diesen imposanten Anblick möchte uns Checkpoint-Leserin Birgit Ziervogel Ihnen nicht entgehen lassen: „Dieses Foto habe ich gestern Abend in Kärnten in Kötschach-Mauthen in der Dämmerung gemacht.“

Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir während der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint@tagesspiegel.de.
das Donnern überm Tempelhofer Feld kam am Dienstagabend nur vom Wetter. Doch am Horizont zieht grollend die Debatte zur Zukunft von Berlins begehrtester Freifläche auf: Der schwarz-rote Senat macht Ernst mit seiner Ankündigung, die Randbebauung des ehemaligen Flughafens voranzutreiben. Nun hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ein Verfahren entwickelt, wie der geplante Ideenwettbewerb für die Freifläche und die Beteiligung der Berliner Bevölkerung aussehen sollen. „Wir haben die Sommerpause genutzt, um einen Prozessvorschlag zu machen. Den stimmen wir derzeit mit dem Koalitionspartner ab“, sagte ein Sprecher dem Checkpoint. Nach der Sommerpause solle der Plan in den Senat gehen und dort beschlossen werden.
CDU-Politiker Christian Gräff fordert einen Start des Ideenwettbewerbs noch in diesem Jahr. Spätestens 2026 sollten dazu dann die Berliner befragt werden. Aber auch die Bebauungsgegner vom einstigen Volksentscheid bringen sich in Stellung und nennen das geplante Verfahren eine „Farce“. Die Bürger hätten schließlich schon einmal abgestimmt. Die Debatte um das Feld konnte der Volksentscheid damals nur temporär beenden. Seither schwelt sie vor sich hin, genährt von der wachsenden Wohnungsnot. Vielleicht muss sie noch einmal offen geführt werden, um den Streit endlich in eine Richtung aufzulösen. Wie ein reinigendes Gewitter – auch wenn es zwischendrin mal knallt.
Schlag für das Berliner Wohnungsbündnis: Nachdem die Adler Group durch überhöhte Mieterhöhungen die Vereinbarung mit dem Senat bereits gebrochen hat, tritt das kriselnde Immobilienunternehmen nun auch offiziell aus dem Bündnis zwischen Land und Wohnungswirtschaft aus. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bedauerte die Entscheidung – und wohl auch, was er erst kürzlich über die Bündnismitglieder gesagt hat: „Was mich an dem Bündnis sehr freut, war die Übereinstimmung, die ich wahrgenommen habe, dass keiner gesagt hat, dass dieses Bündnis ein Selbstzweck ist, sondern es dient einzig und allein den Berlinerinnen und Berlinern.“ Eher schlecht gealtert.
Den obersten Türsteher der Stadt macht derweil Berlins neuer Kultursenator Joe Chialo (CDU): „Ich kann mir auch keinen Flug nach Hawaii buchen, wenn ich mir das nicht leisten kann. Und ich kann nur die Clubs besuchen, die ich mir leisten kann. Da müssen wir nüchtern bleiben“, schüttet er der Berliner Partyszene im Interview mit dem „Groove“-Magazin Wasser ins Sektglas. Die Regeln des Marktes müssten eben auch am Clubeingang akzeptiert werden. Klingt nicht ganz nach dem Sound, der Berlins Clublandschaft einst groß gemacht hat. Allerdings stellten sich damals auch unternehmerische Fragen von steigenden Mieten und Inflation noch nicht. Den Rausschmeißer-Song will Chialo für die Clubs der Stadt aber noch nicht auflegen. Nach neuen Räumen für die Szene werde gesucht. Und auch der „Kulturlärm“ soll dank Senatssegen seltener runtergeregelt werden müssen.
