im deutschen Parteiensystem formiert sich nicht oft ein neues Bündnis mit realistischen Chancen, in die Parlamente einzuziehen. Nach den Vorankündigungen der vergangenen Woche war es am Montag so weit. Sahra Wagenknecht gab mit neun Abgeordneten ihren Austritt aus der Linken und die Gründung einer eigenen Partei bekannt. Bis zum Frühjahr 2024 soll das zunächst als Verein geschaffene „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW) stehen. Gehe es so weiter, werde man Deutschland „in zehn Jahren wahrscheinlich nicht wiedererkennen“, begründete Wagenknecht ihren Schritt. Gemeint hat sie damit vor allem „unkontrollierte Zuwanderung“ und „blinden, planlosen Öko-Aktivismus“ – und dürfte damit nicht zuletzt bei der AfD aber auch im sozial- und christdemokratischen Milieu wildern.
Und was wird aus der Linken? Der Berliner Landesverband verbreitete am Montag (Zweck-)Optimismus. „Für viele in unserer Partei ist das ein Aufatmen. Wir können die Streitereien, die sie in die Partei getragen hat, endlich hinter uns lassen“, sagten die Landesvorsitzenden Franziska Brychcy und Maximilian Schirmer. Das zeige sich in 25 Neueintritten im Landesverband seit Freitag, heißt es von Parteisprecherin Diana Buhe. Ohne den Wagenknecht-Ballast geht‘s offenbar bergauf. Nur wie viele Austritte gab‘s zeitgleich? Die kämen immer verzögert, und seien „(noch) nicht bekannt“. Von einem möglichen Absturz weiß die Partei also noch nichts – oder will es vielleicht auch nicht wissen.
Und wie stehen Sie zur neuen Partei von Sahra Wagenknecht?

Mächtig auf- beziehungsweise umgeräumt wurde nach dem Regierungswechsel in den Senatsverwaltungen. Mehr als 130.000 Euro wurden fällig, um alle schwarz-roten Senatoren und Staatssekretäre mit Büros und Arbeitsmitteln zu versorgen, schreibt Kollege Robert Kiesel. Fast die Hälfte davon ging allein auf das Konto von Bildungsstaatssekretärin Christina Henke (CDU). Die macht nicht nur gern teure Reisen (CP vom 11.10.), auch bei ihrem Büro darf‘s offenbar ruhig etwas mehr kosten. 16.000 Euro für neues Mobiliar gab die Verwaltung aus. 39.000 Euro stellte die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) für Renovierungs- und Herrichtungsarbeiten in Rechnung. Immerhin liefert sie so Stoff für den Mathe-Unterricht: „Staatssekretärin Henke braucht ein neues Büro. Wie hoch sind die Gesamtkosten?“
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Wir bleiben beim Senat und dem schönen Geld. Als erste Amtshandlung hatte sich die Landesregierung seinerzeit in den Spitzen ihrer Häuser neue Leitungsstabsleitungen samt üppiger Bezahlung geschaffen. Gestrichen haben die Senatsverwaltungen dafür immerhin jeweils die ebenfalls gutdotierte Stelle der Büroleitung der Senatoren. Eigentlich. Nicht jedoch Verkehrssenatorin Manja Schreiner (CDU). Die hat den bereits abgeschafften Posten nach kurzer Zeit zusätzlich wieder eingeführt. Ihre Sprecherin bestätigt den Vorgang. Beide Tätigkeiten unterschieden sich grundlegend. „Die Aufteilung hat sich sehr bewährt.“ Steffen Hanne, Landesvorstand der Deutschen Verwaltungsgewerkschaft sieht das anders: „Entweder ist das eine überflüssig oder das andere.“
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Die von der Firma Wall AG für ihre Werbeflächen abgelehnten Vermisstenanzeigen für entführte Israelis (CP von Freitag) hätten doch gezeigt werden dürfen. Zwar lehnte die zuständige Verkehrsverwaltung die Anzeigen erst ab. Die vom Meinungsportal „Salonkolumnisten“ geschalteten Motive wurden der Verwaltung jedoch nie vorgelegt. Wall zeigte nur zwei Bilder aus anderen Einreichungen – und bewertete die Vermisstenanzeigen als „inhaltlich deckungsgleich“, wie eine Wall-Sprecherin dem Checkpoint mitteilte. „Entsprechend wurde diese einzelne Kampagne nicht extra vorgelegt.“ Für die Motivkampagne der „Salonkolumnisten“ hingegen hätte es Grünes Licht gegeben, bestätigte Verwaltungssprecherin Britta Elm am Checkpoint-Telefon: „Diese Motive hätten wir niemals abgelehnt.“
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100 Jahre RSB – Feiern Sie mit!
