Sonne satt bei 30°C

Berliner Straßenkampf Wochenrätsel Teure Techno-Parade

wir starten in ein Sommerwochenende voller Musik: Im Olympiastadion spielt Depeche Mode, in der Wuhlheide tritt Cro auf und über die Straße des 17. Juni zieht heute der Loveparade-Nachfolger „Rave the Planet“. Nach einigem Hin und Her haben die Organisatoren einen privaten Sanitätsdienst engagiert, um die Parade (sicher) stattfinden zu lassen. Kostenfaktor: 250.000 Euro. „Das wird schweineteuer“, so das Team rund um Techno-Guru Dr. Motte. Und sauheiß.

Wer Ruhe sucht, findet sie definitiv nicht im politischen Berlin. Die Haushaltsverhandlungen befinden sich auf der Zielgeraden, am Dienstag will Finanzsenator Stefan Evers (CDU) den Entwurf vorstellen. Und auch beim Thema Verkehr wird das Gaspedal weiter durchgetreten: Verkehrssenatorin Manja Schreiner (CDU) hat für fünf Radwege einen Planungsstopp angeordnet (T+). Das empörte Klingeln der Berliner Fahrradfahrer:innen ist nicht nur auf den zahlreichen Demos ohrenbetäubend.  

Ist das jetzt dieses Mobilitätskonzept, das „die Interessen aller im Blick haben“ soll, wie der Regierende Bürgermeister sagte …? Im Checkpoint-Podcast „Berliner & Pfannkuchen“ fragen Ann-Kathrin Hipp und Anke Myrrhe: Wo will Verkehrssenatorin Manja Schreiner hin? Was sagen die Bezirke? Und wie soll das viel beschworene Miteinander genau funktionieren? Zu Wort kommt unter anderem Clara Herrmann (Grüne), Frank Bewig (CDU) und Oliver Igel (SPD), die Bezirksbürgermeister:innen von Friedrichshain-Kreuzberg, Spandau und Treptow-Köpenick.

Mein Wochenende mit

Durchgecheckt

Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.

„Wie ich mich auf den Sonntag freue! Es ist so: Neulich fragte ein kleines Ferkel aus der Nachbarschaft schweinische Sachen. Was dies sei und was das und was das alles solle, Sie können es sich denken. Natürlich will man nicht lügen, will offen sein, will die Nachwuchsneugier belohnen, statt sie zu dämpfen. Kurz: Man will ganz souverän über alles, wirklich alles reden können. Auch, weil man von sich selbst denkt, dass man das ja könne und doch nicht zu jenen Schweinen gehöre, die den Kindern bloß überall Verbotsschilder aufstellen, ist man von sich selbst, vom Ferkel und von der ganzen Situation ganz schön überrascht, in der einem plötzlich die Worte fehlen. So wie neulich mir. Einen Augenblick lang schnappte ich nach Luft, dann kam mir die Lösung in den Sinn: Themenwechsel! Aber nicht einfach so, das fiele ja auf, sondern mit System. Man greife eine Nebensache der Frage auf und führe das gesamte Gespräch unmerklich in einen Bereich, in dem man alles weiß und alles sagen kann. Und das in einer Weise, dass es klingt, als gäbe man damit eine Antwort auf die eigentliche Frage. Rhetorik, sage ich Ihnen, Rhetorik und Improvisation. Auf den Sonntag freue ich mich, weil mit Chaos Royal eine Improvisations-Theatertruppe nach Bad Belzig kommt, an der ich üben kann. Und üben muss ich noch, bei diesem multimedial vernetzten Nachwuchs. Bis ich ganz viel reden kann, ohne was zu sagen. Vielleicht gehe ich am Ende noch in die Politik. In diesem Sinne, ich empfehle mich. Mit freundlichen Grunzen.“ (von Thomas Wochnik)

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Mit kühlem Kopf hat Nora Weiler (Produktion) diesen Checkpoint zusammengebastelt, am Montag startet Robert Ide mit Ihnen spritzig in die neue Woche. Ich verabschiede mich in den Berlin-Urlaub. Am kommenden Sonnabend begrüßt Sie an dieser Stelle Lotte Buschenhagen im Wochenende.
Bis dahin, machen Sie sich ein paar schöne Tage!
 

Jessica Gummersbach