Welch ein Jammer, dass die Fifa den Fußball in die Wüste geschickt und die Menschenrechte meistbietend verscherbelt hat. Die Bundesliga pausiert leider gerade, aber am Freitag könnte es eine sehenswerte Partie geben, wenn die Frauen von Turbine Potsdam auf die TSG Hoffenheim treffen. So viel zum Sport.
Heute wäre ein praktisches Datum zum Heiraten: 22.11.22 – schnapszahliger wird’s erst am 11.11.33 wieder. Aber zum Heiraten benötigt man u.a. einen gültigen Ausweis, was wiederum… Sie wissen schon. Ulrich Schneider, Chef des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, beklagte jüngst, dass es abgesehen von den nicht vorhandenen Terminen in seinem Bürgeramt nur die Option gebe, mit EC-Karte zu zahlen. „So was habe ich schon lange nicht mehr. Was nun?“
Die Innenverwaltung teilt auf CP-Anfrage mit, dass zwar alle Bezirke auch Barzahlung anböten, aber nicht in jedem Bürgeramt. „Gegebenenfalls ist das Aufsuchen eines Bürgeramtes mit Barzahlungsmöglichkeit erforderlich“. Next Level Terminsuche also. Manche Ämter nähmen auch Debitkarten. Aber nicht alle, denn „derzeit ist die Vertragslandschaft mit den Geräteanbietern in den Bezirken heterogen“. Senat und Bezirke „arbeiten daran, hier möglichst einheitliche Lösungen anzubieten“. Wohl denen, deren Ausweis noch lange gilt.
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Vorbesichtigung in Berlin
Wir freuen uns, Sie vom 23. bis 30. November bei unserer Vorbesichtigung begrüßen zu dürfen. Entdecken Sie die Werke, die wir am 1. und 2. Dezember versteigern, u.a. Otto Dix' dadaistische Katzen.
Fasanenstraße 25, 27 und 73
10719 Berlin
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Für manche dürfte sich der Ausflug in die Bezahllandschaft vorerst dadurch erledigen, dass das Bürgeramt ihres Vertrauens schließt. Mindestens ein halbes Dutzend dürften es bald sein, weil das Personal mit der Vorbereitung der Wiederholungswahl beschäftigt ist. Andere Bürgerämter werden ausgedünnt. Während die Einladung an die OSZE zur Wahlbeobachtung laut Innensenatorin Iris Spranger (SPD) gebongt ist, muss sich die Koalition über den Abstimmungstermin für den Volksentscheid „Berlin 2030 klimaneutral“ noch einig werden. Ihn auf den Wahltag im Februar zu legen, wäre im Sinne der Demokratie, aber bei der knappen Vorlaufzeit organisatorisch fast so riskant wie ein Marathon. Nicht dass am Ende die Wiederholungswahl wegen zu vieler Pannen…
Was macht eigentlich der Wahlkampf? Während Franziska Giffey sich im Lichterglanz sonnt und Bettina Jarasch rhetorische Pflöcke schnitzt („Ich denke, bevor ich handle“), will Sozialsenatorin Katja Kipping (Linke) da punkten, wo’s wehtut: im Pflegebereich. Die Zustände dort sind bekanntlich so, dass das Personal gar nicht genug streiken kann, was es 2021 auch tat. Weil die Azubis wegen der Fehlzeiten um ihre Abschlüsse fürchteten (oder auch: sich vor den Klinikleitungen fürchteten), hat Kipping nach CP-Informationen jetzt deren Streikrecht klarstellen lassen: Laut einem gemeinsamen Rundschreiben von Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsressort an die Verwaltungen und Einrichtungen des Landes fehlen Azubis nicht unentschuldigt und sollen auch keine Nachteile in der Berufsschule haben, wenn sie streiken. Proletarier aller Lehrjahre, vereinigt euch!