Am 29.10.2023 spielt das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin ein großes Festkonzert in der Philharmonie. Es erklingt ein Kaleidoskop an Werken, die die bewegte Orchestergeschichte widerspiegeln und die Bandbreite eines modernen Sinfonieorchesters aufzeigen.
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Ziemlich genervt schrieb uns Checkpoint-Leser Toni G., dass ein Wagen des Bundestags-Fahrdiensts „minutenlang auf einem Pop-up-Radweg“ an der Petersburger Straße, Ecke Mühsamstraße in Friedrichshain geparkt habe. „Zahlreiche Radfahrer mussten in den Fließverkehr ausweichen.“ Fotos lieferte er als Beweis gleich mit. Was uns darauf auffiel: Die zu befördernde Bundestagsabgeordnete steigt irgendwann mit frischgewaschener Kleidung in der Hand ein, die sie wohl in der Wäscherei abgeholt hat. Nicht unbedingt „dienstliche Belange“, für die der Fahrdienst laut Bundestags-Website gedacht ist. Oder gehören dazu auch solche privaten Chauffeurfahrten? Und wer ließ sich da überhaupt fahren? Wir haben bei der Bundestagsverwaltung nachgefragt. Doch die lässt uns eiskalt am Straßenrand stehen. Angaben zu einzelnen Abgeordneten müsse man nicht herausgeben, teilt die Verwaltung auf Anfrage mit. Und belässt es bei der Auskunft, dass Abgeordnete das Recht haben, den Fahrdienst zu nutzen. Aha.
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Die Zukunft (in) der Demokratie zusammen gestalten.
Die Heinrich-Böll-Stiftung lädt ein, darüber u. a. mit Cem Özdemir, Ricarda Lang, Helene Bubrowski, Emilia Fester, Quyên Vo, Jeanette Hofmann, Deniz Yıldırım-Caliman, Ruprecht Polenz und Luisa Neubauer zu diskutieren.
Fr., 10.11.23 | 13 - 18 h
EUREF-Campus, 10829 Berlin
Eintritt frei | Anmeldung
Berliner Schnuppen
Telegramm
Seit dem Überfall der Hamas auf Israel hat die Berliner Polizei fast 50 „Vorfälle“ an Schulen rund um den Nahostkonflikt registriert, teilte die Behörde meiner Kollegin Susanne Vieth-Entus mit. Die Bildungsverwaltung hatte die Auskunft zuvor tagelang verweigert.
Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern in Gaza hat auch auf Berlins Straßen erneut zu einer widerlichen Tat geführt. Unbekannte klebten ein Bild, auf dem Menschen mit Palästinensertüchern zwischen den Stelen des Holocaust-Mahnmals stehen, auf eine Bushaltestelle an der Otto-Suhr-Allee. Darüber gesprüht der Spruch „Genozid ist Genozid“, eine klare Relativierung des Holocausts. Die Polizei konnte dazu zunächst keine Angaben machen.
Aufgeheizte Stimmung auf Berlins Straßen, wachsender Antisemitismus und die angespannte Sicherheitslage jüdischer Einrichtungen: Es gäbe genug, worüber der Senat am Dienstag sprechen könnte. Doch die Senatssitzung entfällt in dieser Woche. Sind schließlich Schulferien. Nur der nach den Silvesterkrawallen einberufene Gipfel gegen Jugendgewalt tagt heute unter Beteiligung mehrerer Senatorinnen – und wird sich zumindest zum Teil den drängenden Themen dieser Tage widmen.
