mit mindestens 12.000 Toten und mehr als 40.000 Verletzten ist das Erdbeben in der Türkei und Syrien eine Jahrhundertkatastrophe – und Wissenschaftler fürchten, dass bald die nächste, womöglich noch schlimmere folgen könnte (T+). Wie Sie helfen können, erfahren Sie hier.
„Find‘ ick jut!“, lautete Franziska Giffeys fröhlicher Kommentar zum „Dit könnte jehn“-Plakat, das ihr CP-Comic-Queen Naomi Fearn ins Büro gehängt hat. Das an die Wand geworfene Bild war der Auftakt zum kurzweiligen 100 Minuten Triell der Spitzenkandidierenden gestern Abend, präsentiert vom Tagesspiegel und moderiert u.a. von Chef-Checkpointer Lorenz Maroldt. „Es gibt die Bedenkenträger und die Möglichmacher“, präzisierte Giffey; sie halte sich an letztere und sei im Übrigen „gekommen, um zu bleiben“, also wolle weder Bundesinnenministerin noch Bildungssenatorin werden.
Auf Betriebstemperatur waren Giffey, Bettina Jarasch und Kai Wegner gleich beim ersten Thema, der Aufarbeitung der Silvesterkrawalle. Wegner rechtfertigte die Vornamen-Abfrage seiner Parteifreunde, denn er „glaube, dass wir Probleme tatsächlich beim Namen nennen müssen“, also keine unangenehmen Wahrzeiten verschweigen und „wenn wir die Leute passgenau ansprechen wollen, dann müssen wir die Hintergründe kennen“ – Stichwort: Ansprache über Moscheevereine oder über Polizeibeamte mit Migrationsgeschichte. Giffey konterte: „Nun tun Sie mal nicht so, als ob Sie der Einzige wären, der Probleme beim Namen nennt!“, und Jarasch berichtete von einem Termin früher am Tag in der Weißen Siedlung in Neukölln, in der es Silvester friedlich blieb, aber in der Familien zu sechst in schimmelnden Zweizimmerwohnungen lebten. Von der Politik bräuchten die Jugendlichen dort Chancen zum Aufstieg, aber gewiss nicht das Signal, dass sie nicht dazugehörten.
Über die verrumpelte Friedrichstraße (Giffey: „Das ist nicht Weltstadt“; Jarasch: „hat als Geschäftsstraße seit den 90er-Jahren Probleme“) ging es weiter zu den Schulen, von denen Wegner einfach mehr bauen würde zwecks kleinerer Klassen, woraufhin Giffey ihm ein sinngemäßes „janz so einfach ist die Welt nicht“ entgegenberlinerte – nicht zum letzten Mal an diesem Abend.
Kita-Gebührenfreiheit und Gratis-Schulessen stellte keiner der drei zur Disposition; Giffey rechtfertigte die Gießkannengaben damit, dass wohlhabende Eltern durch höhere Steuern auf anderem Weg ihren Beitrag leisteten.
Beim Großthema Wohnen propagierte Jarasch Nachverdichtung statt Breitenwachstum sowie einen „Vermieter-Führerschein“, mit dem sie „den Marktzugang regeln“ wolle. Wie die Vermietrowdies sanktioniert werden sollen, blieb unscharf. Wegner fing sich für seine Aussage, einer Million Wohngeldberechtigten stünden nur 97.000 Sozialwohnungen gegenüber, eine weitere Ermahnung von Giffey ein. Ferner plädierte er für die Randbebauung des Tempelhofer Feldes, ohne zu sagen, wer dort bauen solle, nachdem gerade der Vonovia-Konzern Neubau für prinzipiell zu teuer befand.
Beim Verkehr proklamierte Giffey „die Stadt der Freiheit“ und „Angebote statt Verbote“ und nannte beispielhaft das 29-Euro-Ticket. Die von den Grünen forcierte Abschaffung von Parkplätzen interpretierte Wegner so, „dass die Autos zwar fahren dürfen, aber nicht parken, und das schadet dem Klima“. Das war das Pendant zu Wissings zusätzlichen Autobahnspuren als Beitrag zum Klimaschutz und wurde von Jarasch mit bösem Lachen geahndet. Die Verkehrssenatorin forderte, sich nicht weiter „in die Tasche zu lügen“ und so zu tun, als müsste nur hier und da ein Stellplatz wegfallen für sicheren und umweltverträglicheren Straßenverkehr.
