jetzt gehen die Osterferien aber wirklich zu Ende. Untrügliche Zeichen: Die Airbnb-Wohnung im Hinterhaus steht leer, der Radweg ist touristenentleert, und in der U-Bahn verbreitet sich wieder ein gewisses Völlegefühl. Ostern ist damit aber noch nicht ganz vorbei: Die orthodoxen Christen feiern es an diesem Sonntag.
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Das große Testen auf der VELOBerlin 2019
Mit 300 Ausstellern, 500 Marken, vielfältigen Testmöglichkeiten und einem bunten Programm lädt Berlins Fahrradfestival vom 27.-28. April 2019 in die Hangars und das große Außengelände am Flughafen Tempelhof ein. Für Checkpoint Leser für 6€ statt 9€ mit Rabattcode „radmesser“ auf www.veloberlin.com.
Ein dickes Ei scheint für Berlins Politik zu sein, dass noch immer ein paar Ministerien ihren Hauptsitz in Bonn haben. Grünen-Politikerin Ramona Pop hat geradezu allergisch auf den Vorstoß von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) reagiert, mögliche Umzüge zu verhindern und das Berlin/Bonn-Gesetz nachzuverhandeln. In einem Beitrag für den Tagesspiegel wettert sie über den „durchsichtigen Versuch“, Regionalpolitik auf Kosten Berlins zu machen. Die Müller-Stellvertreterin fordert gar den Komplettumzug der Ministerien, um die „Teilung der Hauptstadt“ zu beenden. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov weiß sie immerhin 55 Prozent der Deutschen in dieser Frage hinter sich. Allerdings wohnen die meisten davon auch nicht in der so genannten wachsenden Stadt mit ihren etwa 40.000 Zuzüglern pro Jahr. Und müssen nicht U-Bahn fahren.
Oder müssen einen Kita-Platz suchen. Berliner Eltern bieten hunderte Euro für die Vermittlung eines Betreuungsplatzes – via Ebay-Kleinanzeigen. Darüber berichten RBB und „Berliner Zeitung“. Etwa ein Jahr ist es her, dass Eltern und Erzieherinnen wegen der Kita-Krise auf die Straße gegangenen sind. Aber die Situation sei nicht besser geworden, heißt es bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Derzeit suchten genauso viele Eltern Kita-Plätze wie im Vorjahr. Dabei hat die Verwaltung von Jugendsenatorin Sandra Scheeres (SPD) mittlerweile 4000 Plätze geschaffen und mehr Personal eingestellt. Allein, es reicht nicht: Bis Juli 2019 fehlen 2000 Plätze, bis 2020/2021 gar 22.000. Das Höchstgebot für eine Betreuung ging übrigens auch in die Tausende. Ein Vater soll gar mit 5000 Euro für einen Platz, bevorzugt in den Gebieten „F-Hain, Treptow, Lichtenberg", gelockt haben.
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Der größte Steuerraub der Geschichte – CumEX – ist nur ein Beispiel, wie Banken und Superreiche den Staat plündern. Ex-NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans, Investigativjournalist Oliver Schröm und die Bundestagsabgeordnete Lisa Paus reden Klartext am Dienstag ab 18.00 Uhr im Art Stalker.
Ach ja, immer das Geld und die Umfragen. Auch für Hertha BSC ist das derzeit eine schlechte Paarung. Denn nach Angaben der Civey-Meinungsforscher gönnen 42,2 Prozent der Berliner dem Klub kein neues Stadion. 31,1 Prozent sind dafür. Dabei schlägt das Herz von CDU-Anhängern eher für Hertha: Fast 44 Prozent denken, dass Zeit für was Neues wäre (35 Prozent dagegen). Mit mehr als 47 Prozent ist die Ablehnung unter SPD-Fans besonders groß, während unter Sympathisanten von Linken und Grünen besonders viele sagen, sie interessiere das Thema nicht. Auf glänzende zwei Drittel Zustimmung für eine neue Arena verweist hingegen Hertha in einer eigenen Umfrage: unter 2500 Mitgliedern und Dauerkartenbenutzern. Wieso übrigens Marzahn-Hellersdorf beim ZDF-Torwandschießen ungeschlagen ist, verrät Tagesspiegel-Kollege Ingo Salmen in seinem „Leute“-Newsletter aus dem Bezirk.
