wir starten heute mit einem Jubelschrei unserer Außenreporterin Anke Myrrhe in die Woche – sie meldete gestern Nachmittag: „Das war einer der schönsten Berlin-Tage aller Zeiten! Die ganze Stadt auf dem Eis, alle mit dieser guten Laune – wer weiß, ob das jemals wieder kommt. Rotwangige Kinder, zitternde Eltern, alle glücklich. Tolle Stimmung!“
Berlin, ein Wintermärchen. Mehr zur Kälte gibt’s gleich, jetzt aber erstmal eine frostige Nachricht aus der Landespolitik.
Denn während draußen die Stadt gefriert, kühlt auch die Beziehung… pardon, das bisher herzerwärmend enge Verhältnis des Regierenden Bürgermeisters zu seiner Innensenatorin erkennbar ab. Mehrfach hatte Iris Spranger während des großen Stromausfalls Kai Wegner vor laufender Kamera von der Seite korrigiert, später ihre Entscheidungshoheit bei Großschadenlagen betont: „Ich habe diese Lage ausgerufen, ich werde sie auch beenden. Sie ist erst beendet, wenn ich das bekannt gebe.“
Das ist formal zwar richtig, ließ Wegner aber noch kleiner erscheinen, als er sich durch ungeschicktes Verhalten selbst schon gemacht hatte. Auch dass beide sich nicht einig sind über ein Landesamt für Katastrophenschutz, wurde auf offener Bühne deutlich.
In mehreren vertraulichen Runden äußerte sich der Regierende Bürgermeister kritisch und hörbar verärgert über die Innensenatorin. Übermittelt wurde dem Checkpoint u. a. ein unvollendet gebliebener, aber unmissverständlicher Satz Wegners über Spranger – er lautet:
„Manchmal würde ich sie gerne raus…“
Eine Großschadenlage ausrufen kann der Regierende zwar nicht.