Was soll in den Checkpoint-Warenkorb?Berlin ist halt nicht WuppertalRad wehrt sich gegen Abtransport

Guten Morgen, wir beginnen heute mit einem aktuellen Programmhinweis: Die angekündigte Meldung „An der Volksbühne haben sie ein Rad ab“ entfällt aus aktuellem Anlass. Selbst mit zwei Kranwagen konnte gestern Abend das Wahrzeichen des umkämpften Theaters nicht aus dem Boden gezogen werden - die Arbeiterklasse, angeführt vom vertriebenen Intendanten Frank Castorf, gab sich vorerst geschlagen.


Wir bleiben noch kurz beim Thema, denn kurz vor Beginn des Bildersturms outete sich die Senatskulturverwaltung als Kollaborateurin: Sie hatte der Demontage zugestimmt - in Deutschland haben eben auch anarchistische Theateraktionen ihre gute Ordnung. Der Vereinbarung zufolge soll das „Räuberrad“ zunächst mit der Volksbühnentruppe nach Frankreich rollen, um dann nach der Rückkehr saniert zu werden - „für die Dauer eines Jahres“. Moment mal - ein Jahr? Für die paar Rostspeichen? Na gut - wir unterbrechen unser Programm für eine aktuelle Meldung: „Die Kulturverwaltung hat ein Rad ab.“

Die „Clubcommission“ teilt zur Pimper-Pinkel-Party-Posse unserer Polizei in Hamburg (CP von gestern) mit: „Das Berliner Einsatzteam ist seiner Vorbildfunktion gerecht geworden.“ Zuvor hatten die Berliner Beamten gerne gestanden: „Ja, wir haben gefeiert!“ Richtig so. Was können wir denn dafür, wenn Hamburger und Wuppertaler Polizisten offenbar keinen Sex haben, nichts trinken und deshalb natürlich auch nicht gegen einen Zaun pullern können. (Mehr zur PPPP-Affäre unter „Korrekturen“.)
 

Überlassen wir das „klare hanseatische Auftreten“ (Polizeisprecher HH) lieber gleich den Hanseaten und schauen mal ins Berliner Amtsblatt: Das Rathaus Tempelhof-Schöneberg sucht eine/n Trainee (S.