CP-Leserin Heidrun Schmidt sendet uns: „Herzliche Grüße aus West-Grönland, wo Moby Dick als Eisberg auferstanden zu sein scheint.“

Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir während der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint@tagesspiegel.de.
Sollten Sie sämtliche Nina-Warnungen, Push-Nachrichten, Polizeimeldungen und Liveticker übersehen haben: Berlin hat ein neues Sommerloch-Tier! Die Löwin, die sich im Süden Berlins herumtreiben soll, wurde immer noch nicht gefunden. Zum ersten Mal wurde das Tier am Donnerstagmorgen in Kleinmachnow gesichtet, seitdem sucht die Polizei mit Großaufgebot und warnt die dortigen Bewohner davor, ihre Häuser zu verlassen. Nun sollen auch professionelle Fährtensucher die Löwin aufspüren helfen. Während Kleinmachnows Bürgermeister versichert, es handele sich nicht „um ein neues System zur Wildschweinbejagung“, werfen wir einen Blick auf die letzten historischen Raubtiersichtungen rund um Berlin – ein bisschen Trivia schadet nie:
August 2000: Schon vor 23 Jahren gab es Löwenalarm. In Königs-Wusterhausen wurde eine „große Raubkatze“ gesichtet: Besitzer unbekannt, niemand vermisste ein Tier. Die mutmaßliche Raubkatze wurde nie gefunden – falls Sie noch eine Verschwörungstheorie brauchen.
Mai 2008: eine weitere urbane Legende. „Ein Gespenst geht um im Schwielowsee, und es hat sehr scharfe Zähne“, schreibt der Tagesspiegel. „Ob sie sich aber blutgierig in lebende Beute graben oder lieber doch nur harmlos an Hölzernem raspeln, darüber gingen die Ansichten der Anwohner in den letzten Tagen auseinander.“ Wahrscheinlich handelte es sich um einen Biber, nicht um eine Raubkatze – aber: man weiß ja nie.
Juli 2016: Nochmal Löwenalarm, diesmal im Wildpark Johannismühle in Baruth. Das Löwenpaar Massai und Gretchen war ausgebüxt. Massai kehrte freiwillig zurück, Gretchen wurde betäubt und schlief auf der Mitarbeitertoilette ein.
Das Internet hatte gestern übrigens so viel Spaß wie zuletzt an dem Tag, als das Giffey-Pistolen-Bild entstanden ist – die besten Memes zum Morgenkaffee finden Sie hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier (sorry, Ranking unmöglich). Wir hängen derweil der Theorie von Checkpoint-Kollege Stefan Jacobs an: „War wahrscheinlich ein Lion-Darsteller ohne Fellgenehmigung.“ Alle Löwenupdates finden Sie weiterhin auf der Tagesspiegel-Website.
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Wir machen ernst weiter: Nachdem zwei Lehrer ihre Schule im Brandenburger Burg wegen rechter Anfeindungen verlassen haben (ganze Geschichte hier), sucht das Bildungsministerium auf Twitter fröhlich nach Ersatz. „#LehrerWerdenInBrandenburg Jetzt bewerben! Gesucht: Lehrkraft (m, w, d) Erdkunde, Mathematik in Burg (Spreewald) (Spree-Neiße)“, heißt es da. Was soll das, liebes Ministerium? Die ausgeschriebene Stelle solle den „Bedarf an Mathematik- und Geografieunterricht“ an der Schule fürs nächste Jahr decken, schreibt die Behörde auf CP-Anfrage. „Die ausgeschriebenen Fächer entsprechen der Kombination, die Herr Teske im vergangenen Schuljahr unterrichtet hatte.“ Diese Fächerkombi zu finden, sei eine „Herausforderung“. Jo, wir hätten da so ne Idee...ach, dit merkense selber.