Drei Wochen ist es her, dass auf der Bundesallee die 44-jährige Sandra Umann von einem Betonmischer überrollt und tödlich verletzt wurde. Da ihre Rettung durch einen von Klima-Klebern verursachten Stau behindert wurde, entdeckten plötzlich zahlreiche zuvor nicht einschlägig aufgefallene Politiker/innen ihr Faible für Verkehrssicherheit. Am 10. November hat die aus mehreren Behörden zusammengesetzte Unfallkommission die Unfallstelle begutachtet. Fazit laut Verkehrsverwaltung: Der Unfall geschah zwischen zwei großen Kreuzungen in einem Bereich, in dem viele die Spur wechseln und deshalb der Radweg benutzt werden muss (blaues Schild) – was die Verunglückte nicht tat. Der Radweg sei vor Jahren verbreitert und mit eigenen Ampelphasen gesichert worden. Maßnahmen als Konsequenz aus dem Unfall seien nicht geplant.
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Tierisch günstig! Jetzt Autoversicherungs-Check machen und sparen. Die meisten Kfz-Versicherungsverträge enden zum 31. Dezember. Wer Geld sparen und seine Versicherung wechseln möchte, muss eine Kündigungsfrist von einem Monat einkalkulieren. Clevere Autobesitzer machen deshalb im November den Autoversicherungs-Check. Der ADAC Berlin bietet Autoversicherungs-Checks telefonisch und in den Geschäftsstellen in Mitte und Wilmersdorf an. ADAC Mitglieder erhalten bis zu 15% Rabatt.
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Die mehr als 20.000 seit Jahresbeginn verjährten Raser-Bußgelder (CP von gestern) sind nur eines von mehreren Symptomen für den Zustand, in dem sich die Bußgeldstelle der Berliner Polizei befindet. Ein weiteres sind die erwarteten Einnahmen von nur 67 Mio. Euro, die weit unter den Vorjahressummen liegen. Das muss man erst mal hinkriegen, nachdem im vergangenen Jahr viele Bußgelder teils mehr als verdoppelt worden sind. Und noch ein Symptom: Aus knapp 72.000 zwischen Januar 2021 und September 2022 eingegangenen privaten Anzeigen (größtenteils wegen Falschparkern) wurden laut Polizei nur 15.439 Verfahren. 78 Prozent landeten also im Papierkorb. Sollte der aktuellste Erhebungs-Monat für die Zahlen als Indikator für den Trend taugen: Im September wurden 92 Prozent der privaten Anzeigen weggeworfen.
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Die PFABO GmbH hat ein smartes, nachhaltiges und standardisiertes Mehrwegpfandsystem für den Lebensmitteleinzelhandel und darüber hinaus entwickelt. Dadurch werden der bisher anfallende Einwegabfall drastisch reduziert, sichere Lieferketten geschaffen und die Kreislaufwirtschaft gefördert.
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Wenn viele Verkehrsverstöße in Berlin schon gratis sind – die Überwachung wird zumindest nicht komplett eingestellt: Die Polizei hat die Beschaffung von fünf Blitzerfahrzeugen ausgeschrieben. Die ersten drei stationären – von „mindestens 60“ im Koalitionsvertrag vereinbarten zusätzlichen Blitzern – sollen noch in diesem Jahr in Betrieb gehen: am Ku’damm, in der Schildhornstraße und in der Landsberger Allee. Aber: Laut Polizei sollen alle drei nur Tempoverstöße erfassen, keine Rotfahrten. Wie furchtbar nötig das wäre, zeigt der Fall der elfjährigen Louisa, die im April auf der Landsberger Allee von einem Rotfahrer getötet wurde. Morgen steht der Täter vor Gericht. Ich habe für den Tagesspiegel mit Louisas Vater darüber gesprochen, was er von der Verhandlung erwartet.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Wir schauen in die von Russland überfallene Ukraine:
+++ Die Menschen in der Ukraine werden sich nach Einschätzung des Versorgers mindestens bis März auf Stromausfälle einstellen müssen – Ausmaß und Dauer hängen vom weiteren Terror durch Russland ab.
