wir schlendern zunächst über die Friedrichstraße. Für die hat der Senat endlich einen neuen Plan. Die Flaniermeile, die die Grünen versprachen, war gestern. Jetzt träumt der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) von einem „urbanen Boulevard“. Wichtigste Erkenntnis: Es wird keine Fußgängerzone. Trotzdem bekommen Fußgänger und die Außengastronomie nun zwischen Unter den Linden und Schützenstraße mehr Platz auf den künftig baumbepflanzten Gehwegen. Die Idee dazu stammt vom Architekten Tobias Nöfer, Vorstandsmitglied des Architekten- und Ingenieurvereins zu Berlin-Brandenburg. Falls Ihnen das bekannt vorkommt, sind Sie aufmerksame Leser. Vorgestellt hatte Nöfer den Plan erstmals Anfang 2023 im Tagesspiegel.
Viel weiter als damals ist man fast drei Jahre später allerdings nicht. Es gibt keine Kostenschätzung und keinen Zeitplan. Als nächstes soll eine Machbarkeitsstudie vorbereitet werden. Die BVG müsse ohnehin zunächst noch die Tunneldecke der U6 sanieren, sagte Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU). Erstmal also eine Großbaustelle. Bis dahin hat der Senat Zeit. Ob die Friedrichstraße sie auch hat?

Viele Schülerinnen und Schüler blieben am Montag zuhause. Schuld waren die falschen Anschlagswarnungen gegen Berliner Schulen, die seit dem Wochenende stadtweit Eltern verunsichert haben. Alles Fake. Und trotzdem geeignet, Chaos zu stiften. Ob es da Zufall ist, dass der Ursprung aus russischsprachigen Quellen kommt? Für die Sicherheitskräfte beim LKA, Landes- und Bundesverfassungsschutz ist es die bislang heißeste Spur. Sie prüfen, ob es sich um eine Desinformationsaktion russischer Dienste handelt. Ermittelt wird auch wegen Ankündigung einer Straftat und Störung des öffentlichen Friedens. Vieles ist noch unklar. Sicher ist dagegen, wer die angebliche Terrorwarnung verbreitet hat: Der Youtuber Lothar Schwarz. Wer das ist, erklärt Tagesspiegel-Kollege Julius Geiler.
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Heizen mit Holz klingt nach einem kleinen Feuerchen am Kamin und ziemlich altmodisch. Der Senat will genau das künftig im großen Stil machen: ganze Stadtteile Berlins mit Holz beheizen – und dafür womöglich auch Brandenburger Wälder verfeuern. Mehrere Heizkraftwerke sollen in den kommenden Jahren auf den Betrieb mit Holz statt Kohle umgerüstet werden. Aktuell läuft das Genehmigungsverfahren für das Kraftwerk Reuter West. Aus Sicht von Experten eine fatale Entscheidung, die für Berliner Fernwärmekunden teuer werden könnte.
Zwar erklärte der Senat zuletzt, dass dort „im Wesentlichen Altholz“ verfeuert werden soll. Das sei aber kaum zu halten, befürchtet Nabu-Referentin Michaela Kruse. „Wir erwarten, dass in Berlin Frischholz verbrannt wird, weil Altholz gar nicht in den Mengen auf dem Markt vorhanden ist.“ Bundesweit würden Städte ihre Heizkraftwerke auf Holz umstellen. Entsprechend steige in den kommenden Jahren die Nachfrage. „Das führt absehbar zu einem Engpass“, so Kruse, der das Heizen verteuern dürfte. Ein „ökologisches wie wirtschaftliches Desaster“, befürchtet Grünen-Umwelt-Politiker Stefan Taschner. Die Rechnung dafür würden die Berlinerinnen und Berliner zahlen.