Die Schlussplädoyers in eigener Sache und jeweils einer Minute: Wegner beschrieb die Wahl als „Entscheidung zwischen Weiter so und echtem Neustart“ der „schlecht regierten“ Stadt. Die würde laut Jarasch unter ihrer Regie gedeihen mit mehr Grün, besserer Luft und mehr Wohnungen, wobei die Kraft im ergrünten Roten Rathaus „nicht auf Schlagzeilen setzt“, sondern Prozesse anschiebe und steuere. Giffey will soziale Gerechtigkeit, ökologischen Fortschritt und starke Wirtschaft kombinieren und resümierte: „Wir haben dafür alle Potentiale.“ Ob sie sich vor allem deshalb bevorzugt an Wegner abarbeitete, weil ihr Jarasch doch näher ist als der CDU-Mann oder weil sie Grüne ohnehin nur auf dem dritten Platz sieht, weiß nur sie allein. Sonntagabend wissen wir’s alle. Zur Aufzeichnung der Debatte geht’s hier, zur Zusammenfassung hier (T+), die praktischen Fragen zur Wiederholungswahl werden hier sowie heute in der Print-Zeitung und im E-Paper beantwortet .
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Am Sonntag zählt Ihre Stimme für ein zukunftsfestes, lebenswertes und bezahlbares Berlin. Am Samstag, den 11. Februar, von 13-15 Uhr laden wir Sie herzlich zu unserem Wahlkampf-Finale auf dem Arkonaplatz in Mitte ein.
Kommen Sie vorbei und stellen Sie Ihre Fragen an unsere Spitzenkandidatin Bettina Jarasch und den Bundesvorsitzenden Omid Nouripour.
Friedrichshain-Kreuzberg zelebriert heute Abend seinen eigenen Wahlkampf-Endspurt – in Gestalt einer von der CDU beantragten Sondersitzung der BVV mit dem Einwohnerantrag „Keine Experimente mit den Menschen im Graefekiez“ als einzigem Tagesordnungspunkt. Inhaltliche und personelle Überschneidungen zwischen Anwohnerinitiative und lokaler CDU sind kein Zufall. Der Antrag zielt darauf ab, das von der BVV beschlossene Verkehrsexperiment, bei dem das Parken von Privatautos im Graefekiez befristet weitgehend unterbunden werdensoll, zu stoppen. Die BVV-Mehrheit hatte den Antrag allerdings bereits in die Fachausschüsse überwiesen, um ihn dort zu diskutieren – einschließlich darin enthaltener Falschbehauptungen, wie SPD, Grüne und Linke der CDU vorwerfen.
Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) gastiert heute im Bundestag, um in die Debatte zum 49-Euro-Ticket „die Perspektive der Länder einzubringen“. Das ab Mai geplante „Deutschlandticket“ für den bundesweiten Nahverkehr soll zwar nur reichlich halb so teuer wie eine AB-Umweltkarte sein, aber bloß im Abo erhältlich, personengebunden und ohne die Option, abends und an Wochenenden jemanden mitzunehmen. Ein Nachteil für viele, die nicht in erster Linie zur Arbeit pendeln. Beim Verkehrsverbund VBB heißt es auf CP-Anfrage, dass die bisherigen Abos vorerst bestehen bleiben. „Ob sie für die Nutzer*innen noch Sinn machen oder nicht, müssen diese dann entscheiden“.

Die Radroute zwischen Südkreuz und Priesterweg ist eine der meistfrequentierten in Berlin. Nur klafft am Bahnhof Priesterweg seit dem letzten Jahrtausend eine Lücke, die man wahlweise verbotswidrig auf dem Gehweg oder auf mittelalterlichem Kopfsteinpflaster umfahren kann. Auf Anfrage von Stephan Machulik (SPD) stellen Verkehrsverwaltung und BA TempelSchön Asphalt in Aussicht, nachdem die Wasserbetriebe einen Kanal repariert haben. Das BA stehe „in engem Kontakt zu den Wasserbetrieben und strebt einen zeitnahen Baubeginn an“. Zeitnah Angestrebtes haben wir ja allenthalben in Berlin, aber das BA wird konkret: „Sofern die Ausschreibung nach Plan läuft und die Wasserbetriebe zügig ihre Sanierungsarbeiten abschließen, ist eine Fertigstellung der Asphaltierung noch in diesem Jahr möglich.“
Berliner Schnuppen
Telegramm
Wir schauen auf den Krieg in der Ukraine. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in London das parteiübergreifende Versprechen erhalten, dass Großbritannien sein Land im Kampf gegen Russlands Terror weiter massiv unterstützt. Am Abend traf sich Selenskyj in Paris mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzler Olaf Scholz. Macron sicherte der Ukraine Unterstützung bis zum Sieg zu, Scholz wiederholte, dass Russland den Angriffskrieg nicht gewinnen dürfe.
