wir beginnen den Samstag mit einem Überblick der aktuellen Nachrichten aus Berlin:
+++ Der Brand im Berliner Grunewald hat die Debatte erneuert: Ein Sprengplatz im Wald? Berlins Regierende stellt das infrage, aber die Polizei hat dafür gute Gründe. „Alternativen für den Sprengplatz Grunewald werden seit Jahrzehnten gesucht“, heißt es. In Brandenburg beobachtet man die Debatte mit Verwunderung, berichten Anna Thewalt und Alexander Fröhlich.
+++ Das Feuer am Sprengplatz offenbart: Ohne die Freiwillige Feuerwehr geht in Berlin nichts. Wie die Ehrenamtler der Berufsfeuerwehr den Rücken freihalten, während diese im Grunewald im Großeinsatz ist, hat Gerd Nowakowski nach einem Besuch auf einer Kiez-Wache in Prenzlauer Berg aufgeschrieben.
+++ Durch den Klimawandel drohen Berlins Wäldern mehr Brände – die Politik reagiert. Diverse Schutzmaßnahmen sollen helfen. Welche das sind, hat Anna Thewalt recherchiert.
Auf tagesspiegel.de informieren wir Sie über alle wichtigen Entwicklungen in und rund um Berlin.
Nur wenige Tropfen hat das nächtliche Tiefdruckgebiet auf das heiße Pflaster fallen lassen. Auch wenn sich die Berliner Flora über mehr gefreut hätte, freuen wir uns erst mal über ein etwas abgekühltes Wochenende. Guten Morgen.
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MATERIAL NATION – Grenzen ins Ungewisse
In der interdisziplinären Gruppenausstellung beschäftigen sich Künstler:innen aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa auf persönliche und zugleich hochpolitische Weise mit Fragen von Nation, Zugehörigkeit, Autonomie, Selbstbestimmung, Identität und Abschied.
15.7.-28.8., Mi-So, 12-20 Uhr
Eintritt frei, Ticket erforderlich
Samstagmorgen – Nicht einmal der Hund wollte angesichts der Hitze letzte Woche raus – dank der leichten Abkühlung der letzten Nacht könnte das heute anders sein. Um den besten Freund des Menschen geht es auch in der Ausstellung im Projektraum Flutgraben, und das gleich hundertfach: Hundert Hunde heißt die Schau, die Reflektionen von über 80 Künstler:innen in Fotos, Gemälden, Videoinstallationen und Skulpturen zum Thema Hundeleben zeigt. Heute und morgen von 12 – 22 Uhr, Am Flutgraben 3. Ja, feeeein.
Samstagmittag – Und wenn die Abkühlung schon die Hunde entfesselt – who let the dogs out! – was ist dann erst bei den Radfahrenden der Stadt los? Die feiern die eleganteste Art der Fortbewegung heute mit Musik, und zwar in Hellersdorf bei der Fahrradsubkultour. Bei der Rundfahrt durch den Bezirk, von Konzertstätte zu Konzertstätte (Helle Oase, Gutsgarten Hellersdorf, JFE Anna Landsberger und nochmal Helle Oase), werden die „Pedalisti“ bereits von warmgespielten, aber dennoch übercoolen Bands erwartet (Matching Outfits, Error, Liiek, Pauls Jets).
Mein Wochenende mit
Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.
„Was soll man machen bei diesem Wetter, außer platt zu liegen und dem ewigen Mäandern der eigenen Gedanken zu folgen? Von Sommerregen- über Kaltgetränk- zu Eisbergfantasien kriechen sie beim Versuch, der Hitze zu trotzen, dahin. Neulich erst träumte ich, ich sei geschmolzen, dann zerflossen, hätte mich in tausend kleine Bachläufe verästelt, die schon vor dem Erreichen irgendwelcher Meere vollends zu verdampfen drohten. Da riss mich Chantal, die niemals Langeweile aufkommen lassende Sau von Nebenan, Seemannslieder singend aus dem Schlaf, ein Paddel schwingend: „Auf, auf“, sie habe die Kajaks schon startklar gemacht, die Rheinsberger Rhin warte nicht ewig! Drohte etwa auch sie zu verdampfen? Flugs waren wir auf dem Wasser, und anstelle des ewigen Mäanderns der eigenen Gedanken folgten wir dem mäandernden Flusslauf. Sechs Stunden lang und 16 Kilometer weit, von Rheinsberg nach Zippelsförde. Ich kann nur sagen: Eine wahre Wohltat, gerade wenn man sich nichts mehr zutraut. Statt zu schmelzen, entdeckt man Landschaft, eigene Kraftreserven und so sonderbare Tierarten, wie diese eigentümliche „Mischung aus Katze und Delfin“, von der Mirco Lomoth schreibt. Ein Erfolgserlebnis ist es am Ende obendrein. Übrigens: Wer mit dem Fahrrad nach Rheinsberg kommt, muss es dort nicht verstauben lassen. Ein Bringservice befördert es nach Zippelsförde, sodass es idealerweise schon bereit steht, wenn man angepaddelt kommt. Das empfehle ich. Und ich empfehle mich, mit freundlichen Grunzen.“
Leseempfehlungen
Mittelalter: Nur etwa drei Stunden vom Hauptbahnhof entfernt: Der kostenlose Tagesspiegel Unterwegs-Newsletter nimmt Sie mit ins mecklenburgische Städtchen Torgelow, wo man die Vergangenheit quasi anfassen kann. Sogar Hollywood drehte schon im Ukranenland.
Tatort: Ihr erster Fall bei der Mordkommission: Das Schicksal einer in einer Lichtenberger Wohnung erdrosselten Rentnerin. Mordermittlerin Barbara Bluhm spricht mit Katja Füchsel (Abo) über einen rätselhaften Fall, der sie zwölf Jahre Ermittlungsarbeit kostete.
Wo der Spargel wächst: Beelitz liegt in der Mittelmark, einer der heißesten Regionen Deutschlands. Was ein Dürresommer wie dieser für das Beelitzer Leben bedeutet, schreibt Christoph Kluge (Abo).
Wochenrätsel
Gewonnen! Nicht bekannt ist bislang, ob sie sich an der Lage (einem Parkplatz) störten, am Arbeitsklima (heiß), oder auch schlicht der Langeweile überdrüssig waren. Sie sind jedenfalls über alle Berge und Timur Husein (CDU) sucht per Bezirksanfrage nach ihnen. Gemeint sind …
a) …75 abgeschleppte Falschparker
b) …75 ungeschorene Alpakas
c) …75 Tonnen Findlinge
Tipp: Wer den Checkpoint letzte Woche aufmerksam las, ist im Vorteil!
Schicken Sie uns die richtige Lösung und gewinnen Sie einen Checkpott.
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Den Wochenend-Frühdienst hat heute heldinnenhaft Cristina Marina verrichtet, am Montag lesen Sie an dieser Stelle Nina Breher. Haben Sie ein schönes Wochenende!