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Nicht erschrecken, wenn sie diese Woche bewaffnete Menschen in Tarnkleidung in Berlin sehen. Sie gehören wahrscheinlich zum Wachbataillon beim Verteidigungsministerium und üben dieser Tage unter dem Namen „Bollwerk Bärlin III“ für den Ernstfall. Noch bis Mittwochnacht sind die Einsatzkräfte dafür etwa am U-Bahnhof Jungfernheide zugange. Geprobt wird dort allnächtlich „das Freikämpfen von Verkehrswegen, der Transport eigener Kräfte, das Abarbeiten der Verwundetenkette und das Festsetzen von Saboteuren“, heißt es auf der Website der Bundeswehr. Daneben laufen die Übungen auf dem Trainingsgelände der Polizei in Ruhleben und am ehemaligen Chemiewerk in Rüdersdorf. Ohne scharfe Munition. Wir hoffen, dass auch Berlins Polizei Bescheid weiß. In Bayern wurde eine solche Übung kürzlich tatsächlich zum Ernstfall. Nach dem Anruf einer besorgten Anwohnerin schoss ein Polizist einen Soldaten an.
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Neue Woche, neuer Ärger bei der Berliner SPD. Landesvorstandsmitglied und Co-Chef der queeren Arbeitsgemeinschaft Mehmed König verlässt die Partei. Der Parteilinke begründet seinen Austritt in einem Schreiben unter anderem mit dem Umgang mit dem Gaza-Krieg, einer Migrationspolitik der „Abschottung“, die die SPD auf europäischer Ebene mittrage, und der nach seinen Worten zögerlichen Haltung zur Frage eines AfD-Verbots. Doch auch der Berliner Landesverband spiele dabei eine Rolle, sagte er am Abend am Telefon. „Die Menschen in Berlin möchten, dass sich eine Partei ehrlich mit sich selbst auseinandersetzt. Das ist nicht passiert.“ Die SPD gehe nicht genug auf ihre Fehler in Jahrzehnten in der Regierung, zum Beispiel in der Wohnungspolitik, ein. Oder zuletzt bei den Haushaltskürzungen: „Berlin wurde kaputtgespart“, kritisierte König.
Kritik gabs zum Abschied auch für den Co-Landesvorsitzenden Martin Hikel. Der sei in seinem Amt als Neuköllner Bezirksbürgermeister „eine herbe Enttäuschung und für Neukölln definitiv kein Gewinn“, sagte König. „Ich finde nicht, dass er die Probleme so anpackt, wie es viele in den letzten Tagen versucht haben zu verkaufen.“ Hikel warf er antimuslimischen Rassismus vor – genau die Kritik am Neuköllner Bezirksbürgermeister, die nach Hikels Kandidaturverzicht vor einer Woche mit zum Eklat geführt hat. Aber König spricht Hikel auch die Eignung für dessen Parteiamt ab: „Sein Auftreten wirkt oft eher polarisierend als zusammenführend und das zeigt sich leider auch in seiner Rolle als Co-Landesvorsitzender der SPD Berlin.“
Klingt wie eine Bewerbungsrede für die Linke? Aus seinen Sympathien für die Partei macht König denn auch keinen Hehl: Er tendiere „sehr stark zu den Linken. Ich bin von der Politik, deren Stil und Spitzenkandidatin für Berlin, Elif Eralp, sehr begeistert.“ Festlegen wollte er sich zumindest am Montag noch nicht.
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Cast Away mit Tom Hanks gehört für viele zum Hollywood-Kanon. Der FedEx-Controller Chuck scheucht Paketbot*innen herum, bis er mit einigen Paketen auf einer Insel strandet. Sein einziger Gesprächspartner: der Volleyball Wilson. In Cast Away – Die Antwort lässt das Markus&Markus Theaterkollektiv erstmals Wilson selbst zu Wort kommen und geht dabei den harten Arbeitsbedingungen der Paketbranche auf den Grund. 19.-22.11. in den Sophiensælen
Ein Bauwerk für die Ewigkeit? Seit rund 20 Jahren steht in der Charlottenstraße in Mitte ein Bauzaun, der es auch dank des Checkpoints zu gewisser Berühmtheit gebracht hat. Die Sanierung der Staatsbibliothek wurde 2021 abgeschlossen. Der Zaun blieb, da der Gehweg noch erneuert werden sollte – Baustart voraussichtlich 2026. Inzwischen dient der Zaun als Werbefläche und Protestwand.
