die Berliner SPD kommt nach dem Wahl-Eklat um Martin Hikel nicht zur Ruhe. Zur Erinnerung: Parteiinterne Kritiker aus dem linken Parteiflügel hatten dem SPD-Landeschef am Sonnabend bei der Nominierung zum Bezirksbürgermeisterkandidaten in Neukölln einen Denkzettel verpasst. Hikel erhielt nur 68,5 Prozent der Stimmen – und nahm die Wahl anschließend nicht an.
Seitdem rumort es, der Fall schlägt bundesweit Wellen. Die Integrationsbeauftragte Neuköllns, Güner Balci, unterstellt Hikels Kritikern, seinen pragmatischen Kurs nicht mitgehen und islamistische Strukturen im Bezirk nicht wirklich bekämpfen zu wollen. „Die Bedrohungslage wird verharmlost“, sagte Balci dem Tagesspiegel. Im Spiegel ließ sich Balci zu der Aussage hinreißen, Teile der Berliner SPD seien von Islamisten „unterwandert“.
Diese Behauptung kann aber selbst der von ihr verteidigte Hikel so nicht stehen lassen. Der Landesvorsitzende und seine Co-Chefin Nicola Böcker-Giannini sagten dem Checkpoint gestern Abend: „Die Aussage von Frau Balci ist eindeutig falsch. Innerhalb der SPD diskutieren wir gemeinsam, demokratisch, vielfältig – immer unter der Maxime des gesellschaftlichen Zusammenhalts.“
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Checkpoint wirkt … diesmal nicht: Trotz der Avancen des CDU-Politikers Timur Husein in Richtung Turgut Altuğ (CP von gestern) wird sich der Grünen-Politiker ab Dezember der SPD-Fraktion anschließen. Es ist bereits das vierte Mal, dass ein Abgeordneter in dieser Legislatur aus seiner Fraktion austritt. Vor Altuğ kehrten bereits Antonín Brousek der AfD-Fraktion sowie Alexander King und Sebastian Schlüsselburg der Linksfraktion den Rücken. Die erstgenannten sind nun fraktionslos, Schlüsselburg ist Teil der SPD-Fraktion.
Das Parlament ist also ordentlich in Bewegung. Noch mehr übrigens, wenn man auf die seit 2021 ausgeschiedenen Politikerinnen und Politiker schaut: Ganze 36 Abgeordnete haben seit Legislaturbeginn das Abgeordnetenhaus schon wieder verlassen. Ok, zugegeben: Der Großteil davon infolge der Wiederholungswahl 2023, als unter anderem die gesamte zwölfköpfige FDP-Fraktion weichen musste.
Lust auf noch mehr Austritte? Bitte sehr: Welche Folgen der Partei-Austritt der vier Ex-BSW-Politiker in Brandenburg hat, analysiert Tagesspiegel-Kollege Thorsten Metzner hier für Sie (T+).
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Kinder, wie die Zeit vergeht: Vor fast genau drei Jahren blickten die Berlinerinnen und Berliner gespannt auf eine Institution, die über das Schicksal der damaligen Landesregierung urteilte: Am 16. November 2022 entschied der Berliner Verfassungsgerichtshof, dass die Abgeordnetenhauswahl 2021 komplett wiederholt werden muss. Es war der Anfang vom Ende von Rot-Grün-Rot.
Ein kurzes Aufmerksamkeitshoch gab es noch einmal im Sommer 2024, als der Konflikt um die Nachbesetzung von sechs Richterstellen zunächst eskalierte, schließlich aber gelöst worden konnte. Seitdem arbeitet das neunköpfige Gremium weitgehend geräuschlos vor sich hin.
Sorgen, dass den Richterinnen und Richtern langweilig wird, muss man sich trotzdem nicht machen. Derzeit sind ganze 115 Verfahren beim Verfassungsgerichtshof anhängig – zuletzt haben etwa Grüne und Linke beantragt, das Schneller-Bauen-Gesetz auf seine Verfassungsmäßigkeit zu prüfen. Zur Beruhigung schickt Pia Morato, Sprecherin des Verfassungsgerichtshofes, einen Fleißnachweis hinterher: „Im vergangenen Jahr 2024 wurden insgesamt über das gesamte Jahr hinweg 144 Verfahren durch den Verfassungsgerichtshof erledigt.“ Weiter machen!
