat es aber in sich: Wie viel sind 155 x 55? Na? Kleiner Hinweis: Planespotter sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Und ja, richtig! Die Lösung lautet BER – von hier aus sind mit Inkrafttreten des Sommerflugplans 155 Ziele in 55 Ländern zu erreichen.
P.S.: Falls Ihnen das nicht reicht oder Sie im Freundeskreis weiterrechnen wollen, hier noch ein paar Aufgaben: 190 x 70 (Wien), 232 x 71 (München), 283 x 90 (Frankfurt)… (fällt Ihnen was auf?).
Personalien: Gleich am ersten Arbeitstag nach seiner Wahl zum Präsidenten des Arbeiter-Samariter-Bunds bot sich Michael Müller am Sonnabend ein Schreckensszenario: Schreie, Blut, Verletzte – Notruf, Feuer im Wohnblock! Eine Seniorin humpelt auf die Straße, ein Jugendlicher bricht hustend zusammen, aus einem Fenster ruft eine Frau verzweifelt um Hilfe… aber Müller bleibt cool. War ja zum Glück auch nur eine Übung.
Staatsbesuch: Falls Sie heute in Mitte im Stau stehen, könnte es an Ahmed al-Scharaa liegen – Syriens Übergangspräsident ist seit gestern Abend in der Stadt (Übernachtung im Ritz-Carlton). Das Programm des früheren Dschihadistenführers, auf den die USA einst ein Kopfgeld in Höhe von 10 Millionen Dollar ausgelobt hatten, sieht Treffen mit Kanzler Friedrich Merz und Präsident Frank-Walter Steinmeier sowie einen „Runden Tisch“ mit Unternehmern vor. Weitere Auswirkungen des Besuchs stehen in der Rubrik „Demonstration“.
Zitat
„Ich habe keine Freunde in Berlin, und das ist gerade unwahrscheinlich befreiend…“
… sagt Frank Wolters, Chef der Tegel-Projekt GmbH, im Gespräch mit Checkpoint-Band-Gitarrist Kevin Hoffmann (Nebenberuf: Tagesspiegel-Wirtschaftsredakteur). Wie Wolter das meint, was er von der Expo hält, warum es auf dem früheren Flughafengelände nicht so richtig weiterzugehen scheint und ob er im nächsten Jahr noch seinen Job hat, können Sie hier lesen.
Kiekste
Wilder Wedding! In der Kleingartenanlage Rehberge scheint es „Raubtierwechsel aller Art“ zu geben – wer weiß, vielleicht wurde zwischen Fuchs und Bär auch schon ein Wildschweinlöwe gesichtet. Entdeckt und festgehalten von Checkpoint-Leser Thomas Wesenberg. Herzlichen Dank! Schicken auch Sie uns einen sehenswerten Schnappschuss an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen Sie an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Elke Breitenbach (65) Politikerin (parteilos, davor Die Linke), MdA, bis 2021 Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales / Achim Freyer (92), Bühnenbildner, Regisseur und Maler, ehemals Professor an der UdK / Matthes Langhoff (24), Handballprofi bei den Füchsen Berlin & Nationalspieler / Uwe Timm (86), Schriftsteller („Die Entdeckung der Currywurst“, „Rennschwein Rudi Rüssel“)
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++
Gestorben – Evelyn Bresser (geb. Kohlmann), * 28. Juni 1946, verstorben am 19. März 2026 / Ursula Ellinger, * 6. Mai 1940, verstorben am 5. März 2026 / Jürgen Fuchs, * 24. Oktober 1941, verstorben am 22. Februar 2026 / Dr. Thomas Gey, * 17. April 1942, verstorben am 4. März 2026 / Achim Mittmann, * 1. August 1942, verstorben am 16. März 2026
Stolperstein – Paul Feige wurde 1908 in Berlin geboren und war von Beruf Elektroingenieur. Bei der Georg-Seibt-AG, einem international bekannten Unternehmen für Rundfunktechnik, ansässig in Schöneberg, musste er Zwangsarbeit leisten. Am 1. März 1943 wurde er von den Nazis in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort am 30. März 1943 ermordet. Seit 2025 erinnert ein Stolperstein in der Choriner Str. 13 in Prenzlauer Berg an Paul Feige.
Encore
Traumberuf Busfahrer? Einsteigen, bitte: Das neue Computerspiel „The Bus“ simuliert den Alltag hinterm BVG-Lenkrad: Gas geben, Scheiben wischen, Türen öffnen, Tickets verkaufen, Durchsagen machen und die Taktung einhalten, beispielsweise auf den Linien 100, 200 und 300.
Die ganze Stadt kann man allerdings nicht abfahren, Neukölln fehlt komplett. Vielleicht, weil sich drei M41 hintereinander auf der Sonnenallee nur schwer simulieren lassen. Die Spieler müssen sich jedenfalls auf mehr als 600 Ereignisse gefasst machen – Lkw-Pannen, Notarzt- und Polizeieinsätze, Hausbrände und Wasserrohrbrüche. Fürs gute Gefühl empfehlen wir, mindestens alle fünf Minuten den PC anzubrüllen, zum Beispiel so: „Sie könn’ alle Türen benutzen, dit is hier keen Adventskalender!“
Besser erstmal simuliert hätte auch der Fahrer, der mit seinem Bus an der Höhe des Bundesplatz-Tunnels scheiterte und dann beim Wendemanöver mehrfach gegen die Mauer rumste (hier zu sehen). Die allerbeste Vorbereitung auf das Abenteuer Busfahrer ist und bleibt aber das Buch „Machen Sie mal zügig die Mitteltüren frei“ von Susanne Schmidt (Qualitätsmerkmal: Die BVG wird Ihnen das eher nicht empfehlen).
Diesen Checkpoint sicher durch die Schluchten unserer Stadt begleitet haben heute Sönke Matschurek, Christian Latz, Felix Hackenbruch und Hannes Heine (Hinweise und Recherchen) sowie Tobias Langley-Hunt (Stadtleben) und Jaqueline Frank (Produktion). Wir sehen uns hier morgen früh wieder – Abfahrt pünktlich um 6 Uhr früh (nur mit Abo, ohne eine Stunde später). Bis dahin
Berlin braucht guten Journalismus!
Finden Sie auch? Unterstützen Sie uns!
JETZT GRATISMONAT STARTENSeit 2014 berichten wir exklusiv aus Berlins Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Wir stellten Berlins marode Schulen vor, bis die Politik reagierte. Wir standen vor dem Bürgeramt, bis es wieder Termine gab. Wir recherchieren hartnäckig und gründlich.
Das finden Sie gut? Dann unterstützen Sie uns mit dem neuen Tagesspiegel Plus-Abo! Für 14,99 € im Monat erhalten Sie den ungekürzten Checkpoint-Newsletter, den Checkpoint am Wochenende und das Beste vom Tagesspiegel im Web und in der App. Und Sie ermöglichen uns, auch weiterhin vor Ort zu sein, genau hinzuschauen und unabhängig zu bleiben. Die Anmeldung dauert nur eine Minute. Wir würden uns freuen!
