es stand hier im Checkpoint: „Norderney sucht Inselblogger“ – na das ist doch was für uns, haben wir uns gedacht. Und gelacht. Und jetzt? Ist unsere Bewerbung raus! Team Checkpoint ist bereit für Norderney – ist Norderney bereit für Team Checkpoint? Wir werden es bald wissen.
Unser Plan: Mit geballter Kreativität schicken wir ein Jahr lang abwechselnd Teammitglieder auf die Insel, lernen Norderney und seine Bewohner kennen, finden die kleinen und großen Geschichten, die es zu erzählen gibt, berichten endlich mal über einen Ort, an dem der Flughafen funktioniert und fangen die Schiffsmeldungen ab.
Was sind die wichtigsten Plattdeutsch-Vokabeln? Was ist los im Watt? Wo haben sich Fontane und Kafka rumgetrieben, was hat Heine über Norderney geschrieben und wie viel Geld hat er wirklich auf der Spielbank verzockt? Was läuft nächste Woche im Kino im Kurtheater, wo gibt’s hier den besten Kaffee und wo das beste Bier? Dazu Kneipentests und Porträts der Inselbewohner, Entdeckungstouren mit unserer Laufgruppe und viel Spaß mit der neu gegründeten Checkpoint-Surfgruppe. Dazu jeden Tag eine Insel-Meldung hier im Checkpoint – und zum Abschluss veranstalten wir ein schönes Sommerfestival für alle, Inselbewohner, Inselbesucher und Berliner. Mit Musik, Talks und Spielen, mit Berliner Schnauze und Herz – für Norderney.
Für unser Bewerbungsvideo (hier zu sehen) haben wir dem Checkpoint-Song übrigens extra noch eine Norderney-Strophe angedichtet. Und jetzt gilt’s: Können wir bald unsere Seesäcke packen und auf die Fähre gehen? Mit Ihrer Unterstützung bestimmt! Schicken Sie eine Postkarte auf die Insel, von wo auch immer Sie gerade sind, und notieren Sie einen guten Grund, warum Team Checkpoint Inselblogger werden muss. Die Adresse: Staatsbad Norderney GmbH, Am Kurplatz 3, 26548 Norderney. Oder per Mail: info@norderney.de. Und falls Sie zufällig sogar selbst auf Norderney sein sollten: Senden Sie uns ein Foto an checkpoint@tagesspiegel.de, gerne mit der aktuellen Checkpoint-Ausgabe im Bild.
Ok, wir sind gespannt – aber jetzt erstmal zurück nach Berlin, und das heißt in den Ferien: Vor den Meldungen hier unsere speziellen Sommertipps:
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PACK DIE BADEHOSE EIN…
Die schönste Badestelle am Scharmützelsee trifft auf bayerische Kulinarik: Das Freilich am See präsentiert sich mit modern-bayerischer Küche, ausgewählten Weinen & Biergarten mit Seezugang.
Nur 50 min von Berlin. Schaut’s vorbei!
www.freilich.de
Bei Vorlage dieses Newsletters spendieren wir Dir ein Freibier oder einen Softdrink.
In Berlin um die Welt: Irland – Das „Irish Berlin“ in der Großen Hamburger Straße 36a fällt auf zwischen Concept Stores und teuren Markenläden – es wirkt eher wie ein Tante-Emma-Laden: Die Klamotten hängen hier neben Honig und Silberschmuck, es gibt Whisky, irisches Kunsthandwerk, traditionelle Strickwaren und irische Filme. Besitzerin Beate Lemcke bringt mit dem Laden „ein Stück Irland nach Berlin“ und deshalb organisiert sie hier auch Ausstellungen und Lesungen mit irischen Kunst- und Kulturschaffenden (Di-Fr 13-19 Uhr, Sa 10-16 Uhr). Und wer auf den Geschmack gekommen ist: Gleich um die Ecke gibt’s den „Kilkenny Irish Pub“ (Am Zwirngraben 17-20). Einwohner: 3376 (Stand Ende Dez 2018).