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Jetzt hier anmelden zum Tagesspiegel Fachforum Gesundheit am 8. Mai zum Thema Sicherheit der Arzneimittellieferkette. Diskutieren Sie mit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft über die Stärken und Schwächen eines sicheren Systems und die Zukunft der Arzneimittelsicherheit: mit Beiträgen von Gerhard Schindler, BND-Präsident a.D., Christian Buse, BVDVA und Dr. Hermann Kortland, securPharm e.V./BAH e.V.
Zwischen dem Senat und der Verwaltung des Bundeseisenbahnvermögens (BEV) gibt es Störungen im Betriebsablauf. Anlass sind ehemalige Bahnflächen, auf die der Senat ein Auge geworfen hat. Neben der Deutschen Bahn besitzt die BEV die meisten davon. Allerdings will sie sich nicht von Berlin hineinreden lassen, was sie mit dem Grund und Boden macht. Und will natürlich Bestpreise erzielen. Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) zeigt dem Bundesunternehmen nun die (Stadtplanungs-)Instrumente: Alle Bezirksämter erhielten laut Vorlage für den Senat Rundscheiben mit Tipps, wie sie mit Planungstricks spekulative Deals verhindern können.
Der Kommissar Zufall steht ja schon immer in Diensten der Strafverfolgung. Immer häufiger kommt aber Kommissar Handy zum Einsatz. Die Zahl der Verfahren, bei denen sogenannte Funkzellenabfragen erfolgt sind, ist im vorigen Jahr gestiegen – auf 572. Im Jahr 2017 waren es laut Vorlage der Justizverwaltung für den Senat noch 426 Verfahren, 2015 gar nur 256. Gerichte mussten die Abfragen wegen Ermittlungen zu Mord, Totschlag, Raub, schweren Diebstählen und Brandstiftung vorher genehmigen – und sahen 2018 in keinem einzigen Fall einen Grund zur Ablehnung. Dafür haben mittlerweile etwa 10.000 Berliner eine eigene Abfrage gestartet: auf der Internetseite des Senats, die den Nutzer darüber informiert, ob seine Nummer bei Funkzellenüberprüfungen erfasst worden ist.
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Forum Gesundheit & Wissen:
Macht die elektronische Patientenakte uns alle zu gläsernen Patienten? Der Marburger Bund Berlin-Brandenburg und der Tagesspiegel laden hierzu am 29. April um 19 Uhr ein. Diskutieren Sie u.a. mit Christian Klose (Bundesgesundheitsministerium) und Steffen Krach (Wissenschaftsstaatssekretär).
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Berliner Schnuppen
Telegramm
Am morgigen Sonnabend ist „Tagesspiegel Berliner“-Tag. Dann liegt der gedruckten Zeitung die neueste Ausgabe des Stadtmagazins bei. Im Heft geht es unter anderem um die Frau, an der in der Berliner Kunstszene niemand vorbeikommt: Sammlerin Julia Stoschek. Die Rapperin Nura spricht zudem über ihr neues Album und übers Kiffen. Und es werden die zehn „berlinigsten Berlin-Orte Berlins“ der Saison vorgestellt. Versprochen: Konnopke ist nicht darunter.
Zum Glück wehte ein laues Lüftchen, sonst wäre die Premiere des neuen Rammstein-Videos noch im Rinnstein gelandet. So guckten hunderte zu, wie gegen 21 Uhr aus einer Brandwand nahe dem Alexanderplatz eine Bandwand wurde.
Das Ding erinnert an eine Raumfähre aus „Enterprise“ und schießt sogar mit Laserstrahlen: das neue Tempomessgerät der Polizei. Gründonnerstag hat sie zwei Exemplare auf der Stadtautobahn postiert. Ergebnis: 18.500 Tempoverstöße in sechs Tagen. Der Spitzenwert betrug 182 km/h. Etwa 1000 Rasern tritt die Polizei in den nächsten Tagen auf den Bleifuß; sie erhalten Bußgeldbescheide mit Aussicht auf Fahrverbote.
Den Puls der linken Szene treibt er fast so hoch wie den Steglitzer Kreisel: Immobilienunternehmer Christoph Gröner. Sein „Carré Sama-Riga“ in der Sama-Riga-, pardon Samariter-/Rigaer Straße, seit der Planung ein Gentrifizierungs-Zankapfel in Friedrichshain, wird deswegen rund um den Maifeiertag durch mehrere Hundertschaften der Polizei geschützt. Grund: Die sog. Revolutionäre 1.-Mai-Demo könnte an dem Bauprojekt in einer Sackgasse enden – weil die Straße mit einem Bretterzaun gesperrt ist (CP von gestern). Gröner befürchtet gar, dass es zu einer „verheerenden Lage“ an der Baustelle kommt. Autonome kündigten im Internet schon mal an, dass man „andere Wege finden“ werde, sollte die Polizei die Demo stoppen.
