der bundesweite Vorlesetag ist zwar schon eine Woche her, der Landesrechnungshof hat der schwarz-roten Koalition gestern trotzdem nochmal ordentlich die Leviten gelesen. „Berlin kann die immer weiter steigenden Ausgaben auf Dauer nicht verkraften“, sagte die Präsidentin des Rechnungshofs, Karin Klingen. „Immer mehr Schulden aufzunehmen, ist keine Lösung.“
Berlins Schuldenberg, der vor der Corona-Pandemie sogar leicht sank, wird bis zum Jahr 2029 auf 84 Milliarden Euro anwachsen. Problematischer als das ist das strukturelle Defizit von zwei Milliarden Euro pro Jahr – also Missverhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben. Berlin, so die bittere Erkenntnis, wird in den kommenden Jahren weiter sparen müssen.
Die gute Nachricht: Spielraum gibt es durchaus. Unser Kollege Alexander Fröhlich hat die größten Fälle von Steuerverschwendung, die der Rechnungshof anprangert, hier zusammengetragen (T+).
Einen weiteren Fall ergänzen wir gleich hier: Weil in der Berliner Verwaltung immer noch nicht alle PCs auf Windows 11 umgestellt worden sind, drohen Zusatzkosten in Millionenhöhe. Auf rund 30.000 Rechnern lief bis Anfang November noch Windows 10. Weil es dafür bereits seit Mitte Oktober keine regulären Sicherheitsupdates von Microsoft mehr gibt, muss ein kostenpflichtiges Programm Abhilfe schaffen.
Kosten: 63,18 Euro pro PC und Jahr, insgesamt also rund zwei Millionen Euro. Die Senatskanzlei beruhigt: „Es wird davon ausgegangen, dass der genannte Betrag aufgrund der fortschreitenden Umstellung nicht in dieser Höhe erreicht wird.“ Na dann.
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Wir bleiben beim lieben Geld: Vergangene Woche hatte das Bundesverfassungsgericht die Bezahlung eines Großteils der Berliner Beamten (A-Besoldung) zwischen den Jahren 2008 und 2020 für rechtswidrig erklärt. Betroffene, die Rechtsmittel gegen ihre Besoldung eingelegt hatten, haben Anspruch auf eine Nachzahlung.
Um aus Karlsruhe nicht noch eins auf die Mütze zu kriegen, soll das sogenannte Reparaturgesetz „auch alle offenen Verfahren in sämtlichen Besoldungsgruppen und -ordnungen bis 2020 berücksichtigen“, teilte die Senatsfinanzverwaltung dem Checkpoint mit.
An dem Gesetz werde bereits gearbeitet, es soll „schnellstmöglich“ kommen, was für rauchende Köpfe in der Verwaltung sorgt. Am Mittwoch wurde erst mal eine Task Force gegründet: Experten aus den Personalstellen sollen „praxistaugliche Lösungen für den Vollzug“ der Nachzahlung erarbeiten.
Und damit zur Gretchenfrage: Was wird das Berlin kosten? Belastbare Prognosen gebe es noch keine, erklärte die Finanzverwaltung, wahrscheinlich werde sich die Nachzahlung „im mittleren dreistelligen Millionenbereich bewegen“. Die Vorsorge über 280 Millionen Euro, die im kommenden Haushalt eingeplant sind, dürfte also kaum ausreichen. Der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Torsten Schneider sagte bereits am vergangenen Freitag, dass er persönlich mit einem Nachtragshaushalt rechne. Immerhin: Damit kennt sich Berlin bestens aus.
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Sorry, ein mögliches Millionenloch haben wir noch im Angebot. Genau das befürchtet nämlich die Initiative „Rettet den Mexikoplatz“ bei der Verlängerung der U-Bahnlinie U3 zu selbigem Platz. In einem Brief ihres Anwalts an Bundesrechnungshof-Präsident Kay Scheller fordern die U-Bahn-Gegner die Behörde auf, eine „anlassbezogene, vorzeitige Prüfung“ des Projekts zu starten. Die U3-Verlängerung sei „offenkundig unwirtschaftlich“, heißt es in dem Schreiben. Die Planung kranke an unrealistischen Annahmen zum Nutzen und stehe „in keinem vertretbaren Verhältnis zum Mitteleinsatz“.