Sommerspaß: Pergamonmuseum – Was kann uns der Zustand eines Teppichs über seine Geschichte erzählen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die kleine Sonderausstellung „Im Fokus. Die Kunst im Fragment“ im Pergamonmuseum samt Führung am Donnerstag, den 11. Juli von 18 bis 19 Uhr. Eine Anmeldung für die Führung ist nicht erforderlich, Tickets kosten 4 Euro zzgl. Museumeintritt (19/ 9,50 Euro).
Sommersport: Ecstatic Dance – Eine Tanzfläche und viele Menschen, die tanzen, zappeln und herumwirbeln wie sie wollen. Aber Sprechen, Trinken, Rauchen und Telefonieren verboten: „Zu einer Mischung aus 90er-Jahre-Scooter-Techno und indischer Bollywood-Musik beginnt ein Pärchen einen Walzer durch die Menge. Funky-Moves, Ballett, Tango, Headbangen“. Das ist Ecstatic Dance. Nächste Veranstaltung: Heute von 19 bis 22.30 Uhr am Franz-Mehring-Platz 1.
Jottwede: Nationalpark Unteres Odertal – Das Besucherzentrum (Park 2, täglich 9 bis 18 Uhr geöffnet) bietet eine spannende Ausstellung zum Anfassen und Mitmachen über die Auenlandschaft. Der Nationalpark selbst ist zu Fuß, auf dem Fahrrad, in einem Kanu und sogar in einer Pferdekutsche zu erkunden. Wem das noch nicht reicht, bietet der Park am 16. Juli eine Kanutour bei Mondschein (15-40 Euro) oder eine Heilpflanzenwanderung am 21. Juli (39 Euro). Die Anfahrt aus Berlin dauert ca. anderthalb Stunden mit dem RE3 Richtung Stralsund/Schwedt bis Angermünde, von da mit dem Bus 468 nach Schwedt bis „Criewen Nationalparkzentrum“.
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28. adidas Runners City Night am 3. August 2019
Auf der superschnellen Strecke über den Kudamm fallen die Bestzeiten über 10 und 5 km. Die City West wird zur rauschenden Party Zone. Hot Spots, Sambabands, internationale Läufer und das hippe Bühnenprogramm auf dem Breitscheidplatz sorgen für die Lauf-Party des Jahres. Lass dir das nicht entgehen und melde dich an unter www.berlin-citynight.de
Berliner Schnuppen
Telegramm
Leise, still und unheimlich erfolgreich entwickeln der Regierende Wissenschaftssenator Michael Müller und sein Staatssekretär Steffen Krach den Gesundheitsstandort Berlin zu einem international beachteten Leuchtturm: Das US-Magazin „Newsweek“ listete die Charité bereits vor der gestern vollzogenen Fusion mit dem Berliner Institut für Gesundheitsforschung auf Platz 5 der weltweit besten Hospitäler – und in Europa auf Platz 1.
„Newsweek“ lobt die Charité insbesondere für die starke Forschung. So arbeite die Hälfte aller deutschen Medizin-Nobelpreisträger im Berliner Universitätsklinikum. Außerdem sei die mehr als 300 Jahre alte Charité „cuting-edge“ – sprich führend – im Bereich biomedizinischer Innovation. So kuriert ein Krankenhaus die ganze Stadt.
In einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel (Freitagausgabe) beschreiben die Staatssekretäre Sabine Smentek und Frank Nägele die wichtigsten Voraussetzungen für die Verwaltungsreform (mal abgesehen von der Zeit, „wird mehrere Jahre dauern“): „Wir nehmen uns das Machbare vor – parteipolitische Konkurrenz und persönliche Eitelkeiten bleiben außen vor.“ Ok, viele Glück - das kommt ins Fach „Wiedervorlage“.
Wir erweitern gleich mal unser beliebtes Berlin-Vokabelheft um das schöne Wort „Einschreitkonkretisierung“, das wir einer internen Elektropost der Polizeipräsidentin an ihre Untergebenen verdanken. Geregelt werden damit die „Regelfälle des Umsetzens“. Und auf Deutsch: Die Polizei soll gefährlich falsch geparkte Autos konsequenter abschleppen lassen. Allerdings mit ein paar Einschränkungen: Die Anweisung betrifft nur die Verkehrspolizei und auch die muss weiterhin die „konkrete Einsatz- oder Auftragslage“ berücksichtigen, also abwägen, was gerade wichtiger ist. Außerdem bleibt es bei der „Berliner Linie“: Im Interesse der Wirtschaft kann beim Lieferverkehr „von polizeilichen Maßnahmen abgesehen werden“.