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Apropos Nachtleben: Wenn’s um die Frage der richtigen Outfit-Wahl für einen der hiesigen Clubs geht, lautet die Antwort häufig: Hauptsache schwarz! Das wird jetzt selbst dem KitKat zu düster. Die erste Anlaufstelle für Freunde von Lack und Leder verkündet auf Instagram einen neuen Dresscode: Wer ganz in Schwarz ankommt, den lässt der Club nicht mehr rein. „Hört auf, in langweiligen schwarzen Outfits anzukommen! Seid kreativ oder bleibt zu Hause!” Einlass gibt’s nur mit Glamour und Glitzer. Die zu erwartende Aufregung in der Berliner Clubszene folgte sofort, weshalb das KitKat noch am Dienstag präzisierte: „Kreative, schwarze Fetisch-Outfits sind offensichtlich nicht verboten und weiterhin willkommen.“ Tabu ist jedoch Unterwäschen-Garderobe oder die simple Kombination aus schwarzen Shorts und Ledergeschirr – was fast schon als neue Raver-Uniform gilt. Ob das Berghain wohl nachzieht?
Jetzt wird’s musikalisch. Liebes ChatGPT, wie würde eine Hymne auf Berlin klingen, wenn Herbert Grönemeyer statt „Bochum“ über die Hauptstadt gesungen hätte? (Den Stakkato-Gesang bitte selbst dazu denken.)
„Zwischen Spree und Beton, Herzschlag der Stadt,
Berlin atmet Geschichte, Tag und Nacht.
Im Schatten der Mauer, ein neuer Morgen erwacht.
Hier wo Freiheit tanzt und Träume fliegen,
Berlin, du bist Leben in allen Stigen.
Gemeinsam stark, durch Sturm und Sonnenschein,
In deinen Straßen spiegelt sich das Leben ein.“
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Wie gefährlich wird der Herbst? Weltweit nehmen die Infektionen mit der Coronavariante EG.5 deutlich zu. Was bedeutet das für Deutschland? Wird es gar eine neue Welle geben? Drei Einschätzungen von Experten.
Riskante Abnehm-Methode: Seit einigen Monaten werden in Europa ungewöhnlich viele Vergiftungsfälle gemeldet. Auslöser für den Ausbruch ist eine umstrittene Methode zum Gewichtsverlust, für die viele Menschen extra in die Türkei reisten. Ein Bericht von Floris Kiezebrink.
Wer sind die Dax-Chefs mit den höchsten Gehältern? Alle verdienen deutlich weniger, und keiner bekommt mehr als zehn Millionen Euro: Die Managergehälter sind im Jahr 2022 gesunken. Der Spitzenverdiener ist neu – eine Analyse von Tanja Kewes.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Die Temperaturen steigen – und prompt wird’s auch im Freibad wieder hitzig. Im Columbiabad soll am Montagabend ein Wachmann gezielt von zwei Männern angegriffen worden sein, berichtete die Polizei am Dienstag. Die beiden sollen mit weiteren Männern im Auto vorgefahren sein, nachdem zwei Frauen sie im Streit mit dem Wachmann zuvor offenbar telefonisch herbeigerufen hatten. Anlass laut Wachmann: Er habe sie aufgefordert, einen anderen Ausgang zu benutzen.
Die Humboldt-Universität hat gegen einen weiteren Mitarbeiter ein Disziplinarverfahren wegen Vorwürfen sexueller Belästigung eingeleitet. Zuvor hatten Studierendenvertreter von HU und FU die Vorwürfe gegen den Professor öffentlich gemacht.
Feiert Air Berlin ein Comeback? Sechs Jahre nach der Pleite hat der „Sundair“-Gründer Marcos Rossello den Markennamen der Berliner Fluglinie erworben. Kostenpunkt: 120.190 Euro, Zukunft: unklar – der Unternehmer habe „einige Ideen“ für die Marke, eine Umbenennung seiner eigenen Fluglinie sei aber unwahrscheinlich.
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Im Spandauer Biergarten Café Lutetia wird am Freitag ein buntes Programm geboten: Neben einer Theaterpremiere und einer Bühnenvorstellung gibt’s eine Open Air Feier mit DJ Sets und Konzerten für Groß und Klein.
