Heiter bis wolkig bei bis zu 24°C

Räder kaufen, tauschen oder reparieren: Fahrradflohmarkt Kreuzberg Betrachtungen und Reflexionen über Wirklichkeit im Radio„Quo Vadis, Aida“ – Filmscreening mit Regisseurin Jasmila Žbanić

nicht zu heiß und nicht zu kalt soll es werden an diesem letzten Ferienwochenende. Damit Sie das Beste draus machen können, versorgt Sie der Wochenend-Checkpoint wieder mit Freizeittipps rund um Berlin und Brandenburg.

Samstagmorgen – Bis Herbstende können noch reichlich Gutwetter-Kilometer getreten werden, der Umstieg aufs Fahrrad lohnt sich also gerade besonders. Auf dem Fahrradflohmarkt Kreuzberg (Köpenicker Straße) funktioniert alles etwas anders als üblich: Räder verkaufen und tauschen können hier nämlich alle, die eines mitbringen, sofern ein Kaufvertrag vorliegt. Kaufen, Probefahren und sich von Sachverständigen des ADFC beraten, sowie Reparaturen vor Ort durchführen lassen, geht auch.

Samstagmittag – Der Friedhof Lilienthalstraße ist so eine Sache – hat man ihn einmal unbedarft betreten, freut man sich über die Entdeckung dieser stillen, grünen Oase mitten in der Stadt. Wegen der etwas versteckten Zugänge sind hier kaum Menschen anzutreffen und gerade vom Bereich um die mit schweren Linien gezeichnete Krypta geht eine große Ruhe aus. „Ein sogenannter Nazibau, der eigentlich keiner ist, oder, wenn man will, der einzige künstlerisch nicht misslungene“, wie Architekturhistoriker Klaus Konrad Weber sagte. Ursprünglich als Nazi-Kriegsheldenfriedhof gebaut, wurde die Anlage in den Fünfzigern zur Kriegsgräberstätte erklärt – ein Aufenthalt darin hat heute einen latent mitschwingenden Mahnmalcharakter. Manche Mobilfunknetze verweigern hier sogar den Empfang.

Samstagabend – So ziemlich das Gegenteil von Ruhe geht vom HellD 2021-Festival (Tangermünder Straße 127-129) aus.

Mein Wochenende mit

Durchgecheckt

Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.

„Wir, also Chantal und ich, hatten es uns eigentlich so schön vorgestellt, mal wieder rauzukommen und uns in der Abgeschiedenheit zu verlieren. Einen Flecken, den niemand kennt, dachten wir, so einen müssen wir finden. Nur wie? Am besten, man verschafft sich erstmal einen Überblick von oben – und wo sollte das besser gehen, als in Siehdichum? Der Ortsname ist Programm, schließlich ist man in Siehdichum etwa 50 Meter höher, als im zehn Kilometer entfernten Müllrose. Wie uns ein Ortsansessiger erzählte, stammt der Name allerdings gar nicht von der Erhebung, sondern soll früher als Warnung gegolten haben – sieh dich um! – vor den Gefahren des umliegenden Moor- und Sumpfgebiets. Will man sich in Abgeschiendenheit verlieren, bestehen die zurzeit vor allem aus zugereisten Filmliebhaber:innen, die den Naturpark Schlaubetal unsicher machen. Denn in Klingemühle findet das Lakeside Film Festival statt. Das haben wir zum Glück schon von Siehdichum aus erspäht und gemieden. Zunächst zumindest… dann wurde uns langweilig. Nun ja, das Popcorn hier ist ganz hervorragend, die Landschaft malerisch schön und Langeweile kommt auch keine auf. Ich empfehle mich, mit freundlichen Grunzen!“

Lese­empfehlungen

Randy Riedel heißt er, ist Bademeister, und zwar im Kreuzberger Prinzenbad. Sarah Borufka (Abo) sprach mit ihm über Lebensrettung und Rowdytum an einem der lebendigsten Freibäder Berlins.

Wem angesichts des Schulbegins des eigenen Nachwuchses jetzt vor lauter To-do-Listen graue Haare wachsen, lese Armin Lehmanns (Abo) Aufschrei eines verzweifelten Vaters im Papierladen. Danach fühlt man sich vielleicht weniger allein.

Neulich erst hieß es, im Homeoffice arbeitende Berliner:innen sollten in die Mark ziehen und es sich gut gehen lassen. Jetzt hört man „Die Berliner koofen uns alles weg“. Werner van Bebber (Abo) hat sich die Zuwanderung in die Mark einmal angeschaut.

Wo wir von Walter Benjamin sprechen: Der größte Antrieb des Menschen sei die Rache für alle erlittenen Kränkungen und Ungerechtigkeiten, hat er einmal polemisch konstatiert. Wer hegt nicht den ein oder anderen Groll, zum Beispiel gegen frühere Schullehrer:innen? Hier (Abo) rechnen sechs Tagesspiegel-Autor:innen ab.

Wochen­rätsel

Wo können sich die Berliner:innen ab dieser Woche auch impfen lassen?

a)
im 5. Stock des KaDeWe
b) 
bei IKEA in Spandau und Tempelhof
c)
vor dem Alexa-Haupteingang

Schicken Sie uns die richtige Lösung und gewinnen Sie einen Checkpott.

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Haben Sie ein anregendes Wochenende. Florian Schwabe war heute der frühe Vogel im Produktionsdienst, am Montag haut Lorenz Maroldt hier wieder für Sie in die Tasten.

Ihr Thomas Wochnik