Weiter geht es mit der beliebten Show „Berlin sucht die Super-Verfassungsrichter“. Gestern trafen sich (mal wieder) die Fraktionsspitzen von CDU, SPD, Grüne und Linken, um über die Besetzung von sechs neuen Richterinnen und Richtern am Berliner Verfassungsgerichtshof zu beraten. Eine Einigung gab’s nicht. Nach Checkpoint-Informationen zweifelt die CDU an einem Grünen-Kandidaten für das Amt. Man sei aber „nahe dran“, hieß es aus Teilnehmerkreisen.
Wenn Ihnen diese Nachricht bekannt vorkommt, liegt es daran, dass es sie schon mal gab – nämlich vor ziemlich genau zwei Monaten. Auch damals hieß es, dass eine Einigung über die sechs Richterposten, die mit Zweidrittelmehrheit vom Parlament gewählt werden müssen, greifbar nah sei.
Aus der Show ist ohnehin längst eine Farce geworden. Derzeit sind nur sieben der neun Richterstellen besetzt. Von diesen sieben haben vier ihre Amtszeit seit 2021 (!) überschritten. Das Minimalziel der Fraktionen lautet daher: Bis zur Sommerpause müssen die neuen Richterinnen und Richter im Amt sein. Viel Zeit bleibt nicht. Die letzte Plenarsitzung findet am 4. Juli statt.
Wo es die Parlamentarier in der Sommerpause hinzieht, wissen wir (noch) nicht. Wohin es sie in der Arbeitszeit zieht dagegen schon. Nach dem Ende der Corona-Beschränkungen haben in den letzten Monaten auch die Ausschüsse im Berliner Parlament ihre Reiselust wiederentdeckt. Der Verkehrsausschuss war kürzlich in Wien – bekannt für seinen guten ÖPNV, der Haushaltsausschuss in Athen – bekannt für Erfahrungen im Geld sparen.
Doch bei manchen Reisen fällt es selbst den Abgeordneten schwer, einen direkten Sach-Zusammenhang auszumachen. Ein Mitglied der Delegation des Petitionsausschusses, der die vergangenen Tage in Innsbruck verbracht hat, sagte dem Checkpoint auf die Frage, warum der Ausschuss ausgerechnet dort hingereist sei: „Das ist eine gute Frage. Die haben auch einen Petitionsausschuss im Tiroler Landtag. Da kann man sich mal zu austauschen.“
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Viel Zeit und Raum für Austausch hat sich in den letzten Monaten auch die Berliner SPD gegönnt. Doch von Ruhe kann in der Partei nach der harten Auseinandersetzung um die Landesspitze keine Rede sein.
Zwar hatten das eher pragmatisch tickende Duo Martin Hikel und Nicola Böcker-Giannini das Mitgliedervotum zum Parteivorsitz klar für sich entschieden. Die mehrheitlich eher linken Funktionäre hatten den beiden auf dem Parteitag jedoch ein paar Knüppel zwischen die Beine geworfen. Nicht nur das Wahlergebnis fiel mäßig auch, auch im siebenköpfigen Geschäftsführenden Landesvorstand haben die Linken mit vier zu drei eine Mehrheit – und sind offenbar gewillt, diese zu nutzen.
Eine erste Machtdemonstration war die Auswahl von sogenannten kooptierten Mitgliedern im Landesvorstand. Die haben kein Stimmrecht, können aber bei Vorstandssitzungen mitdiskutieren. Nach Checkpoint-Informationen wollten Hikel und Böcker-Giannini ihren Vertrauten Heiko Kretschmer, Schatzmeister beim SPD Wirtschaftsforum, dabei haben. Die linke Mehrheit im Geschäftsführenden Vorstand lehnte Kretschmer ab – und setzte sich am Ende durch. Checkpoint-Prognose: Das kann noch heiter werden für die Neu-Vorsitzenden.
So, heute geht’s endlich los! Die Fußball-Europameisterschaft der Männer startet mit dem Spiel Deutschland-Schottland (Anstoß 21Uhr). Für alle EM-Muffel, von denen es unserer gestrigen Umfrage zufolge zahlreiche gibt, hat meine Checkpoint-Kollegin Lotte Buschenhagen hier einen Guide (T+) zusammengetragen, wie man möglichst spurlos an diesem Turnier vorbeikommt.
