wie läuft es bei Ihnen mit den Neujahrsvorsätzen? Verzichten Sie momentan auf Alkohol, essen kein Fleisch und fahren diesen, ähm, Frühling nur Fahrrad? Sie können aufhören, sich zu quälen. Wir feiern heute nämlich den „Wirf-Deine-Jahresvorsätze-über-Bord-Tag“ und können wieder leben, wie uns die Berliner Schnauze gewachsen ist. Ist der Ruf erst ruiniert...
Apropos Vorsätze: Berlins Grüne müssen einen wichtigen mit Ansage über die Reling werfen. Ausnahmen für Genossenschaften wird es im Mietendeckel-Gesetz nicht geben. Im Abgeordnetenhaus versuchte die Koalition am Donnerstag, ein möglichst wasserdichtes Werk zu präsentieren. Die Genossenschaften kriegen also jetzt auch eins auf den Deckel.
Sie gelten als „gute Vermieter“ in schlechten Zeiten, kommen nun aber trotzdem unter eine Haube mit Deutsche Wohnen & Co. Für diesen Fall hatten Genossenschaftler schon angekündigt: Sanierungen? Nur noch dort, wo’s reinregnet.
Katrin Schmidberger, Sprecherin der Grünen-Fraktion für Wohnen und Mieten, sagte: „Wir finden das auch sehr bedauerlich, haben aber keinen rechtssicheren Weg für eine Ausnahmeregelung gefunden.“ Das rechtlich unsichere Gesetzeswerk soll nicht noch angreifbarer werden. Der Gleichbehandlungsgrundsatz blockiert eine Lösung. Und: CDU und FDP stehen schon parat, den Deckel mithilfe des Verfassungsgerichts in Grund und Wohnen zu klagen.
Rot-Rot-Grüne Verhandler schlagen sich seit Tagen die Nächte um die Ohren – Checkpoint-Atmosphäre im Parlament. SPD und Linke verdrehten deshalb schon länger die Augen über den grünen Traum: Kein einziger Jurist fand sich, der die Ausnahmen für Genossenschaften rechtlich machbar sah. Fünf Juristen, eine Meinung. Das ist nun wirklich mal revolutionär.
Und was sagen eigentlich die Genossen zum Thema? Iris Spranger, die den Mietendeckel für die SPD verhandelt, will keine falschen Versprechungen machen. Sie sagte dem Checkpoint am Abend: „Wir wollen stattdessen Förderprogramme von der IBB, die explizit für Genossenschaften und gemeinwohlorientiertes Wohnen gelten.“ Besonders niedrige Zinsen der Landesbank sollen die Genossenschaftler dazu bewegen, weiter zu investieren.
Wie geht’s nun weiter? Der Zeitplan – aufgepasst, liebe Aktivisten und Lobbyisten – liest sich wie folgt: Am 22. Januar werden in einer Sondersitzung des Stadtentwicklungsausschusses letzte Änderungsanträge abgestimmt. Noch am selben Tag tagt der Hauptausschuss. Am 30. Januar entscheidet dann das Plenum, ob Flop oder Topf.
Während der Senat sein Blatt noch in der Hand hält, hat sich Florian Schmidt schon mächtig verpokert. Die Strategie des Baustadtrates von Friedrichshain-Kreuzberg ist gescheitert. Er verkaufte mehrere Häuser per Vorkaufsrecht an die „Diese eG”. Nur bezahlen konnten die den ganzen Spaß nicht, die Insolvenz drohte. Schmidt räumt nun ein: „Die ‚Diese eG’ muss sich jetzt konsolidieren.“ Er wolle das Vorkaufsrecht vorerst nicht mehr zugunsten der umstrittenen Genossenschaft ausüben.
Interessant: Schmidt hält künftig vor allem eine „bessere Kommunikation und Prozesssteuerung“ für notwendig. Ob er sich damit in Selbstkritik übt, ist dem Checkpoint nicht bekannt. Das immerhin wäre eine Premiere.
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Förderverein Krankenhaus Waldfriede e.V. - Wo Not ist, helfen wir. Hier bei uns im Bezirk. In unserer Stadt. Oder weit weg. Unterstützen Sie uns dabei, noch mehr Gutes zu tun. Werden Sie eine(r) von uns. Helfen Sie uns zu helfen. Mit Ihrer Spende. Mit persönlichem Engagement. Und von ganzem Herzen. Nehmen Sie Kontakt auf, wir beraten Sie gern.