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Die Deutsche Bahn nutzt die Herbstferien für Bauarbeiten und sperrt die S-Bahngleise zwischen Friedrichstraße und Ostbahnhof von Donnerstag bis zum 6. November. Zwar gibt es Ersatzbusse, die Bahn empfiehlt zur Umfahrung aber auch die Ringbahn – die sie passenderweise von Freitagabend, 27.10. bis Sonntagnacht auch noch sperrt. Wohl dem, der verreist ist.
Eine 55-jährige Frau ist am Montagmorgen in Köpenick getötet worden. Ein Mann soll die Frau um kurz nach 7 Uhr auf dem Gehweg vor einem Mehrfamilienhaus in der Mahlsdorfer Straße mit einem Messer angegriffen haben, teilte die Polizei mit. Sie verstarb noch am Ort. Der Täter ist flüchtig, wurde aber inzwischen identifiziert. Angaben zu ihm machte die Polizei nicht.
Das Land Berlin mischt auf dem Berliner Grundstückmarkt mit. Der landeseigene Ankauffonds und der Berliner Bodenfonds haben vergangenes Jahr gemeinsam gut 280.000 Quadratmeter Land in Berlin für 74,6 Millionen Euro erworben. Vieles davon sind nur Grünflächen und Wald. Aber auch die ein oder andere Fläche für die Verwaltung und für neue Wohnungen in Lichtenberg und Wilmersdorf war dabei, wie ein Bericht der Finanzverwaltung zeigt.
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Der Berliner Rettungsdienst ist in einer fürchterlichen Lage. Ein Oberfeldarzt der Bundeswehr bewirbt sich trotzdem für den Chefposten der Abteilung „Einsatzvorbereitung Rettungsdienst“ und wird Ende 2022 genommen. Doch seither passiert: nichts. Die Abteilung ist ohne Leitung, der erfolgreiche Bewerber wartet auf seinen Job. Nur reden wollen Feuerwehr und Innenverwaltung mit ihm nicht und ghosten ihn. Den ganzen, absurden Fall aus der Berliner Verwaltung gibt‘s hier zum Nachlesen.
Waren Sie in letzter Zeit im Berghain? Dann könnten Sie Teil eines Kunstwerks sein. 1000 Liter Raver-Urin aus dem Club hat die Künstlerin Sarah Ancelle Schönfeld in Regentonnen gesammelt und in eine Vitrine gefüllt, berichtet die „B.Z.“. Zu sehen gibt’s das Werk nun in einer Erfurter Ausstellung.
Seit gestern ist der erste ICE mit neuem Innendesign unterwegs. Der Innenraum der Züge wurde tatsächlich ganz schön aufgemöbelt, mit viel Holzoptik und neuen Sitzen. Die Deutsche Bahn spricht von einem „Wohnzimmergefühl bei 300 km/h“. Vielleicht nicht verkehrt, wenn die Zugfahrt mal wieder ungeplant länger dauert.
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Kann man noch ohne schlechtes Gewissen fliegen?
Und wann wird klimaneutrales Fliegen möglich sein? Diesen Fragen widmet sich der Checkpoint-Podcast zum Start der Herbstferien in denen viele Berlinerinnen und Berliner wieder verreisen werden.
Zu Gast ist BER-Chefin Aletta von Massenbach.
Jetzt auf Spotify, Apple Podcasts und Tagesspiegel.de.
Hier kommt der wöchentliche Fahrradklau-Überblick: Vergangene Woche wurden in Berlin 270 Fahrräder im Wert von 335.363 Euro als gestohlen gemeldet. Das sind weniger als in der Woche davor (273). Außerhalb des Rings und innerhalb wurde diesmal gleichviel geklaut (je 135 Räder). Die meisten Diebstähle gab es im Graefekiez Nord in Kreuzberg, der Cheruskerstraße in Schöneberg und in Alt-Treptow. Höchster Diebstahlwert diese Woche: 6948 Euro. 2023 klauten Diebe bisher 18.536 Räder im Wert von 21.066.282 Euro. Das geht aus einer Checkpoint-Auswertung von Daten der Berliner Polizei hervor. Auf unserer Fahrraddiebstahl-Karte sehen Sie, wie die Lage in Ihrem Kiez ist.