Und falls die Kolleginnen und Kollegen das Ganze noch mal üben wollen: Am Lichtenrader Damm 201 wurde gerade ein Motto-Kinderspielplatz „Polizei“ eröffnet. Es gibt ein Polizeiauto, einen Polizeihubschrauber, ein Polizeiboot und eine Polizeiwache, alles aus Holz. Und über alledem wacht Verkehrspolizist Krause (ebenfalls aus Holz). Na, hoffentlich ist da mal nicht der Wurm drin, also im Holz - und in der Einschreitkonkretisierung.
Ob der Tod einer Radfahrerin gestern in der Krumme Straße Ecke Schillerstraße durch eine andere Verkehrspolitik hätte verhindert werden können? Sie wurde in einer Spielstraße vom Fahrer eines VW-Touran angefahren und überrollt. Wahrscheinlich kann nur ein Mix von Maßnahmen das Leben von Radlern besser schützen – ganz ausschließen lässt sich menschliches Versagen nie.
Manche nutzen Autos auch wie ungesicherte Waffen – ohne Rücksicht auf mögliche Opfer, so wie im folgenden Fall:
In der Wilhelmstraße musste ein Kleinwagen vom Lichtmast gewickelt werden – und so kam’s: Fahren ohne Führerschein in einem geklauten Auto mit gestohlenen Kennzeichen, Fahrerflucht, überhöhte Geschwindigkeit, ignorierte Ampeln, Ausweichen in den Gegenverkehr… was fehlt? Richtig: Alkohol und Drogen.
Und damit machen wir einen kurzen Ausflug zu unseren märkischen Nachbarn: Auf Brandenburgs Straßen wurden 2018satte 48 Prozent mehr Fahrer unter Drogen oder im Vollrausch erwischt als im Vorjahr. Übrigens: Gegen den Bundestrend. Das berichtet der RBB mit Verweis auf Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes. Es kommentiert Rainald Grebe: „In Brandenburg, in Brandenburg ist wieder jemand gegen einen Baum gegurkt.“
Der Aufreger in der JVA Tegel: die neuen Besuchsregeln. So dürfen die Inhaftierten u.a. keine Getränke, Kaffee, Kuchen oder andere Esswaren mehr mit ins „Sprechzentrum“ nehmen – Snacks sollen sie aus den Automaten ziehen, zu jedem Besuch dürfen dafür zwei Euro mitgebracht werden. Aber psst, bitte nicht weitersagen – auf eine Anfrage der Knastzeitung „Lichblick“ (aktuelle Ausgabe 2/2019) nach einer entsprechenden Hausverfügung antwortet die Anstaltsleitung verkniffen: „Herausgabe von entsprechenden dienstlichen Dokumenten an Medien erfolgt nicht.“
Sie möchten in einen Berliner See springen, aber sind sich nicht sicher, wie sauber es darin ist? Kein Problem, heute ist für jede Gemütslage etwas dabei:
1) „Das Berliner Badewasser ist sauber!“ („B.Z.“)
2) „Ekel-Algen und Quallenpest – was der Sommer mit unseren Gewässern macht“ („Kurier“)
3) „Kälte stoppt Invasion der Mini-Quallen“ („Berliner Zeitung“)
Für unsere Reihe „Amt, aber glücklich“ reisen wir heute nach Portugal zu Checkpoint-Leserin Anja Niephagen. Sie hatte ihren Ausweis noch am Flughafen Schönefeld verloren und erbat jetzt vom Konsulat in Lagos ein Ersatzpapier. Drei bis vier Tage brauchen viele deutsche Behörden für die Identitätsprüfung, wurde ihr dort gesagt – doch die Bestätigung vom Bürgeramt Friedrichshain-Kreuzberg kam sofort. Der Checkpoint wünscht einen unbeschwerten Urlaub und reicht den Dank gerne weiter!
Die S-Bahn hat offenbar bei Sparmaßnahmen das „n“ gestrichen – ständig wird hier „Ersatzdienst mit Busse" angekündigt. Oder heißen so die Fahrer?