Ihren Berechnungen zufolge kommt das Projekt daher auf kein positives Nutzen-Kosten-Verhältnis. Das wäre eigentlich der Todesstoß für Verkehrsprojekte, um Geld vom Bund zu bekommen. Aus Sicht der Initiative habe der Senat genau deshalb das Vorhaben ins Sondervermögen des Bundes verschoben. Dort fragt nämlich keiner nach dem Sinn, bevor die Millionen fließen. Es drohe der „Pilotfall einer Fehlverwendung von Bundesmitteln“ und ein „Systembruch in der Verwendung des neuen Sondervermögens“, schreibt die Initiative. BVG und Senat haben Zweifel an der Nutzen-Kosten-Untersuchung bislang immer zurückgewiesen. Ein kritischer Blick des Rechnungshofs auf den Fall kann vielleicht trotzdem nicht schaden.
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Seinen Diskus warf der Berliner Christoph Harting einst zu Olympia-Gold, jetzt versetzt er der Berliner Olympia-Bewerbung den nächsten Stoß: „Berlin schafft es nicht“, sagte er am Donnerstag bei der Vorstellung des „NOlympia“-Volksbegehrens. Dabei ist die Stimmung in der Bevölkerung mit Blick auf Olympia in Berlin ohnehin schon im Keller. Inzwischen streiten sogar die Wirtschaftsverbände IHK und VBKI miteinander, ob Berlin sich die Energie nicht lieber für eine Expo-Bewerbung sparen sollte.
Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) sagen dazu, für Freitagmorgen kurzfristig eine Pressekonferenz „zum Stand der Bewerbung für die Olympischen Spiele“ einzuberufen. Zeit wär‘s, dass die Olympia-Fans lauter werden. Nur wo sind die eigentlich? Seit Juli sammelt der Landessportbund Unterschriften für eine Volksinitiative Pro-Spiele. 20.000 müssten dafür zusammenkommen.
Doch die hat der LSB trotz 809.000 Verbandsmitgliedern auch nach fünf Monaten noch nicht aufgetrieben. „Wir werden kurz vor Weihnachten fertig sein", sagte Direktor Friedhard Teuffel dem Checkpoint. Olympia-Begeisterung wird man dem DOSB so kaum vermitteln können.
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Wir machen noch einen Abstecher nach Reinickendorf. Eine Studie im Auftrag des Bezirks brachte dort kürzlich die Einführung von Parkgebühren in einigen Kiezen ins Spiel. Empfohlen werden zwei Euro pro Stunde – etwa halb so viel in Kreuzberg.
Berliner Dialektik: Parkgebühren könnten dem Bezirk zwar langfristig Geld bringen, aktuell ist aber keins da, um überhaupt Parkautomaten und Verkehrsschilder anzuschaffen. “Aus eigenen Mitteln könnte das der Bezirk nicht finanzieren”, sagt Stadträtin Korinna Stephan (Grüne). Sie rechnet daher nicht damit, dass die Parkgebühren vor 2028 kommen.
Das liegt wohl auch am Sparkurs auf Landesebene: Bisher konnten die Bezirke für die Erstausgaben für Parkzonen auf einen Fördertopf des Senats zurückgreifen. Inzwischen sind die 17,54 Millionen Euro aber ausgeschöpft. Wegen des Spardrucks sei es nicht möglich, den Topf ab 2026 weiterhin zu finanzieren, heißt es aus der Verkehrsverwaltung. Bezirke, die neue Parkzonen einführen wollen, müssten das nun vollständig aus dem eigenen Haushalt finanzieren.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Die letzte Streikwelle bei der BVG ist keine acht Monate her, schon droht der nächste Arbeitsausstand bei Bus und Bahn. Am Donnerstag hat Verdi der BVG ihre Forderungen für die Verhandlungen zum Manteltarifvertrag übermittelt. Für die Beschäftigten fordert die Gewerkschaft nach dem üppigen Gehaltsabschluss 2025 nun unter anderem 33 Urlaubstage und 500 Euro mehr Urlaubsgeld. Streiks könnten ab dem Frühjahr 2026 stattfinden.