Betrunken und bewaffnet randalierte am Sonntagnachmittag ein Fahrgast in der U2. Nachdem er herumschrie und um sich spuckte, sah ein Zeuge, dass der Randalierer eine Pistole bei sich trug. Flugs zog er die Notbremse und der Zug hielt am U-Bahnhof Ernst-Reuter-Platz, wo die Polizei den alkoholisierten Mann festnahm. Schreckschusspistole sowie ein Messer wurden beschlagnahmt. Den Einsatz des tatkräftigen Zeugen kommentiert die Polizei Berlin auf X so: „Wenn @ZivileHelden alles richtig machen.“
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„Es gibt keinen Weltgesetzgeber“: Seit dem Angriffskrieg auf die Ukraine ist das Völkerrecht in aller Munde. Doch was ist das eigentlich? Und wo wird es relevant? Antworten liefert Charlotte Greipl.
Rund 20 Vergewaltigungen pro Woche: Schon jetzt liegt die Zahl der Delikte deutlich höher als im gesamten Jahr 2017. Betroffen sind in großer Mehrheit Mädchen und Frauen. Wo sie am meisten bedroht sind, berichtet Robert Kiesel.
Wenn Queerfeministinnen Terror gutheißen: Wer es nicht einmal schafft, die barbarischen Taten der Hamas zu verurteilen, hat jede Glaubwürdigkeit verspielt, meint Julius Geiler zur unglaublichen Israel-Verwirrungen von links.
Zitat
„Wer so unmoralisch agiert, gleich am Anfang, wird die Zweifel an der Moral nicht mehr wegbekommen.“
Linke-Bundestagsabgeordneter Gregor Gysi über den Parteiaustritt von Sahra Wagenknecht und ihren Mitstreitern sowie deren Plan, ihre Mandate zu behalten.
Stadtleben
Essen & Trinken – Falls Sie es noch nicht in das relativ neue Ausstellungshaus „Fotografiska“ in Mitte geschafft haben, dann würde es sich anbieten, jetzt den Terminkalender auszupacken und den kommenden Donnerstag (26.10.) einzutragen. Zwischen 16 und 18 Uhr finden nämlich erstmals die „Aperitivo Hours“ in der „Café Bar“ des Museums statt. Die Getränkekarte umfasst klassische Cocktails wie Margaritas und Mojitos, außerdem besondere Kreationen wie „White Negronis“, „Reunion Garibaldi“ oder „Excelior Special“. Zur angegebenen Zeit erhalten Gäste der „Café Bar“ kostenfreie Antipasti wie Grissini, Schiacciata, Mortadella oder Bresaola und vegetarische Snacks, die frisch im Haus zubereitet werden. Alle drei Ausstellungen sind bis 23 Uhr geöffnet und können mit Drinks in der Hand besucht werden. Täglich 10-23 Uhr, Oranienburger Straße 54, U-Bhf Oranienburger Tor
Brandenburgbesuch – Ein Ausflug zur „Hauptstadt-Rennbahn“ Hoppegarten direkt hinter der nordöstlichen Berliner Stadtgrenze lohnt sich eigentlich immer. Ein bisschen mondän sein, auf galoppierende Pferde wetten, oder einfach Picknick im Grünen – vieles ist hier möglich. Am kommenden Sonntag findet das letzte Rennen für diese Saison statt, danach ist erstmal Winterpause. Mehr Informationen und Wissenswertes über Pferderennsport und exzentrische Hüte entnehmen Sie der Hoppegarten-Website. Aus der Stadt, zum Beispiel vom Alex, fährt die S5 bis S-Bahnstation Hoppegarten (Markt) durch.
Geschenk – Der Schweizer Modedesigner Julian Zigerli ist aktuell Gastprofessor an der Universität der Künste Berlin, wo er bis vor gut elf Jahren auch selbst studierte. Nach seinem Abschluss gründete er das nach ihm benannte Label und zeigte seine Kollektionen unter anderem auch auf der hiesigen Modewoche. Und weil er das jetzt über eine Dekade lang macht, feiert er Jubiläum in Form einer Publikation, die den schönen Namen „Doing It All Wrong Since 2011“ trägt. Am kommenden Donnerstag ab 18 Uhr wird das im Distanz Verlag lanciert. Anmelden kann man sich unter diesem Link. Wir verlosen außerdem 2 Exemplare, die sich der oder die Gewinner:in dann vor Ort abholen darf. Hallesches Ufer 78, U-Bhf Mendelssohn-Bartholdy-Park
Last-Minute-Tickets – Zusammen mit dem Ex-Viva- & MTV Programmchef Elmar Giglinger hat Moderator, DJ und Autor Markus Kavka das Buch „MTViva liebt dich! Die elektrisierende Geschichte des deutschen Musikfernsehens“ geschrieben. Es soll sich dabei um „die erste Oral History über das Musikfernsehen in Deutschland“ handeln. Die Premieren-Lesung mit Kavka, Giglinger und Überraschungsgästen, moderiert von Salwa Houmsi, findet am kommenden Donnerstag im Festsaal Kreuzberg statt. Die Tickets kosten 28,30 Euro und sind hier erhältlich.