Knapp 30 Jahre nach der Wende gibt’s heute zwei verblüffende Erkenntnisse:
1) Die „Morgenpost“ meldet: „Ostdeutsche gehen häufiger zum Zahnarzt“ – offenbar nehmen Westdeutsche für diesen Weg eher das Auto.
2) Der „Kurier“ meldet: „Krenz: Meine große Rolle beim Mauerfall“ – und tatsächlich: Ohne die von ihm mitverantwortete große Wahlfälschung im Mai 1989 hätten viele Leute die Schnauze vom Regime vielleicht doch nicht so schnell voll gehabt. Oder meint der Honecker-Nachfolger und China-Fan das gar nicht?
Fast jede und jeder hat eine Geschichte aus Clärchens Ballhaus zu erzählen – jetzt macht nach einem Eigentümerwechsel auch diese Institution des einzigartigen Berliner Freiheitsgefühls dicht. Sollte sie saniert wieder auferstehen, ist sie keine mehr.
Die Polizei hat die Cannabis-Plantage an den Parklets in der Bergmannstraße (CP vom 26.6.) geerntet und verfeuert. Also falls Sie gestern so einen komischen Geruch in der Nase hatten…
Dahme-Spreewald ist mit 2343 Euro pro Nase steuerstärkster Landkreis Ostdeutschlands – kaum auszudenken, was da los wäre, wenn es jetzt auch noch einen Zentralflughafen gäbe…
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Ich wünsche mir, dass sich in zehn Jahren nicht nur Paul und Lisa im Öffentlichen Dienst wiederfinden, sondern auch Mehmet und Ayse.“
Reinhard Naumann, Bürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf (Q: „Berliner Zeitung“).
Tweet des Tages
Ich habe es selbst kaum geglaubt, aber hier hat eben ein Jugendlicher in der U-Bahn den Spruch des Jahres gesagt: ‚Du hättest als Amöbe zur Welt kommen können oder als Pickel am Arsch einer Seekuh. Dass du in Deutschland geboren wurdest, macht dich nicht besser als andere.‘
Stadtleben
Essen – Der Foodtruck von Humble Pie macht heute Halt am Halleschen Haus. Über die Wagentheke gehen dort von 17-21 Uhr Leckereien aus dem Süden der USA. Eins ist also klar: Egal, was man bestellt, man wird satt. Schonkost sind das frittierte Hühnchen im Brot mit „Honey Butter Topping“ und die amerikanischen Apfelkuchen nämlich nicht. Aber darum geht es auch gar nicht – Köchin Sarah Durante möchte ihren Kunden vor allem „Soul Food“ servieren. Also Essen, das einfach lecker ist und glücklich macht. Tempelhofer Ufer 1, U-Bhf Hallesches Tor
Trinken – „Diese Stadt ist eben doch gar nicht so hart wie du denkst“, sang Peter Fox in seiner Berlin-Hymne. Mit Rau & Herzlich gibt’s zu dieser Berliner Wahrheit jetzt ein Äquivalent in Gestalt einer Bar. In Kreuzberg natürlich, in der Glogauer Straße 9, fußläufig zum Kotti. Passend zum Standort will Betreiber Lutz Rau (manche kennen ihn vielleicht aus der Goldfisch Bar in Friedrichshain) keine „arty-farty“ Hipster-Bar, sondern einen Ort, wo man einfach nur gut essen und trinken kann. Unprätentiös! In der Tat ist die Spirituosenauswahl beträchtlich, gesäumt von Tafeln, auf denen steht: „Trinkt Schnaps!“. Alles klar. U-Bhf Kottbusser Tor, Di-Fr 12-1 Uhr, Sa-So 17-1 Uhr