Wegen eines anderen Projekts gleich um die Ecke sind dafür die Grünen-Abgeordnete Katrin Schmidberger und der SPD-Innenexperte Tom Schreiber heftig aneinandergeraten. Das Haus „Liebig34“, Hort der linken Szene, soll von der öffentlichen Hand übernommen werden, um eine Räumung zu verhindern. Schreiber ärgert sich über den vermeintlichen Kuschelkurs gegenüber den Linksextremen, Schmidberger über seine Kritik, Schreiber über die Kritik an seiner Kritik und Schmidberger wiederum über die Kritik an der Kritik der Kritik. Auf Twitter – da beharkten sich die Koalitionäre – liest sich das übrigens weniger fein.
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Lachen, leben, lieben und laufen beim AVON Frauenlauf am 18. Mai: Über 17.000 Frauen und Mädchen laufen oder walken eine 5- oder 10-km-Runde. Ein Teil des Teilnahmebetrages wird Brustkrebs-Erkrankten gespendet. Zum Dank erhält jede Teilnehmerin ein Event-Shirt und einen AVON Präsentbeutel. Die Anmeldung ist auf www.avon-frauenlauf.de möglich.
Reminder für Renner: Die Checkpoint-Laufgruppe trifft sich am morgigen Sonnabend um 11 Uhr am Mommsenstadion (Parkplatz Waldschulallee). Tagesspiegel-Kollege Felix Hackenbruch lädt zur Tour durch den Grunewald ein. Für die Teilnehmer gibt’s alkfreie Getränke und ein Auto für Wechselklamotten.
Begegnen einem zu dieser Jahreszeit in Grune- und anderen Wäldern nicht nur Bäume und Jogger, sondern auch niedliche Jungtiere, dann heißt es: Pfoten weg! Also von Kitz, Küken und Frischling. Darauf weist die Verwaltung von Umweltsenatorin Regine Günther hin. Denn das juvenile Pelz- und Federvieh braucht in der Regel keine menschliche Hilfe, weil die wachsamen Erzeuger nicht weit sind. Merke: Helikopter-Eltern trifft man sowohl in Ring- als auch in Wildbahn.
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Liebe Checkpoint-Leser, wir haben ein besonderes Angebot für Sie: Lesen Sie den Tagesspiegel als digitale Zeitung (E-Paper), und Sie erhalten ein iPad Air 2019 oder ein iPad mini 2019 gratis dazu. Für nur 39,99 € im Monat. Zum Angebot
Mini-Schauer beim Öffnen der Dienstmails: „Greta – ab 16. Mai in den Kinos“. Hauptrolle: Isabelle Huppert. Zum Glück dann doch noch kein Thunberg-, sondern Psychothriller.
Wenn’s übrigens mal wieder länger dauert auf dem Flughafen Tegel, dann kann man sich im Terminal C ab sofort in einem neuen Biergarten die Kante geben. Dieser sei eine „eine attraktive Alternative zum Warten im Abflugwarteraum“, und dank „indirekter Grilltechnik“ könnten stündlich „bis zu 250 Würstchen gegrillt“ werden, teilte die Flughafengesellschaft mit. Hoffentlich keine armen Würstchen.
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Der Späti ist für mich nicht das Freiheitssymbol der westlichen Welt.“
Mittes Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) zu seinem Vorstoß, die Sonntagsöffnung strenger zu kontrollieren.
Tweet des Tages
Dafür wurde nicht gekämpft.