Zwischenlösung können sich in Berlin als ziemlich langlebig erweisen. Das gilt leider auch für den reduzierten Busfahrplan der BVG. In der kommenden Woche sind die Verkehrsbetriebe bereits ein Jahr mit reduziertem Angebot auf etlichen Linien unterwegs. Und wie ist die Lage kurz vor dem Jahrestag? Erst auf sieben von 30 Strecken mit eingeschränktem Betrieb hat die BVG die Kürzungen vollständig zurücknehmen können (Q. Anfrage Christian Zander, CDU). Besserung ist wegen fehlender Fahrer kaum in Sicht.
Berlins Löwe war zuletzt nur eine Ente. Wahrscheinlicher ist dagegen, dass künftig mal ein Wolf durch die Hauptstadt streift. Während in Brandenburg selbst der grüne Umweltminister schon einen schnelleren Abschuss der Tiere fordert, heißt es in Berlin bald zumindest: bei Anruf Wolf. Der Senat will eine Hotline schalten, bei der sich melden kann, wer auf Berliner Landesgebiet einen Wolf sichtet (Q: Anfrage June Tomiak, Grüne). Klingeln dürfte der Apparat eher selten. Erst ein einziges Mal hat sich bislang ein Wolf in die Hauptstadt verirrt. Selbst Berlin zieht eben nicht jeden an. Das Revier an der Spree ist aber natürlich auch schon abgesteckt: Bei uns steppt halt der Bär.
Das dürfte für Jubelstürme in etlichen Kinderzimmern gesorgt haben – und Ärger bei vielen Eltern: Die Sommerferien dauern für die Schüler der Wolkenstein eine Woche länger. Der Ausweichräume während der Bauarbeiten am eigentlichen Schulgebäude werden nicht rechtzeitig fertig.
Ist nicht alles schlecht hier: Der Berliner Hauptbahnhof ist der beste in ganz Deutschland! Zumindest, wenn man den aktuellen Bahnindex fragt. Laut einer Studie des US-amerikanischen „Consumer Choice Centers“ landet Berlins Zentralstation europaweit sogar auf Platz drei, hinter Zürich und Wien. Das will das Zentrum unter anderem anhand von Lageplänen, Abfahrtsstatistiken und Bahnhofsservices herausgefunden haben. Doch bloß nicht zu früh freuen: Ostkreuz, Gesundbrunnen und Zoo rangieren in Sachen Kundenerfahrung auf den letzten Plätzen des Rankings.
Fortschritt in Berlin I: Im Bürger- und Standesamt an der Blaschkoallee kann ab Oktober bargeldlos bezahlt werden. „Mittels Girocard und aller gängigen Kredit- und Debitkarten“, schreibt der Bezirk. Handyzahlung geht also weiterhin nicht. Und Achtung: gültig nur mit PIN – wofür die Karte ins Lesegerät gesteckt werden muss. „Kontaktloses Bezahlen mit Girocard, Kredit- und Debitkarten sowie mit dem Smartphone oder auch der Smartwatch wird noch nicht akzeptiert.“ Ein Schritt nach dem anderen.
Fortschritt in Berlin II: Wer sein Abo wechselt, soll bei der BVG bald (endlich) seine bisherige Karte nicht mehr wegschmeißen müssen. Die bestehende Chipkarte kann dann per Smartphone aktualisiert werden, stöbert „nd“-Kollege Nicolas Sustr in den Vergabeunterlagen auf.
Und nun zum Sport: Der Wechsel von Robin Gosens zu Union ist perfekt. Die Eisernen legen 15 Millionen Euro für ihren neuen Rekordtransfer hin. Und der nächste namhafte Spieler scheint schon im Anflug, Kevin Volland soll vom AS Monaco an die Spree wechseln.
Kann man sich menschlich noch mehr disqualifizieren, als eine andere Person rassistisch zu beleidigen und zu beißen? Der AfD-Verordnete Kai Borrmann aus Mitte gibt sich alle Mühe. Sein neuester Ausfall: Borrmann äußerte sich auf „X“ zum Rechts-Terroristen und Massenmörder Anders Breivik mit den Worten „Dass er ein Mörder war, beweist ja nicht, dass er politisch falsch lag.“ Die Plattform hat den Post mittlerweile gelöscht.