Die Debatte zur Organspende verläuft emotional aufgeladen. Beginnen wir deshalb mit zwei Zahlen: 84 Prozent – mehr als vier von fünf Deutschen – haben eine positive Einstellung zur Organ- und Gewebespende. Und: Neun Jahre – so lange warten Patienten in der Berliner Charité momentan auf eine Spender-Niere. „Das ist dreimal so lange wie in europäischen Nachbarländern“, sagte Kai-Uwe Eckardt, Chef-Nephrologe an der Charité, am Donnerstagabend dem Checkpoint. Und eine dritte Zahl: Eine Organspenderquote von 11,3 Spendern je eine Million Einwohner bringt Deutschland den allerletzten Platz im europäischen Vergleich.
Die Bereitschaft zu Spenden ist also hoch, nur an der Umsetzung hapert‘s in Deutschland. Charité-Arzt Eckardt ist deshalb enttäuscht von der Entscheidung des Bundestages am Donnerstag: Das Parlament entschied sich gegen die Widerspruchslösung, die Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgelegt hatte, und für die sogenannte Zustimmungslösung von Grünen-Chefin Annalena Baerbock.
Wer spenden will, muss also ausdrücklich einwilligen. Ist der Wille des Verstorbenen nicht dokumentiert, fällt den Angehörigen die Entscheidung zu. Die große Neuerung: Frau Müller vom Bürgeramt Mitte beispielsweise fragt nun alle zehn Jahre mal nach, wie’s denn aussieht mit der Spendenbereitschaft. Ob’s das bringt? Eckardt glaubt nicht daran: „Die Entscheidung ist im Wesentlichen eine Fortschreibung der bestehenden Regeln das ist keine Alternative.”

Die Organspende ist eine Gewissensentscheidung – so viel ist klar. Jeder einzelne Bundestagsabgeordnete hatte sie ganz für sich zu treffen, genau wie sie jeder Spender für sich treffen muss. Es gibt ethische, religiöse und ganz private Gründe, die gegen eine Spende sprechen können. Es geht um Leben, Tod, Freiheit und unsere Verantwortung dafür.
Die Widerspruchslösung von Gesundheitsminister Jens Spahn hätte ermöglicht, dass die Deutschen sich häufiger mit diesen Fragen auseinandersetzen, auseinandersetzen müssen. Und sie hätte womöglich Leben gerettet.
Was Mut macht: Den ganzen Tag und bis kurz nach Mitternacht war die Homepage www.organspende-info.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nicht erreichbar. Dort kann man sich als Spender registrieren. Auf Twitter hieß es: „Aufgrund des großen Interesses und des resultierenden hohen Besucheraufkommens kann es heute am 16.01.2020 zu Schwierigkeiten beim Laden unserer Website kommen.”
Noch einmal zum Rüberkopieren: www.organspende-info.de. Sagen Sie’s weiter und reden Sie mit der Familie und ihren Freunden darüber – ganz egal, wie’s letztlich ausgeht.
Themenwechsel: Berlin zieht nicht mehr. Die fetten Jahre sind vorbei. Die Stadt hat fertig. Nun, ganz so dramatisch sieht‘s nicht aus. 11.700 Personen mehr als vor einem Jahr leben jetzt hier, meldet das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Das macht 3,656 Millionen. Trotzdem war der Zuzug so gering wie seit 2011 nicht. Liegt’s am fehlenden Flughafen? Zündet endlich die Erzählung vom linksgrünversifften „failed state”? Wurde einfach aus jeder noch so wirren Idee mittlerweile ein Hauptstadt-Start-up gemacht? Oder ist Berlins Coolness einfach unbezahlbar geworden?
Die Erklärung ist, glaubt man dem Landesamt für Statistik, viel einfacher: „Der Rückgang der deutschen Bevölkerung ist auf die anhaltend hohe Abwanderung nach Brandenburg zurückzuführen“, heißt es da. Brandenburg. Es kann so einfach sein. 12.600 Einwohner verlor Berlin im Saldo von Zuzügen und Fortzügen ans geliebte Nachbarland. Bereiten die Berliner schon heimlich die Länderfusion vor?
Kein Wunder also, dass die Märker selbst Sternenstürmer Elon Musk, Arbeitsplatz- und Zukunftsbringer to be, eher skeptisch gegenüber stehen. Spätestens 1990 haben sie gelernt, wie tief auch vermeintliche Stars fallen können. Mein Kollege Kevin P. Hoffmann hat den gigantischen Sorgen der Grünheider gestern zugehört. Partystimmung sieht jedenfalls anders aus.
Keinen Grund zum Feiern hat auch Berlins Clubszene. Mieterhöhungen, Spekulanten und genervte Nachbarn machen es der Partyszene schwer. Eine Lösung hat momentan niemand so recht. Jüngstes Opfer: die Neuköllner Griessmühle. Das Gelände neben dem Hotel Estrel wird von den österreichischen Eigentümern verkauft, der Club soll weichen.