Bahn frei heißt es ab dem Frühjahr dafür für Steffen Krachs Wahlkampf in Berlin. Zu Beginn der Osterferien 2026, also ab dem 23. März 2026 will sich der SPD-Spitzenkandidat von seinem Amt als Hannovers Regionspräsident beurlauben lassen, heißt es in einer E-Mail von Krach an die Beschäftigten der Verwaltung, die dem Checkpoint vorliegt. Den finalen Beschluss dazu soll die Regionsversammlung am 16. Dezember treffen.
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Der 226. Blaue Montag
Am Montag, den 1. Dezember um 20 Uhr im Theater Wühlmäuse
Jede Show einmalig anders. Pralle Vielfalt.
Diesmal mit Gabriele Gysi, Lucy van Kuhl, dem Beatboxweltmeister Mando, den Pantomimen Bodecker und Neander und der Band Bohemiens und...
Und: Notes of Berlin! Der Erfolg bei Insta jetzt live on stage!
Der Blaue Montag – die ganze Stadt in einer Show.
Ein bisschen bigott war es schon, was sich gestern auf der gemeinsamen Konferenz der Landesparlamente Berlins und Brandenburgs abspielte. Politiker, die sich ansonsten oft bei Kürzungsforderungen gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk überbieten, kritisierten auf einmal, wenn ein Sender genau das tut . Anlass für die Aufregung: Der RBB streicht das einstündige Magazin „Heute im Parlament“ aus dem Programm, weil es kaum jemand guckt.
Das Sport- und Erholungszentrum – besser bekannt als SEZ – wird Geschichte. Die umstrittenen Abrissarbeiten haben begonnen, erste Bagger rollen auf dem Gelände. Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) will dort unter anderem 550 neue Wohnungen bauen.
Die durchschnittliche Abiturnote in Berlin betrug in diesem Jahr 2,3. Zwischen den einzelnen Schulen sind die Unterschiede jedoch groß, von 1,5 bis 3,1 ist alles dabei. Welche Schule wie abgeschnitten hat und wie hoch die jeweilige Durchfallquote war, erfahren Sie hier. Wichtig: Die Werte sagen nicht unbedingt etwas über die Qualität der Schule aus.
Sagt mal, wo kommt ihr denn her? 56 Prozent der Berlinerinnen und Berliner wurden außerhalb der Stadt geboren und machen Berlin zu dem, was es ist: eine aufregende und internationale Metropole. Über ein Tool, das die Kollegen der „Zeit“ gebaut haben, kann man nun nachschauen, welche Geburtsorte besonders hervorstechen. Die Top 3: Hamburg (23.632 Menschen), Damaskus (20.101) und München (16.794).

Ein Spielplatzbesuch mit Kleinkind kann schnell mal in die Hose gehen. Die Reinickendorfer CDU will den Windelwechsel auf den bezirklichen Spielflächen erleichtern und schlägt im Bezirksparlament vor, dass der Bezirk seine Spielplätze künftig mit wind- und regengeschützten Outdoor-Wickeltischen ausstatten soll.
Auch eine Form der Zwischennutzung: Während im Senat noch um die Zukunft des geschlossenen Flughafens Tegel gerungen wird, macht sich in den alten Gebäuden am Rollfeld ein ganzer Zoo breit. Die zuständige Tegel Projekt GmbH sucht jedenfalls einen Schädlingsbekämpfer. Aufgaben: etwa 1000 Meter Taubenabwehr-Stachel verlegen, Wespennester entfernen, Mottenfallen verkleben, Marder und Waschbären vertreiben und “akute Rattenbekämpfung”.