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Dass Berlin eine Service-App anbietet, hat sich bisher nicht allzu weit herumgesprochen – und das ist auch gut so, denn die App spiegelt auf deprimierende Weise den Stand der öffentlichen Digitalisierung wider. Das letzte Update ist vom Juni 2019, und wenn man z.B. die „Top-Dienstleistung Personalausweis beantragen“ wählt, wird man einfach zum Online-Portal des Landes weitergeleitet, auf dem es gewöhnlich keine Termine gibt. Die ganze App ist eine Art Miniaturversion von berlin.de für Menschen mit besonders guten Augen.
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Am Sonntag ist es so weit:
Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus wird wiederholt.
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Nachdem Dienstag und Mittwoch viele Schüler streikbedingt frei hatten, haben heute und morgen die Mülltonnen ihre Ruhe: Die Gewerkschaft Verdi legt die BSR lahm. Die weist vorsorglich darauf hin, dass das Deponieren von Abfällen vor den Toren geschlossener Recyclinghöfe verboten ist. Gestreikt wird (nur) heute auch bei Vivantes, Charité, Wasserbetrieben und HTW. Entwarnung dagegen am BER: Für die Beschäftigten am Flughafen haben sich Verdi und Arbeitgeber auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt.
„Wir wollen Berlin zur Windenergie-Metropole machen“, hat die Bauverwaltung von Andreas Geisel (SPD) ihre am Dienstag veröffentlichten Leitlinien zur Genehmigung von Windrädern auf Gebäudedächern überschrieben. Beim aus Funk und Fernsehen bekannten Pilotprojekt auf einem Howoge-Hochhaus an der Frankfurter Allee ist allerdings Flaute, wie mein Kollege Reinhart Bünger erfuhr. Statt vier Windräder wird zunächst nur eins errichtet, und das aus Sicherheitsgründen auch nicht auf dem Dach, sondern am Boden. Mit anderen Worten: Im Prinzip ja, aber…
Alba-Vorstandschef Eric Schweitzer gibt seinen Chefposten in dem Entsorgungsunternehmen aus gesundheitlichen Gründen auf. Sein Nachfolger wird Robert Arbter. Schweitzer, der jahrelang auch IHK- und DIHK-Präsident war, ist an Parkinson erkrankt. Er wechselt in den Gesellschafterausschuss von Alba und bleibt Aufsichtsratschef der landeseigenen Messegesellschaft.
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Menschen mit außergewöhnlicher Gehbehinderung und Blinde können beim Bezirksamt einen personengebundenen Parkplatz beantragen. Das taten in den vergangenen Jahren je nach Bezirk jeweils zwischen einem Dutzend und etwa hundert Personen, wobei die meisten Anträge auch bewilligt wurden. Bis das Schild steht und die Lücke markiert ist, vergehen in den meisten Bezirken etwa zwei Monate (Q: Bezirksämter via Verkehrsverwaltung auf Anfrage Christian Gräff, CDU). In Lichtenberg dauert es auch mal ein halbes Jahr, Neukölln ist mit (selbst deklarierten) 1-2 Monaten am schnellsten. Aber Neukölln ist nicht überall.
Von 1.435.070 in Berlin zugelassenen Fahrzeugen sind 28.623 Elektroautos und 25.984 Plug-In-Hybride, also jeweils knapp zwei Prozent (Stand 25. Januar, Q: Verkehrsverwaltung auf Anfrage Ariturel Hack, CDU). Rechnerisch teilen sich etwa 14 reine E-Autos und 13 Hybride einen öffentlich zugänglichen Ladepunkt; real dürften viele auf Privatparkplätzen geladen werden oder – im Fall der Hybriden, die bis zum Jahreswechsel üppig mit Steuergeld gefördert wurden – gar nicht.