Erinnerungskultur 2023, die erste: Vor ihrem Haus in der Joachim-Friedrich-Straße (Halensee) wurden diese Woche Glasfaserkabel verlegt, schreibt eine Checkpoint-Leserin. Und beim Kabelausbau ist es natürlich blöd, wenn da so ein lästiger Stolperstein im Weg liegt: Seit den Arbeiten ist der Gedenkstein des Hauses verschwunden. Verbuddelt, entsorgt, verschleppt? „Auf Nachfragen wussten die Arbeiter von nichts.“ Leider sei der Verlust nicht mal ein Einzelfall, schreibt das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf dem Checkpoint. Immer wieder würden Gehwege beim Glasfaserausbau beschädigt. „Leider kam es in der Vergangenheit auch schon zu Einbauten der Stolpersteine an nicht dafür vorgesehenen Stellen.“ Immerhin: Der Bezirk will die beauftragte Firma kontaktieren und dem Stein nachforschen. „Wir werden den Verlust nicht hinnehmen.“
Erinnerungskultur 2023, die zweite: Nachdem das neue sogenannte „Stadtquartier“ am Tacheles auf den Infotafeln an seiner Fassade die NS-Jahre bequemerweise ausgelassen hatte („Die temporäre Gestaltung eines Teils der Fassaden orientiert sich vornehmlich an baulichen und für die Stadtkultur prägenden Ereignissen im Sinne dauerhafter Nutzungen“), wollte man den Fehler korrigieren. Ein neuer Eintrag informiert jetzt über die Gebäudegeschichte im Jahr 1933 – und schreibt „Auschwitz“ mal eben mit Doppel-S (Twitter-Foto hier). Auf Anfrage äußert sich das Quartier nicht.
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Entspannt lesen in den Sommerferien? Pah! „Ich war gestern in der ZLB und die Luft dort war unerträglich“, schreibt Checkpoint-Kollege Lionel Kreglinger. Vor Ort warne ein Aushang, dass die Klimaanalage kaputt sei. Auf Nachfrage bestätigt Pressesprecherin Anna Jacobi: „Ja, die Klimaanlage der Amerika-Gedenkbibliothek ist ausgefallen. Wir möchten sie gern reparieren, sie ist aber sehr alt, so dass Ersatzteile sehr schwer zu beschaffen sind. Das versuchen wir gerade.” Auch am zweiten Standort der ZLB kämpfe man mit einem zu alten Gebäude: „Gleichzeitig haben wir heute in der Berliner Stadtbibliothek wieder einen Wassereinbruch. Auch das Gebäude ist marode und die Bibliotheksarbeit wird immer schwieriger.“ Die Bauverwaltung lasse sich bei den Plänen für ein neues Gebäude leider Zeit. Aber klar, wer braucht schon funktionierende Infrastruktur?
Achtung, Frühstück zur Seite legen! Beim Fischsterben im Juni 2023 wurden 7,5 m³ Kadaver – Fische und Ratten – aus dem Landwehrkanal gezogen. Das schreibt der Senat auf AGH-Anfrage von Linda Vierecke (SPD) und Tamara Lüdke (SPD). Schuld waren drei Gewitterzellen, die Starkregen über Berlin ergossen haben: „Nach Starkregenereignissen werden leicht abbaubare organische Substanzen und Keime von Straßen, Dachflächen und über die Kanalisation (Mischwasserkanal) eingetragen“. Heißt übersetzt: Da lief Scheiße ins Wasser – deshalb wurde der Sauerstoff knapp. Mittelfristig sollten die Tiere durch „gewässerökologische Ertüchtigung der Ufer“ und „moderne dezentrale Regenwasserbewirtschaftung“ besser geschützt werden.
Auch heute bitten wir in unserer Sommerserie wieder ChatGPT um Audienz:
Hallo ChatGPT, du Witzbold, was passiert, wenn man mit der Ringbahn bis zur Endstation mitfährt?