Berlinbesuch – Nach Trainspotting kommt Planespotting. Den perfekten Ort dafür hat Reinickendorf-Experte Gerd Appenzeller für Sie ausfindig gemacht: Nämlich auf der obersten Parketage des Einkaufszentrums „Der Clou“ am Kurt-Schumacher-Platz. Wenn der Wind aus Westen kommt, landen die Maschinen aus Richtung Osten und fliegen dann ziemlich nahe über das Parkdeck, wie unser Leute-Autor schreibt. Ziemlich beeindruckend, aber auch etwas beängstigend. Ein kleines Video hat Gerd Appenzeller für Sie hier aufgenommen – trotzdem muss man die Erfahrung selbst vor Ort machen. Kurt-Schumacher-Damm 1-15, U-Bhf Kurt-Schumacher-Platz
Geschenk – Die Exemplare in der Torstraße 75 sind Grober Unfug – zumindest, wenn man nach dem ganz bestimmt liebevoll gemeinten Namen des Comicladens geht. Vielleicht denken Sie ja schon an jemanden aus Ihrem Umfeld, der sich über so einen Bildband freuen würde! Neben bunten Absurditäten findet man in dem gut sortierten Fachgeschäft aber auch grandiose Comics aus aller Welt, mit durchaus hohem künstlerischen Anspruch. Für Fans der japanischen Manga-Zeichnungen gibt es im Unfug eine extra große Abteilung, teils sind die Hefte sogar in Originalsprache verfügbar. Comicfans macht der Laden in Mitte also auf jeden Fall glücklich! U-Bhf Rosa-Luxemburg-Platz, Mo-Fr 11-19 Uhr, Sa 11-18 Uhr
Last-Minute-Tickets bekommen Sie noch für den Start des Berlin Short Film Festivals im Kino Babylon. Gezeigt werden Kurzfilme internationaler Filmemacher, alle Genres sind vertreten und auch kleine Independent-Produktionen mit kleinem Budget dürfen in der Rosa-Luxemburg-Straße 30 über die Leinwand flackern. Bis Sonntag laufen täglich ab 18 Uhr drei Blöcke mit Kurzfilmen (je 80 Minuten) und variieren dabei innerhalb der Stilrichtungen – von LGBT über Dokumentationen bis hin zu Sci-Fi. Karten kosten 8 Euro. U-Bhf Rosa-Luxemburg-Platz
Noch hingehen – Eine „Audienz bei einer Göttin“ bekommen Sie noch bis zum 21. Juli. Der geweihte Ort ist der Pomonatempel auf dem Pfingstberg in Potsdam. Besagte Göttin erscheint in der Gestalt eines Papierkleids, entworfen von der Künstlerin Susanna Cianfarini. Lässt man sich ganz auf ihre Objektkunst ein, führt sie einen am Ende zu der Frage: Wie gestaltet der Mensch heute sein Schicksal und hat er es selbst in der Hand? Der Eintritt ist frei, Sa-So 14-17 Uhr, Bus-Station Am Pfingstberg
Das Stadtleben heute von: Maria Kotsev
Prominent verraten
„Meine Karriere als Schauspielerin begann nicht an den großen Häusern, sondern an diesem wunderschönen Ort.", erzählt unsere Berlinerin der Woche. Gemeint ist das Ballhaus Naunynstraße in Kreuzberg, wo sie auch heute noch gerne hingeht.
Bekannte Berliner fotografieren für uns eine Woche lang täglich Ausschnitte aus ihrem Leben. Die Auflösung kommt immer freitags - mit einem Selfie.
Erraten Sie, wer sich diesmal hinter den Bildern versteckt?
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Jetzt mitmachen
Berlin heute
Verkehr – Wegen eines Konzerts von Christina Aguilera in der Mercedes-Benz-Arena (Friedrichshain) um 20 Uhr wird im Bereich Mühlenstraße, Warschauer Straße, Oberbaumbrücke und Stralauer Allee erhöhtes Verkehrsaufkommen erwartet. Auf der Hosemannstraße (Prenzlauer Berg) regelt ab 7 Uhr bis Ende September eine Baustellenampel den Verkehr in Höhe Schieritzstraße, die Einmündung Schieritzstraße ist gesperrt.
