heute ist Freitag, also wieder Schülerstreik fürs Klima. Dann ist Wochenende, Montag wieder Schule, Dienstag/Mittwoch wieder Lehrer- und Erzieherstreik. Aber zumindest streiken BVG und Stromversorgung nächste Woche voraussichtlich nicht wieder, sofern kein weiterer „Licht-aus-Bohrer“ („B.Z.“) zuschlägt. Als Vorsorge für den nächsten Blackout hat Innensenator Geisel gestern in der Abendschau für 2020 eine größere Katastrophenschutzübung in Aussicht gestellt. Eigentlich müssten die Berliner als solche ja ganz gut gewappnet sein.
Als jemand, der zufällig selbst im Herz der Finsternis wohnt, würde ich am dringendsten ein System von Anlaufstellen empfehlen, an denen jemand Infos verteilt – und wenn es angeklebte Zettel an BVG-Haltestellen oder markierte Halteplätze für Streifenwagen sind. Denn die vielen Online-Infos von Behörden und Medien waren für die Adressaten ohne Netz auch bei geladenem Handy vergebens, und nach 18 Uhr luden die Lichtverhältnisse im Kiez wirklich nicht dazu ein, auf gut Glück nach DRK-Suppenausgabe und Akku-Lademobil zu suchen.
Die Johanniter als eine von vielen helfenden Organisationen bezeichnen den Stromausfall als „deutliches Signal, wie schnell in einer Millionenmetropole katastrophenähnliche Zustände eintreten können“. Zwar haben die Ressourcen diesmal ganz gut gereicht, allerdings waren auch nicht einmal zwei Prozent der Berliner Bevölkerung betroffen und die Außentemperatur zufällig zehn Grad höher als sonst um diese Jahreszeit. Was die Sache außerdem lehrt, haben wir hier für Sie zusammengetragen.
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Hoffnung, Entfremdung, Freude, Verzweiflung: Franz Schuberts berühmter Liederzyklus „Winterreise“ berührt wie vor 200 Jahren. Der Hamburger Tenor Daniel Behle und der norwegische Pianist Sveinung Bjelland interpretieren ihn am 25. Februar im Kleinen Saal am Konzerthaus. 1x2 Tickets gewinnen: verlosung@konzerthaus.de
Erhellender Nachtrag zur „Solarhauptstadt“ (CP von gestern), gemailt von Lothar Stock, „dem ehemaligen Leiter des von Frau Günther aufgelösten Sonderreferats Klimaschutz und Energie“: Die Schulneubauten ohne Solaranlagen widersprechen nicht nur der Koalitionsvereinbarung, sondern verstoßen auch gegen das seit März 2016 geltende Energiewendegesetz. Falls Sie den grünen Senatorinnen Günther und Pop (zuständig für den Masterplan Solar-City) aus der Illegalität helfen möchten, bauen Sie sich bitte eine Solaranlage aufs eigene Dach. Laut Energiewendegesetz kann nämlich „die Nutzungspflicht auch durch die Installation von Anlagen Dritter erfüllt werden“. Danke!
Wenn das der Bundesauspuffminister erfährt: Das Potsdamer Verkehrsministerium hat jeden Menschenverstand verloren. Vom Frühjahr an soll auf der A13 zwischen Berlin und dem Dreieck Spreewald Tempo 130 gelten. Das Limit soll das jahrelange Blutvergießen auf der Strecke reduzieren. Einschlägige Erfahrungen gibt es von der A24 Richtung Hamburg/Rostock, wo sich die Zahl der Unfälle dank Tempo 130 halbiert hat. Die Zahl der dabei verunglückten Menschen sank pro Jahr etwa um die Kapazität eines Kreiskrankenhauses und eines kleinen Bestattungsinstituts. Das Schlusswort zum Thema liefert „Spiegel Online“: „Der ‚Menschenverstand‘ ist ein Schwachkopf.“
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Die Statue des niederländischen Bildhauers Bartholomeus Eggers zeigt Kurfürst Friedrich III. Im damaligen Alabastersaal des Berliner Schlosses kündete sie von der Würde des Herrschers als Kurfürst des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. Einer Würde, mit der sich Friedrich nicht mehr zufriedengeben wollte. Mehr dazu erfahren Sie zukünftig im Humboldt Forum.
