Zumindest war’s kein Känguru. Gerade noch rechtzeitig zum Tag der Deutschen Einheit kam in Kladow zusammen, was zusammengehört: Das ausgebüxte Wallaby ist am Donnerstag wieder aufgetaucht, unweit des Anwesens seines Besitzers Jakob Augstein. Der Verleger freute sich riesig: „Es ist von alleine gekommen. Es wollte nach Hause.“ Na ja, fast: Mitarbeiter eines Gartenbauunternehmens hatten das Känguru auf ihrem Gelände entdeckt und Spezialisten alarmiert, die es schließlich betäubten und einfingen.
Und so konnte Berlin beruhigt den Tag der Deutschen Einheit feiern, während Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) beim offiziellen Festakt in Saarbrücken eine „gemeinsame Kraftanstrengung“ für eine„neue Einheit“ beschwor (hier geht’s zu den wichtigsten Punkten der Rede). Aus diesem Anlass ein Update zur Einheitswippe: Fünf Jahre nach Spatenstich hängt das Denkmal weiter in der Schwebe. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer will trotz diverser Insolvenzen am Projekt festhalten und sucht laut dpa „intensiv“ nach Lösungen. Vor dem Stadtschloss dürfte aber so bald nichts wippen.
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Sehr praktisch: Nach der Umbenennung der Steglitzer Treitschkestraße in Betty-Katz-Straße können Anwohnerinnen und Anwohner ihre Ausweise und Fahrzeugscheine ohne Termin in den Bürgerämtern in Steglitz, Zehlendorf und Lankwitz ändern lassen. Noch praktischer: Das Mobile Bürgeramt kommt am 7. und 14. Oktober in die Kopernikus-Oberschule (Lepsius-/Ecke Betty-Katz-Straße). Steile These: Das 14-Tage-Ziel rückt näher.
Falls Sie sich fragen, was eigentlich Robert Habeck (Grüne) macht: Er talkt. Der Ex-Wirtschaftsminister startet morgen im Berliner Ensemble seine Reihe „Habeck Live“. Das Thema: „Brauchen Demokratien den Notfall?“ Die Gäste: Anne Will und Volker Wissing. „Vorgenommen habe ich mir lange, tiefe, ruhige Gespräche“, sagte Habeck vorab. Der erste Termin ist ausverkauft, das Gespräch wird kostenlos als Audio- und Videopodcast veröffentlicht.
Wir atmen lang, tief und ruhig durch und freuen uns über die besten Berlin-Fotos des Monats. Jeden Tag schicken Sie uns tolle Motive, immer nach dem Motto „Typisch Berlin“. Wir veröffentlichen sie im Checkpoint (und bei unserer Berlin-Revue) und küren die Favoriten. Diesmal dabei: knusprige Kunst, ein trauriger Spielplatz und ein holpriger Radweg. Herzlichen Glückwunsch! Die Fotografinnen und Fotografen bekommen einen gerahmten Druck und qualifizieren sich für das „KIEKSTE“ des Jahres, unser Wettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN. Über neue Fotos freuen wir uns jederzeit: checkpoint@tagesspiegel.de.

Diese Kunst mag arbeitslos sein, doch brotlos ist sie keineswegs. Erblickt und kunstvoll dokumentiert von Checkpoint-Leserin Ursula Hohmann in Schöneberg.

Berlins wohl kargsten Kinderspielplatz hat Frank Westphal am Kanzleramt gefunden.

