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Wie ein Erdbeben in Indien unser Leben erschüttern kann.
Der Bedarf an Arzneimitteln steigt, doch weltweit sinkt die Zahl der Wirkstoffhersteller. Fällt ein Produzent aus, reißt die Lieferkette. So führt ein Unglück im asiatischen Werk zum Versorgungsengpass in Deutschland. Deshalb: Sichere Versorgung braucht viele Hersteller. Lesen Sie mehr.
Wer in Berlin jetzt noch eine Bleibe findet, hat Glück, das gilt nicht nur für Hertha. Wer schon eine hat, noch mehr. Doch was ist mit denen, die dringend eine Wohnung suchen und einfach keine bekommen? Ihnen wird vor allem durchs Bauen geholfen, darauf können sich eigentlich alle einigen – es sei denn, das passiert im eigenen Quartier. „Not in my backyard“ heißt es dann, zu sehen gerade in zwei Gesobau-Wohnsiedlungen in Pankow: Am Schlosspark Schönhausen in der Ossietzkystraße sollen 170 Wohnungen in den beiden Innenhöfen entstehen, dafür müssten etwa 80 Bäume weichen. Eine Anwohnerinitiative wehrt sich, Mieter boykottierten die Abstimmung über drei Bauvarianten, einige wollen sogar gegen die Pläne klagen. Dabei soll die Nachverdichtung lautStadtentwicklungsplan (StEP) Wohnen 2030 eigentlich „neuer Schwerpunkt“ in der Stadtentwicklungspolitik sein.
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VERKAUFT MAN MIT FERIENINSELN ’NE EXTRAPORTION POMMES?
Ja, dank Berlins größtem Gastgeber. Denn Veranstaltungen wie die global bedeutende Tourismusmesse ITB sorgen jährlich für insgesamt über 670 Mio. Euro zusätzliche Einnahmen für das Berliner Gastgewerbe. Was die Messe sonst noch für Berlin tut, erfährst du unter hostingtheworld.de
Ob demnächst auch das Enteignen großer Wohnungsbaugesellschaften zur Berliner Stadtentwicklungspolitik gehört? Wenn es nach Katja Kipping geht: ja. „Explodierende Mieten sind faktisch eine Enteignung der Mitte“, sagte die Linken-Chefin am Dienstag im ARD-„Morgenmagazin“. Enteignen, um die Enteignung zu stoppen also? Die Initiative „Deutsche Wohnen & Co. Enteignen“, die am 6. April mit dem Sammeln von Unterschriften beginnt, war gestern zu Gast bei der Linken-Fraktion im Bundestag. Der Partei, die in Berlin mitregiert und die Bausenatorin stellt. Dass die Linke in Berlin jetzt gegen die Regierung, deren Teil sie ist, Unterschriften sammeln will, ist zumindest paradox. Weder SPD noch Grüne haben aktuell eine Beschlusslage gegen Enteignung – niemand hindert Senatorin Katrin Lompscher also daran, einen Gesetzesentwurf mit Eckpunkten zu präsentieren, der auf Forderungen der Initiative eingeht – und ihr so vielleicht den Wind aus den Segeln nimmt.
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Streifzug in den Buchenwald Grumsin
Bis zu 40 Meter hoch sind die Buchen im Grumsin, der zum Weltnaturerbe zählt. In dieser Kathedrale der Natur singen Vögel zum Duft von Moos und Erde und tanzt das Sonnenlicht auf grünen Blättern. Die Wandertour gibt’s in der kostenfreien App DB Ausflug, hin geht’s mit dem Brandenburg-Berlin-Ticket. Jetzt informieren unter bahn.de/ausflug
Frauen sind in der CDU Berlin willkommen – bis sie auf Augenhöhe der herrschenden Männer landen. So ähnlich hat es die scheidende Landesvorsitzende Monika Grütters jüngst ausgedrückt. Kai Wegner, der sie vermutlich beerben wird, sieht das Problem nicht. Im Gegenteil: „Mir ist wichtig, dass wir künftig auch an anderer Stelle deutlich mehr Frauen in verantwortlichen Positionen haben“, sagt er im Tagesspiegel-Interview. Nur sollen sie das ohne Quote schaffen („Ich bin gegen eine Frauenquote und viele Frauen sagen mir, dass sie auch keine Quotenfrau sein wollen“). Vom massiven Druck, unter dem einige Frauen in der Partei stehen, seitdem sie ihn oder die Art und Weise, wie er Grütters aus dem Amt gehebelt hat, kritisiert haben, will Wegner nichts wissen („Da fällt mir niemand ein“). Wie bereits beschlossene Sache wirkt dagegen der Abgang von Stefan Evers als Generalsekretär. Und immer wahrscheinlicher Cornelia Seibeld, Vizepräsidentin im Abgeordnetenhaus, als seine Nachfolgerin. Welche Namen von CDU-Frauen für den Posten der Generalsekretärin sonst noch kursieren? Der von Christina Schwarzer, Ex-Bundestagsabgeordnete aus Neukölln, und der von Cerstin Richter-Kotowski, Bürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf. Und Christian Gräff? Der winkt ab: „Ich kann das gänzlich ausschließen“, sagt der Biesdorfer Abgeordnete in unserem Marzahn-Newsletter.