Der Unfall, bei dem am Alex ein abbiegender Lkw-Fahrer eine 37-jährige Radfahrerin überrollt hat, ist auch deshalb besonders furchtbar, weil er so absehbar war. Im August 2016 wies Tsp-Leser Hendrik H. die Polizei auf die haarsträubende Gefährdung der Radler bei praktisch jeder (gemeinsamen) Grünphase hin. Ein Beamter bestätigte den Befund, berichtete von regelmäßigen Kontrollen und von Ortsterminen der theoretisch Zuständigen, bei denen „auch die (Wieder-) Inbetriebnahme der Abbiegesignalisierung“ besprochen worden sei. Nur sei „ein solcher Vorgang nicht ganz so einfach, wie es für Unbeteiligte vielleicht anmuten mag“. 2017 monierte Herr H., dass sich noch immer nichts getan habe. Die Polizei verwies ihn nun an Verkehrsverwaltung und Bezirksamt. Der Rest ist bekannt – und möge denen, die die Gefahr hätten beseitigen können, den Schlaf rauben.
Falls R2G es mit der im Koalitionsvertrag verankerten „Vision Zero“ für den Berliner Straßenverkehr ernst meint, wird wohl doch noch kritisch über die – zum Wohle des Verkehrsflusses bisher heiligen – gemeinsamen Grünphasen für Abbieger und Geradeausverkehr nachgedacht werden müssen: Gestern Abend meldete die Polizei eine 70-Jährige, die in Buckow bei Grün von einem links abbiegenden Transporter angefahren wurde. Nach notärztlicher Versorgung „wurde sie mit Arm-, Bein-, Kopf- und Rumpfverletzungen“ ins Krankenhaus gebracht. Der Gedanke an ihr weiteres Leben dürfte dem gesunden Schlaf ebenfalls abträglich sein.
Berliner Schnuppen
Telegramm
„17.968 Euro pro Quadratmeter“, steht heute auf dem Titel der „Berliner Zeitung“. Könnte eine Immo-Anzeige sein, ist aber der Preis für die Erweiterung des Kanzleramtes. Das Stadtschloss soll mit 13.465 Euro pro qm deutlich billiger sein. Wenn das der Kaiser noch erlebt hätte.
Sie ist wieder da: Nach drei Monaten voll bezahlter Abwesenheit hat die (von ihrer Fraktion aus gegebenem Anlass in die rechte Ecke gestellte) AfD-Abgeordnete Jessica Bießmann sich wieder im Abgeordnetenhaus blicken lassen. Ihr Fehlen erklärte sie mit Krankheit, ihre auf Facebook dokumentierte Deutschlandtour nicht. Was man noch wissen muss, erklärt der Anstecker vom Bernd-Höcke-„Flügel“ an Bießmanns Revers.
Mit der Perfomance von Katrin Lompscher als Bausenatorin unzufrieden sind viele, aber für den Missbilligungsantrag der CDU stimmten gestern im Abgeordnetenhaus nur 32 Parlamentarier – bei ebenso vielen Enthaltungen. Von der Opposition droht R2G also eher keine Gefahr.
Amt, aber glücklich: In beinahe kafkaeskem Tempo hat das Ordnungsamt Xhain auf eine Anfrage von CP-Leserin Ulrike Heringer reagiert. Die brauchte für ihren Online-Fahrradtaschenvertrieb eine Auskunft aus dem Gewerberegister – und erhielt eine persönliche Antwort noch vor der automatischen Eingangsbestätigung ihrer Mail. Vielleicht war dieses Wunder so nur am Mittwoch möglich, weil gerade Boris Palmer im Bezirk weilte.
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Die App der Hauptstadtwirtschaft – jetzt vernetzen!
Pünktlich zum morgigen Ball der Wirtschaft 2019 bringt der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) die App des VBKI-Netzwerks in Ball-Laune. Sehen und gesehen werden –auch online!