Die Club-Betreiber reagieren und machen, was sie am besten können: Sie drehen die Boxen auf sehr laut. Eine Unterschriftenkampagne, Berichte in österreichischen Medien und eine Sympathiewelle, die sich getanzt hat, dröhnen der Berliner Landespolitik in den Ohren.
Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD), Kultursenator Klaus Lederer (Linke), Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) – sie alle appellieren nun wortreich an die Eigentümer, eine Aktiengesellschaft der österreichischen Sparkasse, den Standort zu retten. Die Aussichten gelten als schlecht.
Warme Worte? Pah!, denkt sich die Opposition. CDU-Clubexperte Christian Goiny schrieb kurzerhand einen Antrag zur Rettung des Clubs, der gestern Abend im Parlament abgestimmt werden sollte. Darin heißt’s: „Der Senat wird beauftragt, kurzfristig eine geeignete landeseigene Fläche als neuen Standort für den Club Grießmühle zu finden.“ Was der CDU leider entfallen war: Solche Vermögengeschäfte müssten durch den Haushaltsausschuss. Der Antrag wurde nicht abgestimmt.
Die FDP geht noch einen Tanzschritt weiter und bläst gleich zum Angriff: Florian Kluckert, kulturpolitischer Sprecher seiner Fraktion, bezeichnete den grünen Neuköllner Stadtrat Jochen Biedermann am Abend als „Sargnagel“ der Griessmühle. Was Unsinn ist – Biedermann setzt sich seit Wochen für deren Erhalt ein. Im politischen Engtanz langt aber wohl jeder mal daneben.
Pragmatisch versuchte es der Neuköllner Grüne Georg Kössler. Er schlug am Donnerstag im Plenum den Keller des Roten Rathauses als Ersatzbassraum vor. Zwei, drei nette Partytitel hätte ich da gleich parat: „MiMü‘s-Musikclub“ zum Beispiel (nur echt mit Apostroph!), „Rat-House“ oder ganz klassisch „Regiermeister Rave“.
Christian Gaebler, Chef der Senatskanzlei, soll nach dem Plenum ganz begeistert gewesen sein. Nur einen Einwand habe er gehabt: „Der Brandschutz!“ Es gäbe leider, leider zu wenige Türen. Die Wände müssen woanders wackeln. Schade.
Liebe Checkpoint-Abonennten, Sie sind ein zuversichtliches Völkchen! Wir hatten gefragt: Klappt es mit der BER-Eröffnung am Geburtstag von Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup? Der will nämlich am 31. Oktober 2020 unbedingt zwei Partys feiern. 53 Prozent von Ihnen sagen: Ja, der BER eröffnet pünktlich zur Torte. 39 Prozent sind skeptisch und sagen, der Flughafenchef feiert wohl wieder im heimischen Partykeller (oder ist zu Gast beim brandheißen „Regiermeister Rave“).
Acht Prozent konnten sich gar nicht entscheiden. Damit geht es ihnen wie den BER-Dübeln, der Rauchgasanlage und der berühmt-berüchtigten Schnittstelle zwischen BER-Hauptterminal und Tiefbahnhof. Die sind sich nun schon seit 2785 Tagen unsicher, ob und wann es endlich losgehen kann. Aber Lorenz Maroldt hatte es ja gestern schon vermeldet: Hurra, Hurra, der TÜV war da!
Wir freuen uns derweil über die fast 2000 Teilnehmenden an unserer Umfrage und sagen: Danke!
Berliner Schnuppen
Telegramm
Fondue-Runde außer Kontrolle: In Neukölln wurde nach einer Party ein Polizeiwagen aus dem sechsten Stock eines Wohnhauses mit Käse beworfen. Der Viertellaib hinterließ eine mächtige Delle auf dem Dach des Polizeiwagens und zerstörte die Funkantenne. Verletzt wurde zum Glück niemand. Zuvor waren die Beamten zu einer „Käseparty“ gerufen worden. Ruhestörung. Es hatte wohl zu gut geschmeckt.
Mit welcher Art Käse der Angriff verübt wurde und ob es sich um ein eingewandertes Milcherzeugnis oder eine heimische Sorte handelte, konnten die Ermittler nicht sagen. Die Polizei verbreitete den Fall jedenfalls selbst auf Twitter und nutzte dazu den Hashtag: #nichtlustig. Ansichtssache. Nachahmung jedenfalls nicht empfohlen. Schmatzen Sie lieber leiser!
