und herzlich willkommen im Juli! Ohne weitere Umschweife treten wir in die Pedale, denn am Fahrrad kommen wir an diesem Wochenende nicht vorbei: Heute und morgen saust das Radrennen VeloCity durch die Stadt, am Sonntag erwartet der ADFC rund 6.000 Fahrrad-Aktivist:innen zur Demo. Motto: „Radwegestopp? #Nichtmituns - Das Mobilitätsgesetz gilt!“
Während Verkehrssenatorin Manja Schreiner (CDU) wiederholt betont, dass ihr die Fahrradfahrer:innen auch am Herzen liegen (T+), gehört der (bisherige) Zankapfel der Berliner Verkehrspolitik ab dem heutigen Sonnabend wieder ganz den Verbrennern: Die Friedrichstraße ist für Autos freigegeben.
Immerhin: „Der Weltuntergang ist immer wieder beschrieben worden, er ist nie eingetreten“. Mit diesen Worten reagiert Finanzsenator Stefan Evers (CDU) auf die Klagen mehrerer Bezirke, die befürchtet hatten, aufgrund starker Haushaltskürzungen Sozialleistungen streichen zu müssen. Es ging um Schulen, die nicht mehr gereinigt werden könnten, Obdachlosenhilfen, die eigentlich gestrichen werden müssten... Jetzt kündigt der Finanzsenator Gespräche an.
Und der Regierende Bürgermeister? Startet wahrscheinlich mit einer kritisch hochgezogenen Augenbraue ins Wochenende, nicht nur wegen der Radwege- und Haushalts-Debatte: Nachdem die noch vom rot-grün-roten eingesetzte Expertenkommission in dieser Woche ihren Abschlussbericht vorgelegt hat, ist klar: Berlin darf große Immobilienkonzerne vergesellschaften. Was bedeutet das? Wie geht es jetzt weiter? Und: Was muss dem Staat eigentlich noch alles gehören? Das fragen sich Ann-Kathrin Hipp und Lorenz Maroldt in der aktuellen Podcast-Folge „Berliner & Pfannkuchen“, dem Podcast für Berlin-Kenner, Hobbyjurist:innen und alle, die es werden wollen. Zu vielen befriedigenden Aha-Momenten geht es hier entlang.
Zurück zum Fahrrad: Über die Bedeutung des Zweirades in der Kunst lesen Sie in dieser Woche in Wochniks Wochenende (T+). Kollege Thomas Wochnik empfiehlt unter anderem einen Ausflug ins Technikmuseum – zu Fuß, nicht im Sattel. Generell empfiehlt sich an diesem Wochenende ein reich gedeckter Frühstückstisch, mit Brötchen, Croissants und Laugengebäck. Low Carb? Pah! Warum wir uns die schmackhaften Kohlenhydrate ruhig gönnen können, erklärt hier ein Ernährungsmediziner (T+).
Mit diesem wohlig-warmen Gefühl im Bauch starten wir in den Sonnabend und rätseln uns durch die Berlin-Woche. Wie immer: Vielen Dank an alle, die vergangene Woche mitgemacht haben. Das Lösungswort war RADSPUREN.
K) „Ich glaube nicht, dass sich die Berlinerinnen und Berliner eine Stadt nur für Fahrräder wünschen.“
L) „Ich arbeite gerade daran, das Miteinander zu betonen.“
F) „Es ist überhaupt nicht mein Ziel, alle Planungen umzuschmeißen.“
E) „Komplettversagen der optischen Signale“
R) „Defekt an einer Lichtanlage“
U) „Reparatur an einem Signal“
A) „Endlich eine praktikable Lösung für die Wohnungsnot.“
E) „Ich bin immer noch skeptisch.“
I) „In der Stadt der Freiheit muss auch der Wohnungsmarkt frei sein.“
N) Bestatter:in
R) Revierförster:in
S) Pfarrer:in
T) „Die Bewerber:innen sollten belastbar, humorvoll und zu Nachtschichten bereit sein.“
E) Die Bewerber:innen müssen „an ausgewählten Tagen“ die Essensversorgung übernehmen.
Z) Der Regierende Bürgermeister muss auf „ausgewählten Terminen“ auch außerhalb der üblichen Bürozeiten begleitet werden.
J) Ca. 90 Millionen Euro
H) Ca. 4 Milliarden Euro
U) Ca. 16 Milliarden Euro
T) E-Scooter
N) Nummernschilder
M) Birkenstock-Sandalen
B) „Von Mückenstichen wird in diesem Jahr niemand verschont bleiben.“
G) „Wir sollten für jede Mücke dankbar sein.“
S) „Die Mücke sollte das neue Wappentier Berlins werden.“
E) Eine Drohne hatte sich in der Turmkugel verfangen
P) Der Turmfalken-Nachwuchs musste gerettet werden
D) Klima-Aktivist:innen haben sich im Fahrstuhl-Schacht festgeklebt
N) Weinungsfreiheit
M) Kreuzberger Weinladung
G) BaclaWein
Notieren Sie die richtigen Buchstaben und senden Sie das Lösungswort an checkpoint@tagesspiegel.de. Einsendeschluss ist Sonntag, 23.59 Uhr. Unter allen Einsender:innen mit der richtigen Antwort verlosen wir eine original „Checkpott“-Kaffeetasse. Viel Glück!
Mein Wochenende mit
Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.
„Chantal, die werte Sau von Nebenan, ist so eine Wonne. Betritt sie den Raum, lacht sogar die Sonne. Und weil sie immer alle bringt zum Lachen, beschloss meine Wenigkeit, ihr eine Freude zu machen und bestellte einen Gutschein für die Walküre – aus unerfindlichen Gründen heißt eine nette Sau hier so, Spezialgebiet Pediküre. Die Idee war, wie sich noch herausstellte, wunderbar – nur nicht für mich: Chantal bekam ich fortan kaum noch zu Gesicht. Und wenn, dann mit hochtrabenden Einsichten über das Leben im Unterholz und anderen Bodenschichten. Der Sache ging ich also auf den Grund: Ich öffnete die Türe zum Salon der Walküre und genoss nicht nur die beste Pediküre, sondern auch allerlei Plauderei, die meinen Kopf, zuvor so schwer wie Blei, ganz leicht sich fühlen ließ. So ging ich immer wieder hin und überließ zu diesem Behufe meiner Hufpflegerin die Rechte an meinem Gerufe. Jetzt will sie ein Buch damit schreiben. So ähnlich hat es übrigens schon Katja Oskamp gemacht: Mit 40 Jahren wurde sie Fußpflegerin in Marzahn. Die Geschichten, die man ihr da erzählte, schrieb sie über die Jahre auf. Sonntag von 16 bis 18 Uhr liest Schauspielerin Elna Lindgens im Innenhof der Fouqué-Bibliothek Brandenburg daraus – bei Regen in der Kinderbibliothek. Ich empfehle mich, mit freundlichen Grunzen.“ (von Thomas Wochnik)
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Mit voller Pedalkraft hat Nora Weiler (Produktion) diesen Checkpoint verpackt und verschickt, am Montag radelt Lorenz Maroldt mit Ihnen in die neue Woche. Machen Sie sich ein schönes Wochenende!