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An Neuköllns Schulen hat seit mindestens zwei Jahren keine jährliche Grundreinigung stattgefunden. „Aufgrund fehlender Haushaltsmittel“ habe der Bezirk eine solche weder 2024 noch 2025 veranlasst, heißt es in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage von Linke-Abgeordneten.
Aus der geht auch hervor, dass Neukölln wohl der einzige Bezirk ist, der Grundreinigungen gesondert beauftragt – was im Zweifel offenbar zum Sparen verlockt. Pankow gab keine Auskunft, überall sonst in Berlin aber ist eine jährliche Grundreinigung Teil des Reinigungsvertrags und findet meistens in den Sommerferien statt. Sicher kein Zufall, dass das Neuköllner Kinder- und Jugendparlament jüngst den ekelhaften Zustand der Schultoiletten angeprangert hat …
Wir bleiben in Neukölln: Nachdem zu Beginn des Schuljahres bereits zehn Grund- und Gemeinschaftsschulen ihre Schwimmbusse verloren hatten, teilte Schulrat Carsten Paeprer den restlichen 13 Schulen zu Beginn der vergangenen Woche mit, dass sie die Beförderung zum Schwimmunterricht für ihre Drittklässler ab Januar ebenfalls selbst stemmen müssen – für schlappe 8000 Euro pro „Schwimmjahr“. Um die Kosten zu senken, könne der Bezirk eine gemeinsame Ausschreibung übernehmen – falls die Schulen ihm dafür das Budget zur Verfügung stellen.
Dass viele Schulen sich das nicht werden leisten können, ist klar. Die Folge: Aufwändige Öffi-Anreisen mit mehreren Aufsichtslehrkräften, weniger Zeit für die Kinder, um Schwimmen zu lernen. In einer Protestnote an die Politik veranschaulichen Elternvertreter der Karlsgarten-Schule die Lage: „Die Fahrt zum Schwimmbad Baumschulenweg würde je nach Route mindestens 40–60 Minuten pro Strecke in Anspruch nehmen … Während dieser je 40 Minuten müssten 45 Kinder 4x ein- und aussteigen bzw. umsteigen …“ Mit Hermannplatz und Boddinstraße müssten die Kinder außerdem durch zwei der Drogen-Hotspots in Nord-Neukölln „geschleust“ werden, beklagen die Eltern.
Bildungsstadträtin Janine Wolter (SPD) betonte in der BVV-Sitzung gestern mehrfach, dass der Schwimmunterricht Teil des Sportunterrichts und somit Sache der Senatsbildungsverwaltung, nicht des Bezirks, sei. Der Bezirk habe die Schwimmbusse bisher nur „freundlicherweise unterstützt“, sei aber rechtlich nicht verpflichtet. Damit bleibt der einzige Sport, der in Berlin dauerhaft finanziell gesichert ist, das Behörden-Pingpong.
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phoenix-Bürgertalk
Streit um die Wehrpflicht - Wer will Deutschland dienen?
Diskutiert mit unseren Gästen:
• Sönke Neitzel (Militärhistoriker) • Thomas Erndl (CSU, verteidigungspolitischer Sprecher Union) • Desiree Becker (Linke, Verteidigungsausschuss) • Quentin Gärtner (Generalsekretär Bundesschülerkonferenz) • Alice Jacobi (Reservistin) • Lasse Rebbin (stellvertr. Bundesvorsitzender Jusos)
14.11.2025, 18:00 - 19:30 Uhr
Einlass ab 17:00 Uhr
T-Werk Potsdam, Schiffbauergasse 4e
Wir kommen noch mal auf Timur Husein zu sprechen: Ein Beitrag des CDU-Manns auf seinen Social-Media-Kanälen sorgt derzeit für heftige Kritik. „LINKE-Bürgermeisterkandidatin @eliferalp möchte, dass alle illegalen Sinti & Roma (Zigeuner) aus dem Ausland in Berlin bleiben dürfen (so im Neues Deutschland)“, schrieb Husein auf Instagram und X.