Für alle anderen hier nochmal alles Wissenswerte in kompakter Form:
+ Alle Infos zur EM in Berlin gibt’s hier.
+ Hier (T+) lesen Sie eine Analyse von Deutschlands erstem Gegner Schottland.
+ Und hier (T+) finden Sie Lieblingsorte der Redaktion fürs Public Viewing.
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Und was wäre ein Fußball-Turnier ohne Tippspiel? Von heute an treten hier jeden Tag (Polit-)Promis, Berliner & Checkpointer gegeneinander an. Die Regeln sind simpel: Pro Spiel gibt es für den richtigen Tipp 3 Punkte, für das richtige Torverhältnis 2 Punkte und für den richtigen Sieger-Tipp einen Punkt.
Wer die meisten Punkte hat, kommt weiter und tritt am nächsten Tag erneut an. Wer zuletzt richtig tippt, gewinnt (Ruhm, Ehre & einen original Checkpott). Los geht’s mit unserem Tagesspiegel-Kolumnisten & Kabarettisten Frank Lüdecke (moderiert als Hausherr das satirische EM-Spektakel „Pfostenbruch“ im Kabarett „Stachelschweine“), der gegen Chef-Checkpointer Lorenz Maroldt antritt (guckt das Spiel „heute ausnahmsweise zu Hause, aber ansonsten NATÜRLICH bei den Stachelschweinen“).
Lüdecke tippt auf einen Sieg für Deutschland (2:1), Lorenz Maroldt auf ein Unentschieden (1:1). Wer richtig (oder näher dran) liegt, darf morgen wieder ran. Und zwar gegen Kaweh Niroomand, Geschäftsführer der BR Volleys. Wer mehr zum Stachelschwein-Spektakel wissen will: Alle Infos finden Sie hier. Der Tagesspiegel ist als Medienpartner mit am Start.
Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) wollte zwar nicht mitmachen bei unserem Tippspiel, wettet aber immer noch, dass die EM der Stadt mehr Geld einbringt als die 84 Millionen Euro, die sie Berlin kosten wird. Allerdings ist fragwürdig, wie diese „Stadtrendite“ überhaupt zustande kommen soll. Von mehr Hotelübernachtungen profitiert der Fiskus jedenfalls nicht, wie eine Antwort der Wirtschaftsverwaltung (DS 19/19149) auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Klara Schedlich zeigt.
„In der Regel steigen die Übernachtungszahlen während Sportgroßveranstaltungen in bereits etablierten Tourismusdestinationen nicht“, gibt die Verwaltung zu Protokoll. „Gründe liegen hier im Wegfall von Gruppengeschäften und Gästen, die keine Fußballpassion teilen bzw. die aufgrund erhöhter Hotelzimmerraten und Flugpreise auf einen anderen Reisezeitraum ausweichen.“
Zudem gehen Betreiber von touristischen Attraktionen „von einem kurzzeitigen Rückgang der Besuchenden“ aus. Und auch viele weitere Veranstaltungen finden nicht statt, „da die Verfügbarkeiten und Preise der Hotels begrenzter bzw. teurer sind“. Was bleibt, ist die Hoffnung auf einen „großen Werbeeffekt“. Na dann.
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Berliner Schnuppen
Telegramm
Wer fährt am meisten Lastenrad? Nicht Kreuzberg, nicht Pankow – nein: Treptow-Köpenick. Zumindest, wenn man sich die Buchungsstatistik der kostenlos ausleihbaren “fLotte”-Lastenräder des ADFC in den Berliner Bezirken anguckt (Q: DS 19/19155). Da führt 2023 der Südosten mit seinen 19 Rädern und insgesamt 2934 gebuchten Tagen (akkumuliert, versteht sich), gefolgt von Mitte (15 Räder, 2887 Tage). Schlusslicht? Marzahn-Hellersdorf (10 Räder, 922 Tage).
Die Klimaaktivisten im Berliner Invalidenpark haben am Donnerstagmorgen ihren Hungerstreik beendet. So berechtigt die Forderungen auch sein mögen – gut, dass diese Gewalt gegen sich selbst ein Ende hat. Oder?