+++ Im Norden und Osten der Ukraine soll sich in den nächsten Tagen Dauerfrost etablieren.
+++ Experten der Internationalen Atomenergiebehörde haben bei einer Besichtigung des Kernkraftwerks Saporischschja deutliche Schäden auf dem Gelände festgestellt, aber sehen die nukleare Sicherheit der Anlage nicht für akut gefährdet.
In unserem Live-Blog halten wir Sie jederzeit über die Ereignisse auf dem Laufenden.
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Genießen Sie die Weihnachtszeit auf dem Storchenhof Blumenow, rund 80 km vor den Toren Berlins.
Im Naturpark Havelland können Sie perfekt entschleunigen und die nahen Weihnachtsmärkte von Himmelpfort und Gut Liebenberg besuchen.
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Während Ryanair und Easyjet den Abflug machen, verdoppelt Eurowings zum Sommerflugplan seine Flotte am BER und steuert neben klassischen ICE-Destinationen wie Köln/Bonn, Düsseldorf und Stuttgart künftig auch Kopenhagen an. CP-Servicehinweis: Die Bahn braucht dorthin knapp sieben Stunden. Dafür müssen Sie nicht zwei Stunden vor dem Start da sein, können Getränke Ihrer Wahl mit an Bord nehmen und dürfen Gürtel und Schuhe anbehalten.
Falls die Passagierzahlen am BER dennoch zu wünschen übriglassen: Vielleicht wurden die Leute einfach von der S-Bahn einbehalten. So wie Freitagabend, als anlässlich einer Weichenstörung (nicht zu verwechseln mit dem gestrigen Schienenbruch) ein Zug Richtung Süden 25 Minuten am Ostkreuz stand, dann als „Ringbahn“ deklariert abfuhr und in Schöneweide wegen übermäßiger Verspätung vorzeitig endete – und zwar am stadteinwärtigen Bahnsteig, wo dann scharenweise Menschen mit Rollkoffern ebenso panisch wie vergebens auf ihren Handys Rat suchten. Eine Ansage, dass die Züge zum BER vom anderen Bahnsteig – hinter einer Großbaustelle verborgen – fahren, hätte sich da gelohnt. Aber beim Thema Störungsmanagement pflegt die S-Bahn ihre unterirdische Tradition.
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Sichern Sie sich jetzt Tickets für die Buchpremiere von „Blutmond“ in einzigartiger Atmosphäre live in Berlin! Am 23. November um 20 Uhr lesen Bestsellerautor Jo Nesbø und Schauspieler Benno Fürmann im Delphi Filmpalast aus dem neuen Fall für Harry Hole. Es moderiert Anouk Schollähn.
Heiße Spur zum Tofuteufel: Bei der Fahndung nach dem wohl in die Türkei entschwundenen Attila Hildmann darf die Generalstaatsanwaltschaft zwar Infos von Hobbydetektiven verwenden, aber eine Zusammenarbeit mit ihnen sei „rechtlich nicht zulässig“, teilt die Innenverwaltung auf Anfrage von MdA Alexander Herrmann (CDU) mit. Denn „maßgebliche Rechtsvorschriften der internationalen Zusammenarbeit“ dürften beim Vorgehen der Behörde nicht umgangen werden. Die „Hildbusters“ hatten Telegram-Posts des Schwurbelkochs analysiert und seinen Aufenthaltsort herausgefunden. Wie, haben sie den Kollegen von Spiegel TV erzählt.
Für die laufende WM in der Fußballwüste wurden Flächen in der Größe von umgerechnet 1140 Fußballfeldern zubetoniert (was übrigens mit Millionen Tonnen CO2-Ausstoß verbunden war). Wo und wie, ist in eindrucksvollen Vergleichsaufnahmen zu sehen, die unser Tagespiegel Innovation Lab zusammengestellt hat und erklärt.
