auf dass Sie uns noch nicht weggeschmolzen sind! 36 Grad werden heute in Berlin erwartet, bevor es in der Nacht ordentlich regnet und abkühlt. Richtige Erleichterung ist Ende der Woche in Sicht – dann fallen die Temperaturen wieder unter 25 Grad. Unsere Berliner Gluthitze ist aber kein Vergleich zum Wetter in Sizilien und Sardinien: Dort werden laut der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) in diesen Tagen bis zu 48 Grad Bodentemperatur erwartet. Möglicherweise könnte ein neuer europäischer Hitzerekord aufgestellt werden – heia, Klimakrise. Ruth Ciesinger hat in der neuen Folge des Tagesspiegel-Klimapodcasts „Gradmesser“ übrigens mit der Psychologin Claudia Betsch gesprochen. Steht unsere Angst vor Veränderung dem Klimaschutz im Weg?
Was tun bei diesem Wetter? Richtig! Tagsüber am besten gar nicht erst rausgehen. Und wenn, dann erst am Abend, zum Beispiel ins Freiluftkino Kreuzberg: Das zeigt heute ab 21.30 Uhr (voraussichtliche Temperatur: 26 Grad) Wes Andersons neuen Streifen „Asteroid City“. Der spielt passenderweise in der Wüste. Noch mehr Tipps für heute und morgen lesen Sie in unserer Kolumne „Wochniks Wochenende“ oder im Tagesspiegel-Weekender-Newsletter (Anmeldung hier).
Wer sich zu Hause ein Kältefort bauen will, dem empfehlen wir die Hitzetipps von Gernot Kuhnen (T+), Thermophysiologe an der Uni Gießen. Er rät, möglichst abends und morgens zu lüften und das Fenster tagsüber geschlossen zu halten. Was er zu den nassen Handtüchern am Fenster sagt, die in den sozialen Medien diskutiert werden, lesen Sie hier.
Beste Unterhaltung für den Drinnen-Tag: Checkpoint auf die Ohren! Lorenz Maroldt, Anke Myrrhe und Ann-Kathrin Hipp lassen in der letzten Podcast-Folge „Berliner & Pfannkuchen“ vor der Sommerpause die bisherigen (Miss-)Erfolge des schwarz-roten Senats Revue passieren. Wo setzt der neue Senat Prioritäten? Von welcher Senatorin hört man bisher gar nichts? Welcher Senator war vielleicht etwas zu laut? Hier geklickt.
Kein reiner Hitzeeffekt ist es übrigens, dass Berliner Frauen immer öfter den BH weglassen – insbesondere die Gen Z. Statt ewig gleicher Push-up-Form dürfen Brüste jetzt wieder aussehen, wie Brüste aussehen: spitz, länglich, breit, groß, wackelig, asymmetrisch oder glockenförmig. Warum das auch 2023 noch mutig ist, hat Joana Nietfeld in einem Essay aufgeschrieben (T+).
So, jetzt aber ab zum Wochenrätsel – wir hoffen, Ihr Kopf ist noch kühl genug. Das Lösungswort der letzten Woche lautete: HOMEOFFICE. Danke fürs Mitmachen!
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1. Vor einer Woche zog die „Rave the Planet“-Parade durch Tiergarten. Da ging es ganz schön heiß her – bei 33 Grad. Die Polizei musste die Tänzer daher mit einer Durchsage beschwichtigen: „Eine Bitte, von der wir auch nicht dachten, dass wir sie mal absetzen müssen …“
E) „… Teilen Sie ihr kühles Bier mit dem Nachbarn!“
M) „… Bitte entkleiden Sie sich nicht!“
P) „… Bitte hören Sie auf, Wasserbomben zu werfen!“
2. Alarm in Brandenburg: Die Betriebe können sich die Herstellung einer Landesspezialität kaum noch leisten. Um welches Produkt handelt es sich?
(I) Spreewaldgurken
(L) Wildschweinwurst
D) Leinöl
3. Beim Sommerfest der Berliner Wirtschaft hat der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) seine ganz persönliche Wirtschaftsdoktrin verraten. Sie lautet:
