heute schalten wir nach Grosseto in der Toskana, wo Checkpoint-Leser Thorsten Müller den Sommer genießt.

Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir während der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint@tagesspiegel.de.
Die Hauptstadt schaltet derweil in den Ferienmodus. Die Straßen und Bahnen sind etwas leerer, die Parkplätze zahlreicher, die Stimmung entspannter. Kein Wunder: Nach und nach zieht es jetzt Hunderttausende in die Ferne. Selbst steigende Urlaubspreise ändern nur wenig an der Reiselust der Berlinerinnen und Berliner. „Besser wäre es, gar nicht erst losfahren zu wollen“, kommentiert Kollege Kai Müller heute im Tagesspiegel und schlägt vor, „die beträchtlichen Urlaubsressourcen von durchschnittlich 5000 bis 8000 Euro pro Jahr und Haushalt dort auszugeben, wo man bereits wohnt“. Egal, ob im Kiez oder an der Küste: Kommen Sie gut ins Wochenende.
Der heutige Checkpoint-Soundtrack wird präsentiert von den Berliner Christdemokraten: Rockwell – „Somebody’s Watching Me“ (hier geht’s zur Spotify-Playlist). Hintergrund: Die CDU-Fraktion wünscht sich mehr Videoüberwachung in landeseigenen Mietshäusern. Kameras in Hauseingängen, Fahrstühlen und Kellern könnten die „teils mutwillige Zerstörung von landeseigenem Eigentum beenden – und für mehr Sicherheit für die Anwohner sorgen“, sagte der wohn- und mietenpolitische Sprecher Ersin Nas dem Tagesspiegel.
Der Mieterverein lehnt das entschieden ab. Die Missbrauchsgefahr sei zu hoch, sagte Geschäftsführer Sebastian Bartels: „Wir kennen keine einzige Hausverwaltung, die den Einsatz solcher unerlaubten Videoanlagen – und seien es auch nur Attrappen – transparent erklärt und den Zweck und die Speicherdauer offenlegt.“ Viele Mieterinnen und Mieter wünschten sich stattdessen, dass kaputte Türen und Schlösser schneller repariert würden. Und was meinen Sie?

Hat es sich im SchwuZ bald ausgefeiert? Der queere Kultclub in Neukölln hat Insolvenz angemeldet. Die Party soll aber zunächst weitergehen: Dies sei nicht das Ende, sondern „eine Chance neu zu starten“, heißt es in der Mitteilung. Klaus Lederer, queerpolitischer der Linksfraktion im AGH, fordert den Senat auf, queere Räume gezielt zu unterstützen: „Erst wenn der letzte Club verschwunden, der letzte Raum queeren Alltagslebens verdrängt ist, werden sie merken, dass ‚Regenbogenhauptstadt‘ mehr ist als Pride-Flaggen zu hissen und Regenbogen-Kuchen zu essen.“
Ein neuer Monat, eine neue Bestenliste Ihrer Berlin-Fotos. Tag für Tag schicken Sie uns schöne, ärgerliche oder merkwürdige Motive, wir veröffentlichen Sie im Checkpoint und küren die Favoriten. Die Fotografen bekommen einen gerahmten Druck und qualifizieren sich für das „KIEKSTE“ des Jahres – unser Wettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN. Unsere Siegermotive des Monats Juli: die coolste Gang der Stadt, Schattenspiele am Funkturm und ein vernebelter Skulpturengarten. Herzlichen Glückwunsch! Nachschub immer gern an checkpoint@tagesspiegel.de.

Die frechste Bande Berlins, unterwegs in Kohlhasenbrück (Wannsee), erwischt vom elfjährigen Giacomo Nather.

Der schattige Liebesbeweis am ICC wurde von Leser Jörg Farys festgehalten.