RBB-Interimsintendantin Katrin Vernau, zuständig für die Aufräumarbeiten in Schlesingers Selbstbedienungsladen, bekommt ein Jahresgehalt von 297.000 Euro – und monatlich 1000 Euro Mietzuschuss für ihre Berliner Zweitwohnung. Zapp.
In Mittenwalde südlich von Berlin ist ein mit Weihnachtsbäumen beladener Sattelzug geklaut worden und in Friedrichshain der Tourbus von Tokio Hotel, also quasi das Tokio Motel.
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Flussreise auf der Donau
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Nachdem der größte Wahnsinn an den Energiemärkten schon überstanden schien, kommt er nun mit Wucht bei Privatleuten an: Massenhaft kündigten Strom- und Gasversorger in den vergangenen Tagen teils existenzbedrohende Preiserhöhungen zum Jahreswechsel an, oft mit wunderlichen Erklärungen. Wir wollen uns das in Tagesspiegel und CP genauer anschauen – und bitten um Ihre Hilfe: Wurden auch Ihnen extreme Energiepreissprünge angekündigt? Dann schreiben Sie uns gern eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de, Betreff „Energiepreis“, am besten mit Scan oder Foto der Ankündigung. Danke!
Und noch eine Einladung zum Mitmachen: Wenn von nächster Woche an der ganz neue gedruckte Tagesspiegel erscheint (Spoiler: Der fetzt wirklich!), kommt auch der Checkpoint in die Zeitung. Natürlich nicht als ausgedruckte Mail, sondern mit Bonuszeilen und Sonderausstattung. Für Letztere freuen wir uns auf Ihre Fotos: Wenn Sie in Berlin was Kurioses, Absurdes oder einfach Schönes fotografieren, schicken Sie uns das Bild für die Zeitung an checkpoint@tagesspiegel.de, Betreff „Foto“. Hat keine Eile; wir freuen uns auch im Dezember über Ihre Mails.
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Zitat
Ein Kraftfahrer, der innerhalb eines Jahres 159 Parkverstöße begeht, ist zum Führen von Kraftfahrzeugen ungeeignet; ihm kann daher die Fahrerlaubnis entzogen werden.
Aus einer Mitteilung des Verwaltungsgerichts zum Urteil gegen einen Autofahrer. Der war außerdem 15 Mal geblitzt worden. Dem Gericht hatte er erklärt, die Verstöße hätten andere begangen und er habe auf Widerspruch verzichtet, um der Bußgeldstelle keine zusätzliche Arbeit zu machen.
Tweet des Tages
Nachdem uns eine kurze #Twitterpause gegönnt wurde, sind wir ab sofort wieder für euch da.
Antwort d. Red.: Normalerweise meldet die Verkehrsinformationszentrale Sperrungen. Diesmal wurde sie selbst gesperrt – laut Verkehrsverwaltung, weil die Behörde von Twitter für nicht volljährig befunden worden war.
Stadtleben
Essen & Trinken – Sashimi, Miso und Tempura gehören zu den japanischen Gerichten, die mittlerweile über die Grenzen Japans hinweg in aller Munde landen. Bei „Maru“ richtet die Landesküche der Kirschblüten täglich von 12 bis 22 Uhr Reisaufläufe, Pasta und japanische Pizza an. Der aufsehenerregende Fladen besteht aus Kohl, kann nach Gusto variieren und harmoniert hervorragend mit BBQ-Sauce und japanischer Mayonnaise. Bergmannstraße 11, Kreuzberg, U-Bhf Mehringdamm
Berlinbesuch – Die Gruppenausstellung „Ausnahmezustand. Polnische Fotokunst heute“ zeigt ausschließlich polnische Fotografie und ist damit die bislang umfassendste in Deutschland. Fotograf:innen, die nach dem Ende des Kommunismus in der Dritten Polnischen Republik aufwuchsen und ihre Karrieren begannen, veranschaulichen in der Zitadelle Spandau zeitgenössisches Leben in unserem Nachbarland: Eine Fasson über Freiheit, Ungezwungenheit und neue restriktive Entwicklungen. Der Eintritt kostet 4,50/ erm. 2,50 Euro. Bis 1. Januar 2023. Am Juliusturm 64, Haselhorst, U-Bhf Altstadt Spandau
Plätze sichern für eine nostalgische Stadtrundfahrt wie zu Großelterns Zeiten – Am 1. Advent tuckert die Dampflokomotive des Dampflokfreunde Berlin e.V. erstmals seit einem Jahr mit historischen Wagen durch den Osten Berlins. Reisewillige können um 9.30 Uhr und 12.30 Uhr am Bahnhof Lichtenberg einsteigen. Während der rund einstündigen Fahrt lässt ein Zwischenstopp im historischen Speisewagen mit Glühwein und Lebkuchen sowie kleinen Speisen und diversen Getränken bestimmt nicht lange auf sich warten. Fahrkarten kosten 45,20 Euro. Gute Fahrt!