Antwort d. Red.: Radaktivist Heinrich Strößenreuther zu den grünen Punkten auf der Fahrbahn im Kreuzberger Bergmannkiez (CP von gestern)
Stadtleben
Essen & Trinken – Für Spätaufsteher und alle, die zu jeder Tageszeit gerne Frühstück essen, gibt es im La Lucha jetzt am Wochenende ab 12 Uhr den „Dirty Delicious Mexican Brunch“. Die Portionen sind riesig, aber mit Klasse: Mehr ist mehr, schreibt Tagesspiegel-Kollegin Susanne Leimstoll: Wer anderswo tellerrandüberlappende XXL-Schnitzel wegputze, schaffe im La Lucha auch „Pepito“, ein riesiges Grillsandwich, das man wahlweise mit Steak und Käse, Grillgarnele und Chipotle-Majo oder Gouda und Zucchini bekommen kann. Natürlich gibt es auch Tacos und Nachos, aber mit einem modernen Twist, sowie detailverliebte Frühstücksplatten mit Eiern, Chorizo, Salsa Verde, Bratkartoffeln. Und wer es lieber flüssig mag, bestellt einfach einen Frühstücksdrink, wie den „Bacon Maria“ – eine Version der Bloody Mary mit Bacon-Deko, von der drei Gläser gewiss auch eine Mahlzeit ergeben. Paul-Lincke-Ufer 39/41, U-Bhf Kottbusser Tor, Mo-Fr 18-22 Uhr, Sa 12-23 Uhr (Brunch bis 16.30), So 12-21.30 Uhr (Brunch den ganzen Tag)
Last Minute – Er gilt als Klassiker des sowjetischen Kinos und der Science-Fiction, als seiner Zeit verstörende und bildgewaltige Dystopie: Andrei Tarkowskis „Stalker“ von 1979. Die Akademie der Künste widmet sich heute und morgen Abend in einem zweitägigen Symposium „der Bedeutung des Films und seinen aktuellen Lesarten“. Neben dem Originalfilm, der heute Abend um 20.30 Uhr gezeigt wird, sind auch Aufnahmen von Ebbo Demant zu sehen, die im Zusammenhang mit seinem Dokumentarfilm über die letzten Lebensmonate Andrei Tarkowskis in Deutschland entstanden sind. Außerdem gibt es Vorträge u.a. von Natascha Drubek und Claus Löser. Fr und Sa jeweils ab 17 Uhr, Hanseatenweg 10, S-/U-Bhf Brandenburger Tor, Tagesticket 10/8 Euro: www.adk.de/tickets
Am Wochenende verwandelt sich die Stadt beim Gallery Weekend zu einem riesigen Museum. Zahlreiche Galerien öffnen mit Sonderausstellungen und länger als normalerweise, mit etwas Glück findet man darüber hinaus Wein und Häppchen und gute Gespräche. Weil es nicht ganz leicht ist, sich zwischen all den Orten und Ausstellungen zurechtzufinden, gibt es heute im Tagesspiegel drei Extraseiten mit Tipps und Entscheidungshilfen. Hier schon mal eine Empfehlung von mir: In der Galerie Bunker Wiensowski & Harbord, Lützowstr. 32, stellen junge deutsche und afrikanische Künstler Arbeiten aus, die während ihres Aufenthalts in Christoph Schlingensiefs Operndorf in Burkina Faso entstanden sind. Der Aktionskünstler Schlingensief hatte das Projekt kurz vor seinem Tod im Jahr 2010 auf die Beine gestellt – neben Räumen für Kunst gibt es dort auch eine Krankenstation und eine Schule.
Noch hingehen – Wer das Gallery Weekend nicht politisch genug findet, kann sich noch bis einschließlich Sonntag die Karikaturen des französischen Zwangsarbeiters Philibert Charrin (1920–2007) im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in der Ausstellung „Philibert und Fifi“ anschauen. Der junge französische Künstler und talentierte Karikaturist wurde im Alter von 23 Jahren zur Zwangsarbeit im Deutschen Reich verpflichtet, wo er in seinem Skizzenblock die Lebenswelt der Arbeiter festhielt und karikierte. Sein Alter Ego ist das Strichmännchen „Fifi“, das als beobachtender Kommentator in den Zeichnungen auftritt. Britzer Straße 5, S-Bhf Schöneweide, tgl. 10-18 Uhr, Eintritt frei
Verlosung – Das English Theater Berlin veranstaltet seit 2013 jährlich das Expo-Festival mit Arbeiten internationaler Wahlberlinerinnen aus der freien Theater- und Performanceszene. Dieses Jahr liegt der Schwerpunkt auf Tanzperformances. Wir verlosen je 2x2 Tickets für folgende Veranstaltungen: Am Montag wirft die deutsche Choreografin Janne Gregor mit „Harrende Räume und Trotzende Menschen“ einen Blick „auf die Macht von Teamwork und Miteinander“ – mittels Kampfsport, Tanz und Live-Musik. Am Freitag, den 3. Mai performt die Österreicherin Mirjam Sögner in dem Stück „Rays“ und am Samstag, den 4. Mai schließt das Festival mit der Uraufführung der koreanischen Choreografin Howool Baek, die in „Foreign Body Trio“ stereotype Körperbilder und die Bedeutung von „Fremdheit“ in unserer Gesellschaft hinterfragen will. Wenn Sie gewinnen wollen, schicken Sie bitte bis 14 Uhr eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de und geben im Betreff an, zu welcher der drei Veranstaltungen Sie gerne gehen möchten. Fidicinstraße 40, U-Bhf Platz der Luftbrücke, alle drei Performances beginnen um 20 Uhr.