Seit dem Sommer zwingt die Katastrophenbaustelle in der Grünauer Regattastraße (die mit dem abgebrannten Denkmal und dem zubetonierten Abwasserkanal, bei dessen Reparaturversuch das Werkzeug und eine benachbarte Gasleitung barsten; CP vom 14.9. und 5.1.) Einheimische zu kilometerlangen Umwegen und verschlingt Ortsfremde. Jetzt gibt es eine neue Prognose: Nachdem die Straße anders als von den Wasserbetrieben avisiert weder im November noch im Dezember und auch nicht im Januar repariert worden ist, soll es nun März werden, berichtet Kollegin Simone Jacobius im Treptow-Köpenick-Newsletter (Gratis-Abo hier) – „wenn das Wetter mitspielt.“ Aber das Wetter macht bekanntlich, was es will, dito der April. Also Mai.
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Tagesspiegel-Podcast „Gyncast“, Folge 53: Risiko Gebärmutterhalskrebs
Jährlich erkranken in Deutschland rund 4500 Personen an Zervixkarzinomen. Mandy Mangler hat sich auf Krebs spezialisiert und vielen Betroffenen geholfen. In der unzensierten Sprechstunde erzählt sie von ihrem Verhältnis zur Krankheit und wie das "Pap" in den Pap-Abstrich kommt. Jetzt auf Spotify, Apple Podcasts und Tagesspiegel.de
Was haben Paulsenbrot, Volle Kanne, Zwiebel, Mummelblatt und Bienenpost gemeinsam? Sie gehören zu Berlins besten Schülerzeitungen, die am Mittwoch von Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD) ausgezeichnet wurden. Der Tagesspiegel ist Medienpartner des in 20. Auflage von der „Jungen Presse Berlin“ ausgerichteten Wettbewerbs. Auch die „Moron“ des Pankower Ossietzky-Gymnasiums war preiswürdig. Warum, weiß CP-Kollege Robert Ide, der dort selbst mal Nachwuchstalent war.
Aale mal herhören! Die Umweltverwaltung hat die Lieferung von Europäischen Glasaalen (Anguilla anguilla) für „Besatzzwecke in den offenen Berliner Gewässern“ ausgeschrieben. Maximal 135.000 Euro stehen zur Verfügung. Seit Jahren werden winzige Glasaale importiert und ausgesetzt, weil der natürliche, weltwunderhafte Wanderweg der Jungfische von der Karibik bis zum Kleinen Müggelsee u.a. durch die Mühlendammschleuse versperrt ist. Hoffentlich läuft alles glatt bei der Nachwuchsgewinnung.
Zitat
„Da bin ich einfach nicht monetär incentivized.“
„Viel English mit Nicht-Native-Speakern zu sprechen, macht es auf Dauer nicht besser.“
„Bro, du musst auf deine Legacy schauen!“
„400 grams Pain au Levain Körnermix bitte!“
Sätze eines Nachmittages in Neukölln, gehört und gesammelt von CP-Kollegin Lotte Buschenhagen.
Tweet des Tages
Noch 5 Tage und Berliner Partei-Twitter ist wieder erträglich (hoffentlich).
Stadtleben
Essen – Das kleine Café „C'est la vie“ im Friedrichshainer Südkiez ist in der Nachbarschaft äußerst beliebt, trotzdem findet man in dem geräumigen Laden meist einen Platz. Und ist gleich im Paradies: Es riecht herrlich nach frisch gebackenem Kuchen. Neben Klassikern wie Tarte au citron gibt es auch sündige Schokokreationen und sehr guten Cappucino. Mi-Mo 12-18 Uhr, Gabriel-Max-Straße 13, U-Bhf Warschauer Straße
Karten sichern – Nächsten Dienstag ist Valentinstag. Und egal, wie Sie zu anlassbezogener Romantik stehen: Ein schöner Grund, Zeit mit dem oder der Liebsten zu verbringen, ist es allemal. Im Bonvivant Cocktailbistro in Schöneberg können Sie dies stilecht und vegetarisch tun. Denn dort wird am 14. Februar ein exklusives 5-Gang-Menü im Candle-Light-Dinner-Stil serviert, das extra für diesen Tag konzipiert wurde und eine Reihe aphrodisierender Zutaten enthält. Das Menü kostet 95 Euro pro Person, die Getränkebegleitung, auf Wunsch alkoholfrei, 49 Euro. Reservieren können Sie hier. Oder Sie haben Glück – und gewinnen das Dinner für zwei Personen, das wir verlosen.