• Vernetzen Sie sich mit dem Who’s Who der Hauptstadtwirtschaft
• News zu allen Themen rund um VBKI und Ball der Wirtschaft
Die VBKI-App – Ihr digitaler Türöffner zur Berliner Wirtschaft! Infos und Download hier: www.vbki.de/app
Die Umweltverwaltung hat zum neuen Lärmaktionsplan mehr als 1500 Hinweise bekommen, wo und wie es ruhiger werden könnte. Zwei Drittel davon beziehen sich auf Straßenlärm, und davon fast zwei Drittel auf den Wunsch nach mehr Tempo 30. Klingt, als ließen sich damit Wahlen gewinnen.
Jetzt schreiben sogar ObergerichtspräsidentInnen Brandbriefe. In einer gemeinsamen Erklärung werfen Berliner und Brandenburger Spitzenjuristen der Potsdamer Landespolitik vor, die 2004 per Staatsvertrag (mit Gesetzeskraft) vereinbarte einheitliche Justizstruktur in Berlin und Brandenburg durch geplante Änderungen im Richtergesetz zu sabotieren. Klingt so, als bräuchten Neuköllner Stadträte bei Dienstreisen nach Schönefeld (CP von gestern) demnächst zweisprachige Passierscheine mit Durchschlag.
Hoffentlich passen wenigstens die Schlüssel fürs gemeinsame Landeslabor Berlin-Brandenburg, die gestern in Adlershof feierlich übergeben wurden. Die Länder mieten den Neubau, indem rund 380 bisher in B-Mitte, Potsdam und Kleinmachnow Beschäftigte arbeiten werden. „Trotz einer Vielzahl von zusätzlichen Änderungsbedarfen“ sei das Gebäude vorfristig fertig geworden und die Miete nicht höher als zuvor vereinbart. Das glaubt uns in Tübingen kein Mensch.
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Geben Sie Tempelhof frei und die Baulandpreise halbieren sich innerhalb von 24 Stunden!"
Christoph Gröner, Chef der CG-Gruppe, bei der von Lorenz Maroldt moderierten Diskussion „Wem gehört Berlin?“ am Donnerstagabend im Tagesspiegel-Haus.
„Wenn Sie Bürgerkrieg riskieren wollen, dann können Sie das gerne machen!“
Zwischenruf eines Zuhörers zum selben Thema.
Tweet des Tages
Gerade im #M29: „Eene meene mei, die letzte Tür macht frei...hex, hex!“ #DitisBerlin @BVG_Kampagne
Tweet des Tages
Hui, fährt der alberne Anton heute M29?
Stadtleben
Essen auf Luxemburgische Art: Wer dieses Erlebnis machen will, landet aufgrund mangelnder Alternativen zwangsläufig im Charlottenburger De Maufel. Geführt vom Luxemburger Künstler Luc Wolff, gibt sich der bescheidene Laden tagsüber als Brasserie, haugemachte Brioche, Quiche und Pastetenteller sind ein Must-Taste. Wer zum Abendessen in die Leonhardtstraße 13 kommt, darf ruhig mehr Zeit einplanen: Die geschmorten Schweinebäckchen mit süß-sauer marinierten Rosenkohlblättern kommen auf dem Teller in Fine-Dining-Manier daher, sind aber keine leichte Kost – eignen sich daher ganz gut als kulinarische Begleitung zu langersehnten Wiedersehen mit Freunden oder einem ausgelassenen Abend mit der Familie. S-Bhf Charlottenburg, Mo-Fr 12-24 Uhr, Sa 10-24 Uhr
Den Blick in Europas Süden richtet am Samstag und Sonntag die eat! Berlin mit den Berliner Käsetagen in der Moabiter Arminiusmarkthalle: Das Gastland ist dieses Jahr Italien und dementsprechend hat eine Reihe italienischer Gastro-Expats besondere Käseschmankerl im Petto. So etwa auch Gianluca Simonato - bekannt durch seine Pizzaworkshops am Holzmarkt - mit „ungewöhnlichen Pizza- und Käsekreationen“. Samstag (12-19 Uhr) ist der Eintritt frei, Sonntag (10-17 Uhr) kostet er 5 Euro – dafür gibt’s Live-Musik auf die Ohren. Arminiusstraße 2-4, U-Bhf Turmstraße