Neues vom Känguru: Der Brandenburger Ausreißer heißt Eddy und kommt aus einem Gartengehege in Seefeld! Das will zumindest die Berliner Zeitung recherchiert haben – bei einem Ortsbesuch habe ein Nachbar den Kollegen berichtet, ein Dorfbewohner habe das Känguru vor vier Jahren vor dem Schlachter gerettet. Es sei ihm gut gegangen in seinem Gehege, obwohl das Tier nicht angemeldet gewesen sei. Laut Dorf-Buschfunk wolle der Besitzer das Känguru aber nicht wieder einfangen. Sollten Sie also beim Wandern ein Beuteltier erspähen: Sie sehen richtig.
Zitat
„Wegen einer technischen Störung müssen wir das Fahrzeug mal kurz schlafen legen. Also bitte nicht wundern, es wird dunkel und die Türen bleiben mal kurz zu.“
Ansage im RE5 von Berlin nach Rostock, gehört von Tagesspiegel-Kollege Dominik Mai am Montag – nach einer Stunde rollte es wieder.
Tweet des Tages
Ganz Berlin hat heute Nacht schlecht geschlafen also seid nett zu uns ok
Stadtleben
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In Postleitzahlen durch Berlin: Während der Sommerferien bringen wir Sie jeden Tag an Orte zwischen 10115 und 14199. Heute: 14199 Schmargendorf (Wilmersdorf).
Essen & Trinken – Fernab von touristischem Gedränge bietet das Eiscafé „La Bottega del Gelato“ bei den sommerlichen Temperaturen Leckereien zum Dahinschmelzen an. Inhaber Domenico Musano bereitet sein (laktosefreies oder veganes) Speiseeis selbst zu. Auch Kaffee aus der Siebträgermaschine sowie süßes und herzhaftes Gebäck werden de facto in Handarbeit zustande gebracht und variieren nach Saison und Gästewünschen. Di-Fr 11.30-20, Sa 12-20, So 12-19, Mo 14-18 Uhr. Zoppoter Straße 3, Bushaltestelle: Zoppoter Straße
Berlinbesuch – Der ehemalige Tiefbunker aus dem Zweiten Weltkrieg ist im Kiez mittlerweile als „Artist Homes“ bekannt. Ob Konzerte, Aufführungen, Vorträge, Ausstellungen oder Führungen: Kunst- und Geschichtsbegeisterte sind dienstags bis freitags (11-18 Uhr) sowie samstags (11-16 Uhr) eingeladen, in das breitgefächerte Programm und die Tiefen deutscher Historie einzutauchen. Am kommenden Repertoire wird gerade gebastelt. Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, kann sich hier zum Newsletter anmelden. Hohenzollerndamm 120, Bushaltestelle: Elsterplatz
Mit Kindern –In der Wasserwerkstatt des Wassermuseums wird das Wort „Eintauchen“ wörtlich genommen. Das Urelement steht selbstverständlich im Mittelpunkt der Wasserspielstationen, bei denen Kinder spielerisch durch Experimente die aquatischen Eigenschaften kennenlernen können. Die Saison endet am 30. September.Bis dahin gilt: Wasser marsch! Öffnungszeiten und Eintrittspreise finden Sie hier. Dillenburger Straße 57 (Tor 2 / Ecke Sodener Straße), U-Bhf Breitenbachplatz
Und sonst? Schmargendorfs Dorfkirche ist bis heute die kleinste Dorfkirche Berlins. Die am Ende des 13. Jahrhunderts erbaute Kultstätte war bis 1929 die einzige Kirche im Ortsteil und verfügt über gerade mal 80 Plätze.Der markante Kirchturm kam erst im 19. Jahrhundert dazu und wurde 1957 mit Brettern ausstaffiert. Bis heute entspricht ein Großteil dem originalen Zustand. Neben regelmäßige Gottesdienste hält die evangelische Gemeinde Alt-Schmargendorf auch Kinder-Gottesdienste. Breite Straße 38, Bushaltestelle: Kirchstraße
Feriengewinn für Leichtmatrosen – Die britische Komödie „Fisherman’s Friends 2 – Gegen den Wind, auf das Leben!“ erzählt die Geschichte einer Folkband aus Cornwall. Der Herrenchor, der aus Fischern besteht und einst nur als Hobby sang, endet auf der Bühne des Glastonbury Music Festivals, auf dem im selben Jahr auch Beyoncé als Headliner gebucht wurde. Am 24. August wird der Streifen in den deutschen Kinos uraufgeführt. Wir verlosen ein Gourmet-Set mit typisch englischen Köstlichkeiten, einem Fanshirt sowie zwei Kinotickets, diebundesweit einlösbar sind. Einen visuellen Vorgeschmack zum Film finden Sie unter diesem Link. Wer vorab ihrem Top-Ten Charts-Hit lauschen möchte, klickt hier.