Karten sichern, zum Zweiten – Und wo wir schon dabei sind: Den Valentinstag lässt es sich auch äußerst lehrreich und den Horizont erweiternd im Literaturhaus Berlin (Fasanenstraße 23, U-Bhf Uhlandstraße) verbringen: Dort führt Karla Kutzner durch einen Abend mit Stefanie Hirsbrunner, der den Titel „Kann das denn Liebe sein?“ trägt (wie der Essayband, den Hirsbrunner herausgegeben hat). Autor:innen wie Emilia Roig beleuchten darin die Liebe kritisch und zeigen auf, wie sehr unsere Herkunft, Hautfarbe und Kultur unsere Beziehungen beeinflussen. Die Veranstalter:innen versprechen: Neben Kritik wird es auch Glitzer und rote Herzen geben. Dienstag, 14. Februar, 19 Uhr, Karten für 8 Euro und mehr Informationen hier.
Geschenk – Wenn schon zum Valentinstag Geschenke machen, dann doch wenigstens Bücher. Viel nachhaltiger als Schnittblumen oder Herzchenkitsch und im besten Fall lernt man dabei noch etwas. Eine sehr schöne Auswahl zeitgenössischer deutscher und englischsprachiger Literatur, entzückende Kinderbücher und sehr kundiges Personal gibt es in der Buchhandlung „Lesen und lesen lassen“. Und wer weiß, vielleicht finden Sie nicht nur ein Geschenk, sondern machen sich auch selbst eine Freude? Mo-Sa 10-19 Uhr, Wühlischstraße 30, U-Bhf Warschauer Straße.
Grübelstoff – Manch eine:r ist immer auf die Minute pünktlich, andere nutzen das akademische Viertel. Und dann gibt es noch jene Freunde, die notorisch deutlich zu spät kommen. Ab welchem Zeitraum ist für Sie eine Verspätung ein absolutes No-Go – und sind Sie selbst eher pünktlich oder auch oft zu spät dran?
Berlin heute
Verkehr – Lietzenburger Straße (Charlottenburg): Bis Ende März ist die Fahrbahn in beiden Richtungen in Höhe Knesebeckstraße auf jeweils einen Fahrstreifen verengt.
Königin-Elisabeth-Straße (Westend): Bis Anfang März jeweils montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr ist Richtung Spandauer Damm die Fahrbahn zwischen Fredericiastraße und Knobelsdorffstraße auf einen Fahrstreifen verengt.
Regionalverkehr – RB22: Ab 9 Uhr bis voraussichtlich 13 Uhr ist die Strecke zwischen Golm und Königs Wusterhausen gesperrt.
Demonstration – In Berlin finden heute 20 Demos statt (Stand 8.2., 15.20 Uhr), u.a. „Streikkundgebung zu den aktuellen TvöD-Verhandlungen“, 150 Teilnehmende, Heinz-Galinski-Straße 1 (6-16 Uhr)
„Tarifrunde Öffentlicher Dienst – Zusammen geht mehr“, 4.000 Personen, ver.di Berlin, Wilhelmstraße, Zimmerstraße, Niederkirchnerstraße, von hier u.a. über Wilhelmstraße, Rudi-Dutschke-Straße, Moritzplatz, Oranienplatz (7-17.30 Uhr)
„30 Prozent mehr Lohn für den öffentlichen Dienst und voller Inflationsausgleich! Baut unabhängige Aktionskomitees auf!“, 50 Teilnehmende, Sozialistische Gleichheitspartei, Niederkirchnerstraße 5 (9-13 Uhr)
„Warnstreik TVöD / Charité“, 40 Teilnehmende, GKL Berlin, Hindenburgdamm 30 (10-14 Uhr)
„Gegen die Einmischung der Äthiopischen Regierung in die Angelegenheiten der Orthodoxen Kirche Äthiopiens“, 250 Teilnehmende, Werderscher Markt 1 (11-13 Uhr)
„Symbolische Wahlen, Aufruf zur Beteiligung an der Berliner Wiederholungswahl“,10 Personen, Türkischer Bund Berlin-Brandenburg e.V., Kottbusser Tor (13.30-18 Uhr)
Gericht – Weil er drei Männer mit einem Messer schwer verletzt haben soll, wird einem 28-Jährigen der Prozess wegen versuchten Mordes gemacht. Nach einem Streit in einem Lokal soll er im August 2021 mit bislang unbekannten Mittätern drei unbewaffnete Männer attackiert haben (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 501).
Universität – Die ukrainische Autorin und Fotografin Yevgania Belorusets liest im Rahmen eines Workshop-Abschlusses der Freien Universität Berlin um 18 Uhr online via Webex aus ihrem Kriegstagebuch „Anfang des Krieges. Tagebücher aus Kyjiw“. Mehr Infos und Anmeldung hier.