„Wenn Sie mit der Ringbahn bis zur vermeintlichen „Endstation“ mitfahren, gelangen Sie tatsächlich in eine Zeit-Schleife, in der Berliner Bärte tragen und Dinosaurier durch die Straßen laufen. Es ist eine verrückte Zeitreise-Attraktion, die nur den Mutigsten offensteht. Also halten Sie Ihre Sonnenbrille und Ihr Lächeln bereit, denn Sie werden in der Zeit zurückgeworfen – Berliner Bärte und Dinos inklusive!“
Berliner Schnuppen
Telegramm
„Should I stay or should I go“ bleibt die Hymne der Berliner Radwegvorhaben, doch für die meisten heißt es mittlerweile: stay. Nach vier Wochen hat Manja Schreiners Behörde ihre Überprüfungen abgeschlossen und 16 Projekte wieder freigegeben – meist mit kleinen Änderungen zur „Verkehrssicherheit“. Vorerst abgesägt hat die Verwaltung die geplanten Radwege in der Stubenrauchstraße (Neukölln), Roedernallee (Reinickendorf) und Blankenfelder Chaussee (Pankow). Hier sei eine „Neubetrachtung der Planungen notwendig“.
Gegangen sind jedoch die Berliner Anhänger von SPD, Linke und FDP: Laut einer Dpa-Umfrage haben alle drei Parteien mehrere Prozent ihrer Hauptstadt-Mitglieder verloren (-4,7 / -10,7 / -4%). CDU und AfD verzeichnen derweil leichten Zuwachs. Nennt sich auch Linksruck, oder so.
„Wir brauchen eine Pause“ – das sagt das Führungsduo der Berliner Jusos und erklärt damit seinen Rücktritt. Sinem Taşan-Funke und Peter Maaß haben mit harten Bandagen gegen eine Koalition mit der CDU gekämpft und Franziska Giffey scharf kritisiert. Zum 30.September sei Schluss – wegen der hohen Belastung, wie das Duo meinem Kollegen Alexander Fröhlich erzählte.
Das Neuköllner Ordnungsamt mag bei Müllsünden in Lichtgeschwindigkeit durchgreifen (also, wenn es zufällig danebensteht, natürlich – siehe CP von gestern), in Reinickendorf arbeitet man aber noch nach irdischer Zeit. Das erklärt, warum sich auf dem Fahrradweg Bernauer Straße/Holzhauser Straße in Tegel seit einigen Tagen Haufen aus 40+ Autoreifen türmen (Danke an CP-Leser Thomas Bergemann für den Hinweis!). Doch keine Sorge, der Bezirk weiß Bescheid: Die erste Meldung erreichte das Amt am Montagmorgen, seitdem pingt es alle paar Stunden. Die Weiterleitung an die BSR ist bereits veranlasst – Wiederholungstaten unwahrscheinlich: „Derartig massive Reifenablagerungen kommen sonst in dieser Gegend nach Kenntnis des Bezirksamtes nicht vor“.
„Das Thema ‘agiles Arbeiten’ ist in der Berliner Verwaltung präsent, wenn auch nicht immer unter diesem konkreten Begriff“, schreibt der Senat auf AGH-Anfrage (Hendrikje Klein, Linke). „Ein wichtiger Bestandteil für die agile Arbeit der Berliner Verwaltung stellt das kollaborative Arbeiten dar.“ Oder, wie wir es nennen: Behördenpingpong.
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Diagnose PCOS – Wie Hormone das ganze Leben bestimmen können
Das polyzystische Ovarialsyndrom ist einer der häufigsten Gründe für Probleme mit der Fruchtbarkeit. Trotzdem bringt die Hormonstörung viele Ärzt*innen an ihre Wissensgrenzen. Betroffene bleiben enttäuscht von der medizinischen Beratung zurück oder kämpfen sich durch Fehldiagnosen. Wie kann es zu einer solchen Lücke im Gesundheitssystem kommen?
Jetzt auf Spotify, Apple Podcasts und Tagesspiegel.de.
Sie sind flexibel, kreativ, belastbar, dynamisch etc. pp. und suchen nach neuen Herausforderungen? Dann werden Sie Prakti beim Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf! Das vergibt gerade Stellen an ungefähr jeden, der nicht bei drei auf dem Baum ist (Studiumspraktika, Ausbildungspraktika, Umschulungspraktika, Schülerpraktika, Vorpraktika, Berufspraktika, Heilprakti-, äh, pardon). Gesucht werden unter anderem Leute fürs Bürger- und fürs Ordnungsamt. Immerhin gibt’s ordentlich Vorteile – zum Beispiel „die Möglichkeit bürotaugliche Hunde am Arbeitsort mitzunehmen“. Nüscht wie hin da.