Nicht nur SPD- und Grüne-Abgeordnete verurteilen diese Wortwahl. Auch der Berliner Landesrat Deutscher Sinti und Roma ist fassungslos. „Die Aussagen des CDU-Abgeordneten Timur Husein ordnen sich in die Reihe der verbal-rassistischen Hetze der AfD und ihrer rechtsradikalen Populisten ein“, teilte Dotschy Reinhardt, Sprecherin des Landesrats, dem Checkpoint mit. Die Verwendung der rassistischen Fremdbezeichnung „Zigeuner“ werde als volksverhetzend empfunden. „Auch angesichts der nachweisbaren Zunahme antiziganistischer Angriffe sind solche Aussagen inakzeptabel“, sagte Reinhardt. Gefühlt waren wir schon mal weiter.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Bei so viel Drama um und in Neukölln, hier mal eine gute Nachricht: In diesem Jahr wird es endlich wieder einen Weihnachtsbaum vor dem Neuköllner Rathaus geben – oder besser gesagt: Der Baum steht schon, die Beleuchtung folgt noch. Wegen der Dauerbaustelle auf der Karl-Marx-Straße musste Jahre lang auf den Baum verzichtet werden.

Einen Wandertag in ernster Angelegenheit absolvieren morgen Schülerinnen und Schüler der Kreuzberger Reinhardswald-Grundschule. Sie übergeben gemeinsam mit Eltern und Lehrkräften der Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) eine Petition für den Erhalt ihres Schulstandorts. Die Schule muss wegen des schlechten Bauzustands spätestens 2028 geräumt werden. Ein Neubau oder eine alternative Unterbringung der Schulgemeinschaft sind derzeit nicht gesichert.
Amt, aber digital: In der „City Challenge“ suchte die Senatskanzlei Lösungen zur Digitalisierung in der Verwaltung. Nun wurden die Sieger gekürt: Die Groundkeeper GmbH entwickelte ein digitales Handbuch für die Belegung von Sportanlagen und die Agnum GmbH entwickelte eine Lösung für die Digitalisierung der Vergabevorbereitung. Beide erhalten ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro.
Amt, aber analog: Das neue Fachverfahren für die Bearbeitung von Gewerbemeldungen, das seit Mitte Oktober läuft, in allen Berliner Bezirken läuft, will noch nicht so ganz. In der Startphase seien „Formatierungsfehler in Dokumenten, unvollständige Anreden, falsche Gebührenanzeige oder abweichende Rechtsbehelfsbelehrung“ aufgetreten, schreibt die Wirtschaftsverwaltung und beruhigt: „Typische Kinderkrankheiten“. „Leichte Verzögerungen“ könnten dennoch auch in Zukunft nicht ausgeschlossen werden.
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Herzlichen Glückwunsch, Kida Ramadan! Erst im Sommer sprach Ann-Kathrin Hipp mit dem Schauspieler und Regisseur in unserem Podcast „Eine Runde Berlin“ (Nachhören lohnt sich) über seine Fahrstunden. Jetzt ist es vollbracht. Gestern postete er stolz ein Foto seiner neuen Plastikkarte auf Instagram und schreibt: „Schwöre is mir inzwischen wichtiger als ein deutscher Pass! #abuSchulterblick“.
Gestern haben wir Sie gefragt, ob Sie aktuell die SPD wählen würden. Die Antwort ist eindeutig: Von mehr als 2.200 Teilnehmern stimmten 78 Prozent für „Nein, zu viel Drama“, 6 Prozent waren unschlüssig und 16 Prozent sagten „Ja, der Krach wird’s schon richten“. Die Umfrage ist nicht repräsentativ – aber erstaunlich nah an den aktuellen Ergebnissen der Meinungsforschungsinstitute.
Endstation Bersarinplatz: Am Ende des Monats fährt die Tramlinie 21 vorerst zum letzten Mal ihre gesamte Strecke durch Friedrichshain. Danach wird die Route zweigeteilt, bis die neue Route über das Ostkreuz irgendwann Realität werden könnte. Zur Erinnerung an vergangene Zeiten lädt der Denkmalpflegeverein am Samstag zu Fahrten im alten Tatra-Wagen ein (Fahrplan hier). Tickets gibt’s beim Schaffner.