Wer den Adventsbummel und Weihnachtseinkauf mit einem guten Zweck verbinden will, kann sich auf dem Blood X-mas Markt vor der Charité anzapfen lassen. Zur Musik von “Lord of the Lost” oder vom Berliner Kneipenchor können Besucher auf dem Charité-Campus Mitte heute und morgen Blut für die Blutbanken der Klinik spenden. Den Glühwein davor müssten Sie sich verkneifen. Alle Erlöse des Marktes kommen der Kinderkrebsstation der Charité zugute.
Sie sind heiß diskutiert und werden gerne mal geklaut (Checkpoint von Mittwoch). Die Rede ist, na klar, von Pollern. Falls Sie sich, wie der CDU-Abgeordnete Lucas Schaal, schon mal gefragt haben, was so ein kontroverser Pfosten kostet. Der Stückpreis liegt bei 300 bis 400 Euro. So hat das Bezirksamt Mitte jedenfalls für die neue Fahrradstraße in der Melchiorstraße kalkuliert.
Zitat
„Ohne den BER gäbe es den Checkpoint nicht. Also war das vielleicht auch für etwas gut.“
BER-Chefin Aletta von Massenbach über die leichte Verzögerung bei der Eröffnung des Flughafens (für die sie nichts konnte).
Stadtleben
Verlosung – „Weltenwandern“ ist ein Stück über Zugvögel und zugleich eins über Menschen, die sich in andere Länder aufmachen. Das Ensemble DieOrdnungDerDinge hat sich auf die Spuren von Kranich, Nachtigall und Gans begeben und parallel einen Blick auf die Migrationslinien der eigenen Familien geworfen. Entstanden ist eine Komposition aus barocken und zeitgenössischen Vogelklängen und Geschichten übers Reisen, das Mensch und Vogel zu verbinden scheint. Für das Musiktheater ab zehn Jahren verlosen wir 2x2 Karten für die Vorstellung morgen (16 Uhr)! Feld-Theater, regulär 10/8/6 Euro, Gleditschstraße 5, U-Bhf Eisenacher Straße
Essen & Trinken – Falls Sie beim Wichteln einen oder eine Foodie gezogen haben, könnte Ihnen diese Nachricht nützen: Heute feiert die Charlottenburger Filiale von „Goldhahn und Sampson“ zehnjähriges Jubiläum und es gibt zehn Prozent Rabatt auf die Einkäufe. Die haben Feinkost – erlesene Gewürze, Nüsse, Aufstriche und Marmeladen –, aber auch tolle Kochbücher. Und eine sehr gute Weinauswahl, etwa zum Thema Ungarn oder auch Frankreich. Zum Jubiläum sind eine Reihe von Produzent:innen zu Verkostungen eingeladen. Es gibt Haselnüsse aus dem Piemont, Schokolade aus Kopenhagen, Fischkonserven aus Portugal ... Heute 8-22 Uhr, Wilmersdorfer Straße 102-103, U-Bhf Wilmersdorfer Straße
Noch hingehen – Mit einem letzten Berliner Herbstsalon verabschiedet sich Shermin Langhoff vom Maxim Gorki Theater. Am letzten Wochenende der siebten Ausgabe ist viel geboten. Allem voran die Ausstellung, die sich über das gesamte Gorki, das Palais am Festungsgraben, den Gorki Kiosk und den Außenraum erstreckt. Heute gibt es u.a. die Performance „Takdir. Die Anerkennung“, in der man die richtige Aussprache der Namen der zehn Opfer des NSU lernt (18 Uhr), morgen kann man sich bei „Coffee Grounds Reading“ die Zukunft vorhersagen lassen (16 Uhr). Ausstellung Fr & Sa 16-24 Uhr, So 12-22 Uhr, Eintritt frei, Am Festungsgraben 2, S-/U-Bhf Friedrichstraße
Potsdambesuch – Der Sommer ist vorbei, aber in Potsdam bringt das „Localize“-Festival einen Abend lang den Festival-Vibe zurück. In der Französischen Kirche gibt es heute ab 18 Uhr mehrere Konzerte – u.a. spielen Finn Ronsdorf und Fayim – plus eine Lesung von Bestsellerautorin Katja Lewina. Und dazu ziehen sich schimmernde und spiegelnde Installationen von Studierenden der Kunsthochschule Burg Giebichenstein durch das ganze Kirchenschiff. Eintritt frei (Spenden erwünscht), Charlottenstraße 55-58, Potsdam
Grübelstoff – Vom Adventskaffeetrinken mit der Nachbarin bis zum opulenten Weihnachtsmenü für die Großfamilie: Die kommenden Wochen bieten reichlich Gelegenheit, Gastgeber:in zu sein. Ist das eine Rolle, die Ihnen prinzipiell Spaß macht? Und hat sich das im Laufe Ihres Lebens vielleicht verändert?