Grübelstoff – „Goofy“ wurde vom Langenscheidt Verlag zum sogenannten Jugendwort des Jahres gekürt und bezeichnet eine tollpatschige Verhaltensweise, die andere zum Lachen bringt. Auch wenn das Jugendwort des Jahres nicht immer besonders jugendlich rüberkommt, hat es Kult-Potential. In diesem Sinne könnte man auch nach anderen Worten des Jahres zu suchen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem „Berliner-Wort“ des Jahres? Und noch viel wichtiger: Wie würde es lauten?
Kiekste
Berlin, die Stadt der Streetart. Vielen Dank an Checkpoint-Leser Fritz Engel für diesen Fotobeweis aus Mitte! Wir freuen uns auf Ihre künstlerischen oder kuriosen Berlin-Bilder: checkpoint@tagesspiegel.de.
Berlin heute
Verkehr – Frank-Schweitzer-Straße (Marzahn): An der Einmündung zur Landsberger Allee regelt bis Februar 2024 eine Baustellenampel wechselseitig den Verkehr.
Torstraße (Mitte): Nach der Novalisstraße Richtung Mollstraße ist die Fahrbahn zwischen 6 und 10 Uhr auf einen Fahrstreifen verengt.
Brückenstraße (Mitte): Bis Ende November regelt eine Baustellenampel in der Nähe der Rungestraße wechselseitig den Verkehr. Die westliche Anbindung der Rungestraße ist gesperrt.
Mühlenstraße (Pankow): Ab 7 Uhr bis Freitag ist die Fahrbahn stadteinwärts zwischen Florastraße und Masurenstraße für den Kfz-Verkehr gesperrt. Die Anbindung der Dolomitenstraße ist gesperrt. Eine Umleitung ist eingerichtet.
Regionalverkehr – FEX: Zahlreiche Züge dieser Linie enden/beginnen in der Zeit von 21.45 Uhr bis 5.15 Uhr abweichend in Flughafen BER – Terminal 5 (zusätzlicher Halt). Der Halt in Flughafen BER – Terminal 1-2 entfällt. Als Ersatz nutzen Sie von/zu dem ausfallenden Halt bitte die S-Bahnen oder andere Verkehrsmittel des öffentlichen Personennahverkehrs. Beachten Sie die vom Zugverkehr abweichenden Fahrzeiten des Ersatzverkehrs.