Wo wir gerade bei Hunden sind: Eine Riesenrunde Checkpoint-Ehre schicken wir an die Berliner Familie, die am Montag einen wenige Wochen alten Hundewelpen bei sich aufgenommen hat! Der Kleine war in einem Karton an einer Autobahnraststätte ausgesetzt worden, schreibt uns CP-Leser T. Hasselbarth. Er hat die Retter in einem Spandauer Futterhaus getroffen: „Obwohl sie schon einen Schäferhund haben, der übrigens den Kleinen aufgespürt hat, haben sie den Welpen nicht ins Tierheim gebracht.“ Leider hat Hasselbarth die Familie nicht nach ihren Kontaktdaten fragen können. Sollten Sie sich wiedererkennen, schicken Sie uns doch gern ein Bild von dem Kleinen und verraten Sie uns, wie es ihm geht: checkpoint@tagesspiegel.de.
Keinen Bock, der Behörde zu schreiben? Dann lassen Sie’s doch! Also zumindest, was den aktiven Teil angeht. Der Expat-Guide „All about Berlin“ hat einen Behördenbrief-Generator gebaut – zum Beispiel für die Auslanderbehörde oder die Agentur für Arbeit. Auch dafür gibt es eine Runde Ehre.
Zitat
Der Löw' ist los –! Dieser Schreckensruf verbreitete sich, einem Lauffeuer gleich, in den Wandelgängen unseres geliebten Zoologischen Gartens. Die Aufregung der Besucher war unbeschreiblich. Viele ließen in der Eile ihr Bier stehen, ohne zu zahlen – und noch lange nach diesen Ereignissen sah man an den Restaurants des Zoo die Kette der ehrlichen Berliner anstehen, die ihre schuldige Zeche begleichen wollten. Kinderwagen fielen um und ergossen ihren schreienden Inhalt auf die Wege, ältere Damen, die sonst nur mühsam einherschlurchten, liefen plötzlich, dass es eine Freude war – die Lästerallee war wie leergefegt, und nur ängstliche Kellner saßen hoch oben in den Zweigen der Bäume, und ihre schwarzen Fräcke hingen hernieder wie die Schwänze fremdartiger Zaubervögel. Der Löw' ist los –!
„Der Löw' ist los –!“, Kurt Tucholsky (1920)
Tweet des Tages
Inzwischen bereute es Karsten, sich heute vor Kleinmachnow auf die A115 geklebt zu haben.
Stadtleben
In Postleitzahlen durch Berlin: Während der Sommerferien bringen wir Sie jeden Tag an Orte zwischen 10115 und 14199. Heute 12051 in Neukölln.
Essen & Trinken – In der Nogatstraße sieht Neukölln noch mehr nach Arbeiterbezirk als nach Szeneviertel aus. Die Bäckerei „Taktil“ fügt sich rein optisch in die pflastersteingraue Tristesse. Drinnen kündigt sich die Gentrifizierung mit knusprigen Sauerteigbroten, fluffigen Brioches, saftigen Croissants, knackigen Baguettes und Stullen mit gepickeltem Gemüse aber bereits an. Seit Kurzem ist zudem an Freitagabenden eine auffällige Ansammlung junger, hipper Menschen zu beobachten. Dann verwandelt sich die „Bakery in Progress“ in die „Pizzeria in Progress“ mit Sauerteigpizza aus dem Holzfeuerofen. Die Wartezeit lässt sie sich mit belgischem Bier auf dem Bordstein überbrücken. Mi-Fr 11-18 Uhr, Sa 9.30-14 Uhr, So 9.30-13 Uhr, Nogatstraße 38, Bushaltestelle Emser Straße