Dass einige offenbar zwischen Werbung und Information nicht unterscheiden können, wurde bereits in der Debatte um den Paragrafen 219a im Strafgesetzbuch deutlich. Im jüngsten Akt der sozialdemokratischen Selbstzerfleischung führt dieses Unvermögen dazu, dass ein von der Berliner SPD beschlossenes Werbeverbot für die Bundeswehr an Schulen faktisch wirkungslos bleibt. „Wir haben ein Werbeverbot, kein Informationsverbot für die Bundeswehr an Schulen beschlossen“, sagte SPD-Landesvize Andreas Geisel am Dienstag. Heißt: Die Bundeswehr soll Schulen in Berlin weiter besuchen dürfen – dabei nur nicht, wie auch bisher schon, für sich werben. Viel heiße Luft um nichts.
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In der 2. Ausgabe der Diskussionsreihe „Reden über Veränderung“ sprechen am 7. April, 11:00 Uhr im Haus der Berliner Festspiele der ehemalige Chefredakteur von DIE ZEIT Roger de Weck, die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot, der Kunstgalerist Johann König und die Schauspielerin und Filmemacherin Maryam Zaree über die Zukunft unserer internationalen Gemeinschaft.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Lahmgelegt durch Sprühfarbe sind immer noch etliche U-Bahn-Wagen. Sprayer hatten den BVG-Streik am Montag genutzt, um 140 Wagen zu beschmieren. 75 von ihnen konnten am Dienstag nicht eingesetzt werden, weil Führerstandsfenster oder Lampen übersprüht wurden. Betroffen von Ausfällen oder verkürzten Zügen sind deshalb auch in den nächsten Tagen noch die Linien U2, U3, U6, U7, U8 und U9.
Die BVG darf jetzt selbst Autos abschleppen lassen, meldete der „RBB“ gestern, um sich kurz danach zu korrigieren: Doch nicht. Denn auch wenn das Abschleppen von Falschparkern auf Busspuren oder Tramschienen längst beschlossene Sache ist, fehlt immer noch die entsprechende Ausführungsvorschrift. In der Verkehrsverwaltung ist man optimistisch, dass sie noch diesen Monat kommt. Dann fehlt nur noch die neue Gebührenordnung. Wie dringend nötig die BVG die Kompetenzerweiterung hat, zeigt folgender BVG-Tweet von gestern: „M8: wegen eines Falschparkers wird die Linie in Richtung Ahrensfelde zwischen den Haltestellen S Hackescher Markt und Mollstraße/Prenzlauer Allee umgeleitet.“
Haben wir noch was zum Thema Verkehr? Ja, hier, gesehen auf Twitter: Radfahren mit Hindernissen oder auch „Berliner Verkehrspolitik in a nutshell“, präsentiert von der berühmten Verkehrslenkung Berlin (die Behörde, die Ende des Jahres aufgelöst werden soll): An der Baustelle unter den Yorckbrücken führt der gelbe Ausweich-Radweg geradewegs ins Geländer. Soll sich ja schließlich lohnen, die teure Helm-Kampagne mit den halbnackten Models, ne?
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„Fräulein Else“ – Ganz Berlin war in sie verliebt
Vor 90 Jahren eröffnete das Babylon mit Elisabeth Bergner im Stummfilm „Fräulein Else“. Das Babylon Orchester Berlin feiert das große Jubiläum mit neuem Filmscore. Film-Konzertpremiere!