Kiekste
Auch wenn es wieder kälter ist, liefert unsere Stadt herzerwärmende Momente – festgehalten von Leser Jens Fischer an der Otto-Suhr-Allee. Schicken Sie Ihre Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Hansastraße (Alt-Hohenschönhausen): Die Straße ist bis Mitte Dezember in Richtung Falkenberger Chaussee vor der Kreuzung Malchower Weg/Darßer Straße auf einen Fahrstreifen verengt (Abbiegen in die Falkenberger Chaussee untersagt).
Friedrichstraße (Kreuzberg): Die Straße ist in Richtung Leipziger Straße zwischen Kochstraße und Zimmerstraße von 22 bis 5 Uhr für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Torstraße (Mitte): Ab 20 Uhr ist die Kreuzung Schönhauser Allee in Richtung Hannoversche Straße (bis Montag, 5 Uhr) gesperrt, Rad- und Fußverkehr kann passieren.
Prellerweg (Schöneberg): An der Kreuzung Grazer Damm/Munsterdamm sind von 8 bis 17 Uhr in beiden Richtungen einzelne Fahrstreifen gesperrt.
An der Wuhlheide (Wuhlheide): Bis Ende Dezember steht auf der Straße stadteinwärts Höhe Firlstraße nur ein Fahrstreifen aufgrund von Bauarbeiten zur Verfügung. Der Radverkehr wird gesichert über den rechten Fahrstreifen geführt.
S-Bahn – S3, S45, S46, S47, S8, S85 und S9: Ab 22 Uhr bis Montag Betriebsbeginn kommt es zu folgenden Verkehrseinschränkungen:
* S45, S46 und S47: Zwischen Schöneweide und Neukölln fährt ein Ersatzverkehr mit Bussen.
* S8, S85 und S9: Zwischen Schöneweide und Treptower Park fährt ein Ersatzverkehr mit Bussen.
* S8: kein Verkehr zwischen Grünau und Schöneweide (Züge der S46 im 20-Minutentakt nutzen)
* S9: kein Verkehr zwischen Treptower Park und Spandau
Demonstration – Für heute sind 22 Demos angemeldet (Stand 27.11., 17 Uhr), u.a. „Abstimmung über das Rentenpaket der Bundesregierung im Deutschen Bundestag. (...)“: 30 Teilnehmende, Junge Liberale, Platz der Republik 1 (9-11 Uhr)
„Schluss mit Zwang und Folter in der Psychiatrie. Gewalt durch Psychopharmaka. (...)“: 200 Demonstrierende, Kommission f. Verstöße der Psychiatrie g. Menschen, Masurenallee/Messedamm, Wittenbergplatz, Kurfürstendamm/Bleibtreustraße (13-17 Uhr)
„Anlieger frei 2.0“: 100 Menschen, Marie-Elisabeth-von-Humboldt-Straße 80 (14-16 Uhr)
„Mahnwache zu Apples Rolle im Genozid im Kongo“: 35 Protestierende, Kurfürstendamm 26 (15.30-20 Uhr)
„Kundgebung gegen die Geschäftspraktiken, die Ausbeutung und die Unterstützung von Genozid, Apartheid und Kriegen des Amazon Konzerns vor dem Amazon Tower (...)“: 300 Demonstrierende, Mera 25, Warschauer Straße (18-20 Uhr)
Sonnabend – Angemeldet sind 30 Demos, u.a. „Rassistischer Hetze und jedem Faschismus entschieden entgegentreten“: 50 Menschen, Unter den Linden 6 (12.30-18 Uhr)
„Betrüger .... raus! Taschendiebe, Betrüger und Hütchenspieler stehlen Berlinern und besonders unseren nichtsahnenden Touristen das Geld aus der Tasche (...)“: 100 Demonstrierende, Partei Die Heimat, Karl-Liebknecht-Straße, Unter den Linden, Tränenpalast (13-15.30 Uhr)