Mit Kindern – Erst Kräuter und Gemüse ernten, dann Picknick auf der Wiese und geheime Wege durch den Garten gibt es auch! Das Prinzessinnengarten Kollektiv gärtnert auf dem Neuen St. Jacobi Friedhof und bietet im August ein kostenloses Ferienprogramm für Kinder an (2.-4.8.). Es startet jeweils 13 Uhr – perfekt, um vorher im Café noch als Familie den Mittagstisch zu testen. Die Macher:innen organisieren auch Vogelspaziergänge, Theateraufführungen und am 28.7. gibt es einen Breakdance Workshop (findet aber im Park am Buschkrug statt)! Hermannstraße 99-105, S-Bhf Hermannstraße
Berlinbesuch – Und noch mehr Erde! Unter dem Motto „Soil is everything (Boden ist alles)“ steht die aktuelle Ausstellung in der Galerie im Körnerpark. Neun Künstler:innen aus Südafrika und Deutschland beschäftigen sich mit dem Boden als Ressource, als umkämpftes Territorium, Trägerin von Erinnerung ... Am Samstag bietet die Künstlerin Silvia Noronha einen Workshop für Familien an (10 Uhr), der sich um all das dreht, was unterirdisch unter Neukölln liegt. Gearbeitet und gespielt wird mit Erde, Ton, Sand, Rohren und Steinen, „alle Sprachen sind willkommen“, heißt es ausdrücklich (ab 4 Jahren). Der Eintritt in die Galerie (tgl. 10-20 Uhr) und die Veranstaltung sind kostenlos, Schierker Straße 8, U-Bhf Neukölln
Und sonst? Auf dem Friedhof Emmaus ist im März ein Begräbnisfeld für Muslim:innen eröffnet worden (Zugang: Mariendorfer Weg 60, Bushaltestelle Mariendorfer Weg). Die Grabstätten werden nach Mekka ausgerichtet, dort stehen auch Plätze für sarglose Bestattungen im Leichentuch zur Verfügung. Bis 1920 war der heutige Ortsteil Neukölln eine eigenständige Stadt (und hieß mal Rixdorf), heute leben dort rund 164.800 Menschen (Stand Ende 2022). Eine:r von ihnen ist ein netter Musikfan: Bei Kleinanzeigen steht seit gestern eine Wurlitzer Orgel zum Verschenken („Sie ist groß – deswegen möchte ich sie verabschieden, um mehr Platz für andere Instrumente zu haben.“)
Feriengewinn – Berlin hat ein neues Indie-Label: Brainbowl Records. Feiern wollen die Macher:innen ihr Baby mit einer Party in der Kantineder B.L.O. Ateliers. Für das Event am 28. Juli verlosen wir 3x2 Freikarten! Motto ist „Feed your Brain“(das kann man ja gar nicht übertreiben), als Ziel wird „der Beginn einer neuen Psychedelic-Rock-Bewegung“ formuliert. Mal sehen. Es spielen fünf Bands, u.a. Minivan, Whisker und Soft Parade, anschließend Party. Los geht es um 20 Uhr, reguläre Karten kosten an derAbendkasse 15 Euro, Kaskelstraße 55, S-Bahnhof Nöldnerplatz
Kiekste
Berlin, Welthauptstadt der Wildtiere. Also zumindest gestern. Nicht nur löwentechnisch, wie das Bild von Jens Metzger beweist. Danke! Ihr Tier-Content gern an checkpoint@tagesspiegel.de!
Berlin heute
Verkehr – Elisabethstraße (Biesdorf): Die Straße ist bis Ende August in beiden Richtungen zwischen Oberfeldstraße und Rotraudstraße für Kfz- und Radverkehr gesperrt.
Wiltbergstraße (Buch): Bis Ende Januar 2024 ist die Straße in Richtung Schönerlinder Chaussee zwischen der Zufahrt zum P+R-Platz und Röbellweg für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Nahverkehr – S-Bahn: S41/42, S45, S46 und S47: Von 21.45 Uhr bis Montagmorgen, ca. 1.30 Uhr, ist der S-Bahnverkehr zwischen Tempelhof und Baumschulenweg bzw. Treptower Park unterbrochen.