10.4. 19:30 Babylon
Tickets online hier
Dicke Luft: Mit seinem Urteil vom 9. Oktober 2018 hat das Verwaltungsgericht Berlin den Senat verpflichtet, bis zum 31. März den Luftreinhalteplan so fortzuschreiben, dass er alle erforderlichen Maßnahmen zur Unterschreitung des Grenzwerts für Stickstoffdioxid erhält. Doch das ist noch nicht passiert. Die Deutsche Umwelthilfe prüft nun eine Klage gegen den Senat. Passend dazu: Auf dem Heck des Autos mit Brandenburger Kennzeichen, das in Mitte die Verkehrszählung macht, klebt ein Sticker mit der Aufschrift „Freie Fahrt für meinen Diesel“ (via Albrecht Selge).
Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall fühlen sich zwei Drittel der Ostdeutschen als „Bürger zweiter Klasse“. Damit geht es ihnen wie den Muslimen im Land. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM). Auch in die andere Richtung gibt es Gemeinsamkeiten: Westdeutsche pflegen ähnliche Klischees über Ostdeutsche wie über Muslime.
„Jeder weiß, dass ich nicht geldgierig bin“, sagt Reinhard Grindel. Und: „Die Uhr wird so schnell wie möglich zurückgegeben“. Nützt alles nichts, der Druck war zu groß, Grindel ist am Dienstag von seinem Amt als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes zurückgetreten. Die Posten bei Uefa und Fifa will er jedoch behalten. Er, der für mehr Transparenz eingetreten war, ist am Ende aber über mehr als eine Armbanduhr gestolpert.
Neuer Rekord für den guten Zweck! Insgesamt 425.000 Euro sind bei der jährlichen Spendenaktion für den Tagesspiegel-Verein „Menschen helfen!“ zusammengekommen. An 63 Berlin-Projekte werden die Gelder heute überreicht – vor Ort ist auch Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke). Mehr über die Projekte lesen Sie hier.
Übrigens: Auf den Aprilscherz in der „Berliner Woche“, wonach Naturschützer im Müggelwald ein Nest mit Eiern einer Riesentrappe entdeckt hätten (CP von gestern), sind wir dann wohl reingefallen. Wieder was gelernt: „Riesentrappen gibt es nur im östlichen und südlichen Afrika, darunter in Tansania. In Deutschland gibt es nur die Großtrappen, ihre etwas kleineren Artverwandten, und auch die sind extrem selten.“
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Eine Debatte über den Aldi reicht nicht. Die Frage ist, an welche Zielgruppe sich die Markthalle richtet. Die Kreuzberger Mischung ist schon lange flöten gegangen.“
Eine Anwohnerin über den Aldi-Konflikt in der Nachbarschaft der Markthalle Neun. Etwa 70 Menschen sind am Dienstagabend einer Einladung der Hallen-Betreiber gefolgt. Antworten bekamen sie zunächst keine. Schließlich sagte Betreiber Nicolas Driessen jedoch:
„Wir wollen einen offenen Prozess. Der Aldi kann bleiben, wenn das am Ende dabei rauskommt.“
Am nächsten Dienstag soll der Dialog fortgesetzt werden.
Tweet des Tages
Hartmut Mehdorn wäre für mich der geeignete Mann, um als DFB Präsident klar Schiff zu machen. Schon bei der Bahn, Air Berlin und dem BER war er bei so was sehr erfolgreich. Und er trägt keine Uhren.
Stadtleben
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URBAN SPORTS - zum Saisonstart und vor dem ersten großen Halbmarathon der Hauptstadt machen wir Lust auf Laufen. Lesen Sie hier im fittesten digitalen Sport-Magazin alles über Bewegung in Berlin. Inklusive großem Kalender für alle Sport- und Laufbegeisterte.