Scheeres, übernehmen Sie! Zum Wochenstart hatten wir hier über Berlins Quereinsteigeritis berichtet (CP vom 13.01.). Vor allem in Brennpunktschulen finden sich viele nicht ausgebildete Lehrer. Die sind zwar oft top motiviert, doch das Rüstzeug fehlt. Die „Morgenpost“ berichtet jetzt, dass auch in Kindergärten immer weniger pädagogische Fachkräfte arbeiten. Ihr Anteil sank von 74,1 Prozent (2017) auf 69,7 Prozent im letzten Jahr. Frau Scheeres…?
Von wegen alles wird gut, wenn das Patriarchat endlich abgeschafft ist: Diese Woche gab es unter den Nacktmullen im Berliner Zoo eine Revolution. Bei den blutigen Kämpfen kam die bisherige Königin (Amtszeit: sechs royale Jahre) ums Leben. Die kleinen Tierchen, sie ähneln Ratten ohne Fell, sind matriarchal organisiert. Ihr Look? Da zitiere ich gern meinen Kollegen Bernd Matthies: „Wahre Schönheit kommt von innen. Sagt man. Aber wir können einen Nacktmull so lange anschauen, wie wir wollen: Da kommt nichts.“
In Los Angeles musste Startenor Placido Domingo nach Vorwürfen wegen sexueller Belästigung als Opernchef zurücktreten. In Berlin gastierte er gestern Abend in der Staatsoper mit Verdis „Traviata“, am 21. Januar singt er ein zweites Mal. Die Grüne-Abgeordnete June Tomiak sagte dazu: „Das geht gar nicht!“ Für Kultursenator Klaus Lederer gilt die Unschuldsvermutung. Staatsoper-Intendant Matthias Schulz sagte, Domingo habe sich „bei uns im Haus immer vorbildlich verhalten“. Dann ist ja alles paletti.
Bleiben wir bei #Metoo, kommen wir zur Modewoche: In der B.Z. ist zu lesen, das Borchardt sei der „Dreh und Angelpunkt zum Netzwerken“. Wir stellen uns also vor, das stimmt – und lesen Borchardt-Manager Ulf Klotz‘ Tipp, um noch einen Platz abzustauben: „Charme hilft – und ein kurzer Rock ist kein Hindernis.“ Geiler Laden – äh, Manager.
Lorenz Maroldt hatte gestern schon darauf hingewiesen, auch mir ist es ein Anliegen: Zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar wollen wir Orte vorstellen, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Dafür suchen wir die kleinen, weniger präsenten Stellen: Gedenktafeln, Skulpturen, Namensschilder, ob im Hinterhof, an der Hauswand oder auf dem Weg zur Bushaltestelle. Wir brauchen Ihre Hilfe: Wenn Sie solche Orte kennen, notieren Sie sich bitte den Standort, gerne auch mit Foto, und schicken Sie uns eine Mail (Betreff: „Gedenkorte“). Herzlichen Dank!
Bleiben wir beim Thema: Das Zentrum für Politische Schönheit hat seine umstrittene Stele auf dem Gelände der ehemaligen Krolloper abgebaut. Zu viel Unheil hatten sie durch das Ausstellen von angeblicher Asche von Auschwitz-Opfern angerichtet. Die Krolloper, in der die Nationalsozialisten das Ermächtigungsgesetz beschlossen, ist nun wieder ohne einen sichtbaren Gedenkort. Eine Aufgabe fürs Land Berlin? Sie könnten einen – diesmal würdigen – errichten.
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Dicke Luft in der Immobilienbranche: Das landeseigene Wohnungsunternehmen Howoge – das sind quasi die Guten – sucht über die Vergabeplattform des Landes Berlin einen Anbieter, der ihre Lüftungsschächte ordentlich durchpustet. Bis 13. Februar können Sie sich noch bewerben. Wie es wohl erst bei der Deutsche Wohnen ausschaut?
Kleines Rätsel: Aus welchem Jahrzehnt stammt dieses Zitat? „Wir brauchen keine Frauen, die uns ihre Arbeitskraft schenken, sondern Kinder.“
Es ist von gestern. Andreas Wild, von der AfD-Fraktion ausgeschlossen, aber noch Parteimitglied, sagte es laut rbb-Reporterin Ann Kristin Schenten während einer Rede im Abgeordnetenhaus. Es klatschte: die AfD. Herrje.
In brandenburgischen Strausberg ist am Donnerstag ein Kleinflugzeug abgestürzt, zwei Menschen kamen ums Leben. Das Unglück passierte bei der Landung. Tragisch: Vor fast genau einem Jahr, am 12. Januar 2019, hatte sich ein ähnliches Unglück ereignet – zwei Menschen starben bei einem Absturz kurz nach dem Start. Ebenfalls bei Strausberg.