Noch nüscht vor heute? Lassen Sie sich piksen. Der heutige Weltblutspendetag wäre ein guter Anlass dazu – und die EM erst recht: Es sei leider so, „dass viele Menschen bei sportlichen Großereignissen den Fokus auf die Blutspende verlieren“, sagt Kerstin Schweiger, Sprecherin des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost der dpa am Donnerstag. Blutspendetermine in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Weiter geht’s mit einem Checkpoint-Lieblingsthema: das Programm der Volkshochschulen. Die Herbstangebote aus Reinickendorf lesen sich wieder einmal fantastisch: Da wäre der Kurs “Werde Filmstar in einem spannenden Krimi á la ‘Tatort’!” (“Innerhalb kürzester Zeit wirst du zum MOVIE STAR in einem einzigartigen Kurzfilm”) oder aber “Kreatives Schreiben: Wie schreibe ich einen Arztroman? Die Welt der großen Gefühle und weißen Kittel”. Zur Anmeldung bitte hier entlang.
Die FDP Pankow treibt ein ganz anderes Thema um: Sie wittert einen Bohnen-Gate. In einer Kleinen Anfrage will die Partei wissen, warum das Bezirksamt ein „Pankower Bohnen-Dinner“ des Berliner Ernährungsrats fördere. Wie schätzt das Bezirksamt die „Bedeutung des Bohnenanbaus in Pankow“ ein? Wie entwickelt sich der Konsum von „Bohnen mit Herkunft aus Pankow und Bohnengerichten in Pankow“? Wie wurde die Organisation ausgewählt? Fragen über Fragen! Die Antwort des Bezirksamts steht noch aus – wenn es so weit ist, erfahren Sie es bei uns.
Ganz ohne EM kommt auch das Telegramm nicht aus. Vier Meldungen, mit denen Sie dann aber wirklich rundherum informiert sind:
I: Freundlicher Hinweis von Fabian Schmitz-Grethlein, Geschäftsführer des „Tempelhof Projekts“ an Jens Spahn: Es gebe selbstverständlich die Möglichkeit, die EM am ehemaligen Flughafen Tempelhof zu verfolgen – und zwar „ganz ohne Jens Spahns Anregung“. Der hatte sich über die Fanmeile auf der Straße des 17. Junis aufgeregt, weil diese angeblich die„Arbeitsfähigkeit des Parlaments“ beeinträchtige und als Alternative das Tempelhofer Feld ins Spiel gebracht.
II: Tatsächlich eingeschränkt wird die Arbeitsfähigkeit der U-Bahnlinien U4, U6, U7 und U9 durch die EM. Dies sei laut BVG nötig, um die Linien U1, U2 und U5 verstärken zu können und damit eine reibungslose Anreise zum Olympiastadion und zur Fanmeile gewährleisten zu können. Auf der U4 soll es teilweise sogar nur einen 20-Minuten-Takt geben.
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Kommen zwei Sexarbeiterinnen zur Gynäkologin…
Sexarbeit ist Arbeit. Aber wie sieht diese eigentlich genau aus? Und was macht sie manchmal schwerer oder leichter? Wir sprechen für euch mit Lenia Soley und Luisa vom Podcast "Geliebte auf Zeit" darüber, warum Sex nur ein Teil ihrer Arbeit ist und viele Kund*innen auch in den Arm genommen werden wollen. Jetzt auf Spotify, Apple Podcasts und Tagesspiegel.de.
III: Werden obdachlose Menschen für die EM verdrängt? Die Berliner Organisation „Gangway“ warnt vor Räumungen im Zuge der Fußball-Meisterschaft: Man beobachte seit mehreren Wochen eine „Häufung von Verdrängungsprozessen obdachloser und suchtkranker Menschen aus dem Stadtbild“. Auf Tagesspiegel-Anfrage bestätigt das Bezirksamt Mitte zwar, dass es Räumungen gegeben hat, streitet einen Zusammenhang mit der EM aber ab. Ähnliche Schilderungen gibt es aus Hamburg, wo jetzt sogar geklagt werden soll – Details lesen Sie hier.