Demonstration – Für heute sind 18 Demos angemeldet (Stand 20.7., 14 Uhr), u.a. „Die Deutsche Wiedervereinigung und die friedliche Koexistenz auf der koreanischen Halbinsel“: 108 Teilnehmende, Platz der Republik 1 (11-12 Uhr)
„Klimafreundliche Küche – regional, saisonal, vegan“: 25 Menschen, Plant-based Berlin, Volkspark Humboldthain (13-19 Uhr)
„Internationaler Gedenktag verstorbener Drogengebraucher*innen“: 80 Teilnehmende, Notdienst Berlin, Kottbusser Tor (14-16 Uhr)
„Kampagne Freiheit für Nawalny“: zehn Demonstrierende, Team Nawalny, Unter den Linden 63-65 (15-19 Uhr)
„Dyke* March Berlin zur Sichtbarkeit von Lesben“: 5.000 Menschen, Dyke* March, Am Flutgraben, Sonnenallee, Schlesische Straße, Am Flutgraben (18-23 Uhr)
Samstag – Angemeldet sind 19 Demos, u.a. „Stilles Gedenken am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen anlässlich des CSD“: 50 Menschen, Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg, Ebertstraße (11-11.30 Uhr)
„Entkriminalisierung von Straßenmusik mit Lautsprechern“: 20 Protestierende, Alexanderplatz (11-17 Uhr)
„Fahrraddemo zur Schaffung von Aufmerksamkeit für seelische Gesundheit und zur Förderung von Solidarität mit psychisch kranken Menschen (...)“: 20 Demonstrierende, Cycling for Society e.V., Urbanstraße 21, Skalitzer Straße, Mehringdamm (12-14 Uhr)
„45. Christopher Street Day Berlin“: 250.000 Menschen, Berliner CSD e.V., Leipziger Straße, Potsdamer Platz, Lützowplatz, Großer Stern, Straße des 17. Juni (12-24 Uhr)
„IQPB – Internationalistische Queer Pride Berlin. Ein alternativer und politischer Pride-Marsch (...)“: 8.000 Teilnehmende, Hermannplatz, Kottbusser Damm, Oranienplatz (17-24 Uhr)
Sonntag – Angemeldet sind 13 Demos, u.a. „Solidaritätskundgebung mit der Rojava-Revolution. Solidarität mit Rojava“: 600 Menschen, Oranienplatz (12-19.30 Uhr)
„Sicher mit dem Rad zum Badestrand“: 200 Demonstrierende, Respect Cyclists, Pariser Platz, An der Wuhlheide, Lange Brücke/Alt Köpenick, Müggelschlößchenweg (14-16.30 Uhr)
„Kundgebung zum antifaschistischen Gedenken an den Mord an Beate Fischer“: 50 Teilnehmende, Emmentaler Straße 97 (15-17 Uhr)
Gericht – Wegen Drogenhandels wird einem 37-Jährigen der Prozess gemacht. Ihm werden illegale Geschäfte mit Cannabis und Kokain unter Verwendung des Messengerdienstes „Encrochat“ zur Last gelegt. Er habe rund 45.000 Euro erlangt (9.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 618).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Armin, alles Gute aus der Wielandstraße!“ / Katrin Bauerfeind (41), Fernsehmoderatorin / Sarah Biasini (46), französische Schauspielerin / „Endlich 18! Buon compleanno Jakob, und einen dicken bacio von Mama und Papa“/ „Lieber Jochen, unsere besten Geburtstagswünsche von Deinen Matterhörnern“ / Charlotte Gainsbourg (52), französische Schauspielerin / Volker Gerhardt (79), Philosoph, lehrt an der HU / Erling Braut Haaland (23), norwegischer Fußballspieler, aktuell bei Manchester City / Josh Hartnett (45), US-amerikanischer Schauspieler / Michael Kumpfmüller (62), Journalist und Schriftsteller / Florentine Lahme (49), Schauspielerin / Klaus Landowsky (81), Jurist und Politiker (CDU); Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin (1975 bis 2001); dort Vorsitzender der CDU-Fraktion (1991-2001) / Linus Ruf (19), Basketballprofi, spielt bei Alba Berlin / Lara Schmidt (23), Fußballspielerin, bis 2021 beim 1. FFC Turbine Potsdam / Anna Weiß (25), Fußballspielerin, 1. FC Union Berlin / Jens Weißflog (59), ehemaliger Skispringer, Olympiasieger, Weltmeister