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Güner Yasemin Balcı (48), Journalistin, Fernsehredakteurin und Schriftstellerin / Sheraldo Becker (28), Stürmer bei Union / Stefanie Bung (45), stellv. Fraktionsvorsitzende der CDU im AGH /„Götz Burmeister,bleib neugierig und lass uns noch viele Pläne schmieden“ /„Ein dreifaches Hoch auf Dennis zum Geburtstag! Gut, dass du da bist und wir uns haben. Dein Siegerhühnchen A.“ / „Kurt Görger, Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, Präsident der DJG Berlin 2004 - 2016, bekennender Fan des SV Sandhausen, wird 81 Jahre alt. Es gratulieren seine Freunde Evelyne, Doris und Bernd“/„Meinen Wanderfreunden Olaf Haberland (jung) und Robert Herklotz (ganz jung) alles Liebe zum Geburtstag, Thomas“ / Hans Robert Hanning (55), Handballfunktionär / Konrad Elmer-Herzig (74), Pfarrer, Gründungsmitglied der SDP in der DDR / Barbara Jungfer (55), Jazzmusikerin / Jürgen Kuttner (65), deutscher Kulturwissenschaftler und Moderator / Andreas „Zecke“ Neuendorf (48), ehem. Fußballer und Trainer der Hertha-Regionalligamannschaft (2021) / Christian „Chris“ Pohl (51), Musiker / Gerhard Richter (90), Maler, Bildhauer und Fotograf/ Gerhard Tenzer (80), Grafiker / Johannes Thiemann (29), Basketballer bei Alba / „Uhudo hat Geburtstag (75). Es gratuliert die Wandergruppe mit allen guten Wünschen“
Hochzeit – „Christa und Wolfgang Schmunck leben nun schon 50 Jahre als Exil-Franken in Berlin, das schweißt zusammen! Herzlichen Glückwunsch zur goldenen Hochzeit wünschen Kurt und Marion, wir sehen uns am Wochenende“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Gisela Harz, * 11. Oktober 1934 / RA Dankwart Hoehne, * 23. Oktober 1935, Rechtsanwalt und Notar i.R. / Martina Häussler, Cooperative Mensch eG / Christa Karaipekli, * 22. Mai 1943 / Bringfried Naumann, * 10. April 1934, Pfarrer i.R. / Rüdiger Zarbock, * 8. April 1933
Stolperstein – Joseph Niegho kam am 23. April 1916 in Brüssel zur Welt. Er heiratete Hanna Zamory, im April 1939 kam in Berlin die Tochter Elvira zur Welt, drei Jahre später Tochter Gisela. Am 4. August 1943 wurde die Familie nach Auschwitz deportiert. Joseph Niegho wurde am 9. Februar 1945 im KZ Buchenwald ermordet. An der Neuen Schönhauer Straße 15 in Mitte erinnert ein Stolperstein an ihn.
Encore
Berlin ist ja im Wortsinn gerade eine Parteienlandschaft. Der Wald der Wahlplakate hat den neunjährigen Ludwig, Enkel von CP-Leser Kurt Kreibohm, zu einem Wahlangebot für die eigene Familie inspiriert. Auf dem Wahlzettel stehen beispielsweise: „PFT – Politik der freien Tage (‘Freie Tage können auch mal gut sein’)“, „GLG – Große Landschaftsgemeinde (‘Viel, aber nicht zu viel Bäume’)“, „PDS – Politik der Straßen (‘Straßen sind sehr, sehr nützlich’)“, „ÜSH – Überall schöne Häuser (‘Häuser sind was Wichtiges. Sie müssen schön sein.’)” und „CIF – Chef ist Theodor (‘Alles bestimmen, was geht’)“.
Eine GLG-geführte Koalition mit ÜSH und PFT klingt nach einer attraktiven Perspektive für Berlin, die auch das wechselseitige Ausspielen von City und Außenbezirken beenden könnte. Bei CIF dagegen lassen Diskussionskultur und Frauenquote mutmaßlich zu wünschen übrig. Aber das sollen die Wähler:innen entscheiden oder Familie Kreibohm, aber keinesfalls Theodor allein.
Unparteiisch mitrecherchiert für diesen CP hat Lotte Buschenhagen. Für mehrheitsfähiges Stadtleben hat Sarah Borufka gesorgt, der PFT-Versuchung tapfer widerstanden hat Frühproduzent Florian Schwabe. Morgen hat Lorenz Maroldt Sie hier auf dem Zettel.
Machen Sie’s gut!