Mit diesem Stadtleben wünscht Ihnen Jana Weiss ein wunderbares Wochenende.
Prominent verraten
Sie ist Bürgermeisterin, Wirtschaftssenatorin und Star unserer „Berliner Schnuppen“: Ramona Pop hat diese Woche fotografische Hinweise hinterlassen – richtig geraten und die Checkpotts gewonnen hat Regine Gerhard – herzlichen Glückwunsch! Auf den „Mehr Berlin“-Seiten gibt's morgen noch mehr Fotos zu sehen.
Berlin heute
Verkehr – Auf der A 10 kommt es zwischen Mitternacht und 00.20 Uhr sowie von 1 bis 1.20 Uhr in beiden Richtungen zwischen AD Havelland und AD Oranienburg zu kurzzeitigen Verkehrshalten aufgrund eines Brückeneinhubs. Auf der Frankfurter Allee in Friedrichshain stadtauswärts stehen ab 18 Uhr bis Montagmorgen vor der Jessnerstraße nur zwei Fahrstreifen zur Verfügung und das Linksabbiegen in die Pettenkoferstraße ist nicht möglich. In Gesundbrunnen und Wedding zieht von 18 bis 21 Uhr eine Demonstration von der Bernauer Straße über Brunnenstraße, Badstraße, Exerzierstraße und Schulstraße zum Leopoldplatz. Den Bereich bitte weiträumig umfahren (siehe Demonstrationen). Auf der Linie S 5 besteht kein Verkehr zwischen Wuhletal und Lichtenberg. Ersatzverkehr besteht mit der U 5. Auf der S 7 besteht kein Verkehr zwischen Ahrensfelde und Lichtenberg, als Ersatz fahren Busse. Und auf der S 75 besteht tagsüber zwischen Wartenberg und Springpfuhl S-Bahn-Pendelverkehr im 10-Minuten-Takt.
Demonstration – 500 Teilnehmer werden zur „Fridays for Future“-Demonstration im Invalidenpark von 12-14 Uhr erwartet. „Solidarität mit Hungerstreikenden gegen die Isolationshaft von A. Öcalan, Freiheit für Öcalan, Frieden in Kurdistan“ fordern 200 Teilnehmer, die von 18-21 Uhr von der Bernauer Straße zum Leopoldplatz ziehen. Am Sonnabend werden 300 Teilnehmer von 13-16 Uhr zum „Politischen Protest“ vor dem Kanzleramt erwartet, angemeldet von „Gelbe Westen Berlin“. Und vom Neptunbrunnen wollen 400 Teilnehmer unter dem Motto „Die Modeindustrie hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert“ von 14-16 Uhr bis zum Pariser Platz marschieren. Angemeldet wurde die Demonstration von Future Fashion Forward e.V. Electric Empire hat am Sonntag 350 Teilnehmer aufgerufen, unter dem Motto „Neue Verkehrsteilnehmer Elektrokleinstfahrzeuge“ vom Platz des 18. März zur Tempelhofer Freiheit zu ziehen, von 12-14 Uhr. Und Pulse of Europe ruft erneut von 14-15 Uhr 500 Teilnehmer zum Gendarmenmarkt zur „Demonstration für den Erhalt der Europäischen Union“.
Gericht – Gegen zwei 24- und 27-jährige Männer beginnt der Prozess wegen Raubes. Die beiden Angeklagten sollen vor fünf Monaten eine Tankstelle überfallen haben – mit einer Beute von 722 Euro (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 820).