Künstlerische Freiheit bei der Radwegführung entdeckt am Lützowplatz von Checkpoint-Leser Helge Heidemeyer.
Nach dem Feiertag ist vor dem Wochenende: Hier kommen ausgewählte Checkpoint-Tipps für zwei ereignisreiche Tage.
SONNABEND
+ Flippern, Ditschen, Titschern, Fitschen: Beim Wettbewerb „Berlin Titscher Masters 2025“ im Strandbad Plötzensee geht es darum, einen Stein möglichst weit und häufig übers Wasser hüpfen zu lassen.
+ Berlin ist Regenbogen: In drei Stunden radeln Sie bei der Stadtführung „Homolulu“ einmal quer durch die queere Geschichte Berlins.
+ Die Markthalle „Kalle Halle“ in Neukölln feiert Eröffnung. Wo einst ein Quelle-Kaufhaus war, gibt’s jetzt Drinks und Essen von hippen Restaurants.
SONNTAG
+ Ein Hauch von Bayern weht durch Lieskau bei Finsterwalde: Kühe und bis zu eintausend Schafe werden von der 150 Meter hoch gelegenen Alm hinab getrieben.
+ Zum letzten Mal öffnet das Buchstabenmuseum. Vielleicht erspähen Sie in der Sammlung auch das oben erwähnte Quelle-Q.
+ Auch die Abschlussausstellung der Ostkreuzschule endet. Ein Besuch der Ausbildungsstätte für Dokumentarfotografie, Fotografie und Fotojournalismus lohnt sich immer.
SONNABEND & SONNTAG
+ „50 Shades of Orange“: Beim Schöneberger Kürbisfest im Akazienkiez gibt es mehr als 20 verschiedene Kürbissorten und jede Menge Livemusik und Handwerk.
+ Mittelalterlich wird’s auf dem Gauklerfest in der Zitadelle Spandau, mit Stelzentheater, Akrobatik und Feuershow.
+ Und wer Möbel, Seltenes und alte Schätze sucht, sollte zur Trabrennbahn Karlshorst galoppieren: Bei der Designbörse werden unter anderem Leuchten, Hocker und Sofas angeboten.
Weiter gehts mit dem Checkpoint-Wochenrätsel, dem Quiz für Berlinkenner und alle, die es werden wollen. Letzte Woche war das Lösungswort DEMONSTRATION. Danke fürs Mitmachen und viel Spaß mit Brücken, Bahnen und Beuteltieren.
1. Deutschland feiert seine Einheit mit einem großen Fest in Saarbrücken. Unter welchem Motto präsentiert sich Berlin auf der Ländermeile?
J) „#Musikhauptstadt“
K) „#Verwaltungshauptstadt“
D) „#Spätihauptstadt“
2. Der Senat hat derweil den Weg für die Olympiabewerbung freigemacht. Wie viel Geld soll ausgegeben werden?
E) Zwei Millionen Euro
U) Sechs Millionen Euro
R) Zwölf Millionen Euro
3. Apropos Großveranstaltungen: Welche Berufsgruppe verursachte bei polizeilichen Maßnahmen während der Fußball-EM 2024 hohe Ausgaben?
B) Dolmetscher
A) Seelsorger
L) Hundeführer
4. Autsch: Berlin ist das unbeliebteste Bundesland Deutschlands. Wen mag die Hauptstadt laut einer Sympathie-Umfrage der Freien Universität am liebsten?
S) Bayern
N) Hessen
I) Hamburg
5. Schnell etwas Positives: Der Deutsche Schulpreis ging an die Maria-Leo-Schule in …
E) … Neukölln.
D) … Lichtenberg.
L) … Pankow.
6. Und mit welchem Land hat Berlin in dieser Woche erstmals einen Staatsvertrag geschlossen?
Ä) Vatikan
Ü) Monaco
Ö) Liechtenstein
7. Berlins Bahnchef Alexander Kaczmarek redete derweil im Tagesspiegel Tacheles: „Wir haben aktuell Tage mit …
U) … 200 bis 300 Störfällen.“
G) … 50 bis 80 Krankmeldungen.“
L) … 12 bis 16 Arbeitsstunden.“
8. Dauert auch länger: Wann soll laut Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) die neue Elsenbrücke eröffnet werden?
B) „Herbst“
M) „Winter“
I) „Frühling“
9. Und welcher Entertainer wurde in dieser Woche offiziell mit einem Platz am Kurfürstendamm geehrt?
F) Günter Pfitzmann
D) Peter Alexander
S) Harald Juhnke
10. Ebenfalls Originale: Zum Verkauf stehen aktuell …
F) … sieben Ausflugsschiffe der Reederei Stern+Kreis.
A) … fünf Doppeldeckerbusse der BVG.
M) … drei WELT-Heißluftballons.
11. Auch teuer: Welches Berlin-Accessoire taucht im neuen Schwarzbuch des „Bundes der Steuerzahler“ als Beispiel für angebliche Steuerverschwendung auf?
E) Schal
L) Mütze
O) Basecap
12. Kladow sucht ein Känguru: Zu welcher Gattung gehört das berühmte Beuteltier?
P) Gelbfuß-Felskänguru
T) Baumkänguru
I) Wallaby
13. Was kann man neuerdings in Reinickendorf ausleihen?
W) „Kiez-Tandems“ für eine Fahrradtour
E) „Kiez-Körbe“ fürs Picknick
R) „Kiez-Alpakas“ für einen Spaziergang
14. Und wozu haben sich am Sonntag dutzende junge Menschen im James-Simon-Park in Mitte verabredet?
E) „Zahnpasta in Streifen schneiden.“
N) „Sand mit einem Sieb schaufeln.“
R) „Pudding mit Gabel essen.“
Senden Sie das Lösungswort an checkpoint@tagesspiegel.de. Einsendeschluss ist Sonntag, 23.59 Uhr. Unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort verlosen wir einen limitierten Checkpoint-Jutebeutel. Viel Glück!
Berliner Schnuppen
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