Der Club der ehrenwerten Gentlemen tagt am Wochenende in Berlin: Für die Libyenkonferenz kommt aus den USA Außenminister Mike Pompeo herbeigejettet, außerdem haben Boris Johnson, Emmanuel Macron, Recep Tayyip Erdogan und wohl Wladimir Putin ihren Besuch im Kanzlerinnenamt zugesagt. Der sympathische Jungsclub will gemeinsam mit Angela Merkel Friedensgespräche für das zerbröselnde Libyen anleiern. Das Berliner Regierungsviertel wird am Sonntag zur Hochsicherheitszone.
Apropos sympathische Jungs: Pro-kurdische und linke Kräfte wollen sich gegen den Besuch des türkischen Präsidenten am Sonntag zur Wehr setzen. Das Bündnis „RiseUp4Rojava“ veröffentlichte eine Mitteilung, in der es heißt: „Wir akzeptieren nicht, dass dieser Diktator in Berlin hofiert werden soll!“ Sie rufen zu Aktionen gegen den Besuch „des Faschisten Erdogan“ auf. Der kurdischstämmige Berliner Linke-Abgeordnete Hakan Taş berichtete dem Checkpoint von „größeren angemeldeten Protesten kurdischer und oppositioneller Gruppen.“ Er werde sie mit aller Kraft unterstützen.
Und noch eine Personalie: Ex-Kulturstaatssekretär Tim Renner leitet jetzt die Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen in der SPD (AGS). Er hatte sich am Mittwoch bei einer Stichwahl ganz selbstständig gegen seine Spandauer Konkurrentin durchgesetzt.
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Bitte denken Sie daran: Wir sind alle Berliner. Egal, wo wir geboren worden oder wer unsere Eltern sind.“
Moderator Tim Koschwitz sagte diesen Satz am Donnerstag in seiner Sendung „Guten Morgen Berlin“ auf rbb 88.8. Zuvor hatte ein Architekturbüro einen Bewerber mit dem Satz „Bitte keine Araber“ abgelehnt.
Tweet des Tages
Ich fahre nur mit einem Flugtaxi, wenn es einzig und alleine von Laubbläsern angetrieben wird.
Antwort d. Red.: Wie sich der ehemalige Piraten-Politiker Christopher Lauer die Zukunft der Mobilität vorstellt.
Stadtleben
Essen – Die Karte in dem koreanischen Restaurant in der Seestraße 71 ist recht überschaubar, genauso wie die im spartanischen Streetstyle eingerichtete Ladenfläche. Im Sam Yuk Gu in Wedding setzt man eben nicht auf Masse. Stattdessen tischt der Koch In-Su Chae eine Auswahl koreanischer Klassiker auf: Bibimbap steht natürlich auf der Karte (gibt’s auch vegetarisch mit Tofu), mariniertes Rindfleisch mit Gemüse (Sobulgogi) und das koreanische Fried Chicken gehen auch immer. Generell gilt: Besucher sollten Schärfe nicht scheuen und keine Futterneider sein. Denn besonders die Tischgrill-Gerichte eigenen sich gut zum Ausprobieren und Teilen in größerer Runde. U-Bhf Seestraße, Di-So 17-22 Uhr
Neu in Wedding ist die queere Bar Curly. Das dürfte diejenigen aus dem Nordwesten freuen, die dem knallig-bunten Silverfuture in der Weserstraße in Neukölln etwas abgewinnen können, aber nicht quer durch Berlin fahren wollen. Das Curly (Motto: „Cause it ain’t straight!“) ist nämlich so etwas wie die Sister-Bar des Silverfuture und Nachfolgerin der Moritz Bar, die im vergangenen Juni aus den Räumen in der Adolfstraße 17 auszog. Tagsüber gibt es dort jetzt Kaffee und kleine Snacks, gegen Abend gehen die Betreiber*innen Sabine und Paul nahtlos in den Barbetrieb über. U-Bhf Leopoldplatz, Mo-Do 11-2 Uhr, Fr 11-3 Uhr, Sa 14-3 Uhr, So 14-2 Uhr
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Noch hingehen zu Speckers Landhaus in Potsdam, das Ende Januar schließt. Seit 12 Jahren servieren Gottfried Specker und seine Tochter Tina Specker ihren Gästen regionale Küche mit modernem Twist in der Jägerallee 13. Jetzt haben sie das historische Haus verkauft. Der Grund: Neues Personal zu finden, gestaltete sich schwierig. Zwei Jahre hat die Familie gesucht, doch die steigenden Mieten in Potsdam und Berlin erschwerten es, Nachwuchs zu finden. Jetzt nehmen sie schweren Herzens Abschied – aber natürlich nicht, ohne noch mal groß aufzufahren. Dieses Wochenende gibt’s noch mal Küche à la Carte. Am 24. und 25. Januar wird zum Finale bei den russischen Abenden aufgekocht: Lachskaviar, Blini, Stör und Hering gibt’s zur Sakuska, Borschtsch natürlich auch, sowie Pelmeni und Boef „Stroganoff“ (ab 19 Uhr, 95 Euro). Am Freitag (24. Jan) sind auch noch ein paar Tische frei! Vom 20.-23. Januar geschlossen.