Herauszufinden, was er bislang gekostet hat, ist komplizierter als gedacht.Das Bezirksamt Mitte ist erst seit gut zwei Jahren zuständig, erklärt eine Sprecherin auf Anfrage. Seitdem habe der Zaun 25.600 Euro gekostet. Wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs, denn zuvor habe die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) das Bauvorhaben „Staatsbibliothek“ und den Zaun betreut. Die BIM wiederum spricht von einer Verwechslung: Zuständig sei die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Dort haben nun aber „interne Recherchen“ ergeben, dass man ebenfalls nicht zuständig sei – sondern das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung. Dort braucht man für die Beantwortung der Anfrage mehr Zeit, heißt es. Zumindest sagen sie nicht sofort, dass sie nicht zuständig sind. Fortsetzung folgt.
Und hier noch ein paar Lese-Empfehlungen aus der Tagesspiegel-Redaktion:
+ Tod von deutschen Istanbul-Touristen: Wie gefährlich ist Urlaub in der Türkei?
+ So klappt der berufliche Neustart mit 50 plus: „Was will ich wirklich tun mit der Zeit, die bleibt?“
+ Vom Hamam bis zum Spreedampfer: Das sind die acht besten Saunen Berlins
Berliner Schnuppen
Telegramm
Zwischen Berliner Banden gibt es immer häufiger Schießereien. Um dagegen anzukämpfen, will Innensenatorin Iris Spranger (SPD) die Telefonüberwachung ausweiten. Was die Polizei auf Berlins Straßen sonst noch dafür macht, um den Gangs das Leben schwer zu machen, berichtet Kollege Alexander Fröhlich.
Nächstes Kapitel in der Verwaltungsdigitalisierung: Ab sofort testet Berlin einen neuen KI-Chatbot der Behördennummer 115. Rund um die Uhr beantwortet er Fragen zu Dienstleistungen. Der Test läuft parallel in sieben weiteren Städten, unter anderem in Frankfurt am Main, Aachen und Essen. Ein Selbstversuch zeigte eine ergebnisorientierte Arbeitsweise – und eine Lücke: „Ich habe keinen persönlichen Namen.“ Namensvorschläge gern an checkpoint@tagesspiegel.de.
Auf Spielplätzen tappen Kinder ab dem Nachmittag im Dunkeln – und dabei bleibt es wohl auch. Ein neuer Vorstoß von Sören Grawert (FDP) in der BVV Steglitz-Zehlendorf (Schriftl. Anfrage 371/VI) blieb ergebnislos: Es gebe keine rechtliche Verpflichtung zur Beleuchtung von Spielplätzen, schreibt das Bezirksamt, diese „sehr kostspielige“ Aufgabe könne man nicht leisten. Sollte das Land die Lampen finanzieren, könne man sich vorstellen, „einen zentralen Spielplatz pro Altbezirk zu beleuchten“. Darauf würden wir nicht wetten.
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Mehr (sichere) Fahrradstellplätze: Am S-Bahnhof Lichterfelde-Süd haben die Bauarbeiten für zwei „Sammelschließanlagen“ begonnen. Ab Anfang des Jahres können 48 Räder sicher und wettergeschützt abgestellt werden. Mieten kann man die Plätze per „ParkYourBike“-App – bis zu 24 Stunden sind kostenfrei, wer täglich pendelt, zahl also nichts.
Der Bundestag wird eingewickelt: Zum Europäischen Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und Missbrauch will der Verein „Space Lama“ einen rund 1250 Meter langen Schal um das Parlamentsgebäude legen – begleitet von einer Menschenkette. Start ist um 12 Uhr.
Vollzug in Sachen Bußgeldkatalog: Mit der Veröffentlichung im Amtsblatt gelten die neuen Strafen offiziell. Eine weggeworfene Kippe kann bis zu 250 Euro, die illegale Entsorgung von Sperrmüll bis zu 1500 Euro kosten – größere Mengen bis 11.500 Euro. Vielleicht hilfts ja.
Gemeinsam stärker: Seit acht Jahren zeichnen die Stiftung Zukunft Berlin und die Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte Projekte aus, die das Zusammenleben in der Region fördern. In diesem Jahr gehen die Berlin-Brandenburg-Preise an den „Arbeitskreis Gatow“ und das „Alexanderhaus“ im Potsdamer Ortsteil Groß Glienicke.
Tierisch wohl fühlen sich Berliner in Kasachstan: 2024 wurden Przewalski-Pferde aus dem Tierpark in der Steppe ausgewildert, inzwischen haben sie dort mit anderen Wildpferden zu einer Herde zusammengeschlossen. Vier weitere Przewalskis sollen im Frühsommer 2026 folgen.