Karten sichern für die Blütezeit der Weimarer Republik – Die Revue „Berlin Berlin – Die große Show der Goldenen 20er Jahre“ startet Ende November mit ihrem sechswöchigen Wintergastspiel im Admiralspalast. Zwischen Weltwirtschaftskrise und grenzenloser Leichtblütigkeit lädt das 30-köpfige Ensemble zu einer verlockend schillernden Zeitreise umhüllt von Freiheit, Leben und Lust. Wir verlosen 1x2 Karten für die Vorstellung am 2. Dezember um 19.30 Uhr und drücken die Daumen! Bis 8. Januar 2023. Friedrichstraße 101, Mitte, S/U-Bhf Friedrichstraße
Grübelstoff – Unter dem „polnischen Abgang“ versteht man in Deutschland eigentlich nur eins: sich aus dem Staub machen ohne Verabschiedung. Sind Sie dafür bekannt, sich ohne einen Mucks zu empfehlen oder kennen Sie gar den Namen des Äquivalents?
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Putsch im Rathaus: Eine Reise in die Welt der Reichsbürger
Heike Werding ist die Chefin einer bizarren Berliner Reichsbürger-Gruppe. Sie will die Macht in Deutschland übernehmen. In der 16. Folge von „Tatort Berlin“, dem True-Crime-Podcast des Tagesspiegels, verrät ein Reichsbürger-Experte, wie gefährlich diese Szene wirklich ist.
Jetzt kostenlos auf Spotify, Apple Podcasts und Tagesspiegel.de.
Berlin heute
Verkehr – Reinhardtstraße (Mitte): Die Straße ist von 7 bis 18 Uhr in Richtung Kronprinzenbrücke zwischen Margarete-Steffin-Straße und Kapelle-Ufer auf einen Fahrstreifen verengt.
Gneisenaustraße (Kreuzberg): In Richtung Mehringdamm steht zwischen Mittenwalder Straße und Zossener Straße nur ein Fahrstreifen zur Verfügung (bis Mitte Dezember).
Stahlheimer Straße (Prenzlauer Berg): Sperrung in Richtung Pappelallee zwischen Kuglerstraße und Erich-Weinert-Straße (bis Anfang Dezember).
Attilastraße (Tempelhof): Mögliche Verkehrseinschränkungen von 7 bis 15 Uhr in beiden Richtungen.
Jean-Jaures-Straße (Wittenau): Sperrung in beiden Richtungen zwischen Hermsdorfer Damm und Waidmannsluster Damm. Die Rue Montesquieu und die Nimrodstraße sind von der Jean-Jaures-Straße abgehängt (bis 8. Dezember).