Gute Nachrichten für das Berliner Baumgesetz: Nach Jahren des Rückgangs gibt es wieder mehr Baumschulen in Brandenburg. Laut Statistik ist die Zahl der Betriebe 2025 von 37 auf 42 gestiegen. Die Gesamtfläche schrumpfte dabei nur leicht auf 1.059 Hektar (-1,4 Prozent).
Korrektur I: „Rudy“ ist ein US-Kultfilm, nicht aber der Vorname eines berühmten Anführers der West-Berliner Studentenbewegung. Insofern zieht die Bank JPMorgan Chase (CP von gestern) selbstverständlich in die Rudi-Dutschke-Straße. Sorri!
Korrektur II: Gestern schrieben wir, dass am Dienstag an der FU ein Gespräch mit einer Überlebenden des Hamas-Angriffs auf das Nova-Festival stattfinden sollte und nach Warnungen deutscher und israelischer Sicherheitsbehörden verlegt worden sei. Korrekt ist: Das Gespräch war ursprünglich für Ende Oktober vorgesehen. Aufgrund von Bedenken des Sicherheitsdienstes der Nova-Ausstellung wurde es jedoch in die Räumlichkeiten der Ausstellung am Flughafen Tempelhof verlegt, wo es dann an diesem Dienstag stattfand.
Zitat
„Wir haben in allen Bezirken ein Müllproblem“
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat zumindest kein Erkenntnisproblem. Was er gegen den Müll, steigende Mieten und für Olympia in den kommenden Monaten tun will, lesen Sie im großen Tagesspiegel-Interview (T+).
Stadtleben
Verlosung – Schon in „Der heutige Tag“ hat Helga Schubert (*1940 in Berlin) uns gezeigt, wie das geht: einverstanden sein mit dem Leben. So im Großen und Ganzen zumindest. Jetzt hat sie ein neues Buch geschrieben: „Luft zum Leben. Geschichten vom Übergang“. Die Geschichten spielen in Ost-Berlin, Moskau oder Mecklenburg – es geht um Aufbruch und Abschied, Diktatur und innere Freiheit. Das Buch erscheint heute, am Sonntag liest sie im Renaissance-Theater, wir verlosen 2x2 Karten! 18 Uhr, regulär 27/10 Euro, Knesebeckstraße 100, U-Bhf Kurfürstendamm
Trinken – Tee für Kenner:innen: Seit mehr als 15 Jahren führen Nan Yi und ihr Partner Thilo eine ruhige Institution für chinesische Herkunftstees, ohne Show, mit viel Substanz. Die Auswahl reicht bei „Nan Yi Tee“ von Oolongs bis zu gereiften Sheng und Shou Pu’Er, dazu das komplette Sortiment an Keramik, Kannen, Schalen ... Neben den chinesischen Raritäten werden hochwertige Darjeelings, Assam, Senchas, Long Jings und ein Jasmintee angeboten, der natürlich mit Jasminblüten beduftet wurde – nicht mit künstlichem Aroma. Hervorragende Beratung, außergewöhnliches Preis-Leistungs-Verhältnis; einen exklusiven Adventskalender gibt es übrigens auch. Di/Fr 11-17, Mi/Do 13-17, Sa 12-15 Uhr, Westfälische Straße 66, S-Bhf Halensee
Berlinbesuch – Sieht aus wie Kunst, darf und soll aber angefasst und benutzt werden: Solche Dinge sind der USP der Zeughausmesse. Verkauft wird von den angewandten Künstler:innen selbst, etwa die Vase „States of Flux No 5“ von Babette Wiezorek, die irgendwo zwischen Computergrafik und vegetabiler Struktur oszilliert. Auch im Kühlhaus bleibt die Messe der Ort für wegweisende angewandte Kunst und anspruchsvolle Weihnachtsgeschenke. 10/5 Euro (Kinder frei), heute 14-18 Uhr, Fr/Sa 12-19 Uhr, So 12-18 Uhr, Luckenwalder Straße 3, U-Bhf Möckernbrücke
Noch hingehen – Wir tun ja gerne so, als sei Afrika ein Land, dabei besteht der Kontinent aus 54 sehr unterschiedlichen Ländern. Diese Vielfalt kann auch das Festival „Afrikamera – Aktuelles Kino aus Afrika“ nicht komplett abbilden, aber andeuten. Zu sehen sind noch bis Sonntag unter anderem Produktionen aus Kamerun, Senegal und Togo, mit besonderem Fokus auf Filmen von Frauen. Morgen läuft im Sinema Transtopia nochmal der Eröffnungsfilm „Promis le Ciel“ von Erige Sehiri. Es geht um drei Frauen von der Côte d’Ivoire, die im Exil eine Art Wahlfamilie bilden und versuchen, sich in Tunis ein besseres Leben aufzubauen (21.30 Uhr). Karte 9 Euro, Lindower Straße 20/22 (Haus C), S-/U-Bhf Wedding
Grübelstoff – Sind Sie schon im Weihnachtsmodus? Also, führen Sie in freien Minuten lange Listen für Adventskalender-Zubehör, Geschenke (s. „Berlinbesuch“) und das Menü der Festtage? Oder kommt Ihnen das komplett übertrieben vor, im November? Na ja, in zwei Wochen ist erster Advent, wir sagen es nur mal so.