Demonstration – „Für den Erhalt des Späti Ora35 und ein Gewerbemietrecht des Kleingewerbes im Kiez“ demonstrieren heute ab 18 Uhr ca. 150 Teilnehmende in Kreuzberg. Sie beginnen in der Reichenberger Straße und ziehen in die Oranienstraße. Ungefähr 50 Menschen fordern mit Changing Cities e.V. zwischen 17.30 und 19 Uhr im Invalidenpark „Rote Karte für Scheuer und sein BMVI“. Die Gelben Westen Berlin veranstalten zwischen 15 und 20 Uhr mit ca. 20 Teilnehmern eine Kundgebung zu „Heimat und Weltfrieden“ in der Salzburger Straße, gegenüber der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz. Etwa 15 Menschen zeigen zwischen 17 und 17.30 Uhr ihre „Solidarität für 10 Familien, die in Raval, Barcelona, von Zwangsräumung betroffen sind“ in der Mohrenstraße 30, Veranstalter ist „Zwangsräumung gemeinsam verhindern“. Der European Initiative e.V. demonstriert mit ca. 35 Teilnehmern zwischen 13.30 und 18.30 Uhr auf dem Alexanderplatz „für christliche Werte in unserer Gesellschaft“. „Tierschutz: Gegen Massentierhaltung“ ist das Motto einer Demonstration der „Albert-Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt“ mit ca. 10 Teilnehmenden an der Friedrichsbrücke zwischen 17 und 20 Uhr.
Zu Gast ist die Ministerpräsidentin des Königreichs Dänemark Mette Frederiksen.
Gericht – In dem Prozess gegen zwei Männer aus dem Irak, die der Terrororganisation „Islamischer Staat“ angehört und sich 2014 an Hinrichtungen beteiligt haben sollen, geht es weiter. (9.00 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal B 129).
Universität – Zum Semesterabschluss lädt die DGB Hochschulgruppe der HU zur Infoveranstaltung „Warum Gewerkschaften auch für Studis wichtig sind!“. Der Eintritt ist frei. Ab 18 Uhr, Dorotheenstraße 26, Raum 207.
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Andreas Fröhlich (54), Rezitator und Synchronsprecher / Susanne Garavy (65), „M: Sooo viele Küsschen von Deinen 3 liebsten Mädels“ / Philipp Gerstner (30), Schauspieler / Ernst Jacobi (86), Schauspieler / Günther Lojewski (84), Journalist, ehem. Intendant des Senders Freies Berlin (1989-97) / Sandra Naujoks (38), Pokerspielerin / Klaus Wagenbach (89), Gründer und langjähriger Inhaber des Wagenbach-Verlages / „Jörg Zeise, Bruder, Onkel und Schwager, beste Grüße zum Geburtstag aus Klm und von Ruby“ / Jürgen Zöllner (74), ehem. Bildungssenator (2006-11) / nachträglich: „Herzlichen Glückwunsch an die beste, klügste und freundlichste Gosia (36), Sto lat!"
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Mary Luz Eladia del Carpio de Heder, * 8. Januar 1949 / Regine Röder-Ensikat, * 1942, „sie trat dem ‚Club der mörderischen Schwestern‘ bei“, ein Nachruf von Gregor Eisenhauer / Gerd Scharnick, * 15. Dezember 1939
Stolperstein – Heute vor 76 Jahren wurde Ida Benjamin (Jhg. 1873) in Theresienstadt ermordet. Vor ihrer Deportation am 9. Juni 1943 lebte sie in der Giesebrechtstraße 12 in Charlottenburg.
Im Tagesspiegel
Er war fast bankrott, aber es gab eine Idee: Peter Kowalsky ist Mit-Erfinder der Bionade-Brause und machte sie wider aller Wahrscheinlichkeit zum Erfolg - an dem sie scheiterte. Nun probiert er es in Berlin ein zweites Mal. Lesen Sie die Reportage von Kai Müller heute auf Seite 3 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
Mit den Worten „Verarschen kann ich mich alleine“ warf Rammstein-Sänger Till Lindemann nach einem Konzert einst Sean Lennon aus dem Backstagebereich – der etwas schüchtern wirkende Sohn von John Lennon hatte brav seinen Namen genannt und war wohl falsch verstanden worden (Q: Flake Lorenz bei Radioeins). Hm, nachdem Metallica gerade im Olympiastadion als Berliner Verneigung „Engel“ gecovert hat, gibt’s beim nächsten Rammstein-Gig ja vielleicht als kleine Entschuldigungsgeste eine feurige Fassung von „Give Peace A Chance“.
Kommen Sie friedlich durch den Tag, und denken Sie bitte an die Postkarte für Norderney! Morgen früh begrüßt Sie hier Ann-Kathrin Hipp – bis dahin,