Die Tiere, die hierbleiben, brauchen Hilfe: Der NABU ruft dazu auf, Gärten tierfreundlich zu gestalten. Dazu gehöre, Laubhaufen liegen und Stauden und Gräser stehenzulassen, damit Wildtiere im Winter Unterschlupf finden. Wer kann, sollte außerdem auf Laubbläser verzichten und Nistkästen für Meisen, Feldsperlinge oder Fledermäuse aufstellen.
Sie standen mit Frank Sinatra, Fred Astaire und Harry Belafonte auf der Bühne, gehörten zu den international erfolgreichsten Entertainerinnen: Die Zwillinge Alice und Ellen Kessler sind in ihrem Wohnhaus in München im Alter von 89 Jahren gestorben.
Zitat
„Campingurlaub? Never. Nie. Auch kein Glamping.“
Ex-Regierender Klaus Wowereit (SPD) betont im TUI Flyjournal, dass er lieber komfortabel reist. Interviewt wurde er mit Entertainerin Kim Fisher – die beiden haben seit rund einem Jahr den Podcast „Klaus und Kim“ bei rbb88.8.
Stadtleben
Verlosung – Blaue Vögel und goldene Fische gibt es nicht nur in der Natur und auf Bildern von Paul Klee, sondern auch im aktuellen Programm der DART Dance Company. „Blue birds“ kombiniert drei Stücke von drei zeitgenössischen Choreograf:innen, die Tänzer und Tänzerinnen erschaffen „Räume für Chaos, Schönheit und alles dazwischen“, heißt es in der Ankündigung. Die Stücke der Berliner Company heißen „The Lady in Pink Tights“ oder eben „Golden Fishes“. Wir verlosen 2x2 Karten für den 30. November; am Tag davor gibt es im Pfefferberg Theater eine weitere Aufführung (je 19 Uhr). Regulär 22/16 Euro, Schönhauser Allee 176, U-Bhf Senefelderplatz
Trinken – Ja, klar, können Sie sich im Laden um die Ecke ein paar Teebeutel kaufen. Wenn Ihnen das reicht, brauchen Sie hier gar nicht weiterlesen. Bei „KOS-tea“ geht es um Faktoren wie Jahrgang und Biozertifizierung, Oliver Seifert kennt seine Teelieferanten aus Japan, Taiwan und Korea persönlich. Die Kund:innen können Tee an kleinen Tischen genießen, alle Sorten im Geschäft sind auch im Ausschank, dazu ein selbstgebackener Matcha- oder Hōjicha-Cheesecake bei leiser Jazzmusik. Regelmäßige „Jazza Kissa“ (Jazz hören und Tee trinken), das Origami-Lab, sowie Tastings runden das Angebot ab. Mo-Fr 13-19, Sa 11-16 Uhr, Greifswalder Straße 10, S-Bhf Greifswalder Straße
Noch hingehen – Seine Geschichte, findet er selbst, sei „beinahe kitschig“: Es sei die des „kleinen Bauernjungen von Gut Bornstedt in Potsdam“, der in die Welt hinausgezogen und als weltbekannter Modeschöpfer zurückgekehrt sei. Die Rede ist natürlich von Wolfgang Joop. Noch bis heute ist eine Retrospektive zu sehen, kuratiert von seinem Lebenspartner Edwin Lemberg. Neben Mode sind im Kunstraum Potsdam auch Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen bei freiem Eintritt zu sehen. Die verfügbaren Zeitfenster sind ausgebucht, man kann es aber auch ohne Ticket probieren, wenn man bereit ist, eine Weile zu warten. Heute feiert Joop seinen 81. Geburtstag: Happy Birthday! Heute 12 bis 20 Uhr, Schiffbauergasse 4d, Potsdam
Last-Minute-Tickets – Der Schriftsteller als einsames Genie? Die Realität sieht häufig anders aus. Im neuen Projekt „Danksagen. Text als Beziehung“ lädt das LCB Autor:innen dazu ein, Verbindungen sichtbar zu machen. Den Auftakt macht Paula Fürstenberg, die vier Gäste eingeladen hat, die zur Entstehung ihres Romans „Weltalltage“ beigetragen haben. Auch in dem Roman geht es um Beziehungen: Eine chronisch kranke Schriftstellerin schreibt über ihre Freundschaft mit Max, der sich um sie kümmert und dann selbst erkrankt. Heute, 19.30 Uhr, 9/5 Euro, Literarisches Colloquium, Am Sandwerder 5, S-Bhf Wannsee
Grübelstoff – Ein lebendes Huhn oder drei Barhocker – die Leute befördern ja alles Mögliche im ÖPNV. Was ist die ungewöhnlichste Sache, die Ihnen in U- oder S-Bahn bisher untergekommen ist?