Kiekste
So schön kann jottwede sein: Leser Stefan Sachse fing diesen Sonnenaufgang über den Zingerwiesen in Pankow bei seiner Joggingrunde ein. Schicken auch Sie uns Ihre schönsten Berlin-Schnappschüsse an checkpoint@tagesspiegel.de. Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A100 (Stadtring): Die A100 wird ab 21 bis ca. 5 Uhr in beiden Richtungen zwischen Dreieck Funkturm und Spandauer Damm gesperrt.
A111 (Reinickendorf-Zubringer): Die A111 wird von 20 bis 5 Uhr in beiden Richtungen zwischen den Anschlussstellen Am Festplatz und Holzhauser Straße gesperrt. Eine Umleitung ist eingerichtet.
Friedrich-Engels-Straße (Rosenthal): Ab dem Morgen ist der gesamte Kreuzungsbereich der Kastanienallee für ca. eine Woche für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Nahverkehr – S-Bahn – S3: Von 22 bis 1.30 Uhr fahren die Züge der Linie zwischen Friedrichshagen und Karlshorst nur im 20-Minutentakt. Umstieg in beiden Fahrtrichtungen in Friedrichshagen.
S5: Von 22 bis 1.30 Uhr fahren die Züge zwischen Mahlsdorf und Warschauer Straße nur im 20-Minutentakt. Umstieg in beiden Fahrtrichtungen in Hoppegarten.
Regionalverkehr – RE2: Von 22 bis 1 Uhr fallen einige Züge zwischen Hennigsdorf/Berlin-Charlottenburg und Königs Wusterhausen aus.
Demonstration – Heute sind 14 Demos angemeldet (Stand 12.11., 15.30 Uhr), u.a. „Berlin Freedom Week Mobil“: 100 Menschen, Axel Springer Freedom Foundation, Niederkirchnerstraße 5 (9-14 Uhr)
„Petitionsübergabe an Frau Günther-Wünsch“: 350 Demonstrierende, Reinhardswald-Grundschule, Niederkirchnerstraße 5 (11.30-12.30 Uhr)
„Mission Peace statt Mission Female – deine Gesundheit ist kein Karriereopfer“: 50 Menschen, BSW Bezirksverband Treptow-Köpenick, Friedrichstraße 140 (15.30-17.30 Uhr)
„Stopp aller Waffenexporte und militärische Kooperation mit Israel – Waffenembargo jetzt !! – Gegen Apartheid, Unterdrückung und Militarisierung“: 50 Protestierende, Tauentzienstraße 16 (16-18 Uhr)
„Schritttempolauf auf den verkehrsberuhigten Straßen im Klausenerplatz-Kiez“: 30 Teilnehmende, Kläre-Bloch-Platz, Nehringstraße, Kläre-Bloch-Platz (16-17.30 Uhr)
Gericht – Gegen drei Männer kommt es zum Prozess um Entführung, Erpressung und Aussetzung des Opfers. Ein 41-Jähriger soll mit gesondert verfolgten Komplizen vor elf Monaten auf einem Parkplatz einen Mann überwältigt haben. Das Opfer sei in eine Wohnung im brandenburgischen Bad Freienwalde verschleppt worden. Vom Vater des Opfers seien zwei Millionen Euro gefordert worden. Als die Täter von polizeilichen Maßnahmen erfuhren, hätten sie das erheblich verletzte Opfer bei Kälte auf einem Waldweg ausgesetzt (9.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A606).