Ein bisschen Nebel im Skulpturengarten der Neuen Nationalgalerie, fotografiert von Oliver Feißel.
Seitenweise Sommer: Gemeinsam mit Berlins beliebtesten Kiezbuchhandlungen empfiehlt Team Checkpoint in den Ferien täglich ein Buch, das wie für die Hängematte gemacht ist. Heute sind wir in Friedenau bei der „Nicolaischen Buchhandlung“, die u. a. von Checkpoint-Leser Manfred Füger vorgeschlagen wurde.
Das Team empfiehlt „Mein Berlin – mein Leben“ von Abendschau-Reporter Ulli Zelle: „Die lebende Legende erzählt aus seinem begegnungsreichen Leben: von September 1974 an, als er die Stadt betreten hat und nie wieder weggegangen ist, bis heute. Wir lernen nicht nur Unbekanntes aus Ulli Zelles Leben kennen, sondern bekommen auch noch ein aufregendes Stück Stadtgeschichte dazu geliefert. Sehr unterhaltsam!“ Auch erhältlich im Tagesspiegel-Shop.
Don Juan, Dampferfahrt und DJ-Sets: Berlin startet mit einem vollen Veranstaltungskalender in den August, das sind unsere neun Favoriten:
SAMSTAG
+ DJs und Stand-up-Comedy auf dem Wasser gibt’s auf der Poetry-Slam Dampferfahrt: Vom Mercedes-Benz-Platz aus geht’s zum Müggelsee und zurück, die Fahrt dauert rund vier Stunden. Es gibt noch einige Restkarten.
+ Auf dem Washingtonplatz am Hauptbahnhof steigt das Kenako Afrika Festival, heutiger Fokus: „Togo erleben“. Der sonst betongraue Platz verwandelt sich in einen Marktplatz für traditionelle Kunstwerke, Kleidung und Kulinarisches.
+ Druckwerke und DJ-Musik gibt’s dagegen im Hof des Hauses Schwarzenberg am Hackeschen Markt: Hier können Sie beim „Prints, Edition und Art Market“ von 14 bis 20 Uhr Kunstdrucke kaufen, später zieht die Party weiter ins Eschschloraque.
SONNTAG
+ Spandau lädt morgen zum kostenlosen Museumssonntag. Highlights auf der Zitadelle: eine Führung durch die Ausstellung von Ellen Banks und ein Rundgang für Familien mit Kindern ab 4 Jahren.
+ Natur und Kultur gibt’s in Biesdorf. Nach einem Spaziergang im Schlosspark geht’s zur Eröffnung der Ausstellung „Lumen“: Künstlerinnen und Künstlern aus den Niederlanden und Deutschland widmen sich dem Thema Licht.
+ Und in Mitte lädt das Monbijou Theater morgen zu einer Neuinterpretation von Molières „Don Juan“ unter freiem Himmel.
SAMSTAG & SONNTAG
+ Kino im Häppchenformat: Die „British Shorts Summer Edition“. Im Sputnik Kino und im Freiluftkino Insel laufen 26 Kurzfilme verschiedener Genres, Tickets gibt es hier.
+ Freunde von Brett- und Rollenspielen sind in Neukölln richtig. Im Estrel steigt die „Berlin Brettspiel Con“, ein Brettspiel-Festival für „Gamer, Geeks und die ganze Familie“.
+ Und Ruhe statt Remmidemmi finden Sie im Kraftwerk Berlin: Bis zum 17. August können Sie während der Aktion „The Quiet Space“ durch das leere Industriegebäude wandeln, der Eintritt ist frei.
Und jetzt rätseln wir uns wie jeden Sonnabend in 14 Fragen durch Berlin: Hier kommt das Checkpoint-Wochenrätsel! In der vergangenen Woche war das Lösungswort URLAUBSFLIEGER. Danke fürs Mitmachen und viel Spaß!
1. Kaum zu glauben: Berlins Bürgerämter melden freie Kapazitäten. Laut Chief Digital Officer Martina Klement ist das …
B) … das „neue Normal“.
N) … nur „der Ferieneffekt“.
A) … ein „Systemfehler“.
2. Stadt der Liebe! Nur knapp hinter Venedig landet die Hauptstadt bei einem Ranking …
U) … der Tinder-Matches.
O) … der schönsten Sonnenuntergänge.