Trinken Auf der Reichsstraße im Westend kann einem von den vielen Autos schon mal der Kopf dröhnen. Im kleinen Anna’s to go können sich Lärm-Geplagte bei Smoothies, frisch gepressten Säften und Salaten zurückziehen. Ein großer Smoothiekostet 4,90 Euro, die Salate liegen zwischen 6,50 und 7,80 Euro. Wem von so viel Grünzeug ganz schwummrig wird, für den hat das Café glücklicherweise auch Ungesunderes im Angebot. Checkpoint-Leserin Christine S. empfiehlt insbesondere die „tollen selbstgemachten Kuchen“. Unser persönlicher Einrichtungsliebling in der Reichsstraße 89: die eingerahmten Zeitungsseiten an den Wänden. U-Bhf Neu-Westend, Mo-Fr 8-17 Uhr (via Corinna Segelken)
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Für eine ebenfalls berauschende - wenn auch alkoholfreie - Wochenendplanung bietet sich ein Besuch der farbenfrohen Ausstellung „Underground Architecture" in der Berlinischen Galerie in Kreuzberg an. Die teilweise gewöhnungsbedürftige Architektur der Berliner U-Bahnhöfe prägt laut Veranstaltungsseite „mit ihrer unverwechselbaren, der Nachkriegs- und Postmoderne verhafteten Gestaltung bis heute die tägliche Lebenswelt der Berliner*innen." Anwohner des Fehrbelliner Platzes können ein Lied davon singen - genauer gesagt eines aus den Siebzigern. Im Rahmen der Ausstellung findet seit Mittwoch eine internationale Tagung zur „U-Bahn-Architektur in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts" statt. Heute auf dem Programm u.a. der Vortrag „Der nachkriegsmoderne U-Bahnhof als Reflexion der unterirdischen Moderne". Wenn Sie der praktische Teil mehr interessiert: Am Samstag finden zu jeder vollen Stunde Führungen statt. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss läuft die Ausstellung noch bis zum 20. Mai. Die Tickets kosten 10 Euro. Alte Jakobstraße 124–128, tgl. 10-18 Uhr, außer Di (via Corinna Segelken)
Last-Minute-Tickets für die „Hafenrevue" im Literarischen Colloquium bekommen Sie an der Abendkasse Am Sandwerder 5 (S-Bhf Wannsee): Zu Gast ist die Berliner Literaturszene, wie das Colloquium ankündigt. Und tatsächlich, die Liste von mitwirkenden Literaturhäusern kann sich sehen lassen: Von der Berliner Literarischen Aktion, den Kiezpoeten, über das Literaturhaus, bis hin zum Savvy Contemporary stellen 21 Veranstalter sich und ihre Autor*innen bei der Konferenz vor, regen Diskussionen z.B. zur Fragilität der Schönheit an, oder präsentieren norwegische Literatur zur Einstimmung auf das Gastland der nächsten Frankfurter Buchmesse vor. Auch Ausstellungen und Theateraufführungen stehen mit auf dem umfangreichen Programm, das sich auf drei Bühnen abspielt. Der Eintritt kostet 8 Euro. 19-21.15 Uhr
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Berlin und das Umland bieten jede Menge Möglichkeiten, um den Winter so richtig zu genießen. In vier Kapiteln Bewegen, Entspannen, Erleben und Genießen stellen wir Aktivitäten, Entspannungs-, Genuss- und Kulturangebote vor.