Kiekste
Warten auf den Bus. In Zehlendorf gemütlich privat aufgemöbelt. Dank an Leser Bernd Hübner fürs Entdecken! Mehr mitreis(s)ende Berlin-Bilder gern an: checkpoint@tagesspiegel.de.
Berlin heute
Verkehr – A10 (Östlicher Berliner Ring): Sperrung der AS Berlin-Hohenschönhausen in Fahrtrichtung Dreieck Spreeau (Frankfurt/O.) zwischen 22 und 6 Uhr.
Ostseestraße (Prenzlauer Berg): In Richtung Michelangelostraße steht nur ein Fahrstreifen zwischen Mandelstraße und Greifswalder Straße zur Verfügung (bis vsl. 23. August).
Demonstration – Für heute sind 13 Demonstrationen (Stand 15.8., 14 Uhr) angemeldet, u.a. „RefCannG im Kabinett“: Zehn Demonstrierende, CSC High Ground Berlin e.V., Forum Bundeskanzleramt (10.30-12 Uhr)
„Mahnwache: Tiertransporte in Drittländer stoppen!“: 15 Teilnehmende, Tierschutznetzwerk Kräfte bündeln, Wilhelmstraße 54 (12-14 Uhr)
„Umgestaltung des Hermannplatzes und der Abriss von Karstadt“: 40 Protestierende, Hasenheide 3 (16-19 Uhr)
„Wir fordern, dass das bezirkliche Vorkaufsrechtverfahren im Falle der Weichselstraße 52 und der Hermannstraße 123 in Neukölln vom Berliner Senat finanziell und politisch unterstützt wird.“: 50 Menschen, Rathausstraße 15 (16.30-21 Uhr)
„Frieden schaffen ohne Waffen! Mahnwache für den Frieden“: 15 Demonstrierende, Bölschestraße (19-19.30 Uhr)
Gericht – Der Prozess gegen Clanchef Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder um mutmaßliche Straftaten wie versuchte schwere räuberische Erpressung zum Nachteil von Rapper Bushido geht weiter – die Verhandlung geht ins vierte Jahr (13 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 500).