IV: Die Bundespolizei darf nun doch Deutschlandflaggen zeigen, wie die Bild-Zeitung berichtet. SPD-Innenministerin Nancy Faeser habe ein entsprechendes Verbot für den Zeitraum der EM aufgehoben. Die Berliner Polizei will nach Checkpoint-Informationen aus Neutralitätsgründen beim Flaggenverbot bleiben.
Zum Schluss noch ein Hinweis in eigener Sache: Im September wird in Sachsen, Thüringen und Brandenburg gewählt. Die AfD könnte ihre ohnehin schon starke Präsenz in den drei Parlamenten ausbauen. „Ist allen der Ernst der Lage bewusst?“, fragt Tagesspiegel-Reporter Julius Geiler im neuen Newsletter „Im Osten“, der gestern seine Premiere gefeiert hat und ab sofort jeden Donnerstag erscheint. In dem kostenlosen Newsletter stellen wir Ihnen Recherchen, Personen und die schönsten Orte von der Ostsee bis zum Erzgebirge vor. Hier geht’s zur Anmeldung.
Zitat
„Es ist der einfachste Sport der Welt: ein Ball und zwei Tore, im Zweifel aus vier Rucksäcken, mehr braucht es nicht, um Lebensfreude zu teilen und sich selbst zu überraschen.“
Checkpoint-Kollege Robert Ide ist überzeugt, dass die EM trotz der Weltlage, trotz des um sich greifenden Kommerzes im Fußball ein wenig Hoffnung schenken kann. Sein ganzes Plädoyer können Sie heute im Tagesspiegel oder auf tagesspiegel.de lesen.
Stadtleben
Verlosung – Regenbogen-Guckloch, Kuscheltier röntgen, Schleimpilze unters Mikro legen ... Nächstes Wochenende (22.6.) ist wieder „Lange Nacht der Wissenschaften“. Wer schon mal dort war, weiß: Mehr Wissen in kürzerer Zeit aufsaugen, geht eigentlich gar nicht. Wir verlosen zehn Familientickets! Es nehmen 60 Einrichtungen teil, kreuz und quer über die ganze Stadt verteilt, von 17 bis 24 Uhr läuft der Input-Turbo, reguläre Tickets kosten 14/9 Euro und für eine Familie 27 Euro.
Trinken – Neu in Berlin: das „House of Rhye“ im Stork Club. Der Name weist bereits darauf hin, was die Spezialität des Hauses ist: Whiskey aus Roggen, der von den Berlinern Bastian Heuser, Steffen Lohr und Sebastian Brack in Brandenburg gebrannt wird. Durch den Roggen ist das Aroma des Whiskeys etwas spröder, kraftvoller, „wie die Berliner und Brandenburger ja auch sind“, sagt Heuser und lacht. Im Shop kann man den Whiskey in Flaschen kaufen. So richtig nett ist es allerdings, sich hier einen Whiskey Sour oder andere spannende Kreationen von fruchtig bis kräftig zu genehmigen, und sich entspannt vor den Laden zu setzen. Bar: Do/Fr 17-22 Uhr, Sa/So: 14-22 Uhr, Shop: Do/Fr 10-17 Uhr, Sa/So: 14-22 Uhr, Am Flutgraben 2, S-Bhf Treptower Park
Berlinbesuch – Spaß am Spiel, verbunden mit politischer Bildung: In der ehemaligen Stasi-Zentrale werden alle Vorrundenspiele der deutschen Nationalmannschaft live und auf großer Leinwand gezeigt. Ein Begleitprogramm nimmt die Rolle von Ostberliner Fußballvereinen zu DDR-Zeiten unter die Lupe. Heute geht es um die Verbindung zwischen DDR-Rekordmeister BFC Dynamo und der Staatssicherheit (20 Uhr), im Anschluss wird das Eröffnungsspiel gezeigt. Eintritt frei, Ruschestraße 103, U-Bhf Magdalenenstraße. Viele weitere Public-Viewing-Tipps aus allen Bezirken gibt es hier.