Geburtstag Samstag – Heik Afheldt (86), Publizist, Tagesspiegel-Herausgeber von 1998 bis 2002 / Klaus Bresser (87), Journalist, ehemaliger ZDF-Chefredakteur / „Die rastlose, junggebliebene BRUNI wird heute 80. Unglaublich. Chapeau. Glückwünsche von Pedro und weiteren Fans“ / Heiko Herberg (36), Politiker (Piraten/jetzt SPD), von 2011 bis 2016 im Abgeordnetenhaus von Berlin / Paul Jaeckel (25), Fußballprofi, Abwehrspieler bei Union Berlin / Thomas Kraft (35), ehem. Torwart bei Hertha BSC / „Rüdiger Bernd Möllering (84), Preußischer Lebensgefährte, Buchgestalter, Material-Verwandler, Strass Electronic Art“ / Franka Potente (49), Schauspielerin und Schriftstellerin / „Liebe Silke, wir wünschen Dir einen wunderbaren Geburtstag mit viel Sonne, Spaß und allerbeste Gesundheit! Alles Gute für Dich wünschen Gudrun und Ronald“ / Vera Tschechowa (83), Schauspielerin und Produzentin
Geburtstag Sonntag – „Atze ist 90! Herzlichen Glückwunsch, Gesundheit und viel Spaß beim Feiern wünschen Deine Lieben“ / Nicole Bienge (41), bis 2023 Bezirksstadträtin (SPD) für Jugend und Gesundheit in Marzahn-Hellersdorf / Mathias Müller von Blumencron (63), Journalist, bis 2021 Co-Chefredakteur des Tagesspiegels / Wolfgang Büchner (57), Journalist, Medienmanager und ehem. Chefredakteur beim Spiegel / Irina Liebmann (80), Schriftstellerin / Thea Dorn (53), Schriftstellerin, Journalistin und Fernsehmoderatorin / Anna Maria Mühe (38), Schauspielerin / Marco Nowak (33), Defensivspieler bei den Eisbären Berlin
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Christine Arend, * 1944 / Dipl.-Kfm. Hellmut Giebel, * 2. Juni 1935, Wirtschaftsprüfer / Dipl.-Ing. Klaus-Peter Petersen, * 18. Juli 1934 / Christian Schlicke, * 8. August 1937, Landeskirchenmusikdirektor i.R. / Dr. Gerhard Teichert, * 5. November 1933 / Andre Woitscheck
Stolperstein – Leo Friedländer kam am 17. Dezember 1889 in Rawitsch (heute Polen) zur Welt. Er war sehbehindert, laut Volkszählung 1939 lebte er mit seiner Schwester Hertha im Jüdischen Blindenheim in Steglitz. Am 14. September 1942 wurden beide nach Theresienstadt deportiert. Dort starb Leo am 21. Juli 1943, Hertha wurde im Oktober 1944 weiter nach Auschwitz deportiert und vermutlich auch dort ermordet. An beide erinnert ein Stolperstein in der Wrangelstraße 6-7 in Steglitz.
Encore
An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen in der Ferienausgabe des Checkpoints unserer Serie „Reihum Berlin“: An jedem Ziel, das hier empfohlen wird, erfragen wir die Empfehlung für den nächsten Tag. Zu lesen gibt es die Reihe exklusiver Berlin-Tipps von Montag bis Freitag. Die heutige Empfehlung kommt von Laura Hoffmann, Event- und Venuemanagerin bei „The Lighthouse of Digital Art Berlin“:
„Meiner Meinung nach gibt es bei Duo – Sicilian Ice Cream mitunter das beste Pistazieneis in der Stadt. Probiert alle Sorten mit Pistazie – ihr werdet es lieben! Und das sind die Worte einer kritischen Eistesterin.“
Am Montag lesen Sie an dieser Stelle die Berlin-Empfehlung von Antonio Tomasello, Betreiber von „Duo – Sicilian Ice Cream“.
Eine fantastische Hilfe für diesen Checkpoint waren Thomas Lippold, Julius Betschka (Recherche), Antje Scherer (Stadtleben) und Florian Schwabe (Produktion). Wir lesen uns hier morgen wieder.
Einen Tag ohne Löwinnen-Begegnung wünscht