„Den Nazis keine Mitte“: 100 Menschen, Omas gegen rechts, Unter den Linden 24 (13-16 Uhr)
„Stoppt die Komplizenschaft. Sanktionen jetzt! Wir fordern die sofortige Anwendung schwerer wirtschaftlicher und diplomatischer Sanktionen gegen Israel, bis das humanitäre Völkerrecht vollständig respektiert wird und die Blockade aufgehoben ist“: 5.000 Protestierende, Kottbusser Straße, Moritzplatz, Leipziger Platz (14-20 Uhr)
Sonntag – Angemeldet sind zwölf Demos, u.a. „Sturm gegen Korruption (...)“: 120 Teilnehmende, Platz des 18. März, Luisenstraße 16 (12.30-15 Uhr)
„March der Frauen mit Karoline Preisler. Nie wieder schweigende Mehrheit. Kein Spielraum für Islamisten, Links- und Rechtsextremismus, Null Toleranz gegenüber jeder Form von Antisemitismus (...)“: 800 Demonstrierende, Bebelplatz, Pariser Platz (14-17 Uhr)
„Unterstützung von LGBTQ+-Menschen in Russland und Erinnerung an den Jahrestag, an dem die russische Regierung die sogenannte ‚internationale LGBTQBewegung‘ als extremistisch eingestuft hat“: 30 Menschen, Unter den Linden 63 (15-15.20 Uhr)
Gericht – Ein Hundehalter (37) muss sich nach drei Beißattacken seines Tieres wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Bei den Vorfällen in Berlin-Treptow seien zwei Frauen und ein Mann verletzt worden. In einem Fall war die Leine laut Ermittlungen zu lang, in einem anderen Fall sei der Hund nicht angeleint gewesen. Der Angeklagte habe nach einer früheren Verurteilung wegen eines Bisses gewusst, dass das Tier gefährlich ist (12.30 Uhr, Amtsgericht Tiergarten, Kirchstraße 6, Saal K1104).
Universität – Die Hochschule Hanns Eisler widmet sich heute ihrem Namensgeber. Bei „Hanns Eisler wiederentdeckt: Neue Perspektiven auf seine Lieder“ gibt es Workshops, Vorträge und musikalische Proben, bei „Nimm, was Du kriegst!“ darf man mitsingen (16.45 Uhr), Neuer Marstall, Schloßplatz 7
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Michael Eissenhauer (69), Kunsthistoriker, war von 2008 bis 2022 Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin / „Lieber Hasenfuß, geschafft! Alles Gute zum verdienten neuen Lebensabschnitt. Viele neue Abenteuer wünschen V, S + F“ / „Sabine Konnopka (69): herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag der besten O-Ma der Welt von Lenni & Kerstin, wir haben dich sehr lieb“ / „Meine geliebte Frau Sabine, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Ich genieße jeden Tag mit dir und freue mich auf noch viele wunderbare Jahre mit dir. Dein Achim“ / „Susanne, unsere Mama, feiert heute Geburtstag. Möge Dein neues Lebensjahr voller Freude, Gesundheit und vieler strahlender Tage sein. Να τα εκατοστήσεις! Χρόνια πολλά, von Deinen Lieben.“ / Emilia Schüle (33), Schauspielerin („Freche Mädchen“, „Wunderschön“)
Sonnabend – Juliane von Friesen (75), 2001-2002 Berliner Senatorin für Wirtschaft und Technologie / „Felix Hackenbruch, Team Checkpoint lässt dich hochleben!“ / Fabian Reese (28), Fußballspieler, Stürmer und Kapitän bei Hertha BSC / Susanne Schädlich (60), Autorin und Übersetzerin, auf ihrem Buch „Briefe ohne Unterschrift“ beruhte eine gleichnamige Ausstellung im Museum für Kommunikation in Berlin