Universität – Während des Sommerferien-Angebots der Freien Universität können MINT-Interessierte sich heute den Vortrag zur Epigenetik von Prof. Dr. Daniel Schubert anhören. Von 15 bis 16 Uhr geht der Biologie-Experte dabei den Mechanismen, Phänomenen und Gedächtnisprozessen in Pflanzen auf den Grund. Arnimallee 22 (Hörsaal A) und via Webex
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Leslie Clio (37), Soul- und Pop-Sängerin / Andreas Dresen (60), Filmregisseur und ehem. Laienrichter des Verfassungsgerichts des Landes Brandenburg / „Der großartige Marcel-Proust-Übersetzer Bernd-Juergen Fischer wird heute 80! Wo gibt's denn sowas? In Paris! Mit Austern bis zum Abwinken.“ / Reinhard Klimmt (81), ehem. Ministerpräsident des Saarlandes (SPD) / Melanie Kühnemann-Grunow (51), für die SPD im AGH / „Ahrens-san, konnichiwa! Lieber Leo, herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag! LgC“ / „Liebste Geburtstagsgrüße an die Doppelpackung tolle Menschen Lutz und Götz!“ und „Alles Liebe für Lutz und Götz zum Geburtstag. Bleibt, wie ihr seid. Eure x63“ / Madonna (65), US-amerikanische Sängerin, Songschreiberin, Schauspielerin und Autorin, im November in der Mercedes-Benz Arena zu sehen / Lucy Reuß (26), Shooting Guard bei ALBA Berlin / Moritz Rinke (56), Dramatiker und Romanautor, ehem. im Leitungsteam des Berliner Ensembles / Karin Schubert (79), Juristin und SPD-Politikerin / „Liebe Silke, die herzlichsten Glückwünsche zum 50. Geburtstag. Ich freue mich schon auf unsere gemeinsamen Theaterbesuche. Auf ein baldiges Wiedersehen in Berlin!“ / Victoria Swarovski (30), österreichische Sängerin, Fernsehmoderatorin und Model u.a. bei der Berlin Fashion Week / Wolfgang Tillmans (55), Fotograf und Turner-Prize-Träger
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Amory Burchard, * 2. März 1961, verantwortliche Redakteurin der Berliner Wissenschaft beim Tagesspiegel / Dörte Foertsch, * 25. April 1957, Diplom-Psychologin, Systemische Familientherapeutin / Prof. Dr.-Ing. Stefan Heimann, * 1961 / Heino Kemper, * 9. Januar 1942 / Henner Misersky, * 25. Dezember 1940, Leichtathlet, Trainer, Anti-Doping-Kämpfer / Hartmut A. Scholz, * 15. März 1940, Diplom-Ingenieur, Patentanwalt
Stolperstein – Der Berliner Dieter Ziegler (Jg. 1940) war ein Heimkind und wurde in unterschiedlichen Nervenkliniken und Waisenhäusern groß, da seine Eltern wenig Interesse an ihm zeigten. Später wurde er in der Nervenklinik „Wiesengrund“ in Wittenau als Proband bei der Erprobung einer Tuberkuloseschutzimpfung missbraucht. Etwa fünf Monate nach der Impfung, heute vor 80 Jahren, starb er in der Klinik „Wiesengrund“. Auf dem Eichborndamm 240 in Wittenau liegt ein Stolperstein, um an Dieter Ziegler zu erinnern.
Encore
An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen in der Ferienausgabe des Checkpoints unserer Serie „Reihum Berlin“: An jedem Ziel, das hier empfohlen wird, erfragen wir die Empfehlung für den nächsten Tag. Zu lesen gibt es die Reihe exklusiver Berlin-Tipps von Montag bis Freitag. Die heutige Empfehlung kommt von Natascha Kespy, Inhaberin von Winterfeldt Schokoladen:
„Wenn man Mimi – textile Antiquitäten betritt, hat man das Gefühl, in der Zeit gereist zu sein. Sowohl die Einrichtung als auch alle Objekte aus dem Geschäft stammen aus den 30er oder 40er Jahren. Mirjam Grese, Namensgeberin und Inhaberin, führt dieses Geschäft mit großer Leidenschaft, viel Geschmack und vor allem Know-how. Vintage-Liebhaber finden hier wertvolle Schätze, aber auch Filmausstatter und Requisiteure kommen gerne und lassen sich beraten. Mimi ist inzwischen international bekannt und immer einen Besuch wert. Ein wahrlich einzigartiger Ort!“ Mi-Fr 12-19 Uhr, Sa 11-16 Uhr, Goltzstraße 5, 10781 Berlin
Morgen lesen Sie an dieser Stelle die Berlin-Empfehlung von Mimi und Stefan von Mimi – textile Antiquitäten.
Unterstützt mit Meldungen und Recherchen hat heute Lotte Buschenhagen, das Stadtleben steuerte Sophie Rosenfeld bei und im Frühdienst war Lionel Kreglinger zur Stelle. Morgen begrüßt Sie an dieser Stelle Margarethe Gallersdörfer.
Machen Sie es gut!