Berlinbesuch mit ins Urban Spree auf dem RAW-Gelände nehmen – jedoch nicht zum Feiern. Die erste Ausstellung dieses Jahres in der Revaler Straße 99 (S/U-Bhf Warschauer Straße) feiert heute um 18.30 Uhr nämlich ihre Eröffnung. „Walls“ zeigt kritische Perspektiven von 30 Street-Art- und Comic-Künstler*innen auf Mauern und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen. Dabei bleibt die Schau nicht nur in Europa: Südkorea, der Nahe Osten und Kuba sind ebenso Thema wie die Berliner Mauer, umgesetzt in einer künstlerischen Bandbreite von der Zeichnung zur Video-Installation. Der Eintritt ist frei. Bis 29. Februar, Mi-Sa 12-18.30 Uhr
Geschenk – Komplett überteuert, aber ironisch gemeint: Geschenke aus dieser Kategorie sind bis Samstag noch besonders leicht zu finden, es ist schließlich Fashion Week. Die beste Anlaufstelle dafür ist sicherlich der Fashion Exchange 2020 Pop-up Store in den Heckmann-Höfen (Oranienburger Straße 32, S-Bhf Oranienburger Straße), auf dem sich Berliner Designer und Fashion-Blogger tummeln und um übergroße Bauchtaschen, gewagt geschnittene Blazer und Rüschenhemden reißen. Der Eintritt ist frei. Tägl. 12-21 Uhr
Plätze sichern für die Eröffnung der Ausstellung „Geboren in Auschwitz“ im Hotel Maritim (Stauffenbergstraße 26, S/U-Bhf Potsdamer Platz) am 23. Januar. Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz zeigt die Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Kooperation mit dem Internationalen Auschwitz Komitee verstörende und berührende Bilder und Dokumente, die die Geschichte der in Auschwitz und Birkenau geborenen Kinder erzählen. Erarbeitet wurde die Ausstellung von Alwin Meyer, der die Geschichten der Überlebenden in seinem gleichnamigen Buch festhielt. Die Shoa-Überlebende Angela Orosz-Richt, die am 21. Dezember 1944 in Auschwitz geboren wurde und seit 1973 in Kanada lebt, eröffnet um 11 Uhr als Hauptrednerin die Vernissage. Anmeldung bis heute an susanne.goldstein@iak-berlin.de oder telefonisch unter 030-26 39 26 81. Bis 13. April, Mo-Mi, Fr 9-18 Uhr, Do 9-20 Uhr, Sa-So 10-18 Uhr
Last-Minute-Verlosung – Im Theater Delphi wird um 19.30 Uhr eine neu inszenierte Fassung des Stummfilms „Nosferatu“ aufgeführt – mit Live-Filmmusik vom Berliner Live-Filmmusik-Orchestra und dem Chor Silent Voices. Dabei soll der Film an sich nur einen Teil des Spektakels in der Gustav-Adolf-Straße 2 (S-Bhf Prenzlauer Allee) ausmachen, der Komponist Stephan Graf von Bothmer setzt bei „Nosferatu in Concert“ nämlich auf lebendige und packende, teils virtuose, Musik, die mehr sein soll als nur die Begleitung zur visuellen Grusel-Story. Für dieses vielversprechende Konzerterlebnis verlosen wir 2 Karten (bis 12 Uhr) – wer traut sich?
Maria Kotsev wünscht Ihnen einen entspannten Freitag!