T) „Machen ist wie wollen, nur krasser“
S) „Wollen ist wie machen, nur easier“
U) „Berlin braucht die Schwarze Null und die Schwarze Null braucht Berlin“
4. Die Pankower Kids sind sauer. Der Grund? Im Freibad Pankow …
T) … sind Rutsche und Sprungturm zu
S) … gibt es keine Pommes mehr
E) … herrscht strenges Arschbombenverbot
5. Wo wir gerade in Pankow sind: Wie viele Faxgeräte betreibt eigentlich das örtliche Bezirksamt?
L) 50
N) 103
A) 220
6. Berlin feiert die Pride Weeks. Der Bezirk Mitte hat ordentlich vorgelegt:
G) 40 Automaten spucken Regenbogen-Parkscheine aus
I) Im Bürgeramt Mitte stehen drei Konfettikanonen
W) Am Alex gibt es Gratis-Pride-Flaggen
7. Endlich Sommerferien! 13.719 Schüler haben dieses Schuljahr mit ihrem Abi abgeschlossen. Der Notendurchschnitt war etwas schlechter als 2022, nämlich:
Z) 1,9
T) 2,8
S) 2,3
8. Anwohner klagen über Partys und laute Musik bis in die Nacht. Schuld ist keine Studenten-WG, sondern ein Ministerium – welches?
L) Das Finanzministerium
E) Das Verkehrsministerium
H) Das Auswärtige Amt
9. Neuer Job gefällig? Das Berlin Dungeon sucht …
B) … Henker
I) … Pestleichen
T) … Vampire
10. Und täglich grüßt Schrödingers Radweg: Der Radstreifen in der Ollenhauerstraße …
T) … wird doch geöffnet!
R) … wird den Sommer über zur Busspur!
U) … wird für extragroße SUVs reserviert!
11. Riecht es hier komisch? Am Donnerstagmorgen hat ein Start-up …
C) … sein neues Parfum am Alex versprüht
K) … zehn stinkende Gingkobäume vor dem Abgeordnetenhaus gepflanzt
Z) … 500 Hanfpflanzen in der Stadt verteilt
12. 36 Grad werden es am Samstag: Ab ins Freibad. Wegen der Krawalle braucht man dort bald …
E) … einen Ausweis
V) … mindestens einen bunten Schwimmring
N) … zwei erwachsene Begleitpersonen
Notieren Sie die richtigen Buchstaben und senden Sie das Lösungswort an checkpoint@tagesspiegel.de. Einsendeschluss ist Sonntag, 23.59 Uhr. Unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort verlosen wir eine original „Checkpott“-Kaffeetasse. Viel Glück!
Mein Wochenende mit
Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.
„Wenn ich Musiker wär, wär ich sicher Bariton. Das ist mir neulich klar geworden. Mit meiner Stimme würde ich mich ebenda zu Hause fühlen: erdig tief, aber nicht unterirdisch, wie ein Bass. Dafür gelegentlich auch mal in tenorne Glamour-Höhen hineinstrahlen, das stünde mir gut. Etwas Glamour, das hat Chantal, die einfühlsame Sau von Nebenan festgestellt, steht mir gut. Auch wenn ich mich selbst ja eher für bescheiden halte. Ähem, jedenfalls untermale ich mir meine Streifzüge in letzter Zeit immer öfter mit Gesang und stelle fest: Meine Verbindung zur Landschaft wird dadurch nur noch enger. Ich erkunde die Architektur wie mit einem Echolot – was Fledermäuse und Wale können, kann ein Bildungsschwein schon lange. Und ich lerne Leute kennen. Manche machen mir Komplimente, andere bedanken sich. ‚Na Danke‘, sagte zum Beispiel ein Uhu, ‚jetzt bin ich endlich auch mal mitten am Tag wach‘! ‚Gern geschehen‘, erwiderte ich freundlich. Wenn Sie das auch mal ausprobieren können, aber nicht wissen, wie anfangen: In Lichtenberg, im Weitlingkiez, können Sie sich Inspiration holen. Die sogenannte Walk-In-Oper ist eine Mischung aus Spaziergang, extra dafür geschriebener Musik von Felipe Vaz, zeitgenössischem Tanz und fotografischem Libretto von Laure Catugier. Sie brauchen ein schlaues Handtelefon, Kopfhörer und müssten sich bitte über die Homepage anmelden. Die Choreografie stammt übrigens von Nicole Michalla und Annekatrin Kiesel. Hm, aber ja, das bringt mich auf Ideen – getanzt habe ich bei meinen Streifzügen noch nie. Das gehe ich gleich mal ausprobieren. Ich empfehle mich, mit freundlichen Grunzen.“ (von Thomas Wochnik)
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Trotz Sauna-Feeling in der Redaktion hat Nora Weiler (Produktion) diesen Checkpoint für Sie zusammengebastelt. Am Montag startet Lorenz Maroldt mit Ihnen in eine hoffentlich kühlere Woche – am kommenden Sonnabend lesen wir uns hier wieder. Passen Sie gut auf sich auf!