innerhalb einer Woche hat sich die Welt wieder einmal entscheidend geändert. Auch Berlin hat der Terrorangriff der Hamas auf Israel tief erschüttert. Eine Studentin und ein Fotograf wurden von Kämpfern der Hamas ermordet (T+). Berliner Jugendliche auf Austauschreise konnten in der vergangenen Woche ausgeflogen werden, 30 Austauschschülerinnen und -schüler aus Israel (T+) haben wiederum bei ihren Berliner Gasteltern vom Angriff der Hamas erfahren. Ein Berliner zieht in den Krieg.
Dazu kommen verstörende Demonstrationen (T+) und Protestfeiern pro-palästinensischer Gruppierungen, auf denen antisemitische Parolen gerufen werden – so auch gestern wieder in Neukölln. „Ich fühle ich mich so bedroht wie noch nie in Deutschland“, sagt Doron Bruck, Kapitän des jüdischen Fußballvereins TuS Makkabi aus Charlottenburg. Der Checkpoint-Podcast hat einen Blick auf die aktuelle Sicherheitslage in Berlin geworfen und mit Israelis und Juden gesprochen. Wie haben Sie die letzte Woche erlebt? Und wie geht es ihnen angesichts der pro-palästinensischen Protestfeiern und Anfeindungen? Die aktuelle Folge hören Sie überall, wo es Podcasts gibt und mit einem Klick hier.
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Um den Kopf zum Start ins Wochenende nun etwas freizubekommen, ein weiterer Podcast-Tipp: Für „Eine Runde Berlin“ hat Kollegin Ann-Kathrin Hipp Internet-Phänomen Sebastian Hotz getroffen aka „El Hotzo“ in der Ringbahn getroffen und mit ihm unter anderem über gute Witze, den Wedding, den Wohnungsmarkt, die Vier-Tage-Woche, Oliver Kahn, Hunde, das viel zu schlechte Image Berlins, Bürgeramtsglück und eine neue Idee fürs Tempelhofer Feld gesprochen. Große Hörempfehlung – bitte hier entlang!
Apropos Hören: Kollege Thomas Wochnik ist zurück aus dem Urlaub und stürzt sich in die Klangkunstwelt Berlins. Wie die Komponisten und Künstler der Szene ein versehentliches Datenleck nutzten, um neue, kreative Musik zu erschaffen, das erfahren Sie in Wochniks Wochenende (T+).
Was das politische und gesellschaftliche Berlin in dieser Woche bewegt hat, das errätseln wir uns jetzt wie jeden Samstag gemeinsam im Checkpoint-Wochenrätsel. Lösungswort der vergangenen Woche war BAYERNWAHL. Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben!
1. Der Berliner Senat zog nach vier Monaten im Amt Bilanz. Nach den beliebten Mottos „Das Beste für Berlin“ und „Das Beste für Berlin. Machen.“ folgte jetzt:
P) „Berlin. Es funktioniert.“
S) „Gemacht. Für Berlin.“
D) „Berlin. Noch besser.“
2. Apropos Bilanzen: Wie viele der 118 geplanten Maßnahmen der „Sommer-Schulbauoffensive“ wurden laut Bildungsverwaltung erfolgreich abgeschlossen?
E) Keine
A) 100
T) Zwölf
3. Und wie läuft es mit der Einführung der vom Senat versprochenen digitalen An- und Ummeldung, die tausende Bürgeramtstermine überflüssig machen soll?
U) Der Startschuss muss auf nächstes Jahr verschoben werden.
F) Es wird ab Dezember möglich sein.
T) Das Projekt musste vorzeitig beendet werden.
4. Probleme gibt es auch beim vom Senat neu etablierten Drugchecking: Warum mussten seit der Eröffnung im Juni ein Drittel aller Interessenten abgewiesen werden?
N) hoher Krankenstand
S) nicht-identifizierbare Drogen
D) fehlende Kapazitäten
5. Berlins Grüne hatten derweil eine Idee zur Entspannung des Wohnungsmarktes (die sie aber auch schon wieder verworfen haben). Welche Flächen wollten sie kurzzeitig als potenzielle Bauflächen ins Visier nehmen?