Berlin heute
Verkehr – Traktoren-Demo im gesamten Stadtgebiet: Die Traktorendemo "Wir bitten zu Tisch" verursacht zwischen 11 und 19 Uhr Sperrungen in ganz Berlin. Die Straße des 17. Juni zwischen Ernst-Reuter-Platz und Großer Stern (Siegessäule) ist dicht, zudem fahren die Trecker auf der Route Nord: Landesgrenze B2 Dorfstraße, Malchower Chaussee, Berliner Allee, Ostseestraße, Wisbyer Straße, Bornholmer Straße, Osloer Straße, Seestraße, Amrumer Straße, Föhrer Straße, Putlitzbrücke, Stromstraße, Lessingstraße, Bachstraße, Straße des 17. Juni; Route Süd: Landesgrenze B96 Kirchhainer Damm, Lichtenrader Damm, Mariendorfer Damm, Tempelhofer Damm, Platz der Luftbrücke, Mehringdamm, Wilhelmstraße, Hallesches Ufer, Potsdamer Brücke, Reichpietschufer, Von-der-Heydt-Straße, Klingelhöferstraße, Hofjägerallee, Großer Stern, Straße des 17. Juni; Route West: Landesgrenze B5 Hamburger Chaussee, B2 Heerstraße, Theodor-Heuss-Platz, Kaiserdamm, Bismarckstraße, Ernst-Reuter-Platz, Straße des 17. Juni.
Messegelände (Westend): Um 10 Uhr startet die Grüne Woche, weshalb es sich insbesondere auf dem Messedamm und ab 18 Uhr auch im Bereich Masurenallee und Jafféstraße stauen wird.
Siemensdamm (Charlottenburg-Nord): Ab 7 Uhr in Richtung Goerderlerdamm zwischen Nikolaus-Groß-Weg und Jakob-Kaiser-Platz nur zwei Spuren (bis Mitte Februar).
Mercedes-Benz-Arena (Friedrichshain): Weil die Eisbären gegen den ERC Ingolstadt antreten, staut es sich ab ca. 18 Uhr im Bereich Mühlenstraße, Warschauer Straße, Oberbaumbrücke und Stralauer Allee.
Columbiahalle (Tempelhof / Kreuzberg): Die Band „Two Door Cinema Club“ tritt um 20 Uhr auf – im Vorfeld wird es also voraussichtlich auf dem Columbiadamm zwischen Platz der Luftbrücke und Golßener Straße voll.
Bus / Straßenbahn: Die BVG meldet wegen des Demo-Großaufgebots, Staatsbesuchen im Rahmen der Libyen-Konferenz und der Grünen Woche Einschränkungen auf den Bus-Linien M41, M48, M85, 100, 200, 245 und 300 sowie den Straßenbahn-Linien M1, M5, M8, M10, M13, M17, 12, 16, 21, 27 und 62. Genaue Infos können vorab nicht gegeben werden, weshalb das Ausweichen auf S- und U-Bahnen empfohlen wird.
S-Bahn: Auf der S5 ist zwischen Mahlsdorf und Friedrichfelde Ost ab 22 Uhr bis Montag 1.30 Uhr ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Zwischen Friedrichsfelde Ost und Ostkreuz besteht in dieser Zeit kein Zugverkehr.
U-Bahn: In der Nacht von Sonntag auf Montag besteht in der Zeit von 22 bis 1 Uhr zwischen Lichtenberg und Frankfurter Allee U-Bahn-Pendelverkehr auf der Linie U5 (im 10-Minuten-Takt).
Demonstration – Der Bauernverband „Land schafft Verbindung - Deutschland“ organisiert eine riesige Traktorendemo mit bis zu 1000 Treckern, die zwischen 11 und 19 Uhr auf drei Routen durch die Stadt zur Technischen Universität fahren, wo eine Kundgebung geplant ist (siehe Verkehr). „Schluss mit Massentierhaltung“ fordert der Bundesverband Tierschutz e.V. anlässlich der Grünen Woche in der Jafféstraße von 10-14 Uhr. Etwa 80 Personen kommen in der Landsberger Allee 200 zusammen, um eine „Mahnwache gegen die Bebauung eines Innenhofes“ zu protestieren (13-14.30 Uhr). Am Breitscheidplatz demonstrieren rund 60 Menschen „gegen Menschenrechtsverletzungen im Iran“ (17-19 Uhr). Am Samstag halten ca. 100 Aktivisten vor der Griechischen Botschaft am Kurfürstendamm eine „Kundgebung gegen Unterdrückung und Polizeigewalt in Griechenland“ ab (12-14 Uhr). Vom Pariser Platz zur Indischen Botschaft in der Tiergartenstraße verläuft die Route der Demo gegen Gesetze der indischen Regierung, die „gegen den säkularen Charakter des Landes verstoßen“, bei der von 12-15.30 Uhr etwa 250 Personen teilnehmen. Am Sonntag protestieren 200 Menschen „gegen den Besuch des türkischen Präsidenten Erdogan in Berlin“ von 10-13 Uhr am Platz der Republik. Rund 150 andere Demoteilnehmer wiederum versammeln sich am Potsdamer Platz von 10-14 Uhr zur „Begrüßung des Staatspräsidenten der Türkei in Berlin“ anlässlich der Libyen-Konferenz. Und von 13-18 Uhr ziehen etwa 400 Personen vom Pariser Platz zur Mauerstraße / Friedrichstraße , um „für ein Leben in Würde und Freiheit, frei von Angst vor der Kommunistischen Partei Chinas“ einzustehen.