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Essen & Trinken – Medizin, das weiß jedes Kind, schmeckt nicht. Historische Versuche, leckere Medizin herzustellen, haben alle nicht gefruchtet – Patienten trauen schmackhaften Medikamenten offenbar nicht. Lukas Schmid und Christoph Mack hat das keineswegs davon abgehalten, Offizin, Herbarium und Laboratorium der alten Oranien-Apotheke in ein Restaurant zu verwandeln. Holz, Leder, Messing und altes, geduldiges Papier kennzeichnen die altehrwürdige Einrichtung. Weinkarte und die Speisen – aus regionalen, nachhaltigen Zutaten – beweisen, dass es eben doch geht, das mit der leckeren Medizin. Weil hier alles der Steigerung des Wohlbefindens dient und damit auch der Gesundheit zuträglich ist. Ora, Oranienplatz 14, U-Bhf Moritzplatz
Berlinbesuch – Scheinbar unscheinbar vor sich hin läuft im Keller des Jüdischen Museums schon seit November die Licht- und Klanginstallation res-o-nant des Düsseldorfer Konzeptkünstlers Mischa Kuball. Die höchst immersive Arbeit leuchtet die Architektur nicht nur mithilfe von Lichtfeldern, sondern, im übertragenen Sinne, auch mit speziell für diese Resonanzräume erzeugten Klängen aus. Darunter zu hören ist eine Reihe von 150 auch speziell hierfür komponierten Clips so illustrer Musikerinnen wie John Zorn, Olga Neuwirth, Heiner Goebbels oder Monika Werkstatt, die andernorts nicht zu finden sind. Anders als in einer traditionellen Ausstellung, in der man von einer gehetzten Menschenmenge von Werk zu Werk getrieben wird, hat man hier mal die Gelegenheit, sich in genau ein Werk zu vertiefen. Tgl 10-20 Uhr, 3-8 Euro, Lindenstraße 9-14, U-Bhf Hallesches Tor
Geschenk – Wer sich partout nicht entscheiden kann, in welche Ausstellung die oder der zu Beschenkende zu schicken sei, verschenke einfach alle: Mit der Jahreskarte der Staatlichen Museen verschenkt man Zugang zu, Achtung, 5.322.913 Kunstwerken in 15 Hauptstadtmuseen an 365 Tagen mit einer Karte, ab 25 Euro in der Basisversion, die bereits alle Ausstellungen abdeckt. Mit der teuersten Variante (100 Euro) steht einem jederzeit alles offen, inklusive Sonderausstellungen ohne Zuzahlungen. Weg fällt damit nicht nur die Wartezeit am Ticketschalter, sondern jede billige Ausrede gegen die kulturelle Teilhabe. Gutscheine für die Jahreskarten sind online oder an den auf der Homepage gelisteten Museumskassen erhältlich.
Noch hingehen – Im Dunstkreis der Künstlergruppen ZERO, Junger Westen und Gruppe 53 liest man üblicherweise ausschließlich männliche Namen, sodass man, wenn man es nicht besser wüsste, auch hinter Hal Busse einen Herrn vermuten könnte. Zum Glück hat sich Hannelore Bendixen-Busse, so ihr voller Name, nicht davon abhalten lassen, einen wesentlichen Beitrag zur Nachkriegsavantgarde zu leisten, von dem ein Teil noch bis 8. April im Kunsthaus Dahlem zu sehen ist, genauer: das Frühwerk. Mi-Mo 11-17 Uhr, 6/4 Euro, Käuzchensteig 8, Bushaltestelle Finkenstraße
Mit diesem Stadtleben wünscht Ihnen Thomas Wochnik einen ausgezeichneten Tag.
Prominent verraten
Ommmmm…Yoga im Fischtal Zehlendorf. Die Berliner Yogaszene bietet viel Abwechslung, findet unsere Prominente der Woche. Sie selber hat schon einige Bücher zum Thema Yoga, Partnerschaft und Persönlichkeitsentfaltung veröffentlicht.
Bekannte Berliner fotografieren für uns eine Woche lang täglich Ausschnitte aus ihrem Leben. Erraten Sie, wer sich diesmal hinter den Bildern versteckt? Senden Sie uns bis Donnerstag eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de mit dem richtigen Namen und gewinnen Sie zwei "Checkpott"-Kaffeetassen. Die Auflösung kommt immer freitags - mit einem Selfie. Alle bisherigen Fotos und Hinweise finden Sie hier.
Berlin heute
Verkehr – Im Tunnel Alt-Friedrichsfelde (Friedrichsfelde) steht stadteinwärts ab 6 Uhr nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Der Kronprinzessinnenweg wird ab ca. 9.30 Uhr voll gesperrt. Die Sperrung betrifft auch den Fuß- und Radverkehr. Die A 115 (AVUS) wird zwischen ca. 9.45 und 10.15 Uhr in beiden Richtungen zwischen AS Hüttenweg und AS Spanische Allee voll gesperrt. Die A 113 (Schönefeld-Zubringer) ist ab 21 Uhr stadteinwärts zwischen den AS Schönefeld-Nord und AS Adlershof gesperrt. Nahe der Max-Schmeling-Halle im Bereich Schönhauser Allee, Gleimstraße und Eberswalder Straße (Prenzlauer Berg) ist am Nachmittag und Abend mit Verkehrsbehinderungen und verstärktem Parkplatzmangel zu rechnen. Selbiges gilt ab ca. 18 Uhr für den Bereich nahe Mercedes-Benz-Arena, Mühlenstraße, Warschauer Straße, Oberbaumbrücke und Stralauer Allee (Friedrichshain).