Berliner Gesellschaft
Geburstag – „Dipl.-Ing. Christiane Kühl – alles Liebe von Sabrina“ / Dietrich Mattausch (79), Schauspieler / Ieoh Ming Pei (102), Architekt, entwarf den Austellungsbau des Deutschen Historischen Museums in Berlin / Wilhelm Schmid (66), Philosoph / Helmut Hermann Schulz (88), Schriftsteller / Claudia Weiher (60), „Alles Gute & beste Wünsche vom MWE, Ref. 22.“ / „Liebster Chmoulik, Single+Single=Double – ich wünsche Dir den schönsten Geburtstag in diesem Jahr (denn Du verbringst ihn mit mir)! Schmabutzke“
Sonnabend – Stefan Komoß (55), ehem. Kreisvorsitzender der SPD in Marzahn-Hellersdorf / Mehmet Kurtuluş (47), Schauspieler / Nina Sandfuchs (45), „Einen wunderschönen Geburtstag in der Ferne wünschen dir (mit ganz lieben Grüßen) Hanne&Peter“ / „Herzliche Glückwünsche dem weltbesten Punktemacher & großartigen Berliner Künstler Scharein zum 70. Geburtstag. Wiebke.“ / Klaus Vogelgesang (74), Maler
Sonntag – Vincent Andreas (47), Komponist und Leiter des Kammerchors Nikolassee / Tobias Birx (37), „bester Social Worker der Welt und gnadenlos guter Küsser“ / Christian Goiny (54), für die CDU im AGH / Marieke Anne Heyl (19), Paul Nolte (56), Historiker und Professor an der FU / Stephan Rex (66), „allerbeste Geburtstagsglückwünsche aus Berlin in die Heimat!“ / Uwe Schrader (65), Regisseur / Ina Z. (60), „allerbeste Glückwünsche und herzliche Grüße nach Nizza, Petra“
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Helga Grieser, * 30. März 1934 / Dipl. Psych. Konrad Hößler, * 19. November 1937, Psychoanalytiker, ehem. Vorsitzender des Berliner Psychoanalytischen Instituts (1988-92) / Alfred Wagner, * 13. März 1952
Stolperstein – Lothar Wellner (Jhg. 1914) lebte mit seiner Großmutter und seinem Bruder Erwin in der Wallstraße 70-73 in Mitte. Im September 1939 wurden die beiden Brüder ins KZ Sachsenhausen deportiert, wo Lothar Wellner heute vor 79 Jahren ermordet wurde.
Im Tagesspiegel
Wenn man nur Parteichef Lindner nachbrabbelt – „dann wird man nichts.“ Konstantin Kuhle kommt mit dieser Strategie auch bei den Grünen gut an. Und könnte damit dazu beitragen, dass die FDP bald wieder mitregiert. Lesen Sie das Porträt von Maria Fiedler heute auf Seite 3 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
Vorweg ein Kompliment an die CP-Fans: Sie waren sehr fleißig, nachdem in der gestrigen Ausgabe um Vorschläge für Namen von Schulen gebeten wurde. Denn es sollen ja in den nächsten Jahren 60 neue gebaut werden. Meist gewünscht wurden Maler Max Liebermann und Hanna-Renate Laurien, die frühere CDU-Schulsenatorin. Beide liegen gleichauf mit der Frauenrechtlerin Hedwig Dohm und dem Politiker Walther Rathenau – allerdings gibt es schon zwei Schulen mit diesen Namen (weshalb ein tadelnder Blick in Richtung derjenigen geht, die ihre Idee nicht anhand des Berliner Schulverzeichnisses überprüft haben).
Leserin Ute Marquardt würde gern eine Langhans-Schule sehen („Schon wegen des Brandenburger Tors und so“). Klaus Helbig fiel Regine Hildebrandt ein („Gesamtberlinerin, offen, volksnah, ehrlich, Mutter Courage“). Überhaupt die Frauen: Ginge es nach den CP-Lesern, dann würden bald Minna Cauer (Pädagogin), Camille Claudel (Malerin und Bildhauerin) und Christa Wolf (Schriftstellerin) geehrt. Leser Moritz Kienast steuert mit Nikolai Bersarin (erster sowjetischer Stadtkommandant) und Peter Fechter (Maueropfer) zwei Namen bei, die an Krieg und Teilung erinnern. Und Mario Heinemann schlägt noch eine „Daniel-Düsentrieb-Schule“ vor: gegen den Ingenieurmangel. Weitere Ideen (gern mit kurzer Begründung) an checkpoint@tagesspiegel.de.
Am Montag geht‘s dann mit Namen und Neuigkeiten weiter. Dann macht Anke Myrrhe an dieser Stelle Schule.
Bis bald!