E) … der beliebtesten Flitterwochenziele.
3. Stadt ohne Party: Warum wird die große Silvesterfeier am Brandenburger Tor wohl ausfallen?
H) Der Senat will kein Geld mehr zuschießen.
T) Niemand kauft Tickets.
S) Das Brandenburger Tor wird saniert.
4. Welcher Berliner Gesangswettbewerb geht dagegen in die nächste Runde?
T) „Berliner Schnauzen live“
K) „Singende Späti-Stars“
Ö) „Oldie-Superstar 60+“
5. Von alt zu jung: Wo leben prozentual die meisten Berliner unter 21?
L) Pankow
F) Friedrichshain-Kreuzberg
R) Spandau
6. Und wie alt ist Berlins jüngste Abiturientin 2025?
D) 14 Jahre
G) 16 Jahre
V) 17 Jahre
7. Verschwundene Pakete: Wegen Diebstählen beim Versand empfiehlt die Verbraucherzentrale, …
R) … die Sendungen selbst auszuliefern.
E) … den Versandprozess zu filmen.
U) … auf private Kuriere auszuweichen.
8. Verschwundene Würstchenverkäufer? Wie viele Grillwalker sind aktuell in Mitte registriert?
S) Keine
N) Einer
E) Zwölf
9. Bombenstimmung in Lichtenberg: Das Bezirksamt sucht per Ausschreibung ein Unternehmen zur Kampfmittelsondierung …
G) … im Landschaftspark Herzberge.
K) … in U-Bahn-Schächten.
T) … auf Spielplätzen.
10. Und für ein Experiment mit versteckter Kamera sucht RTL in Berlin „Frauen, die …
A) … für die Liebe aus Bayern hergezogen sind“.
B) … beim ersten Date immer zahlen“.
E) … das Meiste im Haushalt übernehmen“.
11. Berlin, aber ländlich: Was fand in dieser Woche an der Bernauer Straße statt?
R) Roggenernte
W) Weinlese
I) Spargelstechen
12. Im Tierheim wird derweil die Hundekrankenstation erweitert. Was wird unter anderem eingerichtet?
A) Sprechzimmer für Hundepsychiater
S) Gassigehen-Simulator für Regentage
M) Rückenschonendes Hundebad
13. Warum müssen die Wasserbüffel jetzt schon ihr Sommerquartier am Tegeler Fließ verlassen?
C) Sie haben bereits alles leergefressen.
I) Die Wiesen sind zu nass.
B) Sie werden auf dem Tempelhofer Feld gebraucht.
14. Und wen meint Wildtierexperte Derk Ehlert, wenn er sagt: „Sie wollen unterhalten werden, dafür brauchen sie vor allem Kohlehydrate“?
N) Wespen
H) Wildschweine
D) Mücken
Senden Sie das Lösungswort an checkpoint@tagesspiegel.de. Einsendeschluss ist Sonntag, 23.59 Uhr. Unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort verlosen wir einen limitierten Checkpoint-Jutebeutel. Viel Glück!
Berliner Schnuppen
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Encore
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Rund 1,3 Kilometer Geschichte – und doch verwirren sich nur wenige Berlinerinnen und Berliner hierher. Kein Wunder: Reisegruppen mit Selfiesticks fluten täglich den engen Bürgersteig und versperren den Blick auf die Kunstwerke. Dennoch: 35 Jahre nach dem Mauerfall erlebt man an der East Side Gallery immer noch eindrücklich, wie zerbrechlich Freiheit ist. Einige Tipps: 1. Unter der Woche kommen, am besten montags oder dienstags. 2. Zunächst die Mauer von der anderen Seite der Mühlenstraße aus betrachten. Mit einer guten Kamera gelingen so die besseren Fotos. 3. Danach mit dem 300er-Bus vorbeifahren, aus dieser Perspektive wirkt alles nochmal ganz anders.
Neue Perspektiven auf Berlin haben Saskia Kabelitz (Wochenendtipps) und Nora Weiler (Produktion) ermöglicht. Am Montag startet Stefan Jacobs mit Ihnen in die zweite Ferienwoche. Machen Sie sich ein schönes Wochenende und bis bald