Kiekste
Eine Kreuzberger Hauswand, die wohl vielen Berlinerinnen und Berlinern aus der Seele spricht. Vielen Dank an Checkpoint-Leserin Martina Haberstroh für den Schnappschuss! Schicken Sie gern Fotos Ihrer schönsten, kuriosesten und einzigartigen Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de. Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A9: Die Überfahrt auf die A10 (Fahrtrichtung Hamburg) ist von 20 bis 5 Uhr gesperrt (Umleitung über die Anschlussstelle Beelitz-Heilstätten).
Kaulsdorf: Auf der B1/5 Straße Alt-Kaulsdorf ist bis Samstag die Fahrbahn stadteinwärts vor Adolfstraße auf einen Fahrstreifen verengt.
Rüdigerstraße (Lichtenberg): Bis Mitte Dezember ist die Straße in beiden Richtungen zwischen Siegfriedstraße und Hagenstraße für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Hindenburgdamm (Lichterfelde): Bis September 2026 ist die Fahrbahn in beiden Richtungen zwischen Moltkestraße und Augustastraße auf jeweils einen Fahrstreifen verengt und verschwenkt.
B158 Märkische Allee (Marzahn): Bis Mitte Dezember ist stadtauswärts vor der Franz-Stenzer-Straße der rechte Fahrstreifen gesperrt.
Tunnel Alexanderplatz (Mitte): Von 8 bis 16 Uhr steht zwischen Grunerstraße und Otto-Braun-Straße in beiden Richtungen jeweils nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
Flughafenstraße (Neukölln): Bis Mittwoch, ca. 16 Uhr, ist die Straße Richtung Columbiadamm zwischen Karl-Marx-Straße und Isarstraße für Kfz-Verkehr gesperrt.
Nahverkehr – S-Bahn – S3 und S9: Von 22 bis 1.30 Uhr fährt zwischen Westkreuz und Spandau nur die S9 im 20-Minutentakt.
S41 und S42: Von 22 bis 1.30 Uhr fahren die Linien zwischen Beusselstraße und Wedding nur im 20-Minutentakt.
Demonstration – Für heute sind 13 Demos angemeldet (Stand 17.11., 16.15 Uhr), u.a. „Resettlement sichern“: 100 Teilnehmende, Campact, Konrad-Adenauer-Straße 1 (10-11 Uhr)
„Ni una menos – Aktion gegen Femizide. Wir, eine Initiative von Frauen*projekten im Bezirk, Aktivist*innen und der Gleichstellungsbeauftragten, machen auf Gewalt gegen FLINTA aufmerksam und machen Femizide sichtbar (...)“ : 20 Demonstrierende, Bezirksamt Treptow-Köpenick, Marktplatz (11.30-14.30 Uhr)
„Stricken gegen Gewalt – Der längste Schal Deutschlands am Europäischen Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch (...)“ : 200 Teilnehmende, Space Lama e.V., Platz der Republik (12-14 Uhr)
„Kundgebung bezüglich Femizide. Anlässlich des Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen* 25.11.2025“: 30 Protestierende, Nachbarschaftsheim Neukölln e.V., Schierker Platz (16-18 Uhr)
„Keine Bundeswehrübungen zur Aufstandsbekämpfung! (...)“: 20 Menschen, S-Bhf. Jungfernheide (16-18 Uhr)
Gericht – Rund fünf Monate nach einer Messerattacke vor einem Supermarkt in Berlin-Lichtenberg, bei der ein 66 Jahre alter Mann lebensgefährlich verletzt wurde, beginnt der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter. Dem 40-Jährigen wird versuchter Mord vorgeworfen. Er soll im Markt ein Messer erworben und dann unmittelbar vor dem Geschäft zwei Passanten angegriffen haben (9 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A217).