Am Samstagabend widmet sich Nachwuchspianistin Leonie Rettig in der Ernst-Moritz-Arndt-Kirche der B-Dur-Sonate von Franz Schubert, die gleichzeitig seine Letzte ist, sowie seiner „Wanderer-Fantasie“. Daniel Barenboim soll Rettig „unerhörte Musikalität“ bescheinigt haben, als sie ihm mit 14 Jahren vorspielte. Die musikalische Hauptrolle beim Benefizkonzert in der Zehlendorfer Kirche (Onkel-Tom-Straße 80, U-Bhf Onkel-Toms-Hütte) übernimmt sie auf Empfehlung des ehemaligen Philharmoniker-Cellisten Rudolf Weinsheimer. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht und gehen an die Kirche. Ab 18 Uhr
Noch hingehen in die Wilmersdorfer Arcaden, wo die Deutsche Oper noch bis Samstag ausgewählte Kostüme und Requisiten vergangener Produktionen ausstellt. In den Einkaufsgängen im Unter- und Erdgeschoss können Sie opulente Ballkleider und bunte Federkostüme bestaunen. Für Sammler, alle mit extravagantem Kleidungsstil und Faschingsfreunde (die gibt’s auch in Berlin, wie wir gelernt haben) wird das eigentliche Highlight natürlich der Fundusverkauf (Fr-Sa 10-20 Uhr): Mit etwas Glück und Stöbergespür ergattert man Teile aus 60er-Jahre-Produktionen des Opernhauses, witzige Hüte und außergewöhnliche Perücken. Der Eintritt ist frei, die Preise für Kostüme starten ab 20 Euro.
Maria Kotsev wünscht Ihnen ein erlebnisreiches Wochenende!
Prominent verraten
Der Verleger, Buchautor und Redner Florian Langenscheidt hat diese Woche fotografische Hinweise hinterlassen (hier gleich zwei Mal im Selfie) – richtig geraten und die Checkpotts gewonnen hat Leserin Angela Chambers – herzlichen Glückwunsch! Auf den „Mehr Berlin“-Seiten gibt's morgen noch mehr Fotos zu sehen.
Berlin heute
Verkehr Auf der A100 (Stadtring) Richtung Wedding steht zwischen 9.30 und 15 Uhr in der Überleitung zur A115 nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Die Gleimstraße (Prenzlauer Berg) ist ab 14 bis Samstag ca. 20 Uhr in beiden Richtungen gesperrt. Zwischen 8 und 13 Uhr steht auf der Beusselstraße (Moabit) in Richtung Flughafen Tegel nur eine Spur zur Verfügung. Wegen einer Trauerveranstaltung kann es zwischen 10 und 13 Uhr rund um den Berliner Dom (Mitte) zu Staus kommen. Ein Lastenrad-Korso in Mitte sorgt von 14 bis 15.30 Uhr ebenfalls für Staus rund um das Kottbusser Tor, den Hermannplatz und die Karl-Marx-Straße. Im Umkreis des Stadions An der Alten Försterei (Oberschöneweide) ist wegen eines Fußballspiels (Beginn 18.30 Uhr) ebenfalls mit Staus zu rechnen. Und in der gesamten Innenstadt kann sich ab 20 Uhr bis Mitternacht aufgrund eines Fahrradkorsos stauen. Ab ca. 22 Uhr bis Montag 1.30 Uhr fahren keine Züge der Linien S41/S42 und S46 zwischen Westend und Beusselstraße. Die S7 fährt ab 22 Uhr bis Montag 1.30 Uhr nicht zwischen Ahrensfelde und Springpfuhl. Und wegen Baumschnittarbeiten fährt die Tram 21 am Freitag und Samstag von 4.30 bis 16 Uhr nicht. Es fahren überall Ersatzbusse.