Demonstration – Für heute sind acht Demonstrationen (Stand 22.10.,14 Uhr) angemeldet, u.a. „6 Jahre überfällig! Aktion anlässlich des 6. Jahrestages eines BFH Urteils, dass das geltende Erbschaftsteuerrecht in Teilen gegen den Gleichheitsgrundsatz in unserer Verfassung verstößt“: zehn Teilnehmende, Bürgerbewegung Finanzwende e.V., Platz des Volksaufstandes von 1953 1 (8.30-10.30 Uhr)
„Stoppt die Verfolgung von Falun Dafa / Falun-Gong-Praktizierenden und anderen unschuldigen Menschen in China. Beendet die Diktatur der Kommunistischen Partei“: zehn Demonstrierende, Falun Dafa, Jannowitzbrücke (10.30-13 Uhr)
„Einweihung der Roten Bänke auf dem Bundesplatz als Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“: 50 Personen, Initiative Bundesplatz e.V., Bundesplatz (15.30-17.30 Uhr)
„Trauerweg für die Opfer des Krieges in der Ukraine“: 30 Menschen, Albrechtstraße 26, Schiffbauerdamm, Friedrichstraße, Unter den Linden, Pariser Platz (18-19.30 Uhr)
„Wir pfeifen auf Stuttgart 21“:fünf Protestierende, Potsdamer Platz (18.40-19.15 Uhr)
Gericht – Weil er aus Eifersucht eine Handgranate geworfen und dann mit einem Messer auf den Rivalen und seine Ex-Partner eingestochen haben soll, muss sich ein 61-Jähriger unter anderem wegen versuchten Mordes verantworten. Auch eine Begleiterin des Paares sei verletzt worden (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 501).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Guten Morgen Katy, liebe Geburtstagsgrüße und alles Gute, wünscht Dir Dein Bernd“ / Horst Milde (85), Berlin-Marathon-Begründer. „Auch mit 85 Jahren noch laufend unterwegs. Wir sind stolz auf Dich und Dein Lebenswerk! Alles Gute und Liebe zum Geburtstag wünschen Dir, lieber Horst, Deine Tochter Gesine, Deine Söhne Mark und Karsten sowie die gesamte Familie!“ / „Meiner kleinen Schwester Ruth herzlichen Glückwunsch zum 63. Geburtstag und zur frisch gebackenen zert. Stadt- und Naturführerin von ihrer großen Schwester Inge“ / Kristina Richter (77), ehemalige Handballspielerin, spielte beim Berliner TSC anschließend Trainerin die 1. Frauen-Mannschaft des Berliner TSC / Michael Schenkel: „Allet Jute, lieber Micha, aus Paris nach Oslo von Deiner Tatort-Runde aus Berlin!“, „Unserem liebsten Schwiegersohn MICHA in BERLIN die besten Wünsche zum Geburtstag von Hella und little aus dem warmen und schönen Griechenland. Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen, wo auch immer es sein mag.“/ „Bernd Streich (70), langjähriger Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Renate Joachim-Kohlrausch, * 13. August 1946/ Prof. Dr. med. Gert Kunkel, * 23. September 1935/Gisela Moltke,* 6. Mai 1933/ Heide Pfütze, geb. Otto,* 10. Juni 1938/ Irene Stolle,* 9. April 1951
Stolperstein – Friedrich Nitschke (Jg. 1906), war von Beruf Feinmechanikermeister. 1935 schloss er sich der Widerstandsbewegung „Freies Deutschland“ an, stellte seine Werkstatt für illegale Zusammenkünfte sowie als eine Hauptstelle zur Herstellung illegalen Materials zur Verfügung und arbeitete u.a. mit Anton Saefkow zusammen. Nachdem die Nazis ihn am 5. Juli 1944 verhaftet hatten, wurde er am 24. Oktober 1944 im Zuchthaus Brandenburg-Görden ermordet. In der Lindauer Allee 17 in Reinickendorf, erinnert ein Stolperstein an Friedrich Nitschke.
Encore
Ein großes Herz für Nagetiere zeigt der Berliner Senat. Für das Projekt „Aufzucht/Behandlung und Wiederauswilderung von verletzten/verwaisten Eichhörnchen im Raum Berlin“ des Vereins Eichhörnchen-Notruf hat das Land für dieses und vergangenes Jahr 38.000 Euro. Wie viele Nüsse man dafür wohl kaufen kann? Süße Tiere ziehen immer, weiß die Landesregierung. Doch was passiert mit all dem Geld wirklich? Neben Volieren zur Auswilderung konnten für die circa 30 Auffangstationen „bis jetzt größere Mengen an Futter, Medikamente, Laufräder und Kuschelsäcke angeschafft werden, als es dem Verein in der Vergangenheit möglich war“, heißt es in einem Bericht von Verbraucherschutzsenatorin Felor Badenberg (parteilos, für CDU). Klingt fast so, als sei manche öffentliche Einrichtung in der Stadt schlechter ausgestattet.
Fleißig Geschichten sammelte heute für Sie Thomas Lippold. Im Stadtleben hat Tobias Langley-Hunt nur die schönsten Nüsse vergraben und in der Produktion am Morgen sprang Florian Schwabe als erster durch die Wipfel. Morgen knacken hier Ann-Kathrin Hipp und Lotte Buschenhagen jede Nuss. Machen Sie es gut!