Universität – An der Freien Universität findet heute im Rahmen der Anti-Gewalt-Aktionstage 2025 ein Workshop zu sexualisierter Diskriminierung und Gewalt statt; die Veranstaltung „Empowerment durch feministische Selbstbehauptung und Selbstverteidigung“ beginnt um 14 Uhr, eine Anmeldung ist erforderlich.
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Ilka Bessin (54), Komikerin, bekannt als „Cindy aus Marzahn“, tourt aktuell mit „Cindy aus Marzahn – Einmal Prinzessin und zurück!“ / Max Dudler (76), Schweizer Architekt, zu seinen bedeutsamen Bauten in Berlin gehören u.a. das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (Erweiterungsbauten) und das Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum der Humboldt-Universität / Sven Felski (51), ehemaliger Eishockeyspieler, spielte von 1992 bis 2012 bei den Eisbären / Wolfgang Joop (81), Designer und Modeschöpfer, Gründer der Mode- und Kosmetikfirmen JOOP! und Wunderkind / Helmut Kleebank (61), Politiker (SPD), MdB, zuvor Bezirksbürgermeister von Spandau / Marusha (59), DJ, Moderatorin und Schauspielerin, galt in den 1990ern als eine der bekanntesten DJs der Republik / Ulrich Noethen (66), Schauspieler („Die Luftbrücke“), hatte seinen Durchbruch in Joseph Vilsmaiers „Comedian Harmonists“ / Conny Restle (65), Musikwissenschaftlerin, bis 2023 Direktorin des Musikinstrumenten-Museums / „🎂 83 Jahre Liebes Tedchen, ich wünsche Dir für Dein Neues Jahr viel Kreativität und Schaffensfreude weiterhin und vor allem Gesundheit Dein Matzchen“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Peter Buchner, * 8. November 1966, verstorben am 4. November 2025 / Marianne Heinicke (geb. Link), * 17. August 1935, verstorben am 31. Oktober 2025 / Ingrid Müller (geb. Kohlstedt), * 9. November 1938, verstorben am 30. Oktober 2025 / Dr. Sebastian Sendler, * 23. März 1960, verstorben am 3. November 2025 / Dr. Hiltrud Uehling, * 8. September 1938, verstorben am 11. November 2025 / Michael Wrasmann, * 21. August 1942, verstorben am 30. Oktober 2025, ehemaliger Bürgermeister von Wilmersdorf
Stolperstein – Carl Fuchs (*1869) war Kaufmann, verheiratet mit Marie Schlesinger. Das Paar hatte zwei Töchter: Lotte Johanna und Käthe. Sie lebten nach der Scheidung der Tochter Käthe mit ihrer Enkeltochter zu fünft zusammen, auch noch nachdem sie unter Zwang ihr Haus aufgeben mussten. Carl und seine Frau wurden im August 1942 nach Theresienstadt deportiert, dort wurde Carl am 18. November 1942 ermordet. Auch alle anderen Familienmitglieder wurden ermordet. An Carl Fuchs erinnert ein Stolperstein in der Argentinischen Allee 4 in Zehlendorf.
Encore
Passend zum morgigen Welttoilettentag werfen wir einen Blick auf ein stilles Örtchen im Bundestag, wo es offenbar auch nicht immer glattläuft: Vertrauliche Fotos, die uns zugespült – Verzeihung – zugespielt wurden, zeigen eine vierseitige Anleitung, die bis ins letzte Detail erklärt, wie ein Geschäft ordnungsgemäß zu erledigen ist. Die empfohlene Reinigungsroutine umfasst sechs Schritte von „Spülen“ über „Sichtprüfung“ bis zur „erneuten Sichtprüfung“ – ergänzt durch präzise Hinweise zur Führung der WC-Bürste. Wenn doch nur alle Bundestagsgeschäfte so gründlich abgewickelt würden.
Sauber recherchiert hat Saskia Kabelitz, das blitzblanke Stadtleben lieferte Antje Scherer und Jasmine Dellé (Produktion) hat am frühen Morgen noch einmal durchgewischt.
Morgen starten Robert Ide und Valentin Petri mit Ihnen in den Tag. Bis bald