I) Golfplätze
U) Strandbäder
B) Kleingartenanlagen
6. Vor Ämtern sind wir alle gleich: Timon Dzienus, der Sprecher der Grünen Jugend, hat in Mitte Wohngeld beantragt und muss nun Dokumente nachreichen. Das Amt möchte unter anderem wissen …
A) … wie viel Geld seine Eltern im Jahr verdienen und ob sie noch verheiratet sind.
E) … wer die Wohnung putzt, wer Wäsche wäscht und wer kocht.
L) … wie viele in Berlin geborene Freund:innen Dzienus hat und ob diese alle in WGs leben.
7. Zum Herbststart gibt die Umweltverwaltung Tipps zum klimafreundlichen Heizen. Was können sich Berliner:innen nun ausstellen lassen?
R) Feuerstellenzertifikat
S) Kamindiplom
N) Ofenführerschein
8. Ebenfalls bekannt gab die Umweltverwaltung zwei neue Kandidaten für die Liste invasiver Arten aus Flora und Fauna. Es sind:
P) Rosenschlingkraut und Weißer Riesenbarsch
S) Fliederknöterich und Schwarzer Zwergwels
X) Tulpenfarngewächs und Rote Hundsplötze
9. Folgende flauschigen Berliner dürfen dagegen bleiben: Welche Tiere leben seit kurzem auf dem Friedhof Baumschulenweg?
O) Alpakas
E) Poitou-Esel
T) Pommernschafe
10. Gute Besserung: Hertha-Präsident Kay Bernstein musste in dieser Woche wegen gebrochener Wirbel im Krankenhaus behandelt werden. Der Auslöser?
A) Ein freundschaftlicher Brustcheck
B) Ein zu heftiges High-Five
W) Ein versehentliches Foul im Training
11. Die gute Nachricht: Berlin kann auch gewinnen! Die Hauptstadt ist die …
R) … „recyclingpapierfreundlichste Millionenstadt 2023“!
L) … „autofahrerfreundlichste Millionenstadt 2023“!
V) … „Start-up-freundlichste Millionenstadt 2023“!
12. Zum Abschluss der Schnellkurs „Fremdsprachen mit dem Checkpoint“: Wie nennt man einen traditionellen Donut in Finnland?
S) „Fättringelidinggi“
M) „Fannkukuiniini“
T) „Berliininmunkki“
Notieren Sie die richtigen Buchstaben und senden Sie das Lösungswort an checkpoint@tagesspiegel.de. Einsendeschluss ist Sonntag, 23.59 Uhr. Unter allen Nachrichten mit der richtigen Antwort verlosen wir einen limitierten Checkpoint-Jutebeutel. Viel Glück!
Mein Wochenende mit
Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.
„Na das ist mir ja ein Vogel, dieser Grunzwald, ich sag es Ihnen. Der Keiler von Gegenüber, wie Sie sich sicher erinnern. Auch Chantal, die gute Sau von Nebenan hat er neulich aus wohligem Schlaf gerissen, ganz zu schweigen von meiner Wenigkeit. Er mache jetzt in nachhaltigen Flugverkehr, sagt er. Und dass er dafür eben auch mal früh aufstehen und mit den Hufen anpacken müsse. So ein Start-up, das starte schließlich nicht von selbst up. Es gebe außerdem einiges zu entdecken in Sachen Borstenmotor und Trüffelantrieb, richtige Grunz..., Pardon, Grundlagenforschung sei das. Von wegen, sagt Chantal. Dass das alles doch nicht nur längst erforscht sei, sondern auch flüsterleise umsetzbar. Sie habe eine Bekannte, die schlafe im Flug. Die ist nämlich ein Pelikan. Von denen solle er lernen. Damit der frühmorgendliche Radau ein Ende finde, machten wir uns also alle drei auf die Suche nach Pelikanen, fanden aber keine im Wald bei Luckau. Dafür aber Kraniche. Seit drei Tagen liegt Grunzhart nun also schon in den frühesten Morgenstunden mit Fernstecher auf der Lauer und beobachtet sie. Und Chantal und ich hätten eigentlich Ruhe, aber, weil es so schön ist, beobachten wir jetzt auch Kraniche. Das empfehle ich. Und mich, mit freundlichen Grunzen.“
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