Demonstration – „Demokratie stärken, Volksentscheide nicht behindern. Zusammenlegung des Volksentscheids Berlin 2030 klimaneutral mit der Nachwahl zum AGH im Februar 2023“: 40 Personen, Klimaneustart Berlin, Rathausstraße (9-10 Uhr)
„Erneuerbare Energien – Zukunft statt Abschöpfung“: 200 Protestierende, Deutscher Bauernverband e.V., Paul-Löbe-Allee (10-12 Uhr)
„Unsere Solidarität gegen ihre Repression“: Zehn Personen, Wilsnacker Straße 4 (11.30-15.30 Uhr)
„Für den Frieden in der Welt und das Ende aller Kriege – Frieden schaffen ohne Waffen“: 20 Menschen, Omas gegen Rechts Berlin, Alexanderplatz (12-13.30 Uhr)
„Symbolische Aufstellung eines Denkmals für unser Sandmännchen auf dem Ulrichplatz, in Erwartung einer schnellen Entscheidung zur Genehmigung des Aufstellens des eigentlichen Bronzedenkmals“: 150 Teilnehmende, Ullrichplatz (14-15 Uhr)
Gericht – Gegen einen 21-Jährigen, der ohne Fahrerlaubnis und mit über 13 Kilogramm Drogen im Auto unterwegs gewesen sein soll, beginnt der Prozess (9 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal B 219).
Universität – Die Humboldt-Universität lädt zur feierlichen Amtseinführung von Professorin Julia von Blumenthal als Präsidentin der HU ein. Die anderthalbstündige Inauguration wird um 17 Uhr im Karl-Weierstrass-Hörsaal oder als Livestream übertragen. Unter den Linden 6, Mitte, U-Bhf Unter den Linden
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Nello Di Martino (71), Torwart-Trainer bei Hertha BSC U19 / Bettina Jarasch (54), Bürgermeisterin von Berlin sowie Senatorin für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz / Katharina Saalfrank (51), TV-Pädagogin / „Mein guter langjähriger Freund und echter Berliner Bernd Schömann wird heute genau 75 Jahre alt.“ / Jochen Schropp (44), Schauspieler und Moderator / Sebastian Streu (23), Eishockeyspieler bei Iserlohn Roosters / „Liebe Zora, ein „Happy Birthday to you“ aus Köln nach Berlin. Du bist eine tolle Tochter! Alles Liebe, Tani“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11.30 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Stefan Barz, * 29. Januar 1963 / Prof. Dr. Peter Danckert, * 8. Juli 1940 / Margret Dupka, * 12. April 1942 / Dietrich Gerhardt, * 15. Mai 1928
Stolperstein – Der Diplom Ingenieur Rudolf Bachrach (Jg. 1877) lebte mit seiner Ehefrau Alice Bachrach und seinem Sohn Karl Am Hirschsprung 61 in Dahlem. Am 19. September 1941 wurde er verhaftet und ins Sammellager Gerlachstraße 19/22 gebracht. Ein Jahr später deportierten die Nationalsozialisten ihn von dort nach Theresienstadt, wo er heute vor 80 Jahren verstarb.
Encore
Es wird einsam um Old Shatterhand. Laut Amtsblatt ist der „Freundeskreis Karl May Berlin-Brandenburg e. V.“durch Beschluss der Mitgliederversammlung vom 14. August 2021 aufgelöst. Karl, Mayday?! Keineswegs, beruhigt der Vereinsvorsitzende Johannes Zeilinger auf CP-Anfrage: Der Freundeskreis werde weiter bestehen und informiere „wie gehabt über Themen zu Karl May“, z.B. am kommenden Samstag in der Arminius-Markthalle in Moabit mit einem Vortrag des Archäologen Dr. Friedhelm Pedde. Man verspreche sich einigen Erkenntnisgewinn.
Nun will ich, ohne viel zu sagen, mich seitwärts in die Büsche schlagen. Mit mir in den Sonnenaufgang geritten sind Thomas Lippold (Recherche), das Stadtleben-Drehbuch hat Sophie Rosenfeld geschrieben, dem Morgengrauen getrotzt als Frühproduzentin hat Kathrin Maurer. Morgen wedelt hier Christian Latz den Pulverdampf beiseite für maximalen Durchblick. Hasta la vista!