Demonstration – Etwa 50 Teilnehmer wollen zwischen 18 und 20 Uhr von Alt Treptow über die Plesser- und Kiefholzstraße zur Grabowstraße ziehen. Motto: „Kiezspaziergang reloaded – Neue Spekulanten on the Block (und die alten sind auch dabei)“. In der Willy-Brandt-Straße werden erneut von 10 bis 20 Uhr etwa 100 Teilnemer erwartet. Das Motto lautet „Solidarität mit hungerstreikenden Kurden. Gegen Isolationshaft, für Frieden und Demokratie in der Türkei. Freiheit – Friede – Demokratie und Solidarität". Etwa 150 Teilnehmer sollen sich von 13 bis 18 Uhr auf dem Pariser Platz einfinden unter dem Motto „Solidarität mit Leila Güben (DDP-Abgeordnete), die seit 7. November 2018 in der Türkei im Hungestreik ist. Solidarität mit hungestreikenden Kurden überall auf der Welt. Gegen die Isolationshaft, für Frieden und Freiheit. Gegen die (sic!) AKP-Regime“.
Gericht – Weil sie fünf Flüchtlingskinder von Griechenland nach Deutschland geschleust haben sollen, kommen eine 43-jährige Frau und ein 42-jähriger Mann auf die Anklagebank (9.00 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal B 131). Und einem 42-Jährigen, der sich als Polizist ausgegeben und in einem Park eine Frau sexuell genötigt haben soll, wird der Prozess gemacht (9.30 Uhr, Kriminalgericht, Saal 618).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Annekathrin Bürger (82), Schauspielerin / Christiane Friedrich „Die allerherzlichsten Glückwünsche zum Geburtstag von Deinen Literaturfreundinnen!“ / Fler (37), deutscher Rapper / Günter Martin, „Liebes Schnuckilein, heute wirst du 70 Jahre jung. Ich bin so froh, dass es dich gibt. Alles Liebe von deinem Knuppi“ / Dagur Sigurðsson (46), ehem. Handballtrainer der Füchse Berlin / „Liebe Steffi! 40 ist die neue 30! :-) Alles Gute zum Geburtstag! Vg Janine“ / Derrik Walton Junior (24), Basketballspieler bei Alba Berlin
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben - Hermann Fahrig, * 15. Juli 1932 / Franz Klöck, * 2. Juli 1927 / Christa Felicitas Krüger, * 2. Februar 1934 / Hans Wolfgang Dünnschede, * 18. Juni 1949 / Eckhard Steinhaeuser, * 13. Mai 1939
Stolperstein - Martha Blumberg (Jhg. 1876) nahm sich heute vor 77 Jahren aus Furcht vor der Deportation das Leben – ebenso wie wenige Monate zuvor ihr älterer Bruder Adolf und bald danach ihr jüngerer Bruder Erich. Martha Blumberg lebte in der Duisburger Straße 17 in Wilmersdorf.
Im Tagesspiegel
Die Nato feiert ihren 70. Geburtstag, steckt aber in ihrer schwersten Krise seit der Gründung des Verteidigungsbündnisses. Robert Birnbaum, Susanne Güsten, Malte Lehming und Claudia von Salzen gehen der Frage nach, warum das so ist. Heute auf Seite 2 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
Schauen wir doch zum Schluss noch kurz in die Mailbox. Ah, hier: „Abnehmen mit nur 3 Minuten bei – 150 Grad in der Kältebox“. Hä? Schwitzen im Club war gestern, „in Berlin hat der erste Kälteclub eröffnet“. Mal wieder Avantgarde? Nichts da: „Nach dem großen Erfolg in München und Frankfurt können jetzt auch die Berliner das Kältetraining testen, das bis jetzt nur Prominenten, Spitzensportlern oder Klinikpatienten vorenthalten war.“ Wir lernen, es hilft praktisch bei allem: „Die Pfunde schmelzen beträchtlich, Cellulite und Hautalterung wird spürbar entgegengewirkt. Außerdem macht Kältetraining gute Laune, denn der Kältereiz erhöht die Ausschüttung körpereigener Endorphine.“ Wer’s mag – glücklich macht zumindest mich gerade vor allem die Sonne, die heute hoffentlich auch wieder rauskommt. Genießen Sie’s!
Morgen heizt Ihnen dann hier Robert Ide ein. Bis bald,