Universität – Ab morgen findet in der Arena die „Einstieg Berlin“ statt, eine Messe für Schulabgänger:innen zu den Themen Ausbildung, Studium, Gap Year und Praktika. Der Eintritt ist frei, man braucht aber eine kostenlose Registrierung für den Einlass, Freitag 9-15 Uhr, Samstag 10-16 Uhr, Eichenstraße 4
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Achim von Borries (57), Filmregisseur und Drehbuchautor, führte u.a. Regie bei „Babylon Berlin“ und war Drehbuchautor bei „Goodbye Lenin!“ / Eberhard Diepgen (84), Jurist und Politiker (CDU), von 1984 bis 1989 sowie von 1991 bis 2001 Regierender Bürgermeister von Berlin / Annemone Haase (95), Schauspielerin, viele Jahre am Berliner Ensemble, spielte in der Serie „Berlin, Berlin“ die Großmutter der Titelfigur Lolle / Rebecca Immanuel (55), Schauspielerin, Ausbildung an der Hochschule „Ernst Busch“, spielt u.a. die Klinikleiterin Dr. Vera Fendrich in der ZDF-Serie „Der Bergdoktor“ / „Liebe Sabine, wackere Kämpferin 😉, herzliche Glückwünsche zum 66. Geburtstag! Wir feiern nach? Nicht mehr lange, dann beginnt das schöne, freie Leben. Alles Gute, vor allem Gesundheit. LG Sabine aus Saigon 😘“ / „Herzliche Geburtstagsgrüße aus dem Süden an unseren Sohn Karl.“ / „Meinem Spatzerl ganz herzliche Glückwünsche zum neuen Lebensjahr, mit hoffentlich viel Unternehmungen, Ideen für neue Projekte und Erkundungen in der Hauptstadt oder im Süden. Du bist der BESTE!“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Brigitte Möller, * 13. September 1950, verstorben am 15. Oktober 2025 / Dorothee Bartsch, * 5. September 1945, verstorben am 21. Oktober 2025 / Ulrike Eichhorn, verstorben am 19. Oktober 2025 / Gerhard Seeland, * 20. März 1949, verstorben am 31. Oktober 2025 / Lothar Voß, * 18. Januar 1941, verstorben am 20. Oktober 2025
Stolperstein – Ida Mollheim geb. Frankenstein (*1858) war mit dem Kaufmann Max Mollheim verheiratet. Ob sie einen Beruf ausübte, ist nicht bekannt. Das Paar hatte zwei Töchter: Hedwig und Elsbeth. Die Familie zog um 1885 nach Berlin. Nachdem Max 1934 gestorben war, zog Ida zu einer ihrer Töchter und dem Schwiegersohn. Am 17. August 1942 wurde sie von den Nazis nach Theresienstadt deportiert, wo sie am 13. November 1942 an den unerträglichen Lebensumständen starb; die offizielle Todesursache war „Darmkatarrh“. An Ida Mollheim erinnert ein Stolperstein, auf dem fälschlicherweise „Wollheim“ steht, in der Schlüterstraße 54 in Charlottenburg.
Encore
Zum Schluss auch das noch: Ein Jäger hat in einem Wald bei Altenahr (Rheinland-Pfalz) womöglich eine Großkatze gesichtet (via SWR). „Wir nehmen die Meldung des Jägers ernst und informieren Sie transparent“, teilte der Bürgermeister von Altenahr, Dominik Gieler, mit. „Es besteht kein Grund zur Panik.“
Wir erlauben uns hier in Berlin natürlich kein Urteil, würden aber raten, in alle Richtungen zu ermitteln.
Saskia Kabelitz, Masha Slawinski und Robert Kiesel haben einmal mehr mit ihren Ermittlungen zu diesem Checkpoint beigetragen. Antje Scherer hat für Sie im Stadtleben gewildert und Jaqueline Frank früh die Fährte für die Produktion aufgenommen.
Morgen streifen hier Anke Myrrhe und Stefan Jacobs durch Berlin.
Auf bald!