Demonstration Heute wollen sich von 12 bis 15 Uhr knapp 200 Teilnehmer zur Kundgebung „Fridays for Future“ am Invalidenpark einfinden. Verdi meldet mit ca. 50 Teilnehmern den Streik der Charité-Therapeuten „Streik CPPZ“ zwischen 11 und 12 Uhr am Magdeburger Platz an. Die Fahrrad-Demo „Mehr Wärme für Berlin – Dein Lastenrad bringt’s“ radelt und läuft mit ca. 40 Teilnehmern von 14 bis 15.30 Uhr von der Wallstraße bis zum Alfred-Scholz-Platz. Am Samstag finden sich von 14 bis 16 Uhr knapp 200 Menschen zur Demonstration „Anti-Nato-Gruppe Berlin-Brandenburg“ am Pariser Platz ein.Der Aufzug unter demMotto „Solidarität mit den Hungerstreikenden und den politischen Gefangenen!!!“ zieht mit ca. 150 Menschen von 15 bis 18 Uhr vom Breitscheidplatz über den Ku‘damm und endet am Adenauer Platz. „Neue Räume für die Potse und Drugstore“ fordern rund 120 Menschen von 13 bis 23 Uhr in der Potsdamer Straße 180. Ein „Gedenkmarsch für afrikanische Opfer von Versklavung“ zieht mit rund 150 Teilnehmern zwischen 11 und 16 Uhr von der Wilhelmstraße 92 bis zum Humboldt-Forum. Für Sonntag zwischen 15.30 und 18.30 Uhr hat die Hausgemeinschaft Dieffenbachstraße 300 Menschen zur Kundgebung „Dieffenbachstraße Immobilienspekulationen und Mietenwahnsinn im Milieuschutzgebiet Graefekiez“ angemeldet. Und am Gendarmenmarkt finden sich von 14 bis 15 Uhr knapp 250 Teilnehmer zur „Demo für den Erhalt der EU – Pulse of Europe“ ein.
Gericht Ein 35-Jähriger, der in seiner Wohnung mehr als fünf Kilogramm Crystal Meth gelagert haben soll, muss sich wegen Drogenhandels verantworten (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal B 129).
Berliner Gesellschaft
Preisverleihung - Der Schriftsteller Clemens J. Setz hat am Mittwoch im Roten Rathaus den Berliner Literaturpreis 2019 vom Regierenden Michael Müller überreicht bekommen. Damit ist er designierter Gastprofessor für deutschsprachige Poetik im Sommersemester 2019 an der FU. Der Preis zeichnet Autoren in den Gattungen Erzählende und Dramatische Literatur sowie Lyrik aus.
Gestorben - Theophil Krawczyk, * 25. Dezember 1924 / Günter Karl Malorny, * 13. Februar 1929 / Wolfgang Plautz, * 21. Januar 1935 / Dr. Richard Reininghaus, * 6. März 1939, Pfarrer und Dekan i.R.
Stolperstein - Günter Bannat (Jhg. 1920) wurde wegen Widerstands gegen das Naziregime als „Vorbeugehäftling“ verhaftet und in das „Arbeitserziehungslager“ Großbeeren bei Teltow eingewiesen. Dort wurde er heute vor 76 Jahren ermordet. Er lebte am Einsteinufer 11 in Charlottenburg.
Im Tagesspiegel
Ist das noch Punkrock? Jetzt hat Bela B, der singende Schlagzeuger der Band Die Ärzte, auch noch ein Buch geschrieben. Und ausgerechnet einen Heimatroman. Unser Kollege Gerrit Bartels hat ihn getroffen. Lesen Sie das Porträt heute auf Seite 3 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
Wo ist Philippa? Verschwunden! Oder bei Obi. Philippa und Obi sind Gebbrust-Kapuziner – und seit gestern auf der Flucht. Die beiden Äffchen entwischten durch eine Lücke in ihrer neuen Außenanlage im Tierpark Friedrichsfelde. Eines turnte zeitweise an der Fassade der Hochschule für Wirtschaft und Recht herum (Videobeweis hier). Nachdem es Polizisten und Tierpfleger abschütteln konnte, wird es inzwischen wieder im Tierpark vermutet. Um die Suche zu erleichtern, wurden mit leichtem Schlafmittel präparierte Bananen als Köder ausgelegt. Falls Sie also am Wochenende den Tierpark besuchen, lassen Sie die Finger von herrenlosem Obst und passen Sie auf, dass Ihnen kein müdes Äffchen auf den Kopf fällt.
Kommen Sie gut ins Wochenende, das nach frostigem Beginn wieder frühlingshaft werden soll. Draußen genießen lässt es sich wahlweise mit der oder auch ohne die Checkpoint-Laufgruppe, die sich am Sonnabend 11 Uhr am Schloss Charlottenburg trifft (Parkplatz an der Orangerie, Spandauer Damm). Am Montag strampelt sich hier Björn Seeling für Sie ab.
Alles Gute,