Noch hingehen – Der erste ausgeführte Bau von Mies van der Rohe war das Wohnhaus des Philosophen Alois Riehl. Erst 22 Jahre alt und frisch nach Berlin gezogen war der Architekt, als er dazu erste Gespräche führte. Die Ausstellung „Alois Riehl. Der erste Bauherr von Mies“ im Mies van der Rohe Haus bietet aktuell und noch bis 30. Juni neue Einblicke in die damalige (Sommer-)Zeit und die prächtigen Farben des Gartens. So spannt sich mit der jetzigen Ausstellung der Bogen vom ersten bis zum letzten Haus von Mies van der Rohe vor seiner Emigration. Eintritt frei, Di-So 11-17 Uhr, Oberseestraße 60, Tram-Haltestelle Oberseestraße
Grübelstoff – Public Viewing zieht ja auch Leute an, die nur gucken, wenn gerade eine EM oder WM ist. Falls Sie echter Fußball-Fan sind: Können Sie es gut aushalten, wenn auf dem Klappstuhl nebenan pausenlos die Frisuren der Spieler oder die Attraktivität ihrer Wadenmuskeln kommentiert werden?
Kiekste
Na, können Sie den EM-Anpfiff heute Abend (München, 21 Uhr) auch kaum abwarten? In der Lepsiusstraße in Steglitz scheint die Vorfreude jedenfalls Maximalwerte zu erreichen. Dank an Leserin Kathrin Lemke. Weitere Bilder aus der Endspielhauptstadt (Berlin!) gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Regattastraße (Grünau): Die Straße ist in Richtung Köpenick zwischen Rabindranath-Tagore-Straße und Wassersportallee von 13 Uhr bis Montagmorgen, ca. 7 Uhr, für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Hauptstraße/Rheinstraße (Schöneberg): In Höhe Niedstraße steht ab 19 Uhr bis Montagfrüh, 5 Uhr, in beiden Richtungen nur jeweils ein Fahrstreifen zur Verfügung.
Roedernallee (Wittenau): Ab 7 Uhr bis Ende August ist die Fahrbahn in beiden Richtungen zwischen Am Nordgraben und Fräsersteig auf jeweils einen Fahrstreifen verengt. Die Straße Alt-Wittenau ist in Richtung Roedernallee (ab der Ein- und Ausfahrt zum Vivantes-Pflegehaus) für den Kfz-Verkehr gesperrt.
S-Bahn – S1, S2 und S8: Von 22 Uhr bis Montagmorgen, 1.30 Uhr, kommt es zu folgenden Fahrplanänderungen:
* Der Streckenabschnitt Bornholmer Straße – Wittenau/Tegel ist unterbrochen. Es fahren Busse als Ersatz.
* Zwischen Wittenau und Waidmannslust verkehrt ein Pendelzug im 10-Minutentakt (im Nachtverkehr im 30-Minutentakt)
* Die Linie S1 wird zwischen Bornholmer Straße und Hohen Neundorf über Pankow, Blankenburg und Schönfließ umgeleitet.
S5, S7 und S75: Von 22 Uhr bis Montagmorgen, ca. 1.30 Uhr, ist der Streckenabschnitt zwischen Friedrichsfelde Ost und Marzahn bzw. Wartenberg unterbrochen.
Regionalverkehr – FEX: In den beiden folgenden Nächten, jeweils von 20.30-6 Uhr, enden/beginnen die meisten Züge dieser Linie abweichend in Schönefeld (bei Berlin) (zusätzlicher Halt). Der Halt in Flughafen BER entfällt.
RB22: In den beiden folgenden Nächten, jeweils von 21.15-5.45 Uhr, werden die Züge dieser Linie zwischen Ludwigsfelde-Struveshof und Königs Wusterhausen über Schönefeld (bei Berlin) (zusätzlicher Halt) umgeleitet. Der Halt in Flughafen BER entfällt.
Demonstration – Für heute sind 26 Demos angemeldet (Stand 13.6., 13.30 Uhr), u.a. „Sichere Schulwege für alle – Selbst und Sicher auf dem Fahrrad zur Schule“: 80 Menschen, Oberbaumbrücke/Mühlendamm, Mariannenplatz, Ritterstraße 78 (7.15-8 Uhr)
„Wasser für alle – Kein Elbüberleiter in die Lausitz“: zehn Demonstrierende, Grüne Liga, Brüderstraße 11 (7.30-18 Uhr)
„Der Maßregelvollzug verletzt die Würde!“: 15 Menschen, Bundes-AG Psychiatrieerfahrene, Luisenstraße 58 (8-10 Uhr)
„Kein Gift in Schutzgebieten! Der Bundesrat darf der Novellierung der Pflanzenschutzanwendungsverordnung in der aktuell geplanten Form nicht zustimmen (...)“: 15 Menschen, Umweltinstitut München, Leipziger Straße 3 (8.30-10.30 Uhr)
„Pylos-Jahrestag – Ein Jahr europäisches Versagen“: 100 Teilnehmende, Pro Asyl, Spreeufer (11-13 Uhr)
Sonnabend – Angemeldet sind 26 Demos, u.a. „Gedenken (Fahrrad-Korso) an die gelungene Flucht von Rudi Wunderlich im Jahre 1944 aus dem KZ“: 100 Menschen, Initiative KZ Außenlager Lichterfelde, Unter den Eichen 135, Potsdamer Platz, Rosa-Luxemburg-Straße, Helmholtzplatz (11-12.40 Uhr)
„Verkehr, SUV und Flächengerechtigkeit“: zehn Demonstrierende, Greenpeace, Zimmerstraße (12-16 Uhr)
„5. Marzahn Pride“: 1.000 Teilnehmende, Quarteera, Victor-Klemperer-Platz, Allee der Kosmonauten, Landsberger Allee (12-19.30 Uhr)
„Lärm für die Linse! Für die Übernahme des Jugendclubs durch die Potse!“: 70 Protestierende, Parkaue 32 (14-22 Uhr)
Sonntag – Angemeldet sind zehn Demos, u.a. „Grillen gegen den AfD Parteitag in Essen“: 15 Menschen, Die Linke (Wedding), Oranienburger Straße (14-17 Uhr)
„Für+ Miteinander Hand in Hand für die Demokratie“: 100 Teilnehmende, Ev. Kirchengemeinde Bohnsdorf-Grünau, Büxensteinallee (16-18 Uhr)
„Forderung nach Klimaehrlichkeit durch das Aussprechen simpler wissenschaftlicher Fakten, die besagen, dass bereits jetzt hunderte Gigatonnen zu viel CO₂ in der Luft sind“: 20 Protestierende, Hungern, bis ihr ehrlich seid, Gustav-Heinemann-Brücke, Paul-Löbe-Allee (17-18 Uhr)
Gericht – Gegen eine 27-Jährige, die im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt über soziale Medien zu gewaltsamen Ausschreitungen in Berlin-Neukölln aufgerufen haben soll, beginnt der Prozess. Über ihren Instagram-Account soll sie unter anderem Propagandamittel von verfassungswidrigen und terroristischen Organisationen verbreitet haben. Die Anklage lautet zudem auf Volksverhetzung, Gewaltdarstellungen und öffentliche Aufforderung zu Straftaten (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 618).
Universität – In der Ausstellung „Good Buy World!“ verlegen UdK-Studierende den Albtraum vom Weltuntergang in einen Supermarkt im Berliner Gesundbrunnen-Center. Bis 22. Juni, Culterim Gallery, Brunnenstr. 105–109, Eintritt frei
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Wolfgang Behrendt (88), Boxer, gewann bei den Olympischen Sommerspielen 1956 die Goldmedaille im Bantamgewicht und wurde damit der erste Olympiasieger der DDR / „Schwager Harry H. feiert heute sein 76. Geburtstag in Marburg, alle Westeckers mit ihren Angeheirateten lassen ihn hochleben!“ / Arne Herz (46), Politiker (CDU), Stadtrat in Charlottenburg-Wilmersdorf / Peer Kusmagk (49), Schauspieler („Gute Zeiten, schlechte Zeiten“) und TV-Moderator, führte mehrere Jahre das französische Restaurant „La Raclette“ in Kreuzberg / „Liebe Meike, dir fleißigen Löwenmama alles Gute zum Geburtstag. Deine große Familie.“ / Kathrin Röggla (53) österreichische Schriftstellerin, stellvertretende Präsidentin der Berliner Akademie der Künste, ihr Roman „Laufendes Verfahren“ (2023), in dem sie den NSU-Prozess literarisch verarbeitet, erhielt den Heinrich-Böll-Preis / Gabor Steingart (62), Journalist, Autor und Medienunternehmer, Gründer von „Media Pioneer“ / Nicolas Zimmer (54), Vorstandsvorsitzender der Technologiestiftung Berlin, Gründer und ehemaliger Politiker (CDU), war von 1998 bis 2011 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und bis 2012 Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung
Sonnabend – Hatice Akyün (55), freie Journalistin und Schriftstellerin („Einmal Hans mit scharfer Soße“), schreibt unter anderem für den Tagesspiegel / Ingrid van Bergen (93), Schauspielerin und Synchronsprecherin, spielte Theater u.a. bei den Berliner „Stachelschweinen“, Filme u.a. mit Christopher Lee, Klaus Kinski und Kirk Douglas / Hagen Michael Kleinert (83), Physiker, emeritierter Professor an der FU / Matthias Ruffert (58), Rechtswissenschaftler, lehrt an der HU / „Dum spiro spero. Am liebsten mir dir zusammen. Liebste Susanne, eine zarte Umärmelung zu Deinem Geburtstag und bald mehr am Meer. Und ein Hoch auf die Lamedwawniks.“
Sonntag – Annika Greta Blendl (43), Schauspielerin (u.a. in Christian Petzolds „Gespenster“) und Regisseurin („Mollath – und plötzlich bist du verrückt“) / Daniel Brühl (46), Schauspieler („Good Bye, Lenin!“, „Inglourious Basterds“ aktuell in der Serie: „Becoming Karl Lagerfeld“) / Christoph Letkowski (42), Schauspieler („Feuchtgebiete“) und Musiker, war langjähriges Ensemblemitglied an der Volksbühne und am Grips / Robert Neil MacGregor (78), britischer Kunsthistoriker, 2002 bis 2015 Direktor des British Museums, 2015-2018 Intendant des Berliner Humboldtforums / Michael Schäfer (52), ehemaliger Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), 2006-2016 MdA, Mitglied im Bundesvorstand der Deutschen Umwelthilfe
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Dipl.-Ing. Klaus Jürgen Hellebusch, *17. Juli 1941, verstorben am 15. Mai 2024 / Elke von Nieding, geb. Fuhrmann, *17. Juni 1935, verstorben am 22. März 2024 / Heinrich Schücker, *20. September 1959, verstorben am 26. Mai 2924 / Peter Zingraf, Herr Vortragender Legationsrat Erster Klasse, verstorben am 21. Mai 2024
Stolperstein – Hans Ekstein wurde am 24. Juni 1894 in Wien geboren. Er war Innenarchitekt und betrieb bis zum Berufsverbot 1939 ein erfolgreiches Büro in Berlin. Verheiratet war er mit Elisabeth Beerman. Mit seinem Vermögen verhalf er seinem Bruder und anderen Verfolgten zur Flucht; seine eigene Auswanderung gelang nicht. Elisabeth und Hans Ekstein wurden am 17. März 1943 nach Theresienstadt deportiert. Elisabeth wurde letztendlich in Auschwitz ermordet, Hans Ekstein am 14. Juni 1944 in Theresienstadt. An ihn erinnert ein Stolperstein in der Hauptstraße 109 in Schöneberg.
Encore
650 Euro pro Nacht, alte Räume, keine Heizung, Fitnessraum und Pool sind wegen Renovierung nicht begehbar, Manager unhöflich: alles Argumente nicht im Adlon zu gastieren. Das hat nicht die Tagespiegel-Gossip-Redaktion befunden, sondern Ivana Knoll, ihres Zeichens Miss Croatia. Sie gastiert aktuell in dem Hotel und beschwerte sich auf Instagram: „Würde ich nicht empfehlen!“. In Berlin ist sie, weil sie am kommenden Samstag die kroatische Fußballnationalmannschaft beim Spiel gegen Spanien anfeuern will.
Lotte Buschenhagen hat sich in dieser Ausgabe mal wieder als fantastische Checkpoint Co-Autorin empfohlen. Außerdem glänzten mit Teamplay Christian Latz, Alexander Fröhlich (Recherche), Antje Scherer und Jasmine Dellé. Empfehlungen fürs Wochenende gibt’s morgen wie gewohnt von Jessica Gummersbach.
Auf bald