Sonntag – Claudia Geisler-Bading (60), Schauspielerin und Professorin für Bühnenschauspiel an der Filmuniversität Babelsberg / Heinz Rudolf Kunze (69), Musiker („Dein ist mein ganzes Herz“) und Schriftsteller, schrieb „Regen in Berlin“ / „Gerhard Müller wird 81: Herzlichen Glückwunsch Gerd, ich passe auf, dass kein Regentropfen uns erschlägt und wünsche uns noch ganz viele vergnügliche Tage miteinander. 1000 Küsse Martina H.“ / Sido (45, bürgerlich: Paul Hartmut Würdig), Rapper („Mein Block“), 2005 belegte er beim Bundesvision Song Contest den dritten Platz für Berlin / Nadja Zivkovic (47), Bezirksbürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf (CDU)
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Birgit Eichelbaum (geb. Zieske), * 10. Januar 1945, verstorben am 26. Oktober 2025 / Bernd Häusler, * 6. Juni 1945, verstorben am 15. November 2025 / Prof. Dr. Jürgen Kromphardt, * 25. November 1933, verstorben am 16. November 2025 / Prof. Dr. Eberhard Max Friedrich Schult, * 7. Januar 1943, verstorben am 10. November 2025 / Peter Stamm, * 11. September 1931, verstorben am 3. November 2025 / Sven Stemmann, * 31. Juli 1963, verstorben am 27. Oktober 2025 / Dr. Sebastian Sendler, * 23. März 1960, verstorben am 3. November 2025 / Martin Stuber, * 31. März 1964, verstorben am 8. November 2025
Stolperstein – Margarethe Wilhelm geb. Bry (*1882) war verheiratet mit dem Getreidegroßhändler Louis Leiser Wilhelm. Das Paar hatte drei Kinder. Nachdem Louis 1941 gestorben war, lebte Margarethe mit ihrer Schwester zusammen. Als beiden Frauen im Januar 1942 die Deportation drohte, flüchteten sie in die Illegalität. Vor allem eine befreundete Familie unterstützte die beiden Frauen und versorgte die zuckerkranke Margarethe mit Medikamenten. Am 28. November 1942 nahm sie sich mit einer Überdosis Schlafmittel das Leben. An Margarethe Wilhelm erinnert ein Stolperstein in der Rosenheimer Straße 5 in Schöneberg.
Encore
Die Deutsche Bahn führt in dieser Woche eine vorweihnachtliche Sonder-Reinigungsaktion in ausgewählten Berliner Bahnhöfen durch. „Am sogenannten Adventsputz beteiligen sich auch Mitarbeitende der Mieter:innen sowie rund 35 DB-Mitarbeitende, um im und um den Bahnhof herum anzupacken“, heißt es in der Pressemitteilung. „Sie nehmen sich Bahnsteige, Treppen, Bedienflächen an Automaten, Taubenvergrämungsanlagen, Mobiliar und Vitrinen vor.“ Sogar das „mühsame Entfernen von Aufklebern und Kaugummis gehört dazu“.
Frage: Kann nicht immer Weihnachten sein?
Immer wieder Freude bereit die Zusammenarbeit im Checkpoint-Team (nicht nur in der Vorweihnachtszeit). Dabei waren dieses Mal: Valentin Petri (Texte und Recherche), Antje Scherer (Stadtleben) und Jennifer Katona (Produktion).
Morgen geht’s hier mit Jessica Gummersbach ins erste Adventswochenende!
Auf bald!