Gericht – Ein 56-Jähriger, der fast ein halbes Kilogramm Crystal Meth in den USA erworben und die Drogen per Post nach Berlin bestellt haben soll, kommt auf die Anklagebank. Zollbehörden hätten das Paket beschlagnahmt. In der Wohnung des Mannes seien weitere Drogen gefunden worden (13.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 220).
Universität – Bei der HU-Veranstaltungsreihe „Wissenschaft im Sauriersaal“ klärt der Ökologe Prof. Dr. Jens Krause um 19.30 Uhr im Naturkundemuseum „Warum der Schwarm intelligenter ist als der Einzelne“. Der Eintritt ist frei. Invalidenstraße 43, U-Bhf Naturkundemuseum
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Leonie Becker (18) – „Alles Liebe zum Geburtstag und einen guten Start in die Volljährigkeit, Papa“ / Benno Fürmann (48), Schauspieler / Thies Gundlach (64), „Vorsitzender von United4Rescue - Gemeinsam Retten e.V.“ / Roland Hetzer (76), Herzchirurg und Hochschullehrer, ehem. Ärztlicher Direktor des Deutschen Herzzentrums Berlin / Ismael Ivo (65), Tänzer und Choreograph / Bascha Mika (66), Journalistin und Schriftstellerin, Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau / David Rollik, Leiter der Kommunikation der BVG / Edmund Wronski (98), Stadtältester von Berlin und Senator a.D.
Sonnabend – Akaki Gogia (28), Fußballer bei Union / Barbara John (82), ehem. CDU-Politikerin und Tagesspiegel-Kolumnistin / Katja Kipping (42), Parteivorsitzende der Linken / Susanne Maroldt, große kleine Schwester / Prof. Dr. med. Joachim Volmer (80)
Sonntag – Tamara Bach (44), Schriftstellerin / Rainer Brandt (84), Schauspieler, Synchronsprecher und Autor / „Carolin Eysenck aus Zehlendorf“ / Renate Harant (72), ehem. für die SPD im AGH (2001-16) / Sir Simon Rattle (65), ehem. Chefdirigent der Berliner Philharmoniker / Reiner Schöne (78), Schauspieler, Synchronsprecher, Sänger und Autor / Katharina Thalbach (66), Schauspielerin und Regisseurin
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Ulrich Korn, * 28. April 1929 / Marianne Kysucan, * 20. Januar 1937 / Rainer Lanzenberger, * 8. Mai 1948 / Dr. Kurt Merettig, * 30. Dezember 1925 / Ingbert Zimmermann, * 10. September 1961
Stolperstein – Die Eheleute Martha (Jhg. 1882) und Hugo Cohen (Jhg. 1878) lebten in der Duisburger Straße 2a in Wilmersdorf. Sie nahmen sich heute vor 78 Jahren, von den Nazis gedemütigt und entrechtet, das Leben. Eine Mitbewohnerin und viele ihrer Bekannten aus der Umgebung waren zu dem Zeitpunkt schon deportiert worden.
Encore
Kurz bevor es ins Wochenende geht, wird es noch einmal laut: Die Trecker kommen. Heute werden rund 1000 schwere Maschinen in Berlin erwartet. Der Bauernverband „Land schafft Verbindung – Deutschland“ (kurz: LSVD) hat zum Start der „Grünen Woche“ eine Demonstration angekündigt. Aus den unendlichen Weiten Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs rollen die Landwirte an. Am Samstag folgt die „Wir haben es satt“-Demo mit 100 angemeldeten Landmaschinen und 15.000 Teilnehmern.
Falls Sie jetzt schon genervt mit den Augen rollen: Jaja, die Bauern haben immer was zu treckern. Aber seien Sie doch froh, dass Sie mal diejenigen zu Gesicht bekommen, die für volle Regale im Bio-Laden sorgen. Großstadtkomfort funktioniert nicht ohne Landlust. Und die typische Landluft bringen die Traktoren auch gleich mit.
In diesem Sinne: Machen Sie das Beste aus ihrem Tag. Morgen wiegt Sie an dieser Stelle Lorenz Maroldt ins verdiente